Montag, 22. Dezember 2008

Weihnachtsmann im Visier der NOAD

Auch dieses Jahr wird die Nordamerikanische Luftverteidigung NORAD wieder die Spur des Weihnachtsmannes (und das sogar auf deutsch) aufnehmen, wenn er zu Weihnachten den Nordpol verlässt, um seine Geschenke den Kindern dieser Welt zu bringen. Hier hat das amerikanische Militär mal eine wie ich finde "gute" Seite gezeigt, Humor und Sensibilität gegenüber den Gefühlen der Kinder dieser Welt. Schade, dass dieses wohl nur für Weihnachten gilt. Aber dennoch. An Weihnachten kann man hier die Spur des schnellsten Objekts dieser Welt live verfolgen. Damit wünsche ich allen großen und kleinen Kindern auf diesem Planeten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedvolles und gutes neues Jahr!


Mars und Plattentektonik

Der Mars verfügt bekanntlich nicht über eine Plattentektonik wie sie beispielsweise auf unserem eigener Planeten zu finden ist. Und dennoch zeigt seine Oberfläche einige faszinierende Eigenschaften, die sich ohne eine planetare Dynamik nur schwer erklären lassen. Möglicherweise kann sich die Lithosphäre des Mars auch als Ganzes in Bezug auf den Mantel bewegen. Also nicht, wie es bei der Erde ist, in Form von vielen kleineren Platten.
Diese Bewegung der ganzen Mars-Lithosphäre könnte beispielsweise eine elegante Erklärung für den Vulkanismus der Tharsis Region liefern. Dieser startete im Hochland mit seiner verdickten Lithosphäre und bewegte sich im laufe seiner Geschichte in Richtung Mars-Äquator.
Mars goes for a spin - Or at least part of it might

Freitag, 19. Dezember 2008

Frohe Weihnachten

Und allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Ich verabschiede mich jedenfalls für den Rest des Jahres und werde wohl die nächsten zwei Wochen nur sporadisch mal reinsehen. Bis dahin noch ein hübsches Konzert für die Mikrowelle


Stellenangebot: W1-Junior-Professur (Tenure-Track) für Isotopengeochemie

An der Universität Tübingen ist am Institut für Geowissenschaften eine W1 Professur für Isotopengeochemie ausgeschrieben. Die Besetzung ist mit einer Tenure-Track-Option für die Berufung auf eine W3-Professur verbunden.
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvr/06/06-12-534.html

Das Schwedische Erdbeben

Anfang der Woche hatte ja ein (für Schweden) starkes Erdbeben den Ostseeraum erschüttert. die Hintergründe, warum ausgerechnet dort nun die Erde bebt, und die rund eine Milliarde Jahre währende Vorgeschichte zu dem Beben erzählt Ole Nielsen in seinem Blog.
Swedish Earthquake - with a Billion Year Long History

Vaterpflichten bei den Dinos

Es ist schon auffällig, dass in der Vogelwelt die Väter relativ häufig an der Pflege ihres Nadhwuchses beteiligt sind, bei den Säugetieren hingegen vergleichsweise selten. Da liegt es schon nahe, dieses verhalten auch auf die Vorfahren der Vögel, die Dinosaurier auszudehnen. Und wirkllich, einige Skelette von Dinosauriern, die man in Brutpose auf ihren nesten versteinert fand, könnten einst männliche Tiere gewsen sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,597380,00.html
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/977393
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298615.html

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Ganymed und Jupiter

(Bild: NASA, ESA, and E. Karkoschka (University of Arizona))

Dieses Foto stammt vom Weltraumtelskop Hubble und es zeigt, wie sich der Mond Ganymed hinter dem Riesenplaneten Jupiter verstecken will. Ganymed, mit seinen 3500 Kilometern Durchmesser immerhin größer als der Planet Merkur (ohne Jupiter würde er wohl selber als Planet gezählt werden und wäre auch für das menschliche Auge durchaus am Himmel sichtbar), verschwindet von der Erde aus gesehen etwa alle 7 Tage hinter seinem großen Partner. Das von ihm reflektierte Licht passiert dabei die höheren Schichten der Jupiteratmosphäre durchlaufen. So gibt der Mond quasi nebenbei Informationen über die Atmosphäre des Riesenplaneten preis.
http://imgsrc.hubblesite.org/hu/db/images/hs-2008-42-a-print.jpg
Hubble Catches Jupiter’s Largest Moon Going to the ‘Dark Side’

neuer Raptor gefunden

Das muss ja ein wirklich angenehmer Zeitgenosse gewesen sein. 5 Meter lang und 370 Kilogramm Kampfgewicht haben ihn sicher zu einem der Schrecken seiner Zeit gemacht, den Austroraptor cabazai. Ich hege so meine Zweifel, ob ich gegen diesen Burschen wirklich meine 79 Sekunden durchgehalten hätte...
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,597211,00.html

Nach Energie gesucht, Magmakammer gefunden

Sie suchten nach geothermischer Energie und bekamen mehr als sie wollten. Denn sie erbohrten eine Magmenkammer. Dumm gelaufen, aber dennoch ein spannender Fall.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7780873.stm

Antikythera-Mechanismus nachgebaut

Eines der interessantesten Fundstücke der Antike wurde jetzt nachgebaut. Der Antikythera-Mechanismus, möglicherweise 150 Jahre vor Christus entworfen, konnte jetzt einigermaßen (so man ihn denn nachvollziehen konnte) nachgebaut werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,597016,00.html

Ein Video den Konstrukteurs

Neue Chance für leben auf dem Mars?

Leben auf dem Mars. Wohl keine Frage der Weltraumforschung hat die Menschen in all den Jahren mehr fasziniert. Allerdings hat sich der rote Planet in der Realität als ziemlich trocken, wüstenhaft und weitgehend tot herausgestellt. So er denn mal fruchtbarere und lebensfreundlichere Tage hatte; jetzt ist er schlimmer als fast alle Orte auf der Erde. Es gibt allerdings einige Plätze auf unserer Erde, die den Bedingungen auf dem Mars relativ nahe kommen. So die Atacama Wüste, die für ihre Lebensfeindlichkeit und extreme Trockenheit berüchtigt ist. Dort ist es so trocken (auch die Luft!), dass sich nicht einmal Bakterien trauen, dort offen zu leben. Und doch hat das leben auch dort Wege gefunden, den Bedingungen zu trotzen. Im Wüstenlack, der die Gesteine dort überzieht, kann eine vielfältige Bakterienfauna überleben. Und auch auf dem Mars gibt es Hinweise auf Wüstenlack.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298558


Untergang der Dinosaurier

Irgendwie ist es ja wie mit Weihnachten. Einmal im Jahr mindestens wird die Ursache für das verschwinden der Saurier wieder auf den Tisch gebracht und ausgiebig darüber gestritten. Denn anders als meist in den populären Medien dargestellt, ist der Asteroideneinschläge von Chicxulub keineswegs absolut unumstritten. Und immer wieder bringen sich die großen Flutbasalte der Dekkan Trapps ins Gespräch. Es ist also nach wie vor unklar, ob der Himmel oder die Hölle den größeren Anteil an dem Aussterben vor 65 Millionen Jahren hat. Und die Vertreter beider Lager liefern sich erbitterte Diskussionen. Und so langsam macht die Höllenfraktion den Vertretern der Einschlagshypothese die Lufthoheit über die populären Medien streitig. Für mich schließt das Eine das Andere sowieso nicht aus
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,595800,00.html
http://news.nationalgeographic.com/news/2007/11/071105-dino-volcanoes.html
http://www.sciencedaily.com/releases/2007/10/071029134743.htm
http://www.sciencedaily.com/releases/2006/10/061023192530.htm

Zumindest für das größte Massensterben vor 250 Millionen Jahren scheint es vulkanische Ursachen zu geben.
http://www.sciencedaily.com/releases/2007/10/071025091047.htm

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Glauben sie an alternative Medizin?

Der WDR möchte es mal wieder wissen. Dort ist eine Umfrage, ob man an die Kraft alternativer Quacksalberei Medizin glaubt oder nicht. Ja führt mit 65 zu 35 % der Stimmen. Das Ganze soll auf eine Sendung von Hart aber Fair hinweisen, mit so illustren Persönlichkeiten wie dem TV Pastor Fliege, der sich bisher nicht durch eine kritische Haltung gegenüber jeglichem Humbug hervorgetan hat. Auch die anderen sind mehrheitlich kritischem Denken gegenüber absolut unverdächtig. Einzig und alleine hält tapfer Prof. Beda Stadler die Fahne des Skeptizismus hoch. Hoffentlich wir er von der geballten Inkompetenz nicht in Grund und Boden gesabbelt. Ich bezweifel stark, dass mit wissenschaftlichen Methoden in diesem Klima der Wunderanekdoten ein Blumenstrauß zu gewinnen ist.
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2008/20081217.php5?akt=1

Stellenangebot Research Fellow, Mineralogy Geochemistry Uni Freiburg

There ist an opportunity at the Institute of Geoscience, Mineralogy and Geochemistry at the
University of Freiburg, Germany.
The Institute of Geoscience, Mineralogy and Geochemistry at the University of Freiburg, Germany, is seeking applicants for a 3 + 3 year research fellow position (C1) in mineralogy, petrology or geochemistry. Starting date is April 2009. The appointment is initially for three
years and extension for three more years is possible following review.

Applicants are expected to have completed their doctoral degree at the time of appointment and to have demonstrable research experience in mineralogy, petrology or geochemistry. Re-search collaboration with current faculty members is expected and research interests should be in
one of the following fields: mineralogy, metamorphic petrology, low-temperature geo-chemistry and water-rock interaction.

Responsibilities will include conducting and publishing results of basic or applied research, development of both individual and collaborative research programs and teaching selected courses within the curriculum of the institute (four hours per week). Expertise in one or more of the following analytical techniques is desirable: EMPA, XRF, XRD, AAS, IC, fluid-inclusion analysis, CL.

General Information Salary will be approximately 40,000 Euro and depends upon age and qualifications. Further information about the institute, the position and potential research col-laborations can be obtained from info@minpet.uni-freiburg.de

Applications should include a full curriculum vitae, a structured list of publications, a statement of research interests and a statement of teaching experience and interests.

