Dienstag, 1. September 2015

Heimische Bodenschätze wieder neu entdecken: Verbundprojekt „ResErVar“ gestartet

     Welche Rohstoffe schlummern noch in Deutschlands Untergrund? Eine Antwort auf diese Frage fällt schwer, weil genaue Daten über das Potenzial vor allem von Hochtechnologie-Metallen fehlen. Seit Kurzem arbeiten deshalb die Universitäten in Aachen, Clausthal, Freiberg und Tübingen unter Koordination des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie daran, diese Lücken zu schließen. In dem gemeinsamen Projekt „ResErVar“ sollen dafür umfassende geologische Modelle entwickelt und eine neue Generation von Lagerstättenkundlern ausgebildet werden.

Permanentmagnete in einem Rutsch recyceln

     Elektromotoren oder Windräder werden durch starke Permanentmagnete angetrieben. Die leistungsstärksten Exemplare basieren auf den Seltenen Erden Neodym und Dysprosium. Ein neues Verfahren von Fraunhofer-Forschern ermöglicht es künftig, das Werkstoff-Gemisch schnell und kostengünstig zu recyceln.

Montag, 31. August 2015

7000 Jahre: Ältester Leukämie-Fund - Prähistorisches Skelett zeigt Anzeichen der Krebserkrankung

Wissenschaftler des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment und der Universität Tübingen haben den wahrscheinlich ältesten bisher bekannten Fall von Leukämie gefunden. In einem etwa 7000 Jahre alten Skelett einer 30- bis 40-jährigen Frau konnten sie mithilfe von hochauflösender Computer-Tomographie Hinweise auf die Krebserkrankung feststellen. Andere, ähnliche Krankheitsbilder wurden ausgeschlossen.

Donnerstag, 27. August 2015

What would a tsunami in the Mediterranean look like?

     A team of European researchers have developed a model to simulate the impact of tsunamis generated by earthquakes and applied it to the Eastern Mediterranean. The results show how tsunami waves could hit and inundate coastal areas in southern Italy and Greece. The study is published today (27 August) in Ocean Science, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).

Dienstag, 25. August 2015

Große Windparks bremsen den Wind und erzeugen weniger Energie

Die Erzeugung von Windenergie ist auf dem Vormarsch, mit einer wachsenden Zahl von Windturbinen in der Landschaft. Aber was passiert mit dem Wind, wenn immer mehr Turbinen der Luftbewegung immer mehr Energie entziehen? Eine neue Studie, die am 24. August 2015 im Fachjournal der amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde, gibt hierzu erste Antworten. Die internationale Forschergruppe, geführt von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, fand in Simulationen mit einem Wettervorhersagemodell einen starken Bremseffekt, der die Energieerzeugung von großen Windparks erheblich reduzierte.

Schwermetall-Vergiftungen führten zu Massenaussterben

     Nicht nur die Dinosaurier sind einst ausgestorben: Die Erdgeschichte hält noch weitaus dramatischere Ereignisse parat, in deren Folge stattliche Anzahlen von Arten für immer verschwanden. Die Gründe dafür sind nach wie vor weitgehend unbekannt. Doch nun haben Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) eine bislang unbekannte Ursache für Massenaussterben entdeckt: Hohe natürlich verursachte Schwermetall-Belastungen im Vorfeld eines Aussterbeereignisses führten bei bestimmten Organismen zu einer Zunahme von Fehlbildungen, die somit als Vorboten der Katastrophe gelten können. Diese wegweisenden Ergebnisse sind jetzt in der renommierten Zeitschrift Nature Communications erschienen.

Boden im September: Bodenschutz ist Umweltschutz

Montag, 24. August 2015

Selbstheilende Landschaft: Hangrutschungen nach Erdbeben

     In Gebirgsregionen verursachen Erdbeben häufig starke Hangrutschungen, die durch starke Regenereignisse noch verstärkt werden können. Diese oft gewaltigen und gefährlichen Massenverlagerungen an steilen Hängen nehmen jedoch im Lauf der Zeit ab, und zwar unabhängig von meteorologischen Ereignissen und Nachbeben.

