Mittwoch, 13. Dezember 2017

Neues Kompetenzzentrum Mineral- und Heilwasser

     Bundesweit einzigartige Einrichtung am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität eröffnet

Uralter Vogel mit Übergrößen-Frack - Neuer fossiler Riesenpinguin in Neuseeland entdeckt

Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr hat gemeinsam mit einem neuseeländischen Team eine bisher unbekannte fossile Riesenpinguinart beschrieben. Aus den Knochenfunden lässt sich ableiten, dass der Pinguin zu Lebzeiten eine Größe von mehr als 1,7 Metern und ein Körpergewicht von etwa 100 Kilogramm erreichte. In ihrer heute im Fachjournal „Nature Communications“ erschienenen Studie zeigen die Forscher, dass „Gigantismus“ keine Seltenheit bei frühen Pinguinen war und sich vermutlich als Folge der Flugunfähigkeit dieser Vögel entwickelte.


Kumi bedeutet in der Sprache der Maori Monster, manu ist das Wort für Vogel – aus dem Artnamen des neuentdeckten Pinguinfossils, Kumimanu biceae, lässt sich also schon ableiten, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Fund handelt.
„Wir haben Flügel und Beinknochen dieses Pinguins untersucht und schnell gemerkt, dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelt“, erläutert Dr. Gerald Mayr vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und fährt fort: „Aus der Größe der Knochen lässt sich ableiten, dass dieser Pinguin mehr als 1,7 Meter groß wurde und über 100 Kilogramm wog“.
Der neue Fund gehört folglich zu den größten fossilen Pinguinarten und wird in seiner Körpergröße nur von einem fossilen Vogel aus der Antarktis übertroffen, der allerdings nur von sehr bruchstückhaften Resten bekannt ist.

Die versteinerten Überreste des Riesenpinguins stammen aus der Region Otago auf der Südinsel von Neuseeland. „Datierungen zeigen, dass der Vogel in der Zeit des späten Paläozäns, also vor circa 59 bis 56 Millionen Jahren, lebte“, erklärt Mayr und ergänzt: „Die Fossilien gehören demnach zu den ältesten bekannten Funden von Pinguinen und es ist bemerkenswert dass schon diese frühesten Formen enorm groß waren.“

In ihrer Studie zeigen der Frankfurter Ornithologe und seine neuseeländischen Kollegen zudem, dass es sich bei dem neuen Fund auch um eine stammesgeschichtlich sehr ursprüngliche Art handelt, die sich von bisher bekannten Riesenpinguinen aus erdgeschichtlich jüngeren Epochen des Eozäns und Oligozäns klar unterscheiden. „Kumimanu zeigt, dass ein Riesenwuchs bei frühen Pinguinen keine Seltenheit war und bereits in dem frühesten Evolutionsabschnitt dieser Vögel“, fügt Mayr hinzu.


Die Wissenschaftler vermuten, dass sich das Riesenwachstum als eine Folge der Flugunfähigkeit der Seevögel entwickelte. Das wirft die Frage auf, warum es heutzutage keine Pinguingiganten mehr gibt. Das Forscherteam um Mayr hat hierzu eine These: „Riesenpinguine haben sich bald nach dem großen Massenaussterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren entwickelt. Möglicherweise trug das Verschwinden großer Meeresreptilien dazu bei, dass Pinguine neue ökologische Nischen erobern konnten. Mit dem späteren Auftreten großer mariner Räuber, wie Robben oder Zahnwale, hatten Riesenpinguine allerdings wieder Konkurrenten und Fressfeinde – dies könnte zu ihrem Aussterben geführt haben.“ Der Senckenberg-Wissenschaftler und seine Kollegen hoffen nun auf weitere Funde, die Licht in diese und neue Fragestellung bringen.

Publikation
Gerald Mayr, R. Paul Scofield, Vanesa L. De Pietri & Alan J.D. Tennyson (2017): A Paleocene penguin from New Zealand substantiates multiple origins of gigantism in fossil Sphenisciformes.
NATURE COMMUNICATIONS 8 DOI: 10.1038/s41467-017-01959-6 www.nature.com/naturecommunications

Judith Jördens Senckenberg PressestelleSenckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen


Dienstag, 12. Dezember 2017

Simon's Cat | GUIDE TO Humans

Winzige Eisverluste an den Rändern der Antarktis können Eisverluste in weiter Ferne beschleunigen

     Wenn kleine Flächen des schwimmenden Eises an der Küste der Antarktis dünner werden, kann das die Bewegung von Eis beschleunigen, das hunderte Kilometer entfernt auf dem Festland aufliegt. Das zeigt eine neue Studie. Es ist bekannt, dass die schwimmenden Eisschelfe, die den Kontinent umgeben, die Eissströme vom Land in den Ozean regulieren. Bisher wurde angenommen, dass der Eisfluss besonders anfällig ist für das Abschmelzen an der Unterseite der Schelfe nahe der Aufschwimmlinie, wo das Eis vom Land ins Meer fließt.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mainzer Physiker schlagen neue Methode zur Überwachung von Atommüll vor

     Wissenschaftler zeigen Szenarien zur Nutzung von Neutrinodetektoren in atomaren Zwischenlagern auf

Regionaler Klimawandel: Trocken im Südwesten, feucht im Nordosten Deutschlands

     Führende Klimaforscher in Deutschland, darunter Forscher der Uni Hohenheim, stellen erstmals aktuelle belastbare Klimaprojektionen für Deutschland und die Flusseinzugsgebiete vor.

