Freitag, 17. Juli 2009

Mondlandung: LRO fotografiert Apollo Landestellen

Pünktlich zum 40. Jahrestag der ersten Mondlandung haben alle Verschwörungsgläubigen, die nach wie vor davon ausgehen, dass die Mondlandung nur ein Hollywood-Spektakel ist, schwere Kost zu schlucken. Obwohl, nein, ich mache mir da keine Sorgen. Erkenntnisresistenz ist das herausragende Merkmal dieser Gruppe von Menschen. Für alle anderen gibt es noch einen guten Beleg dafür, dass der Mensch wirklich die Oberfläche des Mondes betreten hat, damals, vor 40 Jahren. Der Lunar Reconnaissance Orbiter hat jetzt die ehemaligen Landestellen der Apollo-Missionen fotografiert, und die Spuren der Menschen, die damals auf dem Mond herumliefen.Hier haben wir die Landestelle, an der vor genau 40 Jahren zum allerersten mal der Traum in Erfüllung ging und Menschen die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers betraten. Und deutlich ist der untere Teil der Landefähre Eagle zu sehen, der damals zurückblieb.

Nun werden die Moonhoaxer sicher sagen, dass dort nur eine unbemannte Sonde gelandet ist. Aber auf anderen Fotos sind auch die Spuren der Asttronauten zu erkennen, welche den Staub der Mondoberfläche aufgewühlt haben. So zum Beispiel an der Landestelle von Apollo 14.

All images credit: NASA/Goddard Space Flight Center/Arizona State University

Da LRO durchaus noch einiges an Auflösung zu bieten hat, dürften in naher Zukunft wirklich schwere Zeiten für alle Typen anbrechen, welche nach wie vor an der Verschwörungstheorie festhalten.

Tiger bald ausgestorben?

(sibirischer Tiger / Amurtiger, Wikimedia, UserAppaloosa)
Der WWF hat vor dem baldigen Aussterben des Tigers gewarnt. Vermutlich leben nicht mehr als 3500 bis 5000 Tigerin freier Wildbahn. Manche Unterart, wie etwea der Südchinesische Tiger, sind wahrscheinlich bereits ausgestorben. Einer der Hauptgründe für den Niedergang dieser wunderschönen Raubkatzen ist ihre Verwendung in der so genannten Traditionellen Chinesischen Medizin. Fast sämtliche Teile des Tigers können demnach zu rigendeiner Krankheit als Medizin dienen. Dadurch wird die Wilderei zu einem überaus lukrativen geschäft.

Video: "I Faked The Moon Landing" by Men From Earth

Manche werden ja behaupten, es schon immer gewusst zu haben. Die Mondlandung, deren 40. Jahrestag wir gerade abfeiern, ist gefälscht. Und Florian Freistetter hat im Internet ein freimütiges Geständnis der Schuldigen gefunden.

I Faked The Moon Landing.



Neandertaler; es gab nur wenige von ihnen

Während der letzten Eiszeit lebten zeitweise zwei Menschenarten in Europa. Heute ist es nur noch eine, und zwar wir Homo sapiens. warum und wieso die zweite Art, Homo neanderthalenis, die eigentlich hierzulande die ältere war, schließlich ausstarb, ist eines der großen Rätsel. Viel wurde darum spekuliert. Wurden sie von uns ausgerottet? Eventuell sogar aufgegessen? Gab es Kriege? Nun kommt eine weitere und wie ich finde, bessere Erklärung daher. Möglicherweise hat es niemals sehr viele von ihnen gegeben. Jedenfalls zeigen Erbgutanalysen verschiedener Neandertalerskelette aus verschiedenen Höhlen udn Zeiten eine sehr enge Verwandschaft unter ihnen an. dabei stammen die Knochen aus weit auseinander liegenden Höhlen, etwa aus der Feldhofer Grotte aus dem Neandertal, aus der Mezmaiskaya-Höhle im nördlichen Kaukasus, aus der Vindija-Höhle in Kroatien und ein Exemplar aus der spanischen El Sidron Höhle. Die Neandertaler lebten vor rund 38 000 bis 70 000 Jahren. Das mitochondriale Erbgut, das nur über die weibliche Linie weitergegeben hat, unterschied sich auch bei zeitgleich lebenden Exemplaren so wenig, dass möglicherweise nur 268 bis 3510 Neandertaler-Frauen in ganz Europa gelebt haben dürften. Und auch die Männer werden kaum mehr gewesen sein. Diese dünne Besiedelung dürfte wohl auch einer der Gründe sein, warum die neue Art, also unsere eigenen Vorfahren, aus Afrika kommend in Europa überhaupt Fuß fassen konnten.

