Donnerstag, 25. September 2014

Karlsgraben: Neue Erkenntnisse zu einem alten Kanal

Der Karlsgraben war das bedeutendste Bauprojekt des Frühmittelalters zur Querung der Europäischen Hauptwasserscheide. Der Kanal, im Jahr 793 errichtet auf Initiative Karls des Großen, bildet bis in die Neuzeit den einzigen Versuch, das Einzugsgebiet des Rheins mit dem der Donau auf schiffbarem Weg zu verbinden. Bisher lagen aber keine gesicherten Erkenntnisse zu seiner Funktionsweise vor. Geographen der Universität Leipzig haben den Karlsgraben nun zusammen mit Kollegen aus Jena, München und Osnabrück mithilfe archäologisch-historischer und geoarchäologischer Methoden untersucht. Sie können nachweisen, dass die Konstruktion mindestens 2300 Meter lang und als Scheitelkanal konzipiert war.

A novel soil aggregate stability test using a laser granulometer

Montag, 22. September 2014

Washed Up - Simon's Cat

Montag, 25. August 2014

Donnerstag, 21. August 2014

Mittwoch, 20. August 2014

Rekordrückgang: Wissenschaftler kartieren erstmals die Höhenveränderungen der Eisschilde

     Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), haben mit Hilfe des ESA-Satelliten CryoSat-2 erstmals flächendeckende Karten der Eisschilde auf Grönland und in der Antarktis erstellt und dabei nachweisen können, dass die Eispanzer beider Regionen derzeit in einem Rekordtempo schrumpfen. Insgesamt verlieren die Eisschilde pro Jahr rund 500 Kubikkilometer Eis. Diese Menge entspricht einer Eisschicht, die rund 600 Meter dick ist und sich über das gesamte Stadtgebiet Hamburgs erstreckt. Die Karten und Ergebnisse dieser Studie erscheinen heute in The Cryosphere, dem frei zugänglichen Onlinemagazin der European Geoscience Union (EGU).

Highs and lows: height changes in the ice sheets mapped

     Researchers from the Alfred Wegener Institute in Germany have used satellite data to map elevation and elevation changes in both Greenland and Antarctica. The new maps are the most complete published to date, from a single satellite mission. They also show the ice sheets are losing volume at an unprecedented rate of about 500 cubic kilometres per year. The results are published today in The Cryosphere, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).

Friedrich der Große und der Klimawandel

Extreme Klimaereignisse wurden in der Vergangenheit nicht nur erlitten, sondern auch genutzt – etwa von Friedrich dem Großen. Der preußische König instrumentalisierte in den 1770er Jahren die Extremwetterlagen der „Kleinen Eiszeit“, um Territorium zu akquirieren. Das zeigt eine umwelthistorische Studie am Heidelberg Center for the Environment, die die Verflechtung und das Ineinandergreifen von Umwelt und Gesellschaft anhand historischer Klimaextreme untersucht. Am Beispiel der ersten Teilung Polens im Jahr 1772 legt eine interdisziplinäre Forschergruppe dar, wie ein zentrales Ereignis der europäischen Geschichte und eine wetterbedingte Hungersnot sich gegenseitig beeinflussten.

Montag, 18. August 2014

Schluchten verschwinden durch flussabwärts fortschreitende Erosion

     Neuer, schnell ablaufender Erosionsprozess entdeckt

Schluchten verschwinden durch flussabwärts fortschreitende Erosion


Bergbaukunde in Aachen

     RWTH sucht noch Referentinnen und Referenten für internationale Tagung

Donnerstag, 14. August 2014

Vorbebenserie steuerte Erdbebenablauf

Eine lang andauernde Serie von Vorbeben hat maßgeblich den Brutprozess des extrem starken Erdbebens bei Iquique in Nordchile im April 2014 gesteuert. Über ein dreiviertel Jahr dauerte diese Vorbebenserie an, die in einem Beben der Stärke 6,7 zwei Wochen vor dem Hauptbeben der Stärke 8,1 kulminierte. Eine internationale Forschergruppe unter Federführung des GFZ stellte dabei fest, dass die Vorbeben in mehreren Schwärmen den Rand des später im Hauptbeben gebrochenen zentralen Stücks in der seismischen Lücke bei Iquique brachen.