Applications should be submitted before January 31, 2009, to: Kurt Bucher, Institute of Geosi-cences, Mineralogy and Geochemistry,University of Freiburg, Albertstrasse 23b, D-79104 Freiburg, Germany.
http://www.minpet.uni-freiburg.de/sites/jobC1.html

Top Ten der Astronomiebilder

Phil Plait vom Bad Astronomie Blog hat seine ganz persönlichen Favoriten der Astromomiebilder vorgestellt. Und eines ist schöner und eindrucksvoller als das andere. Eine wirklich wunderschöne Zusammenstellung.
http://blogs.discovermagazine.com/badastronomy/2008/12/17/top-ten-astronomy-pictures-of-2008/

Literatur: Frei zugängliche Zeitschriften

Noch eine Liste mit frei zugänglichen Zeitschriften aus dem bereich der Geowissenschaften hat Andy81le vom geoversum aufgetan. Die soll hier natürlich nicht unter den Tisch fallen.
Elektronische Zeitschriftenbibliothek

Vesuv


Dunkel und drohend thront er über der Stadt Neapel, so erschien er mir jedenfalls als ich von Stromboli kommend in den Hafen von Neapel einlief. Ein schlafender Killer, der nur auf seine Zeit wartet und seine Opfer in Sicherheit wiegt. Auf geology.com hat Jessica Ball einen sehr schönen und informativen Artikel über den Vulkan und seine Geschichte geschrieben.
http://geology.com/volcanoes/vesuvius/

Literatur: Open Access Journals in Georef

Hier findet sich eine Liste der Open Access Journale, die in Georef als Abstracts vertreten sind.
http://www.agiweb.org/georef/about/OpenAccessList.htm

Literatur: Dänemark, Faröer und Grönland

Der Geologische Dienst Dänemarks und Grönlands gibt das Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin heraus, mit Themen rund um die Geologie Dänemarks, Grönlands und der Faröer. Und das schöne daran ist, dass man alle Ausgaben auch als pdf herunterladen kann.
http://www.geus.dk/publications/bull/index-uk.htm

HIV dringt auch durch gesundes Vaginalgewebe

Bislang hieß es ja immer, das der HI-Virus nicht durch gesundes Gewebe dringen könnte. Welch ein Irrtum. Zumindest das gesunde Gewebe in der Vagina stellt für unseren kleinen Virus wohl kein Hindernis dar. Dabei nutzt er die Lücken aus, die durch die Erneuerung des gesunden Gewebes entstehen. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Vorsorge und der Schutz vor diesem Virus nach wie vor ist. Leider scheint es in vielen Köpfen bereits nicht mehr als Gefahr wahrgenommen zu werden. warum sonst steigen die Neuinfektionsraten wieder an?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,596848,00.html
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298520

Das Leben eines Sterns in 6:29 Minuten

Manches spielt sich ja so langsam ab, dass es uns Menschen wie eine Ewigkeit vorkommt. Beispielsweise das Leben eines ganz gewöhnlichen Sterns wie unsere Sonne einer ist. Ihre Lebensspanne liegt immerhin bei 10 - 12 Milliarden Jahren. In seinem Blog Supernova Condensate hat Mark Hammonds ein wunderschönes Video produziert und vorgestellt, in dem das Leben eines Sternes in nur 6:29 Minuten visualisiert wird. Die dazugehörigen Erläuterungen gibt er in seinem Blog http://invaderxan.livejournal.com/55585.html


Dienstag, 16. Dezember 2008

Auch 2008 war blamabel für Wahrsager

Wie in jedem Jahr veranstaltet die GWUP eine Prognoserückschau, bei der die verschiedenen Vorhersagen der unterschiedlichen Wahrsager mal einem Test gegen die tatsächliche Ereignisse des jeweiligen Jahres bestehen müsen. Und wieder ein fast totales versagen. Einzig und alleine die etwas helleren der zunft, die entweder triviales (wie Erdbeben in Japan oder Überschwemmungen in Monsungebieten) vorhersagten, hatten kleinere Treffer. Oder es gleich so machen wie Sabine Krause, die im Dezember letzten Jahres die Hochzeit des Dänenprinzen Joachim vorhersagte, und deren Vorhersage dann auch eintraf. Welch ein Kunsstück, hatte der dänische Hof die Heirat doch schon im Oktober angekündigt. Ansonsten; Alles Nieten. Ob Börsenkurse, Fußball-EM oder die obligatorischen Außerirdischen. Ich wage jetzt auch mal eine Prophezeiung: Das wird auch 2009 nicht sehr viel anders aussehen.
http://www.gwup.org/themen/texte/wahrsager/media/prognosenschau2008.pdf

Spinnenetz in Bernstein

In einem Bernstein eingeschlossen wurde jetzt ein Spinnenetz gefunden. Das Alter des Fundes wird mit 140 Millionen jahren angegeben. damitist es das älteste bekannte Spinnenetz der Welt und offenbart faszinierende Einblicke in die Welt der Spinenen zur Zeit der Dinosaurier.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,596713,00.html

Hoffnung für Schlaue?

Wir kennen das ja (fast) alle. Wir Schlauen dürfen in der Schule zwar den Mädels vor den Klausuren und bei den Hausaufgaben helfen (bevorzugt vor den Zeugnissen), aber wenn es um das abendliche Ausgehen geht, hatten wir gegen den gut aussehenden Sportler stets das nachsehen. Nun kommt doch noch eine hoffnungsvolle Nachricht: Auch die Intelligenz u nd die Kreativität soll bei dem anderen Geschlecht durchaus punkten können.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/976930
http://www.ehbonline.org/article/S1090-5138(08)00079-2/abstract

Erdbeben in Südschweden

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 hat heute Morgen um 6:20 Uhr Teile Südschwedens und Dänemarks erschüttert. Über Schäden und Verletzte ist bis dato noch nichts bekannt. Das Beben dürfte das Stärkste in Schweden seit 1904 gewesen sein. das Epizentrum in Schonen liegt an der Tornquist Linie, einer alten Sutur (Nahtstelle), die nach wie vor eine Schwächezone im Kontinent darstellt.
http://earthquake.usgs.gov/eqcenter/recenteqsww/Quakes/us2008araj.php#details

Montag, 15. Dezember 2008

100-things meme, geologists edition

In der englischsprachigen Blogosphäre geistert je seit geraumer Zeit das 100-things meme herum. jetzt gibt es auch eine "geologists edition". Bleiben wir also bei der englischen Version.

Things I have personally seen or done are bold and my comments are in italics

1. See an erupting volcano (Stromboli, Italy. very impressive!)

2. See a glacier ( Ortler group, Italy)

3. See an active geyser such as those in Yellowstone, New Zealand or Iceland

4. Visit the Cretaceous/Tertiary (KT) Boundary. Possible locations include Gubbio, Italy, Stevns Klint, Denmark, the Red Deer River Valley near Drumheller, Alberta. (Stevns Klint, Denmark)

5. Observe (from a safe distance) a river whose discharge is above bankful stage

6. Explore a limestone cave. Try Carlsbad Caverns in New Mexico, Lehman Caves in Great Basin National Park, or the caves of Kentucky, Tennessee, Alabama, and Georgia.
( non of the mentioned, but the caves in Bavaria (Oberfranken) are also very nice. Especialy the not touristic ones wher you have to feel like a real exploerer like the Zoolithen Höhle)

7. Tour an open pit mine, such as those in Butte, Montana, Bingham Canyon, Utah, Summitville, Colorado, Globe or Morenci, Arizona, or Chuquicamata, Chile. (The brown coal mines in the Lausitz with the big conveyor bridges)

8. Explore a subsurface mine. (several. Historical mines in the hercynian mountains like Roter Bär etc, Rammelsberg and in Uganda the Kilembe Mines for example)

9. See an ophiolite, such as the ophiolite complex in Oman or the Troodos complex on the Island Cyprus. (The Ballantrae Ophiolite, Scotland)

10. An anorthosite complex, such as those in Labrador, the Adirondacks, and Niger. (Only a smaller Anorthosite at Gorm Loch, Scotland, does that count?)

11. A slot canyon. Many of these amazing canyons are less than 3 feet wide and over 100 feet deep. They reside on the Colorado Plateau.

12. Varves, whether you see the type section in Sweden or examples elsewhere

13. An exfoliation dome, such as those in the Sierra Nevada.

14. A layered igneous intrusion, such as the Stillwater complex in Montana or the Skaergaard Complex in Eastern Greenland. (Bin Quarry, Scotland, also at Huntley Castle, Scotland)

15. Coastlines along the leading and trailing edge of a tectonic plate.

16. A gingko tree, which is the lone survivor of an ancient group of softwoods that covered much of the Northern Hemisphere in the Mesozoic. (in my own backyard)

17. Living and fossilized stromatolites. (only fossilized ones at Lake Manyara, Tanzania)

18. A field of glacial erratics. (Finland, Northern Germany etc.)

19. A caldera (At Mt Vesuvius, the phlegraic fields, and Santorini).

20. A sand dune more than 200 feet high. (Rubjerg Knude in Denmark, 100 m high)

21. A fjord. (several in Scandinavia)

22. A recently formed fault scarp.

23. A megabreccia.

24. An actively accreting river delta. (The river nile is actually not accreting any more, I guess)

25. A natural bridge. (Songwe River, Tanzania)

26. A large sinkhole. (Ponore in Franken, bavaria)

27. A glacial outwash plain. (Sander in Northern germany, pleistocene, as well as at the Ortler Glacier, Italy)

28. A sea stack.

29. A house-sized glacial erratic. (Several, especially to mention the "Alter Schwede" here in Hamburg)

30. An underground lake or river. (In the Karst area of Slowenia)

31. The continental divide. (The Alpes)

32. Fluorescent and phosphorescent minerals.

33. Petrified trees (not whole trees, just pieces)

34. Lava tubes

35. The Grand Canyon. All the way down. And back.

36. Meteor Crater, Arizona, also known as the Barringer Crater, to see an impact crater on a scale that is comprehensible. (I take the Nördlinger Ries)

37. The Great Barrier Reef, northeastern Australia, to see the largest coral reef in the world. (Only the Reefs at New Caledonia)

38. The Bay of Fundy, New Brunswick and Nova Scotia, Canada, to see the highest tides in the world (up to 16m)

39. The Waterpocket Fold, Utah, to see well exposed folds on a massive scale.

40. The Banded Iron Formation, Michigan, to better appreciate the air you breathe.

41. The Snows of Kilimanjaro, Tanzania (Several Times, as well from the ground as from a plane).

42. Lake Baikal, Siberia, to see the deepest lake in the world (1,620 m) with 20 percent of the Earth’s fresh water.

43. Ayers Rock (known now by the Aboriginal name of Uluru), Australia. This inselberg of nearly vertical Precambrian strata is about 2.5 kilometers long and more than 350 meters high

44. Devil’s Tower, northeastern Wyoming, to see a classic example of columnar jointing

45. The Alps. (Italy, Germany, France, Austria)

46. Telescope Peak, in Death Valley National Park. From this spectacular summit you can look down onto the floor of Death Valley - 11,330 feet below.

47. The Li River, China, to see the fantastic tower karst that appears in much Chinese art

48. The Dalmation Coast of Croatia, to see the original Karst.

49. The Gorge of Bhagirathi, one of the sacred headwaters of the Ganges, in the Indian Himalayas, where the river flows from an ice tunnel beneath the Gangatori Glacier into a deep gorge.
50. The Goosenecks of the San Juan River, Utah, an impressive series of entrenched meanders.