Briggs, A. W. et al.: Targeted Retrieval and Analysis of Five Neandertal mtDNA Genomes. In: Science 325, S. 318-321, 2009.
Nur wenige tausend Neandertaler lebten in Europa - spektrumdirekt

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Donnerstag, 16. Juli 2009

Postdoc position in Biogeochemistry „Mössbauer spectroscopy of reactive iron species“

Postdoc position in Biogeochemistry
„Mössbauer spectroscopy of reactive iron species“

Iron oxides in groundwater play a key role for electron transfer reactions and adsorption of
redox sensitive compounds and thus for the overall biogeochemistry in aquifers. Bulk
properties of solid iron phases have been extensively studied using classical mineralogical
(e.g. XRD) and wet chemical techniques. However, surface rather than bulk properties of iron
minerals control chemical and microbial reactions at these minerals. Thus, an in depth
understanding of the dynamics, chemistry and reactivity of reactive species at iron mineral
surfaces is hampered by limited availability of appropriate surface-sensitive and in situ
techniques.

In this project we will apply and refine Mössbauer spectroscopic methods as a tool for in situ
characterisation of reactive iron phases, especially when present at surfaces or as a minor
fraction compared to other minerals. Specifically, we will focus on iron-sulfur and iron-DOM
interactions in model systems in the presence and absence of microbes. This research is the
core part of the DFG-funded research unit “Electron transfer processes in anoxic aquifers”
(Forschergruppe “e-TraP”, http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/fg_ct/) and works at the
interface of geochemical and microbiological subprojects.
We offer a postdoc position for 2-3 years in a stimulating international and interdisciplinary
environment with numerous opportunities for cooperation with geochemists, microbiologists
and environmental scientists. The working place will be at the Center of Applied Geosciences
at the University of Tübingen in the research groups for Environmental Mineralogy and
Geomicrobiology (http://www.ifg.uni-tuebingen.de/departments/zag/index.html). Our
laboratories are fully equipped and prove access to state of the art facilities for geochemical,
mineralogical and microbial work including a cutting edge Mössbauer system with a Heliumcryostat unit (4.2 K).

Applicants should be experienced in Mössbauer spectroscopy with a background in
environmental sciences and/or geochemistry. Furthermore, previous experience with
geochemical modelling software would be advantageous. Applicants should have good
communication skills and should be highly motivated and committed to pursuing
interdisciplinary research focusing on environmental issues. The salary will be according to
TVL E13 (100%), start date is October 2009 or as soon as possible thereafter.
The appointment will be arranged by the administration of the University of Tübingen. We
particularly encourage female applicants to apply for this position. Disabled persons will be
preferred in case of equal qualification.

Please send your application by email before August 31st (2009) to:
Prof. Stefan Haderlein (haderlein@uni-tuebingen.de) and Prof. Andreas Kappler
(andreas.kappler@uni-tuebingen.de) as well as CC to Prof. Stefan Peiffer (s.peiffer@unibayreuth.
de)

Vor 40 Jahren: Apollo 11

Apollo 11 Saturn V auf dem Weg zur Startrampe bei Pad 39A
Nein, diesem Datum kann ich mich auch nicht verweigern, auch wenn ich keine echte Erinnerung mehr daran habe. Ich weiß, das meine Eltern mich damals (wie auch bei den späteren Mond Missionen) geweckt hatten, als zum ersten mal ein Mensch einen fremden Himmelskörper betrat, aber für einen noch nicht einmal 2-jährigen ist das etwas schwer nachzuvollziehen. Ich hab die Bedeutung des Augenblicks wohl nur sehr schwach erfasst. damals jedenfalls. In diesen Tagen wird ja anlässlich des 40. Jahrestages des ersten bemannten Mondfluges einiges wieder in Erinnerung gerufen. Da die Blogosphäre überquillt vor Rückschauen, werde ich mich hier nur mit meiner eigenen Erinnerung begnügen und auf die anderen Blogs und Webseiten verweisen, die sich alle eine unheimliche Mühe machen, um das Datum gebührend zu würdigen. Für uns Geognosten ist ja auch Apollo 17 eigentlich wichtiger, weil mit dieser Mission und Harrison "Jack" Schmitt zum ersten mal ein Geologe den Mond betrat. ;-).
Heute vor 40 Jahren ist Apollo 11 zu seiner legendären reise aufgebrochen.

