Dienstag, 9. Februar 2010

Erinnerung ist eine Form der Begegnung

Eine durch und durch lobenswerte Initiative, auf die ich durch den fotoholiker aufmerksam wurde. Die deutsche Kinderfotografen Charity Vereinigung oder kurz DKCV hat sich zur Aufgabe gemacht, schwerstkranke Kinder professionell und unentgeltlich zu fotografieren und damit bleibende Erinnerungen zu schenken.

A Splendid Endeavour!


Das war also der fünftletzte Start eines Space Shuttle und der letzte planmäßige Nachtstart. Oft werden wir diese Bilder also nicht mehr zu sehen bekommen. Gestern um 10.14 MEZ hob das Shuttle bilderbuchmäßig von seiner Rampe ab, um der ISS einen "Außenbalkon" zu bringen.Irgendwie beschleicht mich ein klein wenig Wehmut bei dem Anblick. Zugegeben, die Shuttle sind alle schon ein wenig betagt, sie sind teuer und wartungsintensiv. Aber sie waren auch ein Sinnbild für die bemannte Raumfahrt. Ohne sie wäre die ISS so nicht möglich gewesen. Sie verkörpern nach wie vor unseren Griff zu den Sternen. Wann und wie es damit (mit dem Griff zu den Sternen) weitergeht, steht burchstäblich in den Sternen. Denn zur Zeit haben wir ja auf der Erde jede Menge eigene Probleme. Persönlich hätte ich aber lieber die Milliarden weiterhin in den Nachthimmel von Florida, Baikonur, Kourou oder wie die Weltraumbahnhöfe alle heissen, gejagt, als sie den Bänkern und Finanzakrobaten in den Allerwertesten zu blasen.

Montag, 8. Februar 2010

Wacholderdrossel


Eine Wacholderdrossel (Turdus pilaris) am winterlichen Futterplatz. Dieser prächtig gefärbte Gast bevorzugt im Winter Obst oder Beeren. Ein älteren Apfel in kleine Viertel geschnitten wird unwiderstehlich, besonders wenn eine verharschte Schneedecke sonstige Nahrung schwer zugänglich macht. Während unsere heimischen Wacholderdrosseln jetzt wahrscheinlich im Mittelmeerraum die Sonne geniessen, kommt diese hier möglicherweise weiter aus dem Nordosten zu uns. Man mag sich streiten, ob es notwendig ist, Vögel im Winter zu füttern. Persönlich tue ich es aber gerne, denn das ist immer wieder eine gute Gelegenheit, die Tiere direkt vor die Kamera zu bekommen

Eine-Welt-Preis an Homöopathen ohne Grenzen?

Kann mir mal irgendeiner verraten, was in unsere nordelbische lutherische Kirche gefahren ist, dass sie ausgerechnet die Homöopathen ohne Grenzen mit einem Ehrenpreis zum Eine-Welt-Preis bedenken musste? Einem Verein, der es sich zum selbsternannten Ziel gemacht hat, die "Segnungen" der Zuckerkügelchen auch in den entferntesten Winkel der Welt zu tragen. So jedenfalls ihre Selbstbeschreibung:
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Homöopathie in Länder zu tragen, deren Gesundheitssystem die medizinische Versorgung der Bevölkerung aus verschiedensten Gründen nicht leisten kann. Homöopathie leistet auch und besonders in Kriegs- und Krisensituationen große Dienste bei der Heilung physischer und psychischer Verletzungen. 
Mit anderen Worten: Wirkungslose Zuckerkügelchen an Menschen verteilen, die sich nicht adäquat dagegen wehren können. Menschen medizinische Hilfe vorgaukeln, wo eigentlich evidenzbasierte Medizin dringend notwendig wäre. Und dabei sich auch noch als der absolute Gutmensch fühlen dürfen, jetzt sogar mit dem Segen des Entwicklungsdienstes der nordelbischen evangelischen Kirche. Das lässt ja tief blicken.

Prost! Endlich haben wir die Ausrede!!

