Dienstag, 15. April 2014

Neues deutsch-französisches Forschungsprojekt „EcoMetals“ gestartet

     Heute fand am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) die Auftaktveranstaltung für das deutsch-französische Forschungsprojekt EcoMetals statt. Es soll innovative, umweltfreundliche Rohstofftechnologien mithilfe von Bakterien im Kupferbergbau voranbringen. Das Projektkonsortium wird durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 4,2 Millionen Euro gefördert.

Zwei Augen mehr für den Karbonwald: fossiler Weberknecht lüftet Geheimnis

     Ein spektakulärer fossiler Weberknecht-Fund aus Frankreich wurde vor kurzem von einem Forscherteam aus dem Berliner Naturkundemuseum, England und den USA mittels Computertomographie untersucht und veröffentlicht. Der Neufund hat einen Körperbau wie keiner der noch lebenden Weberknechte und besaß Augen mittig und seitlich auf dem Kopf. Moderne Weberknechte haben entweder Zentral- oder Seitenaugen, aber nie beides zusammen. Das bedeutet, dass die Urformen der Weberknechte beide Augentypen besaßen. Gen-Untersuchungen stützen diese Hypothese. Kleine Überreste der während der Evolution verlorengegangenen Augen wurden sogar in Embryos heutiger moderner Weberknechte gefunden.

Montag, 14. April 2014

Mittwoch, 9. April 2014

Geologie von "Games of Thrones"

Ich hab ja irgendwie eine Schwäche für die Buchserie "Game of Thrones" und die dazugehörigen Filme. Es  sind ja nicht nur die menschlichen Protagonisten, deren Schicksale einen mitfiebern lassen. Die Welt ist, ähnlich Tolkiens Mittelerde, ja auch ein buntes Gemisch unterschiedlicher Völker mit ihren kulturellen Eigenheiten. Und wie es sich für eine anständige Welt gehört, auch wenn sie nur Fantasie ist (aber gerade das macht in meinen Augen gute Fantasy aus), gehört die Natur dazu. Als Genwissenschaftler interessiert einen natürlich die Geologie des Planeten. Da kommt einem eine Geologische Karte gerade recht. Da wird eine ganze Erdgeschichte der letzten 500 Millionen Lahre dieses bemerkenswerten Planeten rekonstruiert.

Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft dieser Welt sind die Jahreszeiten, die unterschiedlich lang und auch in unterschiedlicher Intensität ausfallen können, so dass es den Bewohnern nicht möglich zu sein scheint, die Länge der bevorstehenden Jahreszeit vernünftig einzuschätzen. Wie das erklärt werden könnte, zeigt George Dvorsky anschaulich.


Dienstag, 8. April 2014

Oil and Gas in the Arctic

The February 2014 London Lecture was by Alastair Fraser (Imperial College)

Meeting the challenge: Geological disposal of UK higher activity radioactive waste

The March 2014 London Lecture was by Rebecca Lunn (University of Strathclyde)


Donnerstag, 3. April 2014

Dienstag, 25. März 2014

Montag, 24. März 2014

Vulkane abseits ihrer Magmaquellen

     An kontinentalen Grabenbrüchen, sogenannten Riftzonen, wie beispielsweise in Ostafrika oder dem Oberrheingraben, tritt häufig Vulkanismus auf. Ein Wissenschaftlerteam des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ konnte nun zusammen mit Forschern der Universitäten von Southampton (UK) und Roma Tre (Italien) zeigen, dass sich das Spannungsmuster in der Erdkruste ändert, wenn die Erdkruste innerhalb eines Graben ausdünnt und damit gewichtsbedingt entlastet wird. Dadurch wird das aus der Tiefe aufsteigende Magma in Gänge gesteuert, die schräg von den Magmaquellen in der Riftzone nach oben abzweigen und erst kilometerweit von der Achse des Grabenbruchs entfernt zutage treten.

Dienstag, 18. März 2014

Spuren des Klimawandels im Agulhasstrom

GEOMAR-Forscher nutzen Korallen als hochauflösende Temperaturarchive
Korallen sind sehr gut geeignet, um Meeresoberflächentemperaturen aus der Vergangenheit mit hoher Genauigkeit zu rekonstruieren und so auch Veränderungen von Meeresströmungen nachzuvollziehen. Mit Hilfe von besonders präzisen Messungen an Korallen aus dem südwestlichen Indischen Ozean konnten Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt nachweisen, dass der Agulhasstrom vor der Ostküste Südafrikas in den vergangenen drei Jahrzehnten wärmer war, als in den 300 Jahren zuvor. Die Studie erscheint jetzt in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports.