The Big Picture: remembering Apollo 11. Eine schöne sammlung wunderbarer Bilder zu Apollo 11.
NASA - Apollo 40th anniversary - Auch die NASA hatz ihre goldenen tage nicht vergessen.
we choose the moon - Eine gut gemachte Seite, auf welcher die einzelnen Abschnitte der Mission per Animation und Bildern nachvollzogen werden. in Echtzeit.
Wikimedia- Dateien zu Apollo 11

Und für alle, die nicht genug bekommen: Besonders das zweite Video, die Zeitlupe der Startsequenz zu der Musik von Gustav Holst, Mars, der Kriegsbringer, ist wunderbar.






Dunning-Kruger-Effekt

Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel

Wer würde die Worte von Bertrand Russell bestreiten? Dass da durchaus etwas dran ist, haben David Dunning und Justin Kruger 1999 mit der Entdeckung des Dunning-Kruger-Effekts gezeigt. Insgesamt konnte dabei nachgewisen werden, dass inkompetente Personen
  • dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
  • überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
  • das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen,
  • durch Bildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.
In verschiedenen Tests bezüglich logischen Denkens und Grammatik an Testpersonen wurde gezeigt, dass diejenigen, welche in den Tests am schlechtesten abschnitten, ihre Leistungen grob überschätzten.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Waffenwirkung

Als Fan der marinehistorischen Serien um Richard Bolitho von Alexander Kent und Jack Aubrey von Patrick O´Brian habe ich mich schon manches mal gefragt, welche Wirkung die damaligen Kanonen wohl auf stabil gebaute Holzschiffe hatten. Ob es wohl möglich war, durch außerst stabile Konstruktionen die Wirkung zu mindern oder die Schiffe gar weitgehen resistent zu machen, so wie es von der USS Constitution berichtet wird. Die Frage, ob es wohl möglich sei, so ein stabiles Schiff zu konstruieren, hat auch die Forscher um Ya’acov Kahanov von der Universität Haifa bewegt. Ausgangspunkt war ein Wrack eines Schiffes, das die Briten und Osmanen bei der Belagerung der Stadt Akko durch Schiffe Napoleons 1799 als Hindernis versenkten. Verschiedene Modelle des Schiffes im Maßstab 1:2 wurden mit Kanonen beschossen, mit vernichtendem Resultat. Die Kugeln durchschlugen immer die Planken, sogar relativ langsame Geschosse. Die langsamen Kugeln lösten sogar vermehrt Splitter aus dem Holz und waren daher für die Besatzung des Schiffes noch gefährlicher.
http://www.livescience.com/history/090715-cannonball-ship.html

Auch die Venus war wohl einst ein schöner Ort

Die Venus wird ja gerne als eine Art Schwesterplanet der Erde angesehen, weil sie unserer Heimat in vielerlei Hinsicht recht ähnlich ist. Ihre Oberfläche wusste sie aber bislang gut vor neugierigen Blicken zu verbergen. Erst mit Hilfe von Radarstrahlen und Infarotaugen aus Raumsonden konnte ein Blick hinter die Kulisse ihrer Wolken unternommen werden. Ein Beispiel ist die Sonde Venus Express, welche den Planeten seit 2006 umkreist und seither den Planeten erkundet. Ihre Spektraldaten stützen die Hypothese, dass es auf der Venus kontinentähnliche Strukturen geben könnte und geben Hinweis auf das Vorhandensein von differentierteren Gesteinen wie beispielsweise Granit. Ist Granit tatsächlich vorhanden, könnte das ein Hinweis auf plattentektonische Prozesse auf der Venus sein. Auf der Erde entsteht der größte Anteil der granitischen Gesteine durch die Wiederaufschmelzung von Basalten im Rahmen der Subduktion basaltischer Gesteine der Ozeankruste. Da auch Wasser bei der Entstehung von Granit eine große Rolle spielt, könnte darin auch ein Hinweis auf eine kühlere und feuchtere Vergangenheit des Planeten gesehen werden.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/305304