51. Shiprock, New Mexico, to see a large volcanic neck

52. Land’s End, Cornwall, Great Britain, for fractured granites that have feldspar crystals bigger than your fist.

53. Tierra del Fuego, Chile and Argentina, to see the Straights of Magellan and the southernmost tip of South America.

54. Mount St. Helens, Washington, to see the results of recent explosive volcanism.

55. The Giant’s Causeway and the Antrim Plateau, Northern Ireland, to see polygonally fractured basaltic flows.

56. The Great Rift Valley in Africa. (In Tansania, at Lake Manyara from the ground and from a plane)

57. The Matterhorn, along the Swiss/Italian border, to see the classic “horn”.

58. The Carolina Bays, along the Carolinian and Georgian coastal plain

59. The Mima Mounds near Olympia, Washington

60. Siccar Point, Berwickshire, Scotland, where James Hutton (the “father” of modern geology) observed the classic unconformity. (During a field trip and by bike)

61. The moving rocks of Racetrack Playa in Death Valley

62. Yosemite Valley

63. Landscape Arch (or Delicate Arch) in Utah

64. The Burgess Shale in British Columbia

65. The Channeled Scablands of central Washington

66. Bryce Canyon

67. Grand Prismatic Spring at Yellowstone

68. Monument Valley

69. The San Andreas fault

70. The dinosaur footprints in La Rioja, Spain (I can only go for Münchehagen, Germany)

71. The volcanic landscapes of the Canary Islands (Tenerife, the Canadas and the Pico del Tide).

72. The Pyrennees Mountains

73. The Lime Caves at Karamea on the West Coast of New Zealand

74. Denali (an orogeny in progress)

75. A catastrophic mass wasting event (I’ve seen plenty of examples of ancient mass wasting deposits in the alps, but not an actual event)

76. The giant crossbeds visible at Zion National Park

77. The black sand beaches in Hawaii.

78. Barton Springs in Texas

79. Hells Canyon in Idaho

80. The Black Canyon of the Gunnison in Colorado

81. The Tunguska Impact site in Siberia

82. Feel an earthquake with a magnitude greater than 5.0.

83. Find dinosaur footprints in situ. (Münchehagen)

84. Find a trilobite (or a dinosaur bone or any other fossil). (Trilobites in the glacial erratics at the baltic coast. Therte are also other fossils available)

85. Find gold, however small the flake (unfortunately not myself)

86. Find a meteorite fragment

87. Experience a volcanic ashfall (at Stromboli)

88. Experience a sandstorm

89. See a tsunami

90. Witness a total solar eclipse (not a total one at least)

91. Witness a tornado firsthand.

92. Witness a meteor storm, a term used to describe a particularly intense (1000+ per minute) meteor shower

93. View Saturn and its moons through a respectable telescope. (seen also its rings)

94. See the Aurora borealis, otherwise known as the northern lights.

95. View a great naked-eye comet, an opportunity which occurs only a few times per century. (Hale-Bopp in 1997, The Comet West somehow in the late 1970´s)

96. See a lunar eclipse (several, one in Uganda, coming out of a pub still wondering about this peculiar moon)

97. View a distant galaxy through a large telescope (Andomeda galaxay)

98. Experience a hurricane (not a hurricane, but its south pacific pendants, the cyclone "Theodore( I guess it was called) in 1994 at Noumea, New Caledonia)

99. See noctilucent clouds

100. See the green flash

Fotorecht

Der Blog Lens flare hat einen interessanten Artikel zum Thema Fotografie und Recht online gestellt. Darin wird nicht nur auf die Gefahren hingewiesen, welche die unberechtigte Verwendung fremden geistigen (Bild-)Eigentums darstellt, sondern auch auf interessante Alternativen hingewiesen. Schliesslich ist es nicht nur verboten und auch absolut unfair, anderer Leute Bilder ungefragt (und unerlaubt) zu verwenden, es gibt ja schließlich auch eine Menge Möglichkeiten, sich im Internet an vollkommen legalen Bildern zu bedienen. Welche möglichkeiten es gibt, und was bei den einzelnen genau zu beachten ist:
http://www.lens-flare.de/blog/auswertung-umfrage-urheberrecht/2213/

2000 Jahre Hirn in England

Jetzt weiss man es genau. Seit mindestens 2000 Jahren gibt es Gehirn in Großbritannien. das zumindest belegt ein sensationeller Fund, den die britischen Archäologen um Rachel Cubitt auf ihrem eigenen Campus machten. Einen rund 2000 Jahre alten menschlichen Schädel, in dem möglicherweise noch Hirnsubstanz erhalten geblieben ist. Da nur der Schädel gefunden wurde, aber keine weiteren zugehörigen Knochen, önnte es sich bei dem möglicherweise an Zuberkulose verstobenen um ein ritueles Opfer gehandelt haben.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298374
http://www.scienceticker.info/2008/12/12/aeltestes-britisches-gehirn-gefunden/

Einführung in die Petrologie von Gregor Markl

Die Universität Tübingen ist so freundlich, die Vorlesung "Einführung in die Petrologie" von Prof. Gregor Markl online zu stellen. Man sollte aber schon mineralogisches Basiswissen mitbringen, um die Informationen adäquat nutzen zu können. Eine sehr schöne Idee, finde ic. Hoffentlich ziehen immer mehr Universitäten nach.
Vorlesung: Einführung in die Petrologie

Herzlichen Glückwunsch, Issur Danielowitsch Demsky

Vielleicht werden wich viele fragen, wer denn jetzt gemeint ist. Unter seinem richtigen Namen dürften ihn wohl auch nur wenige kennen. Besser bekannt ist er unter dem namen Kirk Douglas. Und als dieser hat er uns viele schöne Stunden bestes Hollywood-Kino geschenkt. Am 9. Dezember 1916 hat er das Licht dieser Welt erblickt. das ist mir in der ganzen Weihnachtsvoebereitung fast in vergessenheit geraten. (Musik "From the North, Runrig)

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken?

Frustriert, weil die eigenen Gebete mal wieder nicht erhört wurden? Da haben wir hier doch das optimale und ultimative Geschenk...


USGS Image gallery

Wo ich gerade bei der Fotografie bin; Der USGS hat ebenfalls eine Galerie mit Fotos, Videos und anderen Abbildungen zum Thema Geologie im weitesten Sinn. Das schöne an den Bildern ist, dass sie als public domain für jedermann frei verfügbar gehalten werden.
http://gallery.usgs.gov/

Mikrofotografie

National Geographic hat die besten Mikrofotos ausgewählt. Eine wirklich sehenswerte Galerie, da möchte ich ob der Bilder vor Neid erblassen.
http://news.nationalgeographic.com/news/2008/12/photogalleries/best-microscopic-life-photos/index.html

Stellenangebote: Drei Doktorandenstellen Institut für Nichtmetallische Werkstoffe Tu Clausthal

Am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe der TU Clausthal sind drei Doktorandenstellen frei. Thema ist Beschichtungen auf Glassubstraten mittels Sol-Gel-Verfahren sowie die Analytik von Glasoberflächen. Weitere Infos unter http://www.naw.tu-clausthal.de/fileadmin/UEBER_UNS/Stellenausschreibung/StellezP20081209.pdf

Geologische Literatur, Teil 2

Wo ich gerade bei geologischer Literatur bin. Die Österreichische Geologische Gesellschaft gibt ebenfalls einige Organe heraus und hat diese freundlicherweise ebenfalls zum herunterladen zusammengestellt. Da wären einmal die Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft und das Austrian Journal of Earth Science.
Der Band 84 der Mitteilungen ist in meinen Augen ein bemerkenswerter, weil hier der gute Herr Tollmann ein wenig vom regulären geologischen Pfad abgewichen ist und in uralter geologischer Tradition von Reverend Buckland versucht, die Sintflut geologisch zu belegen.

Geologische Literatur

aus dem sedimentologischen und paläontologischen Institut der Universität Basel wird fleissig heraus publiziert. Dankenswerter Weise hat man da die ganze produzierte Literatur auch schön zusammengestellt, oft mit einem pdf zum herunterladen.
http://pages.unibas.ch/earth/sedi/sedipublic.htm

Fossile Insekten

Für die Freunde fossiler Insekten hat die International Palaeoentomological Society hat eine interessante und lange und interessante Literaturliste zusammengetragen. Viele der dort aufgeführten Paper kann man nicht nur als Abstract ansehen, sondern auch als pdf herunterladen.

Fernheizung

Wie schaffen es die kleinen Jupitermonde nur, Wasser auf ihrer Oberfläche flüssig zu halten? Dazu wurden verschiedene Modellrechnungen erstellt und jetzt kommt eine weitere dazu. der Physiker Robert Tyler von der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle hat jetzt mit den daten vom Juoiter und dem Mond Europa errechnet, dass die Gezeitenkräfte des Riesenplaneten auf die Wassermassen des Mondes ausreichend Wärme erzeugen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298315
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,595675,00.html

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Norddeutsches Becken

Die Norddeutsche Tiefebene stellt einen der großen Landschaftsräume Deutschlands dar. Zwischen der Nord- und der Ostsee sowie den Mittelgebirgen wird der Untergrund unterhalb den jüngeren Ablagerungen der Eiszeiten von 2 bis zu 10 Kilometer mächtigen paläozoischen bis kenozoischen Sedimenten und Vulkaniten aufgebaut. Minestens seit dem Paläozoikum zeigt das Norddeutsche Becken wohl eine Absenkungstendenz. Peer Hoth vom GfZ Potsdam hat sich eingehend über die Entwickliung des Norddeutschen Beckens ausgelassen.
http://bib.gfz-potsdam.de/pub/str9715/9715-2.pdf

Gefahren aus dem Weltall

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Erde viele Narben durch Kollisionen mit anderen Himmelskörpern davongetragen. Einschläge kosmischer Körper zählen vermutlich mit zu den schnellsten und fundamentalsten geologischen Prozessen, die wir kennen. Das betroffene Gestein wird innerhalb von Sekundenbruchteilen auf extreme Temperaturen erhitzt und extremen Drucken ausgesetzt. Die Veränderungen, welche dabei den Mineralbestand betreffe, haben auch ihre Auswirkungen auf die restliche Umwelt und helfen, den ehemaligen Einschlagsort auch dann noch identifizieren zu können, wenn der Krater längst eingeebnet ist. Über die Art und Weise, wie man das Verhalten von Gesteinen und Mineralen unter den Bedingungen kosmischer Kollisionen erforscht, ist hier ein interessanter Artikel von Thomas Kenkmann und Kai Wünnemann zu finden.
http://forschung.hu-berlin.de/publikationen/spektrum/kenkmann_207.pdf

Wo wir gerade bei den Gefahren sind, die der Himmel für uns bereithält: Die Präsidentin der Hamburger Universität, Prof. Monika Auweter-Kurtz, hat sich mit den Möglichkeiten befasst, wie wir Menshen uns vor eionem Schicksal schützen können, welches die Dinosaurier ausgelöscht hat.
http://www.uni-stuttgart.de/wechselwirkungen/ww2003/Auweter-Kurtz.pdf

Transport der Endeavour nach Florida

(Foto: Nasa. )
Nachdem der Space Shuttle Endeavour sicher in Kalifornien gelandet ist, muss er nun wieder von dort nach Florida gelangen. Das wird mit der alten und erprobten Methode per Huckepack auf einer 747-200 gemacht. Die aktuelle Position des Gespanns kann man in Echtzeit verfolgen.
http://flightaware.com/live/flight/NASA911

Chinesisch ist eine schöne Sprache...

