Dienstag, 16. Dezember 2014

Wärmepuls in der Erdgeschichte

     Prozesse schneller als bisher angenommen
Ein Wärmepuls von etwa 5 bis 8 Grad Celsius vor 55,5 Millionen Jahren hatte tiefgreifende Änderungen in den Ozeanen und auf den Kontinenten zur Folge. Ein internationales Wissenschaftlerteam konnte nun zeigen, dass der Beginn dieses Temperaturmaximums durch zwei Ereignisse charakterisiert ist, bei denen große Mengen Kohlenstoff freigesetzt wurden. Ihre Ergebnisse wurden jetzt online im Wissenschaftsmagazin Nature Geoscience veröffentlicht.

Still und starr liegt der See

Im Winter ruht die Natur. Insbesondere in eisbedeckten Seen tut sich nichts – so die lange vorherrschende Meinung. Erst vor etwa zehn Jahren haben Forscher begonnen, etwas genauer hinzuschauen. Sie haben festgestellt, dass alles Leben im See seinen Ursprung unter dem Eis hat.

Montag, 15. Dezember 2014

Mason Inman and Karl Urban awarded EGU Science Journalism Fellowship

     The European Geosciences Union (EGU) has named journalists Mason Inman and Karl Urban as the winners of its 2015 Science Journalism Fellowship. Each of them will be awarded €2,500 for their journalism projects. The support will allow Inman to dig into how estimates of shale gas resources are made, while Urban will report on obtaining a new kind of geothermal energy.

Mit FS SONNE dem Atlantik auf den Grund gehen

     - Erste Expedition des neuen deutschen Forschungsschiffs startet in Las Palmas -
Ökosysteme und geologische Prozesse am Grund des Atlantiks sind die Themen während der ersten Expedition des neuen deutschen Forschungsschiffs SONNE. Sie startete gestern Abend unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg von den Kanarischen Inseln aus zum Mittelatlantischen Rücken. In einem Blog berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Arbeiten auf See.

Mehr Eis in einer sich erwärmenden Welt

     Das Meereis um die Antarktis hat sich in den letzten Jahrzehnten ausgedehnt. Eine neue Studie erklärt, warum dies der Fall ist, warum Modelle diese Zunahme nicht erfassen und was wir Menschen mit der sich ausdehnenden Eisdecke zu tun haben könnten.


More ice in a warming world

     Antarctic sea-ice coverage has increased over the past few decades. A new study explains why this is the case, why models do not capture the increase and what humans might have to do with the expanding ice cover.


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Neue Art von Eis entdeckt - neue Forschungen für Energieerzeugung und -speicherung möglich

Grenoble, 10. Dezember 2014: Die Entdeckung einer neuen Art von Eis könnte zu einem verbesserten Verständnis geologischer Prozesse auf unserem Planeten führen – und dadurch helfen, neue Lösungen bei Herstellung, Transport und Speicherung von Energie zu finden. Eis XVI, das Eis mit der geringsten bekannten Dichte, hat eine hochgradig symmetrische Struktur aus Käfigen, die Gas-Moleküle und -Atome einfangen können, um Verbindungen zu formen, die als Einschlussverbindungen (Clathrate oder Käfigverbindungen) oder Gas-Hydrate bekannt sind.

Eis XVI: Göttinger Wissenschaftler stellen neue kristalline Form von Wasser her

     Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Instituts Laue-Langevin in Grenoble haben ein neues Wassereis hergestellt. Damit wird zum ersten Mal der Einfluss der Wechselwirkungen zwischen Wasser- und Gasmolekülen im Experiment unmittelbar quantifizierbar.


Water’s role in the rise and fall of the Roman Empire

     Smart agricultural practices and an extensive grain-trade network enabled the Romans to thrive in the water-limited environment of the Mediterranean, a new study shows. But the stable food supply brought about by these measures promoted population growth and urbanisation, pushing the Empire closer to the limits of its food resources. The research, by an international team of hydrologists and Roman historians, is published today in Hydrology and Earth System Sciences, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).

Dienstag, 9. Dezember 2014

Gigantische Staudämme als Machtsymbol

     Staudämme und Deiche schützen nur kurzfristig vor Überschwemmungen, können längerfristig aber zu schwerwiegenden sozialen und ökologischen Problemen führen. Zu diesem Ergebnis kommt der Geograph Dr. Ravi Baghel, der am Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg erforscht hat, wie Menschen Überflutungen vorbeugen. Während sich in Deutschland und anderen Regionen Europas zunehmend alternative Möglichkeiten des Hochwasserschutzes etablieren, bauen Politiker vor allem in Asien weiterhin gigantische Staudämme und kilometerlange Deiche. Am 13. und 14. Dezember 2014 veranstaltet der Wissenschaftler einen Workshop zum Umgang mit Wasser in Asien.