http://www.esa.int/esaCP/SEMUQCLXOWF_index_0.html

Saurier mit Bierbauch


Skelett eines Therizinosauriers

Nein, eine Schönheit war er nicht, der Nothronychus graffami. Fassförmiger Leib und an den Vorderfüßen bis zu 22 Zentimeter lange sichelförmige Krallen. Doch auch wenn er zur weiteren Verwandschaft der großen fleischfressenden Theopoden gehört, war sein furchterregendes Äußeres wohl mehr Show und die Krallen (in seiner Verwandschaft hatte einer sogar über einen Meter lange) dienten möglicherweise dem Abreissen von Pflanzen, denn Nothronychus graffami war wahrscheinlich ein Vegetarier.

Lindsay E. Zanno,David D. Gillette, L. Barry Albright and Alan L. Titus: A new North American therizinosaurid and the role of herbivory in ‘predatory’ dinosaur evolution. Published online before print July 15, 2009, doi: 10.1098/rspb.2009.1029

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,636270,00.html

Dienstag, 14. Juli 2009

Video: Zum 14. Juli - French Taunting - Monty Python and the Holy Grail



Vive la France!



via kinderdoc

Video: Carl Sagan on his last interview with Charlie Rose



via Pharyngula

Montag, 13. Juli 2009

Geo-Foto: Windrippel

Sand
(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rippelmarke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

Rippelmarken (von eng.: ripple marks) sind von einem fließenden Medium (Flüssigkeit, Gas = Fluid) hervorgerufene annähernd parallele Strukturen an der Grenzfläche zu einem feinkörnigen Sediment wie einem Silt oder Sand (Düne). Bei der Rippelmusterbildung unterscheidet man zwei Prinzipien: Strömungsrippel und Oszillationsrippel.

Strömungsrippel

Aus einer ersten minimalen Erhöhung entsteht ein Hindernis in der Oberfläche des Sandbodens, an der sich von der Strömung mitgerissene Sandkörner anlagern können. Je größer das Hindernis, desto mehr Körner lagern sich an (Positive Rückkopplung). Das Ergebnis sind asymmetrische Strömungsrippel mit einer flachen Luv- und einer steilen Leeseite.

Aquatische Strömungsrippel entstehen in Sand, wenn die Strömungsgeschwindigkeit knapp über der kritischen Geschwindigkeit liegt. Strömungsrippel sind asymmetrisch, mit einer geringeren Hangneigung auf der strömungszugewandten Luvseite und einer steileren Hangneigung auf der strömungsabgewandten Leeseite. Die Höhe von Rippeln liegt im Durchschnitt bei 3–5 cm, ihre Wellenlänge bei 4–60 cm. Damit Rippel entstehen benötigt man eine Mindestwassertiefe von etwa 3-facher Rippelhöhe. Da die Rippelbildung von den Prozessen in der Grenzschichtlage bestimmt wird, ist die Maximaltiefe für die Rippelbildung nach oben hin nicht begrenzt. Der maximale Sandkorndurchmesser für die Entstehung von Rippeln liegt 0,6–0,7 mm. Bei größeren Korndurchmessern entstehen Großrippel und Riesenrippel. Rippeln und Großrippeln sind nicht stationär, sondern wandern in Richtung der Strömung.

Ist die kritische Strömungsgeschwindigkeit für die Bewegung von Sandkörnern erreicht, beginnen sich die Körner zu bewegen und in kleinen Clustern zusammenzuballen. Dadurch bilden sich wenige Körner dicke Unregelmäßigkeiten auf der Sedimentoberfläche, die die Strömung in der Grenzschicht beeinflussen. Über den Unregelmäßigkeiten, die kleine Hügel bilden, liegen die Stromlininen näher zusammen und die Strömungsgeschwindigkeit nimmt zu. Sedimentkörner können dadurch rollend oder springend die Luvseite des kleinen Hügels hinauf transportiert werden und akkumulieren am Top. Werden zu viele Körner angehäuft wird die Lage instabil und die Körner rutschen den Leehang hinab und werden dort angelagert. Diese dünnen Kornlagen werden als Leeblätter (engl. foresets) bezeichnet und bilden den natürlichen Böschungswinkel von ungefähr 30–35° ab. Durch Wiederholung dieses Vorganges bildet sich Lage auf Lage, getrennt und laminiert durch Zwischenlagen feineren Sediments, das aus der Suspension ausfällt. Es entsteht allmählich eine Rippel. Am Top des Hügels (der Rippel) spaltet sich die Strömung auf. Ein Teil der Strömung fließt weiter über die Sedimentoberfläche hinweg. Der andere Teil bildet auf der Leeseite unregelmäßige Wirbel bzw. trifft auf der Sedimentoberfläche auf, wo erhöhte Turbulenz und Erosion die Tröge zwischen den Rippeln ausbilden. Ein Teil der erodierten Körner kann durch den Rückstromwirbel an den Fuß des Leehanges transportiert werden und dort als dünne Lage abgelagert werden. Der andere Teil wird entweder in das Fluid aufgenommen oder wieder über den Luvhang der Rippel transportiert. Wird ein Teil der Körner an der Luvseite abgelagert, dann bildet sich das sogenannte Luvblatt.