Fremdsprachen sind ja eine schöne Sache, man muss sie allerdings auch können. Ein Problem, mit dem viele Zeitgenossen immer dann konfrontiert werden, wenn sie sich Sinnsprüche in fremden Zungen oder etwa (soll ja sehr beliebt sein) chinesische Schriftzeichen tätowieren lassen. Lustig wird es für die kundigen unter uns immer dann, wenn die Opfer gnadenloser Selbstverstümmelung daneben gegriffen haben und so sinnvolles wie (etwa bei einem Sohn einer bekannten Schauspielerin) "Per Astera ad Astra" auf der Brust prangt. Nun dünken wir aufgeklärten Zeitgenossen, die nichts mit derartigem Körperschmuck am Hut haben einigermaßensicher vor vergleichbaren Peinlichkeiten. Und trotzdem lann es einem passieren. Wie etwa der alt-ehrwürdigen Max-Planck-Gesellschaft. Um ihre vielfältigen Forschungsaktivitäten einem breiten und interessierten Publikum nahezubringen, wird dort ein eigenes Magazin herausgegeben; "MaxPlanckForschung" . Und da wollte man sich der kommenden (Wissenschafts-) Großmacht China zuwenden. dazu hatte man unter den Titel "Fokus China" schöne chinesische Schriftzeichen gesetzt. Leider anscheinend ohne deren genaue Bedeutung zu kennen. Denn Sprachkundigen viel auf, dass auf diese besondere Weise direkt auf der Titelseite für "heiße Mädchen aus Nordchina mit verführerischer Figur" geworben wurde. Auf diese Weise durfte die Wissenschaft mal völlig unfreiwillig sexy sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,595577,00.html

Videos über Erdbebenwellen

Zwei schöne Videos über die Art und Wirkung von Erdbebenwellen.



Hohlköpfe

(Schädel eines Allosaurus im Berliner Naturkundemuseum. Eigenes Foto, CC-SA 3.0 Lizenz)

Die Dinosaurier sind bei uns ja nicht gerade für ihre Geistesleistung bekannt. Sie waren daneben aber auch regelrechte Hohlköpfe, und das im Sinne des Wortes. Ihre Nebenhöhlen haben einen Großteil des Schädels ausgemacht. Dazu haben Lawrence Witmer und Ryan Rydgeley von der Ohio University verschiedene Saurierschädel mit einem Computertomographen untersucht. Die so entstandenen dreidimensionalen Modelle der Schädel ließen eine Rekonstruktion der Atemwege zu. Bei den beiden untersuchten Raubsauriern, einer davon der bekannte T. rex, waren die Hohlräume sogar größer als das Gehirn. Vermutlich konnte auf diese Weise das Gewicht der großen Schädel deutlich gesenkt werden, ohne an Stabilität zu verlieren. Für ein Raubtier mit hoher Bißkraft nicht unerheblich. Ebenfalls untersucht wurden die Schädel von Ankylosauriern, deren Nebenhöhlen vermutlich auch als Resonanzräume genutzt wurden.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298264
http://palaeoblog.blogspot.com/2008/12/revealed-dinos-are-airheads.html

Dienstag, 9. Dezember 2008

Kleinster Primat gefunden

Wirklich winzige Verwandschaft wurde jetzt ausgerechnet in Sachsen-Anhalt entdeckt. Nein, damit will ich nichts über die Körpergröße der dortigen Bewohner aussagen. Es geht vielmehr um einen ehemaligen Bewohner der gegend. Und zwar um einen, der sie vor rund 60 Millionen Jahren unsicher gemacht hat. OK, das vielleicht weniger, denn seine körperlichen maße dürften auch damals kaum jemanden wirklich beeindruckt haben. Ganze 8 Gramm Kampfgewicht und nur wenige Zentimeter lang, und doch ein ausgewachsener Primat. Das Fossil war bereits 1939 von Mitarbeitern des Geologisch-Paläontologischen Instituts in Halle/Saale als Teil einer reichen Säugetierfauna bei Walbeck ausgegraben worden, mußte aber zwischenzeitzlich ein unbeachtetes Schattendasein im Fundus des Geiseltalmuseums fristen. Bis der Paläontologe Dr. Gerhard Storch sich das unbearbeitete Material erneut vornahm und den Fund entdeckte.
http://wissenschafts-news.blog.de/2008/12/09/kleinster-primate-welt-sachsen-anhalt-entdeckt-5189875

Fotos: Beste Wissenschaftsfotografien 2008

Das National Geographic hat die besten Wissenschaftsfotografien 2008 ausgewählt. Das ist Wissenschaft für das Auge. mein persönlicher Favorit sind die Diatomeen.
http://news.nationalgeographic.com/news/2008/09/photogalleries/2008-best-science-photos/index.html

PISA und Evolution

Eine der Fragen des PISA Katalogs war ja die nach der Evolutionstheorie.

Welche der folgenden Aussagen trifft am besten auf die Evolutionstheorie zu?

A. Die Evolutionstheorie gilt für Tiere, nicht aber für den Menschen.
B. Die Evolution ist eine Theorie, die durch Forschung bewiesen worden ist.
C. Die Evolution ist eine wissenschaftliche Theorie, die sich gegenwärtig auf zahlreiche Beobachtungen stützt.
Als richtig wurde die Antwort C angesehen. In einem Blog von amuse-gueule wurde dies bestritten und stattdessen Antwort B bevorzugt. Ich hatte mich ja in einem früheren Blogbeitrag dazu ausgelassen, warum auch ich Antwort C für die richtige halte. jetzt hatte sich das Blog Plazeboalarm der Sache angenommen und bei den Machern der Pisastudie einmal nachgefragt und auch Antwort darauf erhalten. Mal sehen, wie sich die inzwischen über mehrere Blogs geführte Diskussion weiter entwickelt.
http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/12/post-an-pisa-wg-evolution.php
http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/12/antwort-von-pisa-wg-evolution.php

Erklärung der Menschenrechte

Morgen jährt sich zum 60. Mal ein wahrhaft großer Tag der Menschheit. Unter dem unmittelbaren Eindruck der Barbarei in Nazideutschland wurden die Menschenrechte von den Vereinten Nationen verkündet. Allerdings war das Projekt von Anfang an nicht unumstritten, rund ein Drittel der UN-Mitgliedsstaaten ershienen garnicht erst zur Verabschiedung. Und auch heute sind sie leider immer noch von einer echten Erfolgsstory weit entfernt. In viel zu vielen Ecken der Welt gelten sie nach wie vor nicht. Oft verunglimpft als "Produkt des Westens", nur geeignet um dessen Vorherrschaft zu zementieren. Und auch wir halten sie ja nicht immer so hoch, wie wir sollten. Besonders in den letzten Jahren, unter dem Banner des "Krieges gegen den Terror" traten wir sie oft genug mit den Füßen. In Guantanamo, in Abu Ghraib und wie all die Orte heißen mögen, die als Schandmale auf unserer Weste festgebrannt sind.
Ehrenkodexder Menschenwürde (Epoc 01/09)
http://www.zeit.de/online/2008/50/menschrechte-lochbihler

Montag, 8. Dezember 2008

So kann es kommen...

Freitag, 5. Dezember 2008

Geschichte der Germanen im Überblick

Von GEO-Epoche gibt es jetzt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Germanen als pdf zum herunterladen.
http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_epoche/59199.html

Zillmer und die Eiszeit

Kommen wir zu einem weiteren Kapitel der Ratlosigkeit eines Möchtegern-Geologen, diesmal über die Eiszeit und die damit zusammenhängenden Phänomene. Wie viele seiner Glaubensgenossen lehnt er jeglichen Gedanken an eine Eiszeit mit großen Inlandseisschilden ab. Was uns erstmal zum Thema Löß bringt. Ignorieren wir seine kleinen Spitzfindigkeiten (mehr hat er ja eh nicht drauf ):
Auf S. 191 seines Buches rzählt uns Zillmer:

Der ungeschichtete Löss besteht im Gegensatz zum geschichteten aus kantigen und nicht durch Wind und Wasser gerundeten Körnern. Ausserdem gibt es Lössvorkommen in allen Höhenlagen bis weit über 2000 Metern auf der ganzen Welt. Von der Atlantikküste bis zum Gelben Meer zieht sich ein gewaltiger Lössgürtel hin. Die Entstehung der Lössgürtel ist wissenschaftlich ein ungelöstes Rätsel
Und ich erwiederte darauf:
Ganz so rätselhaft ist die Entstehung des Lösses allerdings den Wissenschaftlern nicht mehr, hatte doch schon von Richthofen (1877) für den Löss in China eine äolische, also vom Wind verursachte, Entstehung nachgewiesen. Und auch was die kantigen, schlecht gerundeten Körner angeht, so sind sie nicht geeignet, um als Beleg gegen die konventionelle Theorie zu dienen. Denn Löss besteht aus einer Korngrösse, bei der eine Rundung durch Windtransport nicht zu erwarten ist. Sie beträgt im Maximum rund 0,006 - 0,06 mm. Hauptbestandteil des Löss ist Quarzstaub, daneben kommen auch Kalk, Feldspäte und Tonminerale vor. Oft ermöglichen Schwerminerale im Löss eine Zuordnung zu einem bestimmten Liefergebiet (Steinmüller 1962, Janus 1988).
Seine Stellungnahme dazu war schlicht:
Es gibt den geschichteten und ungeschichteten Löß etc. Äolosch aussehende Körner können auch durch die Luft transportiert werden und kurzfristig durch Fluten angeschwemmt werden ohne ihre Charakteristika (schlecht gerundet, siehe oben) zu verlieren. Dieses Problem wurde in „Darwins Irrtum“ ausführlich diskutiert.
Nun, "Darwins Irrtum" ist hier nicht Gegenstand der Betrachtung. Und das sich äolische Sedimente durch die Luft transportieren lassen, ist trivial. Das Wort äolisch sagt es bereits. Und ich hege starke Zweifel, dass Herr Zillmer jemals Quarzkörner eingehender betrachtet hat, geschweige denn äolische Körner von nicht-äolischen unterscheiden kann.

In der Sahara kann Löß fliegen, kein Problem, aber während trocken-kalter Hochglazial-Zeit wie Ries schreibt?
Ja, im Hochglazial hätte der Löß mit dem Fliegen keine Probleme gehabt. Warum auch? Die Schmelzwässer der Gletscher haben ja auch eine Menge feinen Schutt vor die Gletscher transportiert. Zumindest im Sommer, wenn die Temperaturen hoch genug waren, um fließendes Wasser zuzulassen. Im Winter, wenn alles gefroren ist und daher der Schmelzwassernachschub geringer wird, sind große Flächen der Sander trocken gefallen. Der von den Eisflächen her wehende Wind kann dann feine Mineralkörner aus den sanderflächen ausblasen und in entfernte Gebiete transportieren.