Wer schon immer um keine Ausrede verlegen war, um sich ein Bier zu genehmigen, der kann sein Repertoire jetzt um eine erweitern. Bier, so heisst es, ist gut gegen Osteoporose. Denn es enthält gelöstes Silizium und erhöht damit die Dichte der Knochen. Das jedenfalls wollen amerikanische (warum kommen wir hier eigentlich nicht selbst auf so etwas?) Forscher herausgefunden haben.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Fukutoku-Okanoba - Unterwasserausbruch auf Video gefilmt

Der Vulkan Fukutoku-Okanoba, rund Kilometer nordöstlich der Insel Minami Iwojima, ist jetzt wieder aktiv. Angehörige der japanischen Küstenwache konnten die jüngsten Aktivitäten des Vulkans auf Video aufnehmen. Die Dampf und Aschewolke erreichte eine Höhe von rund 100 m. Das Wasser rund um den Vulkan ist durch die vulkanischen Aschen deutlich bräunlich gefärbt. Der Fukutoku-Okanoba ist ein recht aktiver Vulkan und sein letzter Ausbruch war erst 2005. Der Gipfel des Vulkans liegt nur rund 14 m unter der Wasseroberfläche, so dass sich bei zahlreichen Ausbrüchen oft auch kurzlebige Inselchen bildeten, von denen die bekannteste den Namen Shin-Iwo-jima (Neue Schwefelinsel) trug und 1904 entstand.

Jahrestagung 2010 der Gesellschaft für Geschiebekunde in Sternberg

Die 26. Jahrestagung der GfG findet im kommenden Jahr in Sternberg bei Schwerin vom. Fr. Abend dem 16. bis So dem 18. April statt. Veranstaltungsort ist das Seehotel Sternberg.

Organisatorisches: Freitag Nachmittag ist Anreise mit öffentlichem Abendvortrag, der Sa. ist den Vorträgen gewidmet, abends Jahreshauptversammlung, am So. werden wie üblich Exkursionen durchgeführt.

Weitere Einzelheiten und das Programm sind unter http://www.geschiebekunde.de/Inhalte/Jahrestagungen.htm zu finden.

Das ist absurd, oder?

Das ist so absurd, man sollte sich besser hinsetzen und festhalten, bevor man das liest. Die spezielle Relativitätstheorie ist ja nicht nur für Physiker interessant, die seit vielen Jahren die Ideen Albert Einsteins überprüfen. Nein, sie zieht selbsternannte Genies an wie Honig die Fliegen. Jeder von ihnen möchte die Theorie im Alleingang widerlegen. Und fast alle werfen den Physikern vor, diese Theorie nur aus purenm Eigennutz zu stützen. Irgendwie eine Situation, wie sie die Evolutionsbiologen mit den Kreationisten haben und wie Geognosten mit verschiedenen Typen wie beispielsweise den Neo-Katastrophisten und Velikovsky-Anhängern. 
Manchmal aber haben die Versuche dieser Menschen etwas rührend erheiterndes. Wenn sie bar jeglichen Wissens quasi ihre mentalen Hosen herunterlassen, und alle daran teilhaben lassen. Ein sehr hübsches Beispiel dafür ist Jocelyne Lopez, die allenn Ernstes und im Brustton der (Selbst)Überzeugung die spezielle Relativitätstheorie bereits von den handelsüblichen Radar-Geschwindigkeitsmessgeräten in Frage gestellt sieht.

Haiti Erdbeben - Zusammenfassung

Drüben auf Mente et Malleo habe ich meine älteren Beiträge zum Thema des Erdbebens vom 12. Januar 2010 in Port-au-Prince jetzt einmal zusammengefasst und gegebenenfalls aktualisiert. Damit man nicht immer zwischen den diversen Einzelbeiträgen hin und her suchen muss.

Haiti, das Erdbeben von Port-au-Prince vom 12. Januar 2010

IMA2010 : Session on modularity and modulation in minerals

Dear Colleagues,

The 20th. General Meeting of the International Mineralogical Association (IMA
2010) will be held in Budapest, Hungary, August 21th-27th 2010.