Sand

Mammuts in Spanien

Neuere Funde von Mammutskeletten in Spanien zeigen deutlich, dass sich das Wollhaarige Mammut (Mammuthus primigenius) seinen Lebensraum weiter nach Süden ausdehnte, als man bisher angenommen hat.

Álvarez-Lao, D. et al.: The Padul mammoth finds - On the southernmost record of Mammuthus primigenius in Europe and its southern spread during the Late Pleistocene. In: Journal of Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 10.1016/j.palaeo.2009.04.011, 2009.

Video: Kseniya Simonova - Sand Animation

Was man mit Sand nicht alles machen kann. Er dient als Rohstoff der Bauindustrie, zur Glasherstellung und nicht zuletzt als Scheuersand zum reinigen der Kneipentische. Und manchmal ist er auch durch kunstfertige Hände zu höherem berufen, So wie hier in der ukrainischen version der üblichen Talentshows. Das hier finde ich wirklich bemerkenswert, wie man mit wenigen Sandkörnern und raschen Handbewegungen eine ganze Geschichte auf das Tablett zaubern kann.


Freitag, 10. Juli 2009

Erste Hilfe mit Musik

Wer von uns im Besitz eines Führerscheins sist, sollte ja einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Aber, Hand aufs Herz, wie lange ist das denn schon wieder her. Und kaum einer trainiert die Fertigkeiten wirklich regelmäßig, oder? Immer in der Hoffnung, es werden schon andere, kompetentere vor Ort sein. Und wie war das mit der Herzmassage nochmal? Von der der American Heart Association kommt jetzt ein etwas ungewöhnlicher, aber wei ich finde sehr hilfreicher Tipp: MAn sollte sich an den alten Hit der Bee Gees erinnern: Stayin´ alive hat 103 Beats pro Minute, das kommt den empfohlenen 100 Drücken auf den Brustkorb bei der Massage von Herzinfarktopfern schon ziemlich nahe. Und die eingängige Musik dürfte den allermeisten von uns auch geläufig sein. Das Stück wird ja auch heute noch ausreichend oft im Radio gespielt. Bei Versuchpersonen, denen das Lied vorgespielt wurde, konnten selbst unter Streß die vorgeschriebenen Druckmassagen erreicht werden, auch wenn sie ansonsten keine Ahnung von Erster-Hilfe hatten. Die Druckmassagen sollen anch japanischen Studien auch weitaus wichtiger sein als die Mund-zu-Mund Beatmung, die früher gerne in den Erste-Hilfe Kursen einer der Hauptpunkte war. Es ist anscheinend wichtiger, das bei einem plötzlichen Herzstillstand eh mit sauerstoff angereicherte Blut in das Gehirn zu befördern, als es zusätzlich mit Sauerstoff aufzuladen.
Und für alle, denen die Bee Gees nicht liegen; auch andere Stücke haben die nötigen Beats pro Minute. Beispielsweise Dancing Queen von ABBA und Another one bite the dust von Queen. Und weil es so schön ist, hier die Videos zum üben und einhören:








http://www.spektrumdirekt.de/artikel/1000756

Donnerstag, 9. Juli 2009

Neuer Tagungsband der AdG ist draußen

Vom All zum Kern - Geowissenschaften in Afrika
Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2007 in Potsdam
[From the core to space - current research in the earth sciences in Africa.]
Ed.: Löwner, Ralf; Horsfield, Brian; Wächter, Joachim; AdG Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler
2009. 342 pages, 124 figures, 21 tables, 24x15cm
(Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Teil I, Jg. 2007 Heft 3/4)

http://www.schweizerbart.de/pubs/books/es/zentralbla-160200703-desc.html

Stellenangebot: Doktorandenstelle Trier

Am Lehrstuhl für Geologie im Fachbereich VI der Universität Trier ist zum nächst möglichen Termin für maximal drei Jahre im DFG-geförderten Projekt