Auf S. 192 beschreibt Zillmer seine Idee, wie der Löß denn nun in die Welt gekommen ist.
Der Löss ist also nach dieser Auffassung kein phlegmatisch gebildetes Verwitterungsprodukt lokal benachbarter Kalk- und Quarzgebirge, sondern ein Fremdling aus weiter Ferne - in Tröpfchen zerrissenes Magma, das zur Vulkanasche wurde und sich mit den vom Atlantikboden hochgerissenen, kalkreichen marinen Sedimenten hoch oben in der Stratosphäre, von Tornados und Sturmhosen durchwirbelt, vermischt. Dies wäre das erdgeschichtliche Rezept für die Lössherstellung. Er verdankt seinen Kalkgehalt den marinen Sedimenten und seinen Quarzreichtum dem kieselsauren Oberflächenmagma. Es ist verwittertes Magma, mit Seeschlick vermischt. Die Verwitterung ist dabei bis in mikroskopische Bereiche vorgedrungen, sodass nur die chemische Konstitution, nicht aber die Struktur die vulkanische Herkunft erkennen lässt.
Ich halte davon ja nicht viel. Man braucht sich ja den Löß nur mal genauer anschauen. daher war meine Antwort auch wie folgt:
Da ist nur das klitzekleine Problem, das Löss zum Hauptteil aus Quarz, Feldspat und Karbonaten besteht. Das Material der Ozeankruste und des darunterliegenden Mantels aber erheblich ärmer an Siliziumdioxid ist. Daher kommt freier Quarz dort gemeinhin nicht vor. Und was die marinen Kalke angeht, so ist der Löss frei von irgendwelchen Anzeichen mariner Lebewesen wie Schnecken oder anderer kalkschaliger Meereslebewesen. Hingegen kommen Landschnecken durchaus und, wenn auch selten, Landsäuger im Löss vor. Wenn man dann noch die Schwermineralien im Löss bedenkt, die eben von anderen Herkunftsgebieten sprechen. Wie man unschwer erkennen kann, steht Zillmers Lösshypothese vor einigen grossen Problemen.

Zillmers Antwort darauf:
Glaubt Ries, dass bei der oben beschriebenen Verwirbelung des Lößes bzw. der Sedimente vermischt mit dem Magma noch Schnecken befinden? Dagegen spricht die Hitze des Magmas bei einem Impakt, die im Kernbereich über 100 000 Grad beträgt. Die Schnecken und andere Tiere verglühen und falls welche übrig bleiben, werden sie bei dem oben skizzierten Verwirbelungs-Szenario durch das höhere Gewicht eher wieder zu Boden fallen!
as würde sicher die fehlenden Meereslebewesen erklären, aber nur, wenn der Löß nach dem Impakt nicht von Tsunamis (und die will Zillmer doch allenthalben beweisen) abgelagert wurde. Und dann wäre immer noch das Problem der Zusammensetzung. Abgesehen davon würden die enormen Temperaturen und die extremen Drücke eines Impaktes auch die beteiligten Minerale nicht unbeeinflußt lassen. Leider (für Zillmer) sind aber im Löß die Hochtemperatur- und Hochdruckmodifikationen des Quarz im Löß schlicht nicht vorhanden. Und wie gesagt: Da die Ausgangsmaterialien (Ozeankruste, Erdmantel und Asteroid/Komet weitgehend quarzfrei sind, wie komt dann der Quarz in den Löß? Ach, ich vergaß: Fakten sind nur was für kleine Geister wie mich. Ein echtes Genie lässt sich davon nicht beirren....

Besonders lustig sind immer Zillmers Windungen, wenn es um die Findlinge geht. Er kann (oder will) einfach nicht begreifen, dass man heurte nicht von einem Transport durch Eisberge ausgeht. Auf S. 220 seinens Buches werden wir aufgeklärt:

Sie sollen mit den sich vorwärts bewegenden Eisbergen transportiert worden sein. Charles Lyell lehrte, dass das Land versunken war und darüber schwimmende Eisberge ihre Steinlasten fallen ließen. Danach tauchte das Land mit den darauf liegenden Steinen wieder auf.
Nun, was sollte ich dazu sagen? Auch wenn Lyell tatsächlich dieser Theorie anhing, wie übrigens viele seiner Zeitgenossen, so wurde diese sogenannte Drifthypothese aber schon im 19. Jahrhundert (Anmerkung 3)von der Theorie der Vergletscherung abgelöst. Man wird das Gefühl irgendwie nicht los, das Zillmer hier schlicht versucht, seine Leser für dumm zu verkaufen.

Und was war Zillmers Antwort darauf?

Eine Behauptung ohne Logische Erklärung. Ich habe mehrfach festgestellt, dass riesige Findlinge mit 750 qbm mit über 1500 Tonnen in der Ebene nicht von Eisbergen oder deren Gletscherflüssen transportiert werden können. Der Pro-Beweis steht aus!
Ja und? Warum sollte auch jemand einen Beweis für eine längst widerlegte Theorie suchen? Auch wenn Zillmer hier deutlich lieber einen Strohmann abfackelt, anstatt sich mit der aktuellen Theorie auseinanderzusetzen. Die Findlinge sind nicht von Eisbergen transportiert worden. Sondern von Gletschern. Und die oben genannten Findlingsgrößen wären sicher sogar von Eisbergen zu bewältigen. Gletscher schaffen aber noch weit größere (und empfindlichere) Findlinge und Großgeschiebe. Er hat meinen Satz allem Anschein nach nicht einmal ansatzweise gelesen.

Was spricht für Gletschertransport, und gegen Tsunamis?
Ein weiterer Hinweis auf eine Vergletscherung zumindest Norddeutschlands sind die Gletscherschrammen, zum Beispiel die von Rüdersdorf. Sie dienten schon TORELL als Beweis für eine Vergletscherung und trugen viel dazu bei, daß sich die Gletschertheorie gegen die Drifttheorie von LYELL durchsetzte. Hier finden sich nicht nur Schrammen, sondern auch Gletschertöpfe. Nachdem die ursprünglich von TORELL gedeuteten dem Abbau zum Opfer fielen, konnten in jüngerer Zeit entdeckte gerettet werden (GOHLKE 1995). Derartige Schrammen finden sich auch mitunter an Geschieben, so z.B. dem Damestein in Dänemark.

Gletscherschrammen kommen im norddeutschen Vereisungsgebiet öfter vor, als man vielleicht glauben mag. So wurden sie auch auf dem Kohlenkalk bei Ratingen nordöstlich von Düsseldorf nachgewiesen. SKUPIN (1993) gibt in Nordrhein-Westfalen noch andere Stellen mit Gletscherschrammen an. So finden sie sich in der Kiesgrube Kater, Detmold-Hiddensen, in der Saarner Mark zwischen Wedau und Großenbaum und am Blauen See bei Ratingen.

Könnten solche Schrammen vielleicht noch bei einer Rollsteinflut durchgehen, hätten andere Funde es schon schwerer. JUBITZ (1996) zeigt einige schöne Beispiele, wie ein Gletscher tektonische Erscheinungen hervorrufen kann. Überhaupt kann man die schönsten tektonischen Erscheinungsformen häufig in den quartären Gletscherablagerungen beobachten. Ein weiteres schönes Beispiel stellt der "Muskauer Faltenbogen dar (KUPETZ 1996, 1997). In dieser riesigen Stauchendmoräne finden wir Schuppentektonik, Diapire und Faltenbildung in einer Dimension von 100 bis 300 Metern. Überhaupt würden Stauchendmoränen wohl eine Herausforderung für die "Rollsteinflut" darstellen. Rezente Bildung von Stauchendmoränen beobachteten STACKEBRANDT et al (1997).
Scherflächen und Klüfte, die durch die Eisbewegung im Untergrund erzeugt werden, kommen auch im Lockergestein der Vereisungsgebiete häufig vor. SKUPIN (1993) gibt wieder für Nordrhein-Westfalen Aufschlüsse mit Scherungen und Klüften an, unter anderem in Coesfeld-Flamschen, Ummeln, Ebbesloh, Langenberg und Delbrück-Riege.
Jeder Verfechter einer Mega-Tsunami-Theorie oder Rollsteinflut sollte also sich gute Argumente für die beobachteten (glazial)tektonischen Funde überlegen. Ohne einen schlüssigen Mechanismus hat seine Hypothese keine echte Chance.

Ein weiteres Problem (für die "Rollsteinflut") stellt der sogenannte Ausschmelztill dar. Dieser wird nach PIOTROWSKY (1992) durch langsames Freisetzen der im Gletschereis transportierten Fracht gebildet. Daher kann er einen deutlich geschichteten Aufbau zeigen. Vor allem können nahezu ungestörte Klasten aus Lockergestein vorkommen, die einen Transport an der Gletscherbasis kaum überstanden hätten (und damit wohl auch keine Flutwelle!). Derartige Ablagerungen sind in Norddeutschland weit verbreitet (EHLERS 1994). SCHALLREUTER (1998b) zeigt, wie groß derartige "glaziale Schollen" sein können. Sie haben zwar meist nur einen kurzen Transportweg hinter sich, bestehen aber auch aus relativ weichen Sedimentgesteinen. So stellt die Kreide-Tertiär-Scholle von Steinitten in Ostpreußen mit 4 km Länge und 2 km Breite und 7-20 m Mächtigkeit wohl die größte ihrer Art dar. Aber ein bekanntes Beispiel sind auch die Lias Vorkommen bei Grimmen und Dobberthin in Mecklenburg-Vorpommern, die Eozänschollen von Katharinenhof/Fehmarn und Heiligenhafen und die Kreidescholle von Katharinenhof bei Stettin. Und nicht alle diese Schollen sind Lokalgeschiebe. So stellt die Rote Gesteinsscholle von Schobüll bei Husum wohl Old Red aus dem Baltikum dar, mit einem Transportweg von rund 1000 Kilometern.

Und auch Eisberge sind hier wohl kaum ein Ausweg. Die Kreidescholle von Katharinenhof/Stettin ist mit ihren 2 km Länge und 500 m Breite rund 25 m Mächtig. Das macht ein Volumen von gut 25 50 - 80 Mio. m3 und ein Gewicht von ca. 50 Mio. t. Um diese Scholle zu tragen müsste ein Eisberg ein Volumen von mindestens 200 Mio. m3 besitzen. Zwar hat der größte beobachtete Eisberg ein Volumen von 5000 km3 (Eisberg B9, 154 km lang, 36 km breit, 250 m mächtig, Oktober 1987), aber er dürfte einen kataklysmischen Transport in einem Tsunami kaum heil überstehen. Und die lokalen Schollen können so auch kaum erklärt werden.