We would like to invite you to contribute to the session:

MC102: Modularity and modulation in minerals

Keynote lectures: Manuel Perez-Mato (Spain), Stefano Merlino (Italy)

Session description:
In recent years an increasing number of (complex) crystal structures were
described on the basis of recurrent modules, typically the biopyriboles. Even
more intriguing is the discovery of many structures where the Bravais
periodicity is violated to some extent, so new crystallographic methods are
needed to deal with them. At the same time, theoretical and software
developments allow solving almost routinely the crystal structures of twins.
Summarizing, the present session is intended to host oral and poster
contributions on experimental and theoretical aspects of the following
categories of crystal structures of minerals: (1) structures based on a Bravais
lattice and modules that may occur in different structures (sensu stricto
modular structures including polytypes, members of homologous, polysomatic
and related series); (2) structural architectures affected by incommensurate
periodicities; (3) twins, intended as crystal edifices based on oriented
individuals. Research on these structures involves different methods based on
diffraction, electron microscopy, spectroscopy, mathematics etc.

Final abstract submission deadline: 13 March 2010.

For additional information: http://www.ima2010.org/

Mittwoch, 3. Februar 2010

The Lancet widerruft Studie zu Impfung und Autismus

In den Diksussionen mit so genannten Impfkritikern wird man immer wieder mit der behauptung konfrontiert, dass die Impfungen als nebenwirkungen beispielsweise Autismus auslösen können. Mit diesem Hinweis wird dann oftmals jegliche Impfung, aber besonders die Maser-Mumps-Röteln Impfung (MMR) abgelehnt. Auf Nachfragen wird einem dann eine Studie in dem Fachblatt The Lancet präsentiert, die diesen Verdacht nahelegt. Außerdem wird dann meist auch noch die Gefahr, die durch die Krankheiten wie beispielsweise Masern droht, mit dem Verweis auf "Kinderkrankheiten" heruntergespielt. Das Problem mit der Studie ist aber, dass sie das papier nicht Wert war, auf dem sie gedruckt wurde, und dass sie jetzt endlich(!) zurückgezogen wurde. Was war passiert? Eigentlich genau dass, was Impfkritiker gerne den Impfbefürwortern vorwerfen. Die Studie war demnach nicht nur methodish zweifelhaft, sondern dass der Hauptautor und die Gutachter finaziell miteinander verstrickt waren. Es ist aber peinlich, dass es bis zu diesem Schritt des Zurückziehens mehr als zehn Jahre gebraucht hat, in der Eltern weiterhin von der Impfkritikerpropaganda mit Hinweis auf die Studie zutiefst verunsichert wurden. Denn dass inzwischen eine Reihe von Studien dem postulierten Zusammenhang von Impfung und Autismus widersprochen haben, wurde hier meist schlicht verschwiegen. Das hatte dann zur Folge, dass die Impfbereitschaft stark gesunken ist und der Plan der WHO, Masern endgültig auszurotten ins Leere lief. Masern ist, vor allem in den Entwicklungsländern, eine der führenden Todesursachen bei kleinen kindern.

DMG 2010 in Münster

Liebe Kollegen,

wir laden Sie herzlich ein, das wissenschaftliche Programm der DMG Jahrestagung aktiv mitzugestalten. Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge für Symposien zu den folgenden Themen ein. Ihre Ideen werden dann von den jeweiligen Themenbetreuern koordiniert. Die Einreichung erfolgt über unsere Tagungswebsite www.conventus.de/dmg2010. Die Auswahl erfolgt bis zum 1. April 2010.


- Das frühe Sonnensystem (Thorsten Kleine/Münster)

- Angewandte Mineralogie (Sabine Klein/Frankfurt a. M., Thorsten Geisler-Wierwille/Münster)

- Petrologie/Geochemie (Michael Bröcker/Münster, Stephan Klemme/Münster)


Wir bedanken uns für Ihre Beiträge und freuen uns, Sie in Münster begrüßen zu dürfen.

Ihr Tagungskomitee

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Call for Sessions

Dear colleagues,

We kindly invite you to submit sessions related to one of the following themes. Your suggestions will be coordinated by the theme chairs until April 1, 2010. Please submit a brief concept outline at www.conventus.de/dmg2010.

- Early Solar System (Thorsten Kleine/Münster)

- Applied Mineralogy (Sabine Klein/Frankfuet a. M., Thorsten Geisler-Wierwille/Münster)

- Petrology/Geochemistry (Michael Bröcker/Münster, Stephan Klemme/Münster)


We like to thank you for your active support and are looking forward to seeing you in Münster.

