Mittwoch, 10. Dezember 2008

Chinesisch ist eine schöne Sprache...

Fremdsprachen sind ja eine schöne Sache, man muss sie allerdings auch können. Ein Problem, mit dem viele Zeitgenossen immer dann konfrontiert werden, wenn sie sich Sinnsprüche in fremden Zungen oder etwa (soll ja sehr beliebt sein) chinesische Schriftzeichen tätowieren lassen. Lustig wird es für die kundigen unter uns immer dann, wenn die Opfer gnadenloser Selbstverstümmelung daneben gegriffen haben und so sinnvolles wie (etwa bei einem Sohn einer bekannten Schauspielerin) "Per Astera ad Astra" auf der Brust prangt. Nun dünken wir aufgeklärten Zeitgenossen, die nichts mit derartigem Körperschmuck am Hut haben einigermaßensicher vor vergleichbaren Peinlichkeiten. Und trotzdem lann es einem passieren. Wie etwa der alt-ehrwürdigen Max-Planck-Gesellschaft. Um ihre vielfältigen Forschungsaktivitäten einem breiten und interessierten Publikum nahezubringen, wird dort ein eigenes Magazin herausgegeben; "MaxPlanckForschung" . Und da wollte man sich der kommenden (Wissenschafts-) Großmacht China zuwenden. dazu hatte man unter den Titel "Fokus China" schöne chinesische Schriftzeichen gesetzt. Leider anscheinend ohne deren genaue Bedeutung zu kennen. Denn Sprachkundigen viel auf, dass auf diese besondere Weise direkt auf der Titelseite für "heiße Mädchen aus Nordchina mit verführerischer Figur" geworben wurde. Auf diese Weise durfte die Wissenschaft mal völlig unfreiwillig sexy sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,595577,00.html
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