Und wie sollen Flutwellen Geschiebe einregeln? Sicher, vom Wasser transportierte Gerölle sind auch eingeregelt, aber meist mit der Querachse in Transportrichtung, Eiszeitgeschiebe sind aber meist mit ihrer Längsachse in Transportrichtung eingeregelt. Nur ein kleineres Nebenmaximum zeigt die Querachsen. Und die Transportrichtung ist vielfach durch Gletscherschrammen festgelegt. Auch dieses ist leicht durch Eistransport zu erklären.

Warum? Man findet Findlinge in Kalifornen und in den Tropen in großer Zahl. Gebiete, die auch anch ansicht der Geophysik in den letzten 250 Millionen Jahren und länger nicht vergletschert waren.
Ja, auch in den Tropen kann man gerundete große Steine beobachten. Aber es sind keine Findlinge. Die Gesteine stehen dort an, sie sind nicht transportiert worden, sondern Überreste der Verwitterung. Im Ünrigen (in einem vorhergehenden Blog sagte ich es bereits) ist auch die häufig gerundete Form unserer Findlinge hier nicht auf die Gletscher zurückzuführen, sondern der Tatsache geschuldet, dass sie in früheren Erdzeitaltern der Verwitterung unterlagen.

Zillmers Plattentektonik, Teil 3

Wende ich mich doch noch einmal meinem alten Freund und Widersacher, Herrn Zillmer zu. Über seine Vorstellungen bezüglich der Theorie der Plattentektonik hatte ich hier ja schon einige Anmerkungen vom Stapel gelassen.
Das ich die Anwesenheit "zirkulierendem Magmas" im Inneren der Erde bestritten habe, scheint meinen Freund ein wenig aus der Fassung gebracht zu haben.

Was meint Herr Ries denn jetzt überhaupt? Gibt es jetzt auf einmal keinen Kreislauf (Konvektionsströme als Walzen) mehr? Oder gefällt ihm das Wort „Magma“ nicht und ich hätte es durch Gesteinsschmelze ersetzten sollen? (http://www.geocities.com/CollegePark/Bookstore/7913/node6.html#119): „In der Asthenosphäre finden die meisten tektonischen Vorgänge der Erdkruste ihre Erklärung. Soweit man heute vermutet, ist sie in ständiger Bewegung. Warmeströme - sogenannten Konvektionsströme - treiben Gesteinsschmelze nach oben und kühlen dort ab. Die nun kühlere und darum spezifisch dichtere Schmelze sinkt dann wieder in tiefere Schichten zurück. In diesem Kreislauf wird die Lithosphäre mitgezogen, so dass sich die Erdkruste in ständiger langsamer Bewegung befindet.“
Abgesehen davon, dass der link tot ist. Nein, der Erdmantel ist nicht geschmolzen. Auch nicht in der Asthenosphäre. Dort mag vielleicht ein wenig Schmelze zu finden sein (in den Zwickeln zwischen den einzelnen Mineralen). Der Erdmantel ist aber, was seine Materialeigenschaften angeht, fest. Genauso fest, wie ein Gletscher. Haut man auf einen Eisbrocken ein, so zerspringt er. Er sit offensichtlich fest und stabil. Und doch fließt ein Gletscher.... Udn genau so ist es mit dem Erdmantel. Fest und doch fließfähig, zumindest über sehr lange Zeiträume verhält er sich wie eine Flüssigkeit.
Aber wie komme ich nun auf den Bolzen, dass der Erdmantel fest und nicht geschmolzen ist, wo doch jeder sehen kann, dass aus den Tiefen der Erde in den Vulkanen eindeutig Schmelze kommt.

Nun, fangen wir mit dem festen Erdmantel an: Das kann man an dem Verhalten der Erdbebenwellen sehen. Dazu muss man wissen, dass es zwei mögliche seismischen Wellenformen gibt;

1. Longitudinalwellen, P- oder Primärwellen, wie beispielsweise Schall, die sich auch in Flüssigkeiten ausbreiten können.

2. Transversalwellen, die als sogenannte S- oder Sekundärwellen auftreten. Sie können sich in Flüssigkeiten und Gasen nicht ausbreiten.

Da sich im Erdmantel, auch in der Asthenophäre S-Wellen ausbreiten können, wie uns die Seismik zeigt, kann er also nicht aus geschmolzenem Magma bestehen, sondern muss für Wellen fest sein. Im Gegenssatz zum flüssigen äußeren Erdkern, den man an seinem Schatten in den S-Wellen erkannt hat.

In den Tiefen der Astehenosphäre ist die Temperatur so weit gestiegen, dass das Gestein "weich" (= asthenos) wird. Unter dem Einfluss von großen Kräften kann sich das Gestein verformen und "fließen".

Es verhält sich in langen Zeiträumen wie eine Flüssigkeit. Siehe das Beispiel mit dem Gletscher. Und der ist ja auch nicht geschmolzen, oder?

Die Asthenosphäre soll 3000 bis 5000 Grad (die Angaben variieren von Quelle zu Quelle), im Gegensatz zur Lithosphäre mit 1300 Grad, heiß sein. Bei diesen Temperatur ist Gestein nicht mehr fest.
Aber eben auch nicht flüssig. Die seismischen Daten lassen da keinen anderen Schluss zu.

Wörtlich steht in Irrtümer der Erdgeschichte: Die Kontinentaldrift-Theorie besagt, dass die Kontinente über einen elastisch-plastischen Untergrund schwimmen (driften). Diese Vorstellung wurde auf Grund Echolotvermessungen der Ozeane und Tiefbohrungen zur Theorie der Plattentektonik weiterentwickelt. Die Kontinente treiben demnach nicht losgelöst von den Ozeanen umher, wie Wegener vermutete, sondern bilden zusammen mit Teilen der Meereskruste sechs große und zahlreiche sich gegeneinander verschiebende kleinere Platten (Abb. 15).
Und? Eine extrem (bis zur Unkenntlichkeit) vereinfachte und veraltete (!) Darstellung. Das geht eindeutig besser, siehe hier, und das ist schon stark vereinfacht.

Es ist schon eine absolute Frechheit, was Ries schreibt, denn die Aussage stimmt. Das Auseinanderbrechen von Pangaea soll nach derzeitigen Vorstellungen vor ca. 180 Millionen Jahren begonnen haben, siehe auch Foto 18. Was ist daran falsch? Ich rate dem Leser die Seite 104 nachzulesen. Es handelt es sich um eine eindeutige Beschreibung des aktuellen Wissensstandes.
Nun, was Zillmer hier als Frechheit betitelt, ist schlicht meine Feststellung, dass die Plattentektonik nicht mit dem Auseinanderbrechen von Pangäa begann. Ich hatte seine Vorstellung von mehreren hintereinander ablaufenden Kontinantalverschiebungen kritisiert. Denn nach der Theorie der Plattentektonik ist diese Sichtweise falsch. Und ich dachte eigentlich, er wolle die aktuelle Theorie kritisieren? Warum also fackelt er hier wieder nur das bekannte Strohmännchen ab, das mit der aktuellen Theorie nichts gemeinsam hat?

Ich hatte nicht Plattentektonik geschrieben, sondern bewusst verallgemeinernd Kontinentalverschiebung, wie auch immer die ausgesehen haben soll. Wieder eine der vielen vorsätzlichen Falschdarstellungen.
Er hatte also bewusst eine falsche Darstellung gewählt. Danke, mehr wollten wir eigentlich garnicht wissen. das hat mit Verallgemeinern nämlich nichts zu tun. Der Begriff "Kontinentalverschiebung" ist für die Theorie Wegeners reserviert, und die ist zwar mit Teilen in die neue aktuelle Theorie der Plattentektonik eingegangen, aber eben nur mit Teilen. Seine Begriffswahl ist also schlicht falsch.

Schlechte Schleicher?

Der schleichende Gang einer Katze wirkt auf uns Menschen ungemein elegant. Man möchte meinen, diese Tiere hätten damit eine sehr effiziente Art und Weise gefunden, sich fortzubewegen. Doch das war anscheinend nie vorgesehen, denn nach aktuellen Untersuchungen eines Forscherteams um Daniel Schmitt von der Duke-Universität, Durham, unterliegen Katzen in sachen Energieeffizienz den Hunden und Pferden und sogar uns Menschen. Während diese nämlich rund 70 % weniger Energie für ihre Fortbewegung verwenden, schaffen katzen nur rund 37 %, und das auch nur, wenn sie sich nicht anschleichen. Möglicherweise überwiegt beim Schleichgang der verbesserte Jagderfolg deutlich gegenüber einer möglichen Energieersparnis.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298099

Weltweit 74 % weniger Maserntote

(Masernerkrankungsraten seit Impfeinführung in den USA, CDC)

Die gute Nachricht des Tages. Weltweite Impfkampagnen haben in den letzten Jahren zu einer signifikanten Senkung der Todesrate bei Masern geführt. Die Zahl der Todesopfer hat in dem Zeitraum von 2000 bis 2007 von 750 000 Toten auf 197 000 Tote abgenommen, was einem Absinken um 74 % entspricht. Das gilt auch für sonst die so notorisch in den Nachrichten vertretenen Sorgenkinder wie Sudan, Afghanistan, Sudan und Afrika allgemein, wo sogar eine Rate von rund 90 % erreicht wurde. Impfen kann also eindeutig Leben retten.
http://www.scienceblogs.de/medlog/2008/12/weltweit-74-prozent-weniger-maserntote.php
http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2008/pr47/en/index.html

Ein Fremder im System?


Der kurzperiodische Komet 96P/Machholz hat eine besondere Auffälligeit gezeigt. Im Vergleich mit anderen SAchweifsternen besitzt er nur 1,5 % der üblichen Menge an Cyan. Möglicherweise ist er in sehr großer Entfernung von der Sonne entstanden oder aber sogar ganz aus einem fremden System in das unsere eingewandert. Zwar könnte auch die extreme Nähe seines sonnennächsten Punktes, der noch innerhalb der Merkurbahn liegt, zu einer Zerstörung von Cyan geführt haben, aber auch andere sonnennahe Kometen besitzen mehr Cyan als 96P/Machholz.
http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Ein_Komet_von_einem_anderen_Stern_1771015585576.html
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/298078.html

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Gletscher gibt Baumreste frei

Ein schwedischer Gletscher, der Kårsa-Gletscher, hat zum ersten Mal seit 7000 Jahren wieder alte Baumreste freigegeben. Die gut erhaltenen Reste des Stammholzes von Birken und Kiefern haben mit Hilfe der Radiokarbon Datierung Alter zwischen 11 800 und 7000 Jahren vor Heute ergeben. Das Team um Leif Kullman von der Universität Umeå fand die Hölzer rund 450 m oberhalb der heutigen Baumgrenze.
http://umwelt.scienceticker.info/2008/12/04/schwedischer-gletscher-gibt-alte-baumreste-frei/

Bericht über die Gefahren durch Asteroiden

(Artist: Don Davis, NASA)
Eine Expertengruppe hat in einem Bericht an die UN die Gefahren zusammengefast, welche durch erdnahe Asteroiden ausgehen. Die Wahrscheinlichkeit eines größeren Impakts sind zwar nur sehr gering, aber es wird davon ausgegangen, dass sich Einschläge wie das Tunguska Ereignis mit rund 3-5 Megatonnen Explosionskraft rund 3 bis 4 mal in tausend Jahren ereignen. Würde der Asteroid Apophis (mit einer wahrscheinlichkeit von 1 : 45 000) im Jahr 2036 auf der Erde einschlagen, würde er eine Sprengkraft von gut 500 Megatonnen entwickeln.
http://www.space-explorers.org/ATACGR.pdf

Tarnungskünstler

Octopusse gelten ja als intelligente Meister der Tarnung. Und der absolute Könner unter ihnen dürfte Thaumoctopus mimicus sein. Nicht nur die Farbe und sein Aussehen, sondern auch sein jeweiliges Verhalten wird exakt an die jeweiligen Erfordernisse der Situation angepasst. Da spielt er dann auch schon einmal eine Flunder, einen Rochen, einen Rotfeuerfisch oder eine Seeschlange.

