Dienstag, 25. November 2014

Montag, 24. November 2014

Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde: Wie die Nahrung vor 30.000 Jahren verteilt wurde

Der prähistorische Fundplatz Předmostí I nahe Brno in der Tschechischen Republik wurde vor ca. 30.000 Jahren von Menschen der paneuropäischen Gravettien-Kultur besiedelt. Hier wurden aus den Knochen von mehr als tausend Mammuts Behausungen gebaut und auch Skulpturen aus ihrem Elfenbein angefertigt. Gemeinsam mit tschechischen und belgischen Kollegen untersuchte ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Professor Hervé Bocherens vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen und dem Senckenberg Center for Human Evolution and Paleoenvironment (HEP), wie die prähistorischen Menschen an dieses wertvolle Rohmaterial herankamen: Sammelten sie die Knochen und das Elfenbein von Kadavern, die in der weiten Steppe einfach auszumachen waren, oder handelte es sich um Jagd- beziehungsweise Schlachtreste? In der im Gravettien ganzjährig genutzten Siedlung fand sich auch eine große Zahl von Überresten weiterer Tiere, von denen sich einige als steinzeitliche Hunde bestimmen ließen. Halfen sie bei der Mammutjagd?

Sonntag, 23. November 2014

Donnerstag, 20. November 2014

Mittwoch, 19. November 2014

Dienstag, 18. November 2014

Wissenschaftler röntgen winzige Organellen von Bakterien - Röntgenlasermethode erfolgreich getestet

     Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Uppsala hat eine Röntgenlaser-Methode zur Abbildung biologischer Partikel entwickelt. Mit dieser Methode gewonnene Bilder zeigen das Carboxysom, eine fragile winzige Zellorganelle in Cyanobakterien, die wie Pflanzen Photosynthese betreiben. Organellen sind Strukturen in Zellen, die für bestimmte Aufgaben zuständig sind – ähnlich wie Organe im Körper Aufgaben übernehmen. Das im Journal "Nature Photonics" beschriebene Experiment ist ein Meilenstein für die Untersuchung biologischer Strukturen mit Röntgenlasern wie dem European XFEL, der zurzeit vom DESY-Campus in Hamburg bis ins benachbarte Schenefeld gebaut wird.

Hamburg begrüßt die neue SONNE

     „Open Ship“ auf dem Tiefseeforschungsschiff SONNE
Das neu gebaute Forschungsschiff SONNE ist zu Gast in Hamburg und lädt Interessierte ein, einen Blick hinter die Kulissen eines hochmodernen Forschungsschiffs zu werfen beim
„Open Ship“ am Freitag, 21.11., und Samstag, 22.11., 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass 15.30 Uhr, Hamburger Überseebrücke (bei der CAP SAN DIEGO).
Ausstellung: ein ganzes Deck voll Wissen

Naturkonstanten: immer noch konstant

     Atomuhren zeigen die Stabilität des Massenverhältnisses von Proton und Elektron

Donnerstag, 13. November 2014

Rosetta: Braunschweiger Magnetometer meldet drei Landungen von »Philae«!

     Das vom Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig entwickelte ROMAP-Magnetometer konnte in den vergangen 33 Stunden wichtige Daten zur aktuellen ESA-Weltraummission „Rosetta“ beitragen. Die Messwerte des auf der Landeeinheit eingesetzten Instruments zeigen insbesondere, dass „Philae“ insgesamt drei Mal auf dem Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko aufgesetzt hat. Institute der TU-Braunschweige sind mit verschieden Beiträgen an der internationalen Weltraummission beteiligt. Über 400 Gäste haben die Landung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Braunschweig verfolgt.

Gibt es organisches Material auf dem Mars?

     Das vor kurzem mit dem NASA-Mobil „Curiosity“ auf dem Mars entdeckte organische Material könnte einen anderen Ursprung haben als von der Erde mitgebrachte „Verunreinigungen“, wie Wissenschaftler bislang gedacht haben: Ein deutsch-britisches Forscherteam um den Geowissenschaftler Prof. Dr. Frank Keppler von der Universität Heidelberg geht davon aus, dass die auf dem „Roten Planeten“ aufgefundene gasförmige chlororganische Verbindung – das Chlormethan – möglicherweise aus dem Boden des Mars‘ stammt und der darin enthaltene Kohlenstoff und Wasserstoff vermutlich durch einschlagendes Meteoritengestein geliefert wurde.

Is There Organic Matter on Mars?

     Organic matter recently detected by NASA’s robotic rover “Curiosity” is probably not due to contamination brought from Earth as researchers originally thought. A team of German and British scientists led by geoscientist Prof. Dr. Frank Keppler from Heidelberg University now suggests that the gaseous chlorinated organic compound – chloromethane – recently found on the “Red Planet” most likely comes from the soil of Mars, with its carbon and hydrogen probably deriving from meteorites that fell on the planet’s surface.