„Steuerungsfaktoren der aquatischen Kohlenstoffspeicherung und -flüsse am superhumiden südandinen Kontinentrand“

die Stelle einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters
(Entgeltgruppe 13TV-L)

mit der Hälfte der regelmäßigen Wochenarbeitszeit zu besetzen. Die Arbeiten umfassen stratigraphische Untersuchungen (Tephrachronologie, 14C- und 210Pb- Datierungen) an Sedimentkernen. Außerdem sollen Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte sowie Biomarker und ausgewählte Spurenelementgehalte bestimmt werden. Kohlenstoff- und Stickstoffisotope werden zur Charakterisierung und Quantifizierung der biogenen Sedimentkomponenten analysiert. Die Datenauswertung soll die regionalen Variationen der terrestrischen
und aquatischen Kohlenstoffakkumulation flächenhaft und für den Zeitraum der letzten 15000 Jahre zeigen. Dabei soll speziell der Einfluss von Salinitäten, Niederschlägen, Temperaturen sowie Nährstoffen auf die Bioproduktivität und Kohlenstoffflüsse untersucht werden. Im dritten Jahr sollen Publikationsmanuskripte erarbeitet werden, die Grundlage für eine kumulative Dissertation darstellen.

Voraussetzungen für die Einstellung sind ein abgeschlossenes geowissenschaftliches Hochschulstudium,
gute Kenntnisse in Sedimentologie und geochemischen Bilanzierungen. Aufgrund der Einbindung in internationale Forschungsvorhaben und der erwarteten Publikationstätigkeit sind gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Erwartet wird auch, dass die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber im Rahmen der Anstellung promovieren. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen bitte möglichst umgehend an apl. Prof. Dr. Rolf Kilian, Lehrstuhl für Geologie,
FB VI, 54286 Trier. Es ist eine Stellenbesetzung bis spätestens 1. Oktober 2009 vorgesehen.
Stellen- und projektbezogene Fragen können gerne jeder Zeit unter 0651-2014644 oder 0174-
3123572 beantwortet werden. Bitte reichen Sie keine Orginalunterlagen ein, da diese nicht
zurückgesandt werden können.

Gerne nehmen wir online-Bewerbungen unter kilian@uni-trier.de an.

Universitätsassistent/Universitätsassistentin am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Graz

Universitätsassistent/Universitätsassistentin am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Graz

Fakultät für Bauingenieurwissenschaften

Bewerbungen sind unter Anschluss des Lebenslaufes an den Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Ing. Martin Fellendorf, Rechbauerstraße 12, A-8010 Graz zu richten.



1 Stelle eines/einer Universitätsassistenten/Universitätsassistentin mit Doktorat für 6 Jahre, vollbeschäftigt, voraussichtlich ab 1. Oktober 2009, am Institut für Angewandte Geowissenschaften.


Aufnahmebedingungen: Abgeschlossenes naturwissenschaftliches Hochschulstudium und Doktorat in den Geo/Erdwissenschaften oder angrenzenden Disziplinen mit ausgezeichneten Kenntnissen, wissenschaftlichen Arbeiten und Lehrerfahrungen im Bereich Mineralogie/Hydrogeochemie sowie geochemischen Analysetechniken.


Gewünschte Qualifikationen: Ausgewiesene Erfahrung in der Betreuung von analytischen Geräten (z.B. Mikrosonde, ICP-OES/MS, TOC) und Aspekten der Wasser-Gesteins-Wechselwirkung, Entwicklung und Durchführung von eigenen Forschungsprojekten durch geeignete Forschungsförderung von dritter Seite, Mitwirkung an bereits bestehenden Projekten im Bereich Mineralogie, Hydrogeochemie und den Materialwissenschaften, Unterstützung von studentischen Arbeiten, Teamfähigkeit, gute Englischkenntnisse.


Ende der Bewerbungsfrist: 31. August 2009

Der Dekan: Fellendorf

http://www.mibla.tugraz.at/08_09/Stk_19/19.html#213


 
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