Donnerstag, 30. Oktober 2014

Montag, 27. Oktober 2014

Ein kosmischer Doppelschlag, der keiner war

Die beiden fast kreisrunden Clearwater-Kraterseen im kanadischen Québec sind nicht, wie lange Zeit angenommen, im Zuge eines Doppel-Einschlags von zwei gravitationsgebundenen Asteroiden gleichzeitig entstanden. Tatsächlich ist der östliche Krater mit seiner Entstehung vor 470 bis 460 Millionen Jahren erheblich älter als sein westliches Pendant, dessen Alter bei rund 286 Millionen Jahren liegt. Das hat ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg herausgefunden. Die Studie basiert auf der Neudatierung von Gesteinsproben und ist online in der Fachzeitschrift „Geochimica et Cosmochimica Acta“ erscheinen.

Dinosaurier-Federn im neuen Licht

Warum trugen Dinosaurier ein Federkleid lange bevor der Urvogel Archaeopteryx erste Flugversuche unternahm? Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Göttingen geht dieser Frage im Artikel „Beyond the Rainbow” nach, der nun im renommierten Fachjournal „Science“ erscheint. Die Urechsen verfügten offenbar über eine ausgeprägte Farbwahrnehmung, führen die Wissenschaftler aus. Ihre These: Die Evolution von Federn ermöglichte den Dinosauriern eine große Farbigkeit, die an Partnerwahl und Fortpflanzungserfolg maßgeblich beteiligt war.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zwei Kometenfamilien um nahegelegenen Stern entdeckt

Ein französisches Astronomenteam hat mit dem HARPS-Instrument am La Silla-Observatorium der ESO in Chile die bislang umfangreichste Zählung von Kometen um einen Stern durchgeführt und dabei fast 500 einzelne Kometen untersucht, die den Stern Beta Pictoris umkreisen. Es stellte sich heraus, dass sie zwei unterschiedlichen Familien von Exokometen angehören: alten Exokometen, die den Stern viele Male nahe passiert haben, und jüngere Exokometen, die vermutlich vom kürzlichen Zerfall eines oder mehrere größerer Objekte stammen. Die neuen Forschungsergebnisse werden am 23. Oktober 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Manipulation des Begattungsverhaltens senkt Varroa-Population signifikant

TLB vermarktet für Universität Hohenheim ersten biologischen Schutz vor Varroamilben. 

 Gesunder Honig ohne Pestizidrückstände – dieses Ziel stellt Imker angesichts der Varroamilbe jedes Jahr zur Brutzeit der Bienen erneut vor große Herausforderungen. Die Milbe gilt als weltweit größtes Problem der Imker und führt schlimmstenfalls zum Verlust ganzer Bienenvölker. Eine neue Erfindung der Universität Hohenheim, die das Sexualverhalten der Milben manipuliert, bietet erstmals umweltfreundlichen Schutz. Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH in Karlsruhe arbeitet gemeinsam mit der Universität an der Patentierung und Verwertung der Erfindung. 

Dienstag, 21. Oktober 2014

Warum ist der Himmel blau?

The Diminution of Fairham Brook

Leverhulme Research Fellow Jeanine Breaker und Dr Nick Riley demonstrieren an einem Bodenprofil des Keyworth Meadows Naturschutzgebietes, wie sehr die Landnutzung den Boden beeinflusst.

The Core

Jeanine Breaker, Leverhulme Research Fellow, nimmt uns mit auf eine Reise in ein rund 90 m tiefes Bohrloch. und auf eine persönliche Reise zu ihren Motiven, Geowissenschaften zu betreiben.


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Luck and lava

Interview mit zwei Wissenschaftlern zum Ausbruch des Bardarbunga‬ auf Island.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Fenster in die Vergangenheit - Uralte Sedimente am Meeresgrund der Arktis gefunden

     Ein internationales Team von Wissenschatlern unter Leitung des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) hat auf der jetzt endenden Sommerexpedition des Forschungsschiffes Polarstern ein neues Fenster in die Vergangenheit des Arktischen Ozeans aufgestoßen. Die Wissenschaftler entdeckten entlang steiler Abrisskanten am Lomonossow-Rücken stark verfestigte Sedimente, die vermutlich zehn, vielleicht sogar 30 bis 40 Millionen Jahre alt sind und den Forschern neue Einblicke in die Klimageschichte des Arktischen Ozeans ermöglichen werden.

"Wasser auf Asteroiden war notwendig" / Studie zur Entstehung organischer Moleküle

     Schon im frühen Sonnensystem fanden chemische Reaktionen, die aus ursprünglichen organischen Molekülen neue Verbindungen entstehen ließen, in wässrigen Fluiden statt. Darauf weist eine neue Studie von Wissenschaftlern um Dr. Christian Vollmer vom Institut für Mineralogie der Universität Münster hin. Die Forscher untersuchten organische Moleküle von Meteoriten und Kometenpartikeln.

Montag, 6. Oktober 2014

Neues Verfahren zur Beobachtung von Molekülbewegungen

     Kristallographie ermöglicht es, die Struktur von Molekülen zu analysieren. Im Fachmagazin „Nature Methods“ beschreibt ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Arwen Pearson vom Hamburg Centre for Ultrafast Imaging (CUI) jetzt eine neue Art der sogenannten zeitaufgelösten Kristallographie. Diese Methode zur Beobachtung von Strukturänderungen in Molekülen erlaubt es einer deutlich größeren Zahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als bisher, Proteindynamik zu analysieren.

Auf der Spur der Erdbeben im Mittelmeer

     Wissenschaftler des GEOMAR starten Expedition zu Plattengrenzen vor Sizilien
Das Mittelmeer gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Gleichzeitig ist es ein Gebiet, in dem regelmäßig die Erde bebt – mit allen dazugehörigen Folgen wie Hangrutschungen und Tsunamis. Um das bisher nur bruchstückhafte Wissen über die Vorgänge am Boden des Mittelmeers zu erweitern und die Risiken besser abschätzen zu können, starten Forscher des GEOMAR zusammen mit Kollegen aus Frankreich und Italien jetzt mit dem deutschen Forschungsschiff METEOR zu einer Expedition ins Seegebiet südöstlich von Sizilien.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Altes Schulbuchwissen neu bestätigt: Zerfallsraten radioaktiver Stoffe sind konstant

     PTB-Forscher widerlegen die These, dass die Zerfallsrate manch radioaktiver Nuklide vom Abstand zwischen Erde und Sonne abhängt


Der Abstand zwischen Erde und Sonne hat keinen Einfluss auf die Zerfallsrate von radioaktivem Chlor. „Wieso sollte er auch?“, könnte man fragen, denn bekanntlich ist der Zerfall von Radionukliden verlässlich wie eine Schweizer Uhr. Doch US-amerikanische Wissenschaftler hatten kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie postulierten, die Zerfallsrate würde vom Fluss solarer Neutrinos und damit auch vom Abstand der Erde zur Sonne abhängen. Grundlage ihrer Vermutung waren unter anderem ältere Messdaten aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Deren Forscher haben die These der Amerikaner nun eindeutig widerlegt.
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