Mittwoch, 13. August 2014

Neuer Masterstudiengang Geoarchäologie an der Universität Heidelberg

Heidelberg, 13. August 2014
 Ein neuer interdisziplinärer Masterstudiengang Geoarchäologie startet zum Wintersemester 2014/2015 an der Universität Heidelberg. Das forschungsorientierte Studienangebot ist an der Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften angesiedelt und kombiniert Kenntnisse der Archäologie sowie Ur- und Frühgeschichte und der Geographie und Geowissenschaften. Die Schwerpunkte des Studiengangs, der in die interdisziplinären Aktivitäten am Heidelberg Center for the Environment eingebunden ist, liegen in den Bereichen der Analytik von Umweltarchiven, der geoarchäologischen Feldarbeit und der kulturwissenschaftlichen Raumforschung. Pressemitteilung

Donnerstag, 7. August 2014

Alles, was man über den Planeten Erde wissen muss (Video)

Tag der offenen Tür im Bohrkernarchiv Sternberg

Am Sonnabend, den 09. August 2014 findet im  Bohrkernarchiv Sternberg ein Tag der Offenen Tür statt. Von 10°° bis 16°° kann man nicht nur das wirklich beeindruckende Bohrkernarchiv bewundern, sondern auch die alte Geschiebesammlung der Universität Rostock sowie weitere geologisch-paläontologische Sammlungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Mittwoch, 6. August 2014

Angiosperm plants and mammal dung – food for evolution

     The sequential evolution of angiosperm plants and their mammal herbivores was tracked by the evolution of beetles, shows a newly published study from the Zoological Research Museum Alexander Koenig – Leibniz Institute for Animal Biodiversity in Bonn and the Natural History Museum London in Proceedings of the Royal Society B. using DNA sequences. Dr. Dirk Ahrens, Dr. Julia Schwarzer and their colleague Prof. Alfried Vogler reconstructed a phylogeny of scarab beetles, which include stag beetles, dung beetles and chafers. The researches dated the different lineages using fossils and a molecular clock.

Bedecktsamige Pflanzen und Säugetierdung - Futter für die Evolution

     Welche entscheidende Rolle die bedecktsamigen Pflanzen (Angiospermen) und Säugerdung in der Evolution spielten, zeigt eine neue Studie von Forschern des Zoologisches Forschungsmuseums Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn und des Natural History Museums London in den Proceedings of the Royal Society B. Basierend auf DNA Sequenzen rekonstruierten Dr. Dirk Ahrens und seine Kollegen, Dr. Julia Schwarzer und Prof. Alfried Vogler, den Stammbaum von Blatthornkäfern, zu denen auch Mai-, Dung-, und Hirschkäfer gehören. Mit Hilfe von Fossilien wurden die verschiedenen Entwicklungslinien datiert.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Hot Water - Simon's Cat

Chinese mosquitos on the Baltic Sea

     Strange finds indeed have been reported by researchers from China, Europe and the USA in the journal "Current Biology": 50 million years ago, there were insects living in East Asia that very much resembled those in Northern Europe. This is what amber, which was found in East China showed, in whose analysis the University of Bonn is currently participating. The fossil resin clumps give evidence of arthropods from more than 80 different families, constituting a unique snapshot of East Asia's insect universe at the time.

Chinesische Mücken an der Ostsee

     Es ist ein merkwürdiger Befund, über den Forscher aus China, Europa und den USA in der Zeitschrift „Current Biology“ berichten: Vor 50 Millionen Jahren lebten im Osten Asiens ganz ähnliche Insekten wie in Nordeuropa. Das zeigen Bernsteinfunde aus Ostchina, die momentan unter Beteiligung der Universität Bonn analysiert werden. In den fossilen Harzbrocken sind Gliederfüßer aus mehr als 80 verschiedenen Familien verewigt. Es ist ein einzigartiger Schnappschuss der damaligen Insektenwelt Ostasiens.
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