Donnerstag, 20. August 2015

Mittwoch, 19. August 2015

Wo fremde Pflanzen sesshaft werden

Biologen erstellen globale Übersicht der Einwanderung und Ausbreitung fremder Pflanzenarten
Eine wissenschaftliche Erhebung gibt erstmalig eine globale Übersicht über die Einwanderung von Pflanzenarten auf fremden Kontinenten und ihre Ausbreitung außerhalb ihrer heimischen Territorien. In einer internationalen Kooperation von 38 Forschungseinrichtungen erfassten Biologen unter Leitung von Professor Dr. Mark van Kleunen von der Universität Konstanz Daten aus 481 Festlandgebieten und 362 Inseln, was rund 83 Prozent der weltweiten Landfläche entspricht.

Dienstag, 18. August 2015

Seit wann gibt es Blütenpflanzen und wo lebten sie?

     Bisher wurden Wasserlilien (Nymphaeales) als die ursprünglichsten Blütenpflanzen angesehen, von denen es 115 Millionen Jahre alte Fossilien gibt. Eine neue Studie zeigt, dass Blütenpflanzen sich bereits vor 130 Millionen Jahren im Süßwasser-Milieu ansiedelten und damit deutlich älter sind als bisher angenommen. Ein internationales Forschungsteam hat neue Erkenntnisse über eine fossile Pflanze mit atypischer Morphologie, Montsechia vidalii, die vor ca. 130 Millionen Jahren gelebt hat, veröffentlicht. Der betreffende Artikel wurde in der renommierten Fachzeitschrift PNAS von einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Clément Coiffard, Museum für Naturkunde Berlin, publiziert.

Montag, 17. August 2015

Erheblicher Gletscherschwund in Zentralasiens grösster Gebirgskette

     Die Gletscher in Zentralasien verzeichnen einen erheblichen Verlust an Masse und Fläche. Entlang des Tien Shans, Zentralasiens größtem Gebirge, hat sich das Volumen der Eismassen in den letzten 50 Jahren um rund 27% verringert, die vom Eis bedeckte Fläche reduzierte sich um 18%.  

Wo man hinschaut: Mammutfunde - Maximale Mammutverbreitung während der letzten Eiszeit

Eiszeitpaläontologe Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke von der Senckenberg Forschungsstation für Quartärpaläontologie in Weimar hat die maximale geographische Verbreitung der Fellmammute während der letzten Eiszeit erfasst und die weltweit genaueste Karte zu diesem Thema veröffentlicht. Insgesamt besiedelten die eiszeitlichen Dickhäuter eine Fläche von 33.301.000 Quadratkilometern. Sie können damit als erfolgreichste Großsäugetiere dieser Epoche bezeichnet werden. Als limitierende Faktoren bei der Ausbreitung werden in der kürzlich im Fachjournal „Quaternary International“ veröffentlichten Studie sowohl klimagesteuerte, als auch klimaunabhängige Einflüsse ermittelt.

Faszinierende Fangschreckenkrebse

Pistolenschuß, mit 73 000 Bildern pro Sekunde

Donnerstag, 13. August 2015

Auf der Mauer auf der Lauer: Fossile Wanze entdeckt - Neue Wanzenart aus dem Eozän Nordamerikas

Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt haben gemeinsam mit einem internationalen Kollegenteam eine neue Art fossiler Netzwanzen beschrieben. Weltweit gibt es über 50 fossile Netzwanzen-Arten – die neu beschriebene Art ist der erste Fund aus der „Green-River-Formation“, einem riesigen Ölschiefervorkommen in Nordamerika. Die ungewöhnlich großen Fühler der winzigen Wanze könnten Hinweise auf ein spezielles Paarungsverhalten der Tiere geben. Die Studie ist heute im Fachjournal „PLOS ONE“ erschienen.

Cosmos: A Personal Voyage Ep. 13 CosmicEvolution

Verpressanker in nichtbindigen Böden

     Welche Einflüsse hat das Verpressen der Zementsuspension auf die Tragfähigkeit bei der Herstellung von Verpressankern in nichtbindigen Böden? Diese für die Baupraxis wichtige Fragestellung hat Xenia Domes in ihrer Dissertation mit dem Titel „Cement grouting during installation of ground anchors in non-cohesive soils“ untersucht. Entstanden ist die Forschungsarbeit im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim.

Cosmos: A Personal Voyage Ep 13 final main sequence

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