Montag, 8. Dezember 2014

Einem altbekannten Material ein modernes Rätsel entlockt

     Magnetit dient bei chemischen Reaktionen oft als Katalysator. An seiner Oberfläche können andere Metallatome so gebunden werden, dass sie voneinander getrennt bleiben und sich nicht zu größeren Metallpartikeln zusammenschließen. Wissenschaftler vermuten, dass dies chemische Reaktionen besonders gut beschleunigt. Wie diese Eigenschaft zustande kommt, war bisher jedoch nicht bekannt. Wissenschaftler der Technischen Universität Wien und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun nachgewiesen, dass das Geheimnis in der besonderen Struktur der Eisenoxid-Oberfläche liegt. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in dem renommierten Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht.*

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Broschüre „Tiefe Geothermie“ - „Deep Geothermal Energy“

     Verständliche Sachinformationen zur „Tiefen Geothermie“ erfreuen sich weiterhin eines starken Interesses in der breiten Öffentlichkeit. Aufgrund des großen Erfolgs der deutschen Ausgabe der kostenfreien Broschüre erscheint nun eine überarbeitete Neuauflage in englischer Sprache, um dieses Thema auch einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Alle wesentlichen Eckpunkte dieses Wissensgebietes sind auf 80 Seiten vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik und seinen Partnern zusammengestellt worden. Internationale Ziel- und Nutzergruppen sind sowohl Entscheidungsträger in der Politik und Wirtschaft wie auch Journalisten, Lehrer, Studenten und an neuen Technologien Interessierte.


Brochure “Deep Geothermal Energy – Application Possibilities in Germany”

     Comprehensible factual information on „Deep Geothermal Energy“ continues to be of great interest to the general public. Due to the great success of the German edition of the free brochure, a new revised edition is now published in English in order to make the subject accessible to an international audience. All essential aspects of this field of knowledge have been summarized on 80 pages by the Leibniz Institute for Applied Geophysics and its partners. International target and user groups are decision makers in politics and economy as well as journalists, teachers, students and people interested in natural sciences and new technologies.


Catnip - Simon's Cat (A Christmas Special!)

Dienstag, 2. Dezember 2014

Did life on Mars exist? New insights into organic carbon in the Tissint meteorite

     It was July 2011 when the Martian meteorite Tissint fell to Earth. An international research team has found organic carbon in rock sections of the meteorite and precisely unraveled its petrographic settings. The new results are presented in the periodical “Meteoritic and Planetary Science (MAPS)”. There is persuasive evidence that the carbon originated on Mars. The scientists are convinced that biotic processes can explain all of their results better than abiotic processes. At the same time, however, they do not entirely rule out the possibility that the carbon could have originated from abiotic processes.

Gab es Leben auf dem Mars? Neue Erkenntnisse zu organischem Kohlenstoff im Meteoriten Tissint

     Im Juli 2011 schlug der Marsmeteorit Tissint in Marokko auf. Ein internationales Forschungsteam hat in Gesteinsproben des Meteoriten organischen Kohlenstoff gefunden und ihn in Zusammenhang mit den umgebenden Mineralien präzise untersucht. In der Zeitschrift „Meteoritic and Planetary Science (MAPS)“ werden die neuen Ergebnisse vorgestellt. Gewichtige Gründe sprechen dafür, dass der Kohlenstoff auf dem Mars entstanden ist. Die Mitglieder des Forschungsteams sind überzeugt, dass sich ihre Ergebnisse besser durch Lebensprozesse als durch abiotische Prozesse erklären lassen. Sie schließen aber die Möglichkeit nicht völlig aus, dass der Kohlenstoff aufgrund abiotischer Prozesse entstanden ist.
Ein international hochgeschätzter Wissenschaftler

Karnivore Pflanzen aus dem Baltischen Bernsteinwald

     Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen, Bielefeld und der Botanischen Staatssammlung München hat die weltweit ersten fossilen Klebfallen einer fleischfressenden (karnivoren) Pflanze entdeckt. Dabei handelt es sich um zwei mit Drüsen bedeckte Blättchen, die in einem Stück Baltischen Bernsteins eingeschlossen sind. Sie stammen aus einem Tagebau bei Kaliningrad in Russland und sind etwa 35 bis 47 Millionen Jahre alt. Bisher beschränkte sich der fossile Nachweis karnivorer Pflanzen auf Samen und Pollen von Sonnentaugewächsen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA (PNAS) erschienen.

Die Menge schützt nicht immer

Wenn Fischschwärme angegriffen werden, formen sie etwas, das im Englischen als bait Ball bezeichnet wird. Manchmal kann sich dieses verhalten aber auch als Weg in den Untergang entpuppen. Wenn die Feinde sehr groß oder sehr zahlreich sind.

Freitag, 28. November 2014

Donnerstag, 27. November 2014

Technikabhängige Emissionen bei US-Gas-Förderung

     Bohrloch ist nicht gleich Bohrloch. Mit mobilem Messgerät haben Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gasförmige Verbindungen bei der Förderung von Öl und Erdgas in den USA untersucht. Dabei konnten erstmals die Emissionen von organischen Schadstoffen während eines Fracking-Prozesses mit offenem Auffangspeicher in hoher zeitlicher Auflösung vermessen werden. Die gemessenen Höchstwerte bei diesem offenen Prozess lagen rund einen Faktor 1000 über typischen Mittelwerten in Stadtluft, wie in der Fachzeitschrift ACP berichtet wird. (DOI 10.5194/acp-14-10977-2014)

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