Dienstag, 4. November 2008

Verhalten: Ängstlichkeit

Unser Temperament ist es ja zu einem großen Teil, was uns als Menschen ausmacht. Und immer mehr kristallisiert sich dabei heraus, dass auch angeborene, also genetische Einflüsse ein entscheidender Faktor dabei sind. So kann beispielsweise die Menge des Botenstoffes Dopamin in der Amygdala bestimmen, ob ein Mensch eher gelassen oder ängstlich auf Umweltreize reagiert. Je mehr Dopamin, desto ängstlicher. Ich will jetzt überhaupt nicht spekulieren, ob diese Vorgänge nicht auch mit unseren politischen Ansichten zu tun haben, neigen doch ängstlichere Zeitgenossen wesentlich deutlicher zu stark konservativen Richtungen als die gelasseneren.
Kienast, T. et al.: Dopamine in amygdala gates limbic processing of aversive stimuli in humans. In: Nature Neuroscience 10.1038/nn.2222, 2008.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/972364

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