Montag, 3. November 2008

Handymasten und Krebs

Der Streit, ob Elektrosmog allgemein und die Strahlung der Mobilfunkmasten nun Krebserkrankungen auslösen kann oder nicht, wird immer wieder mit ziemlicher Härte geführt. In meinen Augen nimmt das immer mehr die Formen eines Glaubenskrieges an. Da fragt man sich schon, was nun stimmt und was nun nicht. Das kann dann natürlich zu einiger Verunsicherung führen. Vor allem, wenn dann so aufsehenerregende Studien in der Presse lanciert werden, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Krebsfällen und Handymasten sehen wollen. Da wurde beispielsweise in einer Langzeitstudie für die Anwohner eines österreichischen c-Netz Masten ein erhöhrtes Krebsrisiko gesehen. Alleine, den Mast hat es allem Anschein nach nie gegeben, und damit natürlich auch keinen Sender. Warum ist jemand, der über mehrere Jahre, also von 1984 bis 1997 eine Studie über ein recht überschaubares Gebiet erstellt, nicht in der Lage, mal nachzuschauen, ob da überhaupt ein Sender steht? Hat der nicht einmal den geringsten Gedanken daran verschwendet? Feldstärken gemessen? Also mir fallen auf anhieb eine Menge Fragen ein, die da dringend beantwortet werden sollten. Ein meinen Augen dienen diese Art von Studien nur der Panikmache. Wie dem auch sei, die Mobilkom Austria hat jetzt auf juristischem Wege erreicht, dass der WLAN-Gegner und Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld seine umstrittene Studie zurückziehen muss.
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