Donnerstag, 16. Oktober 2008

Übergang zum Landleben

(Wikimedia Commons)
Bereits seit zwei Jahren bringt ein Fisch ein klein wenig Licht in das Dunkel des Überganges vom Wasser- zum Landleben. Tiktaalik roseae (Tiktaalik ist Inuktitut für „großer Flachwasserfisch“) stellt einen kritischen Moment in der Anpassung an das Leban auf dem trockenen land dar. Seine Brustflossen stehen zwischen denen der devonischen Raubfische wie Panderichthys und denen späterer primitiver Amphibien wie beispielsweise Ichthyostega. Sie zeigten schon einen Ellenbogen und ein Handgelenk, endeten aber in Flossenstrahlen, wie es sich für einen anständigen Fisch gehört. Tiktaalik war anscheinend ein Bewohner von Flachwasserbereichen und hatte ein mehr oder weniger krokodilähnliches Aussehen. Seine Beine haben ihm vermutlich auch ein Aufstützen auf dem Sediment ermöglicht. Ob nun zum besseren Atmen bei Sauerstoffarmut in den flachen subtropischen Gewässern oder gar für kurze Landgänge. Ein Teil des Schädels blieb aber bis heute im Sediment verborgen. Und auch hier zeigt sich das Merkmals-Mosaik weiter. Tiktaalik war im Ggensatz zu normalen Fischen auch in der Lage, seinen Kopf zu drehen. Fische, deren Lebensraum eine rasche Drehung des ganzen Körpers zulässt, können das nicht. Aber bei landlebewesen ist diese Fähigkeit unerlässlich. Ebenfalls hatten sich Kieferknochen wie der Hyomandibulare, wlche für Fische wichtig waren begonnen, sich zurückzubilden. Bei den späteren Säugetieren sollte sich aus diesen Knochen Teile des Gehörapparates bilden (Steigbügel).
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/970497
http://www.nature.com/nature/journal/v440/n7085/full/nature04639.html

http://www.nature.com/nature/journal/v440/n7085/full/nature04637.html


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