Donnerstag, 16. Oktober 2008

Fossilien als Heilmittel

Über den Aberglauben der Edelsteinheilkunde hatte ich hier und im alten Blog ja schon reichlich abgelästert. Nein, aus mineralogischer Sicht erscheint mir das auch zu absurd und die ganze Sache ist von wissenschaftlicher Seite her auch nicht bestätigt. Trotzdem oder gerade deßhalb scheint der Glaube, Edelsteine und hier besonders die Kristalle könnten eine Heilwirkung haben in der heutigen zeit für viele Menschen attaktiv zu sein. dafür ist ein anderer Zweig anscheinend ein klein wenig in Vergessenheit geraten. Der Glaube, dass Fossilien eine Heilwirkung haben. Das mag aus heutiger Sicht wohl etwas seltsam klingen, aber in weniger aufgeklärten Zeitaltern (Obwohl ich manchmal bei Begegnungen mit Esoterikern bezweifeln möchte, in einem aufgeklärten Zeitalter zu leben) war es ein guter Brauch, Fossilien in der Medizin einzusetzen. Hinzu kam, dass ihr Charakter auch für lange Zeiten verborgen war. Also ihre Herkunft als Spuren oder Überlieferungen vergangener Lebewelten. Ihre Ähnlichkeit mit lebenden Tieren wurde anderen, magischeren Kräften zugeschrieben. Und wenn sie wenig gemein hatten mit heute lebenden Wesen, dann glichen sie offenbar anderen bekannten gegenständen. Das konnte oft dazu führen, dass besonders in der Volksmedizin aufgrund diser Ähnlichkeiten auf eine medizinisce Wirkung geschlossen wurde.
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