Mittwoch, 12. November 2014

Uni Osnabrück und IGB veröffentlichen Studie zu den Auswirkungen neuer Staudämme

     Der weltweite Bedarf an Elektrizität steigt. Bislang haben trotz wachsender Wirtschaft bei weiter steigender Weltbevölkerung vor allem in sich entwickelnden Ländern noch immer 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu elektrischem Strom. Der Klimawandel treibt dabei die Suche nach erneuerbaren Quellen zur Elektrizitätserzeugung voran. Dies zeigt sich auch in einer von Wissenschaftlern des Instituts für Umweltsystemforschung (USF) der Universität Osnabrück und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Berlin jetzt veröffentlichten Studie. Im Fokus dabei: die Auswirkungen neuer Staudämme.

Tsunamieinfluss auf gefährdete Vogelart

     Eine deutsch-chilenische Forschergruppe veröffentlichte im Journal of Population Ecology Ergebnisse zur Bestandsentwicklung des endemischen Kolibris auf Grundlage von Expeditionen ein Jahr vor und ein Jahr nach dem Tsunami 2010


Dienstag, 11. November 2014

Mehr Methan aus der Tiefe des Meeres: Schlammvulkane als Quelle des Treibhausgases Methan

     Der Schlammvulkan Haakon Mosby in der Barentssee vor Norwegen stößt jährlich mehrere hundert Tonnen des Treibhausgases Methan aus. Ein Forscherteam unter der Leitung des Bremer Max-Planck-Instituts berichtet jetzt über seine Langzeitbeobachtungen in der Zeitschrift NATURE Communications. Über 431 Tage lang sammelten sie Temperatur-, Druck- und pH-Daten und dokumentierten mit einer Unterwasserkamera 25 Ausbrüche von Schlamm und Gas. Vier dieser Ausbrüche waren so gewaltig, dass sie die Unterwasserlandschaft drastisch veränderten. Anhand ihrer Daten berechneten die Wissenschaftler, dass aus dem Schlammvulkan ungefähr 10-mal mehr Gas austritt als bislang angenommen.

More methane from the deep sea: Mud-volcanoes as methane source

he mud-volcano Haakon Mosby in the Barents sea near Norway emits yearly several hundred tons of methane, a potent greenhouse gas. A research team, coordinated by the Max-Planck-Institute in Bremen, reports on the results of a long-term observatory in NATURE Communications. They collected during 431 days data on temperature, pressure and pH and documented using a camera 25 eruptions of mud and gas. Some of these eruptions were so violent that the seabed topography was profoundly changed. They calculated that the mud-volcano may emit 10 times more methane than previously assumed.

Wie stark schwanken die Temperaturen im Meer?

     Das Klima der Erde scheint in den letzten 7000 Jahren sehr viel unbeständiger gewesen zu sein als bisher gedacht. Diese Schlussfolgerung legt eine neue Studie nahe, die im US-amerikanischen Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht wird. Wissenschaftler vom Potsdamer Alfred-Wegener-Institut und der Harvard University zeigen darin, dass die aus Klimaarchiven rekonstruierten Meeresoberflächentemperaturen auf langen Zeitskalen erheblich stärker variieren als von Klimamodellen berechnet. Konsequenz: entweder liefern gängige Klimaarchive ungenaue Temperatursignale oder die getesteten Modelle unterschätzen die regionalen Klimaschwankungen in der jüngeren Erdgeschichte.

Scientists on Abrupt Climate Change

Montag, 10. November 2014

Counting stars 2.0

     In winter time, when nights become longer and darker, stargazing can be a fantastic experience and family activity. But in urban areas, the stars disappear behind the skyglow caused by waste light that shines up into the sky. This light pollution is not only a problem for astronomy. Scientists from the interdisciplinary project “Loss of the Night” study how it affects health, society, and the environment. In order to measure how skyglow is changing, they have developed an app for smartphones, which allows citizen scientists to count the number of visible stars in the night sky. The app, originally only available for Android, has now been expanded to support Apple’s iOS.

Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir

     Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne: Am Martinstag erstreckt sich auf vielen Straßen und Plätzen ein wahres Lichtermeer. Zahlreiche Kinder ziehen dann stolz mit ihren Laternen durch Dörfer und Städte. Sonne und Mond kennen wohl die meisten von ihnen – doch Sterne sind heute an vielen Orten kaum mehr zu erkennen. Die künstliche Beleuchtung erhellt unseren Nachthimmel so stark, dass sie immer mehr verblassen. Wie sehr die sogenannte Lichtverschmutzung den Himmel weltweit beleuchtet, möchten Forscher im Projekt „Verlust der Nacht“ herausfinden. Sie haben sie eine kostenlose Smartphone-App entwickelt, mit der jeder Interessierte zum Lichtforscher werden kann.
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