Yours Scientific Committee

Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte der AdG,
Afrika ist seit der Kolonialzeit für seine vielfältigen natürlichen Ressourcen bekannt. Sowohl seitens der Land- und Forstwirtschaft als auch bei den Bodenschätzen besitzen viele Staaten große wirtschaftliche Potentiale. Dennoch gehören viele der afrikanischen Staaten trotz oder sogar wegen dieses Reichtums weiterhin zu den ärmsten Ländern der Erde.
In den vergangen Jahren haben viele Staaten Afrikas im Vergleich zu Europa ein relativ großes Wirtschaftswachstum gehabt. Insbesondere Erdöl exportierende Länder, wie z.B. Äquatorialguinea, konnten bislang nie gekannte Wachstumsraten von über 30% erzielen. So positiv ein derart wirtschaftlicher Boom für den Krisenkontinent Afrika auch sein mag; es stellt sich die Frage, wie langandauernd und wie nachhaltig diese Entwicklung sein kann und wird?
Im Rahmen der diesjährigen AdG Tagung vom 25.-26. Juni in Frankfurt soll dieses Problem im Mittelpunkt stehen. Wir möchten mit Ihnen über die vielfältigen natürlichen Ressourcen Afrikas (Wo gibt es was und warum?) und über nachhaltige Nutzungsstrategien auf dem afrikanischen Kontinent diskutieren (z.B. wie lässt sich dieses Potential zur Armutsbekämpfung einsetzen?).
Neben diesem Schwerpunkt besteht natürlich wie immer auch die Möglichkeit „freie“ Themen vorzuschlagen und im Zuge der Kurzreferate aus den Arbeitsgruppen zu berichten.
Für die Themen und Beiträge der AdG Tagung wird es auch im Jahr 2010 eine Publikationsmöglichkeit im Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Teil 1 geben.
Wir freuen uns, Sie nach Frankfurt einladen zu dürfen.Die Frankfurter Afrikaforschung blickt auf eine fast 200-jährige Tradition zurück. Noch lange vor der Gründung der Johann Wolfgang Goethe-Universität 1914 sind mit Eduard Rüppell und Leo Frobenius zwei große Frankfurter Afrikaforscher des 19. Jh zu nennen. Die besondere Kompetenz der Frankfurter Afrikaforschung besteht darin, dass aus nahzu allen Fachbereichen Wissenschaftler sich mit der Erforschung Afrikas befassen und in zahlreichen Projekten und Sonderforschungsbereichen interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Gründung des Zentrums für intersdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Goethe-Universität im Jahre 2003 ist Ausdruck dieser langen Tradition und garantiert einen offenen und interdisziplinären Austausch.

Weitere Infos unter http://www.geo.uni-frankfurt.de/ipg/adg2010/

Video: 'Why Evolution Is True' by Jerry Coyne

Jerry Coyne stellt in einem sehenswerten Vortrag die Fakten dar, die eindeutig für eine Evolution sprechen.



via Enkapsis

Dienstag, 2. Februar 2010

Video: Wie die 9/11-Verschwörungstheoretiker arbeiten

Die vorgeblichen Verschwörungen über die Ereignisse vom 11. September 2001 sind ja Legion. Alles mögliche soll da passiert sein. Das World Trade Center gesprengt (darüber hatte ich ja hier und im neuen Blog berichtet) und das Pentagon abwechselnd (da möchten sich die Verschwörungsleute nicht so gerne festlegen) von einer oder mehreren Raketen, Jagdflugzeugen oder Drohnen. Manchmal auch Kombinationen von allem. Einer der fleißigsten "Aufklärer" ist Gerhard Wisnewski, der zum Pentagon eigentlich schon jede Behauptung aufgestellt hat. Und natürlich hat er jede Menge Beweise für seien Sicht der Dinge, auch wenn die zwischenzeitlich mal wechselt. Dieses Video zeigt sehr anschaulich, was davon zu halten ist.

Wie erkennt man Blut-Coltan?