Die Geologie der Cliffs of Moher

Donnerstag, 13. März 2014

Ein Wasserspeicher im Erdmantel

n „Nature“: Neue Forschungsergebnisse erhärten eine fast 20 Jahre alte Vorhersage von Bayreuther Geowissenschaftlern.
Es ist natürlich Science Fiction, wenn Jules Verne in seinem Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ eine Expedition beschreibt, die zu einem riesigen unterirdischen Meer führt. Doch es steckt ein Funken Wahrheit auch in dieser fantastischen Geschichte. Bereits 1996 hatte eine Forschungsgruppe am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth aufgrund von Hochdruck-Experimenten vorhergesagt, dass der Erdmantel große Wassermengen enthalte – allerdings nicht in flüssigem Zustand, sondern chemisch gelöst in der Kristallstruktur des Minerals Ringwoodit, das einen Hauptbestandteil der Übergangszone des Erdmantels in 520 bis 660 km Tiefe darstellt. Jetzt haben Forscher um den kanadischen Geochemiker D.G. Pearson die damalige Hypothese erstmals an einer natürlichen Gesteinsprobe erhärtet. Diesen Erfolg kommentiert Prof. Dr. Hans Keppler, der in den 1990er Jahren an den Bayreuther Hochdruck-Experimenten wesentlich beteiligt war und noch heute am BGI tätig ist, im Wissenschaftsmagazin „Nature“.

Mittwoch, 12. März 2014

Vorläufer des europäischen Nashorns in Vietnam entdeckt

Zwei bisher unbekannte fossile Säugetierarten konnte ein Wissenschaftlerteam der Universität Tübingen und des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment Tübingen bergen. Diese Tiere lebten vor etwa 37 Millionen Jahren. Die neu beschriebenen Säugetiere zeigen eine überraschend enge Verwandtschaft zu fossilen Arten, die aus europäischen Fossil-Fundorten bekannt sind. Der Fundort: Der vietnamesische Braunkohletagebau Na Duong. Hier gelangen den Forscherinnen und Forschern noch eine ganze Reihe weiterer fossiler Neuentdeckungen, darunter drei Krokodil- und mehrere Schildkrötenspezies.

Das VLT erspäht den größten gelben Hyperriesen

 Das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat den größten gelben Stern entdeckt – einen der zehn größten bisher bekannten Sterne überhaupt. Dieser Hyperriese hat einen Durchmesser von mehr als dem 1300-fachen des Sonnendurchmessers und ist Teil eines Doppelsternsystems. Der zweite Stern befindet sich so nah am Hauptstern, dass er ihn berührt. Beobachtungen, die sich über 60 Jahre erstreckten – einige von Amateurastronomen stammend – weisen darauf hin, dass dieses seltene und bemerkenswerte Objekt sich rapide verändert und sich heute in einer nur sehr kurzen Phase seines Lebens befindet.

Donnerstag, 6. März 2014

Freiberger Wissenschaftler entdecken lebendes tropisches Korallenriff vor Iraks Küste

Forscher der TU Bergakademie Freiberg entdeckten ein 28 Quadratkilometer großes lebendes Korallenriff vor der irakischen Küste. Bei wissenschaftlichen Tauchexpeditionen sind die Forscher durch Zufall auf das unbekannte Riff im Arabischen Golf im Mündungsgebiet vom Shatt Al Arabe (Euphrat und Tigris) gestoßen. Bislang galt es als unwahrscheinlich, dass sich Korallen unter den extremen Bedingungen dieser Meeresregion ansiedeln könnten. Die Forscher berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Scientific Reports (Nature Publishing Group).

Mittwoch, 5. März 2014

Dienstag, 4. März 2014

Virtuelles Untertagelabor hilft bei der Endlager-Suche

     Ein Endlager muss den radioaktiven Abfall eine Million Jahre sicher einschließen – ein Zeitraum, in dem viele komplexe Prozesse ablaufen. Diese untersuchen Forscher derzeit in Untertagelaboren. Ein virtuelles Untertagelabor vereinfacht künftig solche Analysen.

Mikrowellenradar überwacht rutschige Hänge - Geodäten der TU Darmstadt forschen in den Alpen

Wenn ganze Berghänge ins Rutschen geraten, droht Gefahr. Vorhersage und Überwachung dieser Massenbewegungen sind nicht immer einfach. In einem internationalen Projekt kombinierten Wissenschaftler der TU Darmstadt in Nordtirol Rechenmodelle mit Mikrowellenradarsystemen – mit vielversprechenden Ergebnissen.

Montag, 3. März 2014

Woher hat Afrika seine Form? - Ein verhinderter Sahara-Atlantik

Das Auseinanderbrechen des Urkontinents Gondwana vor rund 130 Millionen Jahren hätte in einer völlig anderen Form der Kontinente Südamerika und Afrika resultieren können. Südlich der Sahara läge dann heute ein Ozean.
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