Mittwoch, 29. Oktober 2008

Dinosaurier mit Geruchssinn

Langsam aber sicher können wir den Dinosauriern immer mehr ihrer Geheimnisse abtrotzen. So hatten einige unter ihnen, vornehmlich die großen Fleischfresser, einen weitaus besseren Geruchssinn als man bisher annahm. Dazu hat man die Schädel genauer untersucht und Abgüsse der darin enthaltenen Hirnstrukturen untersucht. Bei vergleichen mit heute lebenden Verwandten wie Alligatoren und Vögeln konnte man die Ausbildung des so genannten olfaktrischen Hirnanteils i Verhältnis zum Gesamthirn bestimmen. Besonders die späteren unter den großen Raubsauriern wie der berühmte Tyrannosaurus rex konnten demnach ihre Beute auch per Geruchssinn aufspüren. Ob ihn der gute Geruchssinn aber automatisch zu einem Aasfresser macht, halte ich für nach wie vor fraglich. Seine Zähne waren hervorragend geeignet, seinem Gegner schwere und blutende Wunden zuzufügen. Und damit nicht genug. Ähnlich wie der heutige Komodowaran zeigten die Zähne Anlagen, die eine schlechte Zahnhygiene sinnvoll nutzen können. In den Zähnen und Zahnzwischenräumen konnten sich kleine Fleischfetzen halten und so eine Bakterienkultur züchten. Und ähnlich wie der heutige Drache von Komodo hatte unser T rex sicher einen verdammt schlechten Atem. Der Komodowearan kann mit seinen relativ schwachen Zähnen und seinem vergleichsweise geringem Gewicht von nur 50 - 100 kg wesentlich größere und schwere Säugetiere schlagen. Danach braucht er nur noch zu warten bis das Opfer an Blutvergiftung stirbt und seinem Geruchssinn zum Aas folgen.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/972012
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/296861.html
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