Coltan, also Columbit und Tantalit, steht in dem Ruf, die Bürgerkriege der Demokratischen Republik Kongo zu befeuern und am Leben zu erhalten. Da diese Minerale aber wichtige Rohstoffe für Niob und Tantal darstellen, die beide (besonders aber Tantal) für die Herstellungen von Kondensatoren dringend benötigt werden u d andereseits in Afrika auch viele Menschen mit dem Abbau dieser Erze ihren Lebensunterhalt bestreiten, wird eine Trennung von "sauberem" Erz und dem "Blut-Coltan" immer wichtiger. Frank Melcher von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)  hat jetzt eine Datenbank von über 650 Proben aus 230 Lagerstätten aufgebaut, um anhand des geochemischen Fingerabdruckes eines Erzes seine Herkunft zu ermitteln. Vielleicht lässt sich so eine Einnahmequelle der verschiedenen Rebellentruppen austrocknen, ohne die vielen kleinen privaten Schürfer zu treffen.

MSCAQS6ANG2E

Alka-Selzer und Schwerelosigkeit

Was mit Wasser passiert, das in Schwerelosigkeit ausgeschüttet wird, wissen wir mittlerweile aus zahllosen Berichten über Versuche im Weltraum. Aber ansonsten nehmen wir die Bedingungen, wie wir sie auf der Erde kennen, gerne als allgemein gegeben hin. Aber wenn die Frage aufkommt, wass denn eine Alka-Selzer anrichten würde, die wir in eine der Wasserkugeln hineingeben, ist unsere Fantasie gefragt. Oder besser, sie war gefragt, denn der Astronaut Don Pettit hat dieses Experiment an Bord der ISS durchgeführt und dabei auf einem Video festgehalten. 

via astropixie und astridicticum simplex

Samstag, 30. Januar 2010

Video: Vancouver City Featuring Linda Ganzini

Wie wunderschön doch eine Stadt sein kann, wenn Nebel aufzieht. Diesen Zauber hat TimeLapseHD in Vancouver eingefangen.




Via lensflare

Freitag, 29. Januar 2010

Entstand der Mond durch eine Kernexplosion?

Das zumindest will eine neue Theorie behaupten. Das sehe ich durchaus skeptisch., zumal eine natürliche Kettenreaktion in einem natürlichen Reaktor nicht unbedingt eine Kernexplosion zur Folge hat. Zumindest die natürlichen Reaktoren, die man bisher gefunden hat, liefen vergleichsweise harmlos und langsam. In der Gegend des heutigen Oklo in Gabun liefen vor rund 2 Milliarden Jahren mehrere natürliche Reaktoren. Da das spaltbare Isotop U 235 mit 700 Millionen Jahren Halbwertszeit schneller zerfällt als das Uran 238 mit 4,5 Milliarden Jahren, war es früher wesentlich häufiger. So lässt sich einfach berechnen, das es zum Zeitpunkt der Entstehung der Erde rund 17 % des Urans stellte.Das dürfte sicher für natürliche Kernreaktoren ausgereicht haben. Aber ob es für natürliche Kernexplosionen ausreichte, ob also irgendwo eine kritische Masse zusammengekommen ist, und ob oft genug vorkam, um den Mond von der Erde abzuspalten, halte ich gelinde gesagt für Geophantasie. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Entstand der Mond durch eine Kernexplosion?

Florian Freistetter vom astrodicticum simplex und Stryke von and the water seems inviting haben sich mal Gedanken über diese Hypothese gemacht.

Nanothermit in den Trümmern des World Trade Centers?

In meinem neuen Blog Mente et Malleo habe ich mal einen Blick auf die von Harrit et al. (2009) verwendete Analytik geworfen. Kann man mit Hilfe energiedispersiver Röntgenanalytik wirklich feststellen, ob elementares Aluminium vorliegt? Ich schätze, die Antwort ist schlicht: Nein!

Befand sich Nanothermit zwischen den Trümmern des World Trade Centers?

In dem neuen Blog will ich mich mehr auf längere Hintergrundberichte konzentrieren. Der gute alte Amphibol hingegen wird etwas mehr in Richtung Link-bait Blog degenerieren. Ich hoffe aber, dass beide ganz gut miteinander harmonieren können.
 
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