Mittwoch, 10. Dezember 2008

Hohlköpfe

(Schädel eines Allosaurus im Berliner Naturkundemuseum. Eigenes Foto, CC-SA 3.0 Lizenz)

Die Dinosaurier sind bei uns ja nicht gerade für ihre Geistesleistung bekannt. Sie waren daneben aber auch regelrechte Hohlköpfe, und das im Sinne des Wortes. Ihre Nebenhöhlen haben einen Großteil des Schädels ausgemacht. Dazu haben Lawrence Witmer und Ryan Rydgeley von der Ohio University verschiedene Saurierschädel mit einem Computertomographen untersucht. Die so entstandenen dreidimensionalen Modelle der Schädel ließen eine Rekonstruktion der Atemwege zu. Bei den beiden untersuchten Raubsauriern, einer davon der bekannte T. rex, waren die Hohlräume sogar größer als das Gehirn. Vermutlich konnte auf diese Weise das Gewicht der großen Schädel deutlich gesenkt werden, ohne an Stabilität zu verlieren. Für ein Raubtier mit hoher Bißkraft nicht unerheblich. Ebenfalls untersucht wurden die Schädel von Ankylosauriern, deren Nebenhöhlen vermutlich auch als Resonanzräume genutzt wurden.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298264
http://palaeoblog.blogspot.com/2008/12/revealed-dinos-are-airheads.html

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