Neuer Flugsaurier entdeckt

(Illustration von Mark Witton Creative Commons non commercial Lizenz)
Lange lag der Schädel im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Jetzt hat ihn sich ein Team um Mark Witton mal etwas genauer angesehen. Und dabei festgestellt dass es sich um eine neue Art handelt. Zu seinen Lebzeiten war seine Heimat, Brasilien, von Wasser bedeckt. daher hat Witton ihm den Namen Lacusovagus gegeben, Seenwanderer. Mit seinen gut fünf Metern Flügelspannweite ist er für einen Pterosaurier nur mittelgroß, aber in seiner Untergruppe ist er der größte, und vor allem der einzige außerhalb Chinas gefundene.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/975722

Ich bin Du

Wer von uns hat sich nicht schon einmal gewünscht, im Körper von jemand anderem zu stecken? Mit einem kleinen Trick haben Wissenschaftler nun genau diese Illusion bei ihren Probanden künstlich erzeugt. Erstaunlich, wie schnell sich Mensche in fremde Geschöpfe hineinversetzen können.
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/975625
Petkova, V.I., Ehrsson, H.H.: If I Were You: Perceptual Illusion of Body Swapping. In: PLoS ONE 3(12): e3832, 10.1371/journal.pone.0003832, 2008.

Tychos Nova

Im Jahr 1572 war etwas absolut unerhörtes passiert: Am Sternenhimmel im Sternbild Cassiopeia zeigte sich ein heller neuer Stern, und zwar so hell, dass er zeitweise sogar tagsüber zu beobachten war. Unter den Astronomen, die das Ereignis beobachteten war auch der Däne Tycho Brahe, der die Position des "neuen Sterns" exakt festhielt. Das Ereignis hat das damals vorherrschende aristotelische Weltbild stark ins Wanken gebracht. Jetzt ist es einem Forscherteam unter federführung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg gelungen, die Supernova zu klassifizieren. Dazu wurde die Reflexio des Explosionsblitzes an umgebenden Gas- und Staubwolken untersucht.
http://www.mpia.de/Public/menu_q2.php?Aktuelles/PR/2008/PR081203/PR_081203_de.html
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/975481

Mittwoch, 3. Dezember 2008

"Aurora Borealis" mit Bohrturm

Nein, damit ist natürlich nicht das Himmelspänomen gemeint, sondern der danach benannte zukünftige Forschungseisbrecher der unter der Federführung des Helmholtz-Zentrums Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung entwickelt wird. Ab 2014 soll die Aurora Borealis in der Arktis die ungelösten Fragen bezüglich des Klimas zu lösen helfen. Dazu soll es dort die ersten Jahre ganzjährig unterwegs sein. Der Clou des 650 Millionen Euro teuren Schiffes sind neben seiner Bohrausrüstung mit Bohrturm so genannte Moonpools. Das sind Schächte im Rumpf, durch die Bohrgestänge und kleinere Tauchsonden unabhängig von Wind und Wellenschlag herabgelassen werden können. Die ersten Jahre wird das Arbeitsgebiet ausschließlich in der Arktis liegen, damit sich die Polarstern das teure Pendeln zwischen der Antarktis und der Arktis sparen kann.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,594297,00.html

Mineralien Hamburg

Vom 12. bis zum 14. Dezember öffnet die Mineralien Hamburg zum 31. Mal ihre Tore in den Hamburger Messehallen. Neben allerlei Tinnef und dem mittlerweile üblichen Esoterikbedarf kann man mit Sicherheit auch das eine oder andere Sammlerstück ergatten. Außerdem gibt es wier üblich wieder etliche sehenswerte Sonerausstellungen (die alleine sind schon meist ein Besuch wert). Diesmal über Slowenien und die dort als Zwergenbärte bekannten Wulfenitdrusen, den Edelstein des Jahres Chrysopras aus der klassischen Lokalität Szklary Huta (Gläsendorf) in Schlesien sowie Exemplare von gut 50 cm Durchmesser aus Australien. Daneben wird die Gesellschaft für Geschiebekunde auch wieder mit einem Stand vertreten sein, um über die vielfältigen Möglichkeiten zu informieren, wie man selber interessante Gesteine und auch Mineralien in den Hinterlassenschaften der eiszeitlichen Gletscher, also quasi vor der Haustür, finden kann. Ich selber werde wohl am Freitag tagsüber und am Sonntag gegen späten Nachmittag dort am Stand stehen oder die Messe unsicher machen.

Job in Amerika gefällig?

Die Geological Society of America bietet mit ihrem Programm GeoCorpsAmerica befristete Jobs in den schönsten Nationalparks der USA. Die vorhandenen Positionen umfassen den kompletten Bereich der Geowissenschaften von Geologie, Hydrologie, Speleologie, Paläontologie, Kartierungen und mehr.
http://www.geosociety.org/geocorps/

Dienstag, 2. Dezember 2008

Ringen mit einem Velociraptor

(Skizze von Velociraptor mongoliensis, ein dromaeosaurider Theropode aus der Oberen Kreidezeit (Campanium) Asiens (Mongolei, China). Dieser Dinosaurier ist nicht derart groß wie es im Film „Jurassic Park“ gezeigt wird, sondern nur etwa zwei Meter lang und an den Hüften annähernd einen halben Meter hoch. Quelle Wikimedia Jordan Mallon.)

Ein Hersteller von Etagenbetten hatte eine wirklich reizende Idee, um seine für seine Produkte zu werben. Er stellt die Frage,, wie lange man überleben würde, wenn man zusammen mit einem Velociraptor an eines seiner Betten gekettet wäre. Erschwerend dürf´te die Tatsache sein, dass die Autoren des kleinen Quizzes, mit dessen Hilfe die Überlebenszeit ermitteln, sich vermutlich die Biester aus dem Film Jurassic Park vorgestellt haben, und nicht die echten Velociraptoren. Wie auch immer, ich haben mich gut eine Minute 19 Sekunden gehalten, bevor ich Saurierfutter wurde.

I could survive for 1 minute, 19 seconds chained to a bunk bed with a velociraptor

Created by Bunk Beds.net


Wenn man nur die Hälfte merkt...

Dümmer als erlaubt gibt sich Ray Comfort in seinem Blog, wenn er zum wiederholten Mal versucht die Evolutionstheorie zu widerlegen. Dabei hatte eigentlich alles so vielversprechend angefangen:

The contention between Darwin’s theory of evolution and the Bible’s account of creation is extremely significant. This is because if evolution is true, the Bible is a fallacy.
Welch seltener Moment des Lichts. Ja, genau. Nur eines von Beiden kann richtig sein, das Andere daher zwangsläufig nicht. Leider belässt er es nicht bei diesem kurzen aufflackern von Weisheit. Im Gegenteil, er zeigt bereitwillig, dass er von Darwin und von Evolution nicht den geringsten Schimmer hat.
Darwin theorized that mankind (both male and female) evolved in their pre-human state alongside each other over millions of years, both reproducing after their own kind before the ability to physically have sex evolved. They did this through "asexuality" ("without sexual desire or activity or lacking any apparent sex or sex organs"). Each of them split in half ("Asexual organisms reproduce by fission (splitting in half)." Ask A Scientist, Biology Archive, http://www.newton.dep.anl.gov/askasci/bio99/bio99927.htm.)
Schockschwerenot! Wo hat der nur so einen kompletten Blödsinn her? Darwin hat niemals angenommen, dass Mann und Frau sich nebaneinander entwickelt und auch nicht, dass sie sich jeweils asexuell vermehrt haben. Der Link verweits auf ein Beispiel von einzelligen Lebewesen. Menschen stammen von einer langen Linie von Vorfahren ab, die sich alle bereits sexuell vermehrten.

Leben im Weltraum

Die Frage, wieviele Planeten im Weltraum von höheren Lebewesen bewohnt werden wird durch die verstärkte Entdeckung von Planeten in fremden Sonnensystemen immer wieder neu befeuert. Aber abgesehen davon dass kein bisher entdeckter Planet überhaupt eine zum Leben günstige Größe und Umlaufbahn besitzt, könnte noch ein anderer Faktor die Entstehung von höherem Leben und schliesslich von Intelligenz stark limitieren. Vermutlich war unser System auch ein sehr ruhiges Plätzchen, zumindest für sehr lange Zeiträume. Die Staub und Gasmengen, die in vielen anderen Systemen zu beobachten sind, könnten auf häufige Zusammenstöße von Planeten und viele Einschläge von Asteroiden und Kometen hindeuten. So wird etwa der Stern Tau Ceti von 20 mal so viel Staub und Trümmern umringt wie die Sonne. Das kann dazu führen, dass auf einem potentiellen Planeten rund eihnmal in einer Million Jahren ein 10 Kilometer durchmessender Asteroid einschlägt. Ein ähnlicher Einschlag soll vor 65 Millionen Jahren das Zeitalter der Dinosaurier beendet haben. Höheres Leben oder gar Intelligenz könnte sich auf einem dieem Bombardement ausgesetzten Planeten sicher nicht entwickeln. In unserem System sorgt der Riesenplanet Jupiter quasi als Bodyguard für die Erde dafür, dass viele Trümmer das Sonnensystem verlassen bzw. auf dem Jupiter niedergehen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/297930.html

Pünktlich zu Weihnachten, der Beweis

Weihnachten naht mich macht und alle versuchen sich in aller Hektik auch noch ein wenig zu besinnen. Damit uns aufgeklärten Zeitgenossen auch leichter fällt, hat der Herr anscheinend ein klein wenig vorgesorgt. Immerhin hat er als allwissender und allmächtiger Herr schon frühzeitig realisiert, dass seine Schöpfung auch ein paar Bilder seines Wirkens bedarf, um zu glauben. Das Paradies, der Zug der Israeliten durch das Rote Meer, die Landung der Arche auf dem Berge Ararat und die Kreuzigung Jesu, all die Geschichten, die uns aus der Bibel bekannt sind, können nun durch einmalige Bilddokumente belegt werden. Tobias Maier hat die einmaligen Aufnahmen gefunden.

Montag, 1. Dezember 2008

Zillmers lustige Plattentektonik, Part 2

Kommen wir nochmal zu meinem Freund Hans-Joachim Zillmer (auch wenn es vielleicht einige hier nervt). Ich war mit seiner lustigen Plattentektonik ja noch nicht durch.

In seinem Buch "Irrtümer der Erdgeschichte" schriebselte er ja weiterhin (S. 84):

Eigentlich ist die Situation im Bereich der Spreizungszonen noch wesentlich komplizierter. An vielen Stellen des Ozeanbodens in Atlantik und Pazifik überlappen sich die mittelozeanischen Rücken um ungefähr zehn Meilen, wie Ken Macdonald und P. J. Fox (1983) in einem Artikel des anerkannten Wissenschaftsmagazins »Nature« (Ausg. 135, 13.5.1983) feststellen. Mit anderen Worten: Es liegen zwei Spreizungszonen (Risse der Ozeankruste) nebeneinander (Abb. 17). Über diese überlappenden Spreizungszentren liest man so gut wie nichts. Sie passen nicht in das klassische Bild der Plattentektonik.
Nun hatte ich mich etwas polemisch über sein Zitat ausgelassen, denn das Heft am 13. 5. gibt es bei Nature nicht, sondern nur eines vom 12. 5. 1983. Soweit, so gut, schliesslich kann sich ja jeder mal um einen Tag irren, nicht wahr? Leider ist das aber nicht der einzige Irrtum, der ihm hier unterlaufen ist. Denn der angegebene Artikel ist in dem Heft garnicht drin. Denn der fand sich im Heft vom 03. März 1983.
Das richtige Zitat ist:Macdonald, K.C. and P.J. Fox, Matters arising - Overlapping spreading centers on the East Pacific Rise, Nature 303:55-58, 1983. Es ist das Heft vom 03. Maerz 1983!
Zillmers Ironiedetektoren waren wohl mal wieder stark reparaturbedürftig, denn er schrieb in seiner Stellungnahme:

Bei so eklatanten Fehlgriffen“ schreibt Ries zuerst und dann also doch der richtige Sachverhalt?
Nun, der Fehlgriff ist das Zitat selber. Hat er nur mal wieder nicht kapiert. Oder hat er den Artikel in Wirklichkeit garnicht gelesen? Ein Verdacht, der so einfach nicht von der Hand zu weisen ist. Das werden wir gleich genauer sehen.

Ich hatte dazu geschrieben:

Allerdings geht es in diesem Artikel tatsächlich um die überlappenden Spreizungszentren und das sie (damals) eine unbekannte Erscheinung waren. Auch finden sie sich nicht "An vielen Stellen des Ozeanbodens in Atlantik und Pazifik", sondern (zumindest in diesem Artikel) nur am East Pacific Rise.
Und Zillmer geantwortet:

Was denn nun ... nur im Artikel oder in Wirklichkleit?
Was soll man dazu sagen? Entweder weiß Zillmer da mehr, weil er privat Forschungsexpeditionen zu sämtliche mittelozeanischen Rücken gemacht hat, oder er will uns hier etwas vorgaukeln. Aus dem vorgelegten Artikel jedenfalls kann er das ja nicht herleiten, denn da wurden diese speziellen Spreizungszentren nur am East Pacific Rise gefunden, einem sehr schnellen Rücken.

Aber es kommt noch besser: Ich schrieb von Versuchen, die mit Hilfe von Wachsmodellen schneller Spreizungszentren gemacht wurden, und die vergleichbare Phänomene zeigten. Und hier zeigt sich sehr deutlich, dass Zillmer seine eigenen Quellen nicht gelesen haben kann.

Er schrieb zu den Versuchen:

Wo und wann wurde der Versuch gemacht? wurden die Randbedingungen richtig berücksichtigt?
Eigentlich berechtigte Fragen, nicht wahr? Das Problem ist nur, dass die Versuche in dem Artikel beschrieben wurden, den Zillmer selber anführt. Ich habe also nichts weiter gemacht, als Zillmers Quellen zu lesen. Er anscheinend jedoch nicht.
Die Frage hätte sich also für ihn beantwortet, wenn er seine Quellen selber kennen würde.

Kommen wir zu einem kleinen Zwiegespräch von mir (schwarzer Text mit Zillmer (rot eingefügt):

Liegt vermutlich daran, das die junge Lithosphaere noch nicht rigide genug ist, um Bruchtektonik wie Transformstoerungen zu zeigen. Gerade an entlang der Spreizungszonen, also den "Geburtsorten" des Ozeansbodens befinden sich doch die Transformstörungen. Dafuer finden sich zwischen den ueberlappenden Spreizungszentren Dreh- und Scherbewegungen, wie sie auch im Modell auftraten (wie denn, wo denn, was denn?). Mit anderen Worten: Sie stellen nicht wirklich (?)die Plattentektonik in Frage, (nicht wirklich, sondern nur etwas in Frage gestellt oder wie ist das gemeint?) sind aber ein deutlicher Hinweis darauf, wie wenig wir über die Vorgänge selber wissen (genau!) und damit ein Ansporn für zukünftige Generationen von Geowissenschaftlern.
Dazu bleibt mir anzumerken: Nein, die Transformstörungen liegen nicht entlang der Spreizungszonen, sondern quer dazu.



Auf jeden Fall hätte Zillmer beim aufmerksamen Lesen seiner Quelle festgestellt, dass seine Bemerkung

Eben, wenn man keine Erklärung hat, ist das eben ein Probelm, wie in „Irrtümer der Erdgeschichte“ richtig dargestellt wurde. Die angesprochenen Probleme werden zu einem Umdenkungsprozess führen.
So nicht ganz haltbar ist. Denn der Artikel liefert eine experimentell abgesicherte Erklärung für den Feldbefund.

Und wenn Zillmer sich etwas Mühe bei seinen Recherchen gegeben hätte, dann währe ihm nicht entgangen, das diese überlappenden Spreizungszentren sich in Lehrbüchern zur Geodynamik finden lassen, so zB. Lliboutry (2000). Aber das hätte sicher Arbeit gemacht und den schönen Eindruck, dass hier die Geowissenschaftler etwas totschweigen wollen, verwässert. Dazu hatte Zillmer angemerkt:

Wenn man selbst wissenschaftliche Quellen angibt und zwar für jede Behauptung in „Irrtümer der Erdgeschichte“, dann entpuppt sich die Kritik von Ries wiederum und zum wiederholten Mal als pure Polemik. Ob etwas unter wenigen Spezialisten (in einem geschlossenen Zirkel) diskutiert wird oder offiziell und allgemein ist ein gewaltiger Unterschied. In der „Familie“ diskutiere man das u.U. schon, nur nicht außerhalb: Es könnte jemand merken , dass etwas ganz und gar nicht stimmt! Pure Logik - scheinbar nicht gerade die Stärke von Ries - zwingt dazu, dass überlappende Spreizungszonen dem Modell von langgestreckter Spreizungszonen - als Geburtsort der Ozeankruste - nach dem Plattentektonikmodell und augenscheinlich auch von Spreizungszellen widersprechen. Oder man ist gezwungen andere Erklärungsmuster zu finden, wie ja Ries auch indirekt zugibt.
naja, das mit den Quellen sollte Zillmer vielleicht noch mal ein wenig üben. Sah ja schon etws merkwürdig aus, wenn die Angaben nicht stimmen und der Inhalt anscheinend unbekannt ist.
Was das "im geschlossenen Zirkel" diskutieren angeht: Das Buch, das ich nannte, ist ein frei käufliches Lehrbuch. jede, aber auch wirklich jeder kann es erwerben. Scheint mir also ein sehr gut geschütztes Geheimnis zu sein, was darin geschrieben steht.

Dass Zillmer auch bei weiteren Ausführungen zur Plattentektonik nicht gerade von Ahnung getrübt wird, zeigt er gerne:

Ries schreibt hier vorsätzlich und wissentlich (falls er mein Buch überhaupt gelesen hat) Falsches. Denn nirgendwo wird von mir behauptet, dass der riesige „Gesteinsbrocken“ oder ein Kontinent in der Subduktionszone hinabtauchen soll. Im Gegenteil, da man außer dem Szenario einer die Ozeankruste verschluckende Subduktionszone kein alternatives Szenario (außer die von mir beschrieben, aber offiziell nicht anerkannten Erdkatastrophen) hat, frage ich: Ob sich die Subduktionszone nicht an diesem riesigen Happen verschlucken würde (Seite 86). Ries gibt meiner Argumentation recht! Schau an.
Wenn er richtig gelesen hätte, wäre ihm aufgefallen: Ich habe ihm nicht recht gegeben. Und seine Fragestellung ist falsch. Schließlich hatte er doch die Frage gestellt (auch wenn er es jetzt gerne leugnen will), ob ein Kontinent (!) überhaupt versinken kann. Und diese Frage stellt sich nach der Theorie der Plattentektonik nicht. Abgesehen davon widerspricht sich der Gute ständig selber, ohne es zu merken.

Er hatte in seinem Werk von sich gegeben:
Amerikanische Wissenschaftler der Southern Methodist University in Dallas (Texas) haben einen riesigen festen Brocken im Erdmantel gefunden. Die Geophysikerin Ilena Madalina Tibuleac veröffentlichte in dem Wissenschaftsmagazin »Science« die Meldung (BdW, 23.3. 1999), dass ein riesiger Koloss mit einem Durchmesser von 130 Kilometern und einer Höhe von 600 Kilometern in einer Tiefe von 800 Kilometern unter der Erdoberfläche entdeckt wurde (Abb. 18). Er scheint langsam in Richtung Erdkern zu sinken. »Allerdings ist noch völlig unklar, wie er sich bewegt« (»IIW«, 4/1998, S. 25). Die Forscher glauben, dass der Brocken aus der so genannten Subduktionszone im Erdmantel stammt. Natürlich muss man dies im Sinne der Theorie von der Plattentektonik so annehmen, denn falls man keine katastrophischen Umstände berücksichtigt, gibt es eben keinen bekannten oder theoretischen Prozess, der einen massiven Brocken mit einer Länge von mehreren hundert Kilometern in die Tiefe der Erdkruste bewegen könnte. Woher stammt ein solch großer Brocken eigentlich? Er ist doch sicher kein Produkt der Spreizungszone, denn die produziert höchstens acht Kilometer dicken Ozeanboden, wenn überhaupt.
ich hatte entgegnet:

Auch hier zeigt sich, das Zillmer von der kritisierten Theorie keine Ahnung hat. Zwar ist die ozeanische Kruste nur rund 5 - 6 Kilometer dick, aber subduziert wird in einer Subduktionszone erheblich mehr als nur sie. Denn subduziert wird die gesamte Lithosphärenplatte, dazu gehört neben der ozeanischen Kruste auch noch ein grosser Teil des oberen Erdmantels (Anmerkung 2). Diese Lithosphäre kann erheblich mächtiger sein als