THE FORCE: A musical tribute to Princess Leia

London Lecture: Earth Vs Venus_ November 2017

Why Earth developed into the crucible of life, and Venus into a hostile wasteland


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Facettenaugen sind ein evolutionärer Dauerbrenner

     Moderne Facettenaugen folgen in ihrem Konstruktionsprinzip im Wesentlichen einer schon mehr als 500 Millionen Jahre alten Funktionsweise. Das ergaben Untersuchungen an fossilen Trilobiten, ausgestorbenen Verwandten von Spinnentieren und Krebsen. Nur die Linsen heutiger Facettenaugen fehlten noch bei diesen Gliederfüßern. Der Artikel von Brigitte Schoenemann et al. ist in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.

europäische Pflanzen auf anderen Kontinenten - Startvorteil durch Menschenhand

     Internationales Forschungsteam mit Konstanzer Beteiligung veröffentlicht Studie zur Ausbreitung europäischer Pflanzenarten auf anderen Kontinenten
• Dokumentation der aus Europa auf andere Kontinente verschleppten Pflanzenarten
• Pflanzenarten aus stark von Menschen veränderten Lebensräumen sehr erfolgreich bei der Verbreitung auf anderen Kontinenten • Pflanzen aus vom Menschen veränderten Lebensräumen haben Startvorteile

Dienstag, 5. Dezember 2017

Jedes Sandkorn ist eine Metropole für Bakterien

     Auf einem einzelnen Korn leben bis zu 100.000 Mikroorganismen aus tausenden von Arten.

Ur-Archaeopteryx ist gar keiner

     LMU- und SNSB-Paläontologen decken eine Fehldeutung auf: Der allererste fossile Fund eines Archaeopteryx-Fossils ist in Wirklichkeit ein Raubsaurier aus der Gruppe der Anchiornithiden, die bisher nur aus dem heutigen China bekannt waren.

Donnerstag, 30. November 2017

Dienstag, 28. November 2017

Montag, 27. November 2017

Exkursionsführer zum Yellowstone Nationalpark


Vom USGS gibt es einen Führer zu den hydrothermalen und vulkanischen Landschaften des Yellowstone Nationalparks


Old Faithfull

Geologic field-trip guide to the volcanic and hydrothermal landscape of the Yellowstone Plateau

Donnerstag, 23. November 2017

Megalodon: The Most Ferocious Giant Shark In History - Earth Unplugged

Fast Food (A Thanksgiving Special) - Simon's Cat

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

     Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein. Voraussetzung dafür ist, dass der Mond einen porösen Kern hat, sodass Wasser des darüberliegenden globalen Ozeans in den Kern eindringen kann und dort durch die Reibungswärme erhitzt wird. Das zeigt eine Computersimulation, die im Rahmen der europäisch-amerikanischen Cassini-Huygens-Mission entstanden ist. Sie bietet auch eine Antwort auf die lange ungelöste Frage, woher die Energie stammt, die die Existenz von flüssigem Wasser auf dem kleinen, kryovulkanisch aktivem Mond fern der Sonne ermöglicht.

Klimawandel begünstigt Methanfreisetzung aus Gewässern

     Es ist ein Teufelskreis: Infolge des Klimawandels und steigender Temperaturen tritt immer mehr Methan aus Binnengewässern auf der ganzen Welt aus. Die Freisetzung des Treibhausgases Methan wiederum führt zu einem weiteren Temperaturanstieg und einer Beschleunigung des Klimawandels. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) waren an einer niederländischen Studie beteiligt, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Methanemissionen aus Gewässern zeigt. Ein Temperaturanstieg von nur einem Grad Celsius steigert die Methanfreisetzung um sechs bis 20 Prozent.

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt

     Das EU-Projekt „Nunataryuk“ erforscht die Permafrostgebiete der Welt. Es untersucht die Folgen für das weltweite Klima und die Bewohner der Arktis. Doch nicht nur das: Zusammen mit Bürgern der arktischen Region werden die Forscher Zukunftsstrategien entwickeln, mit denen die Bevölkerung den Veränderungen in ihrer Heimat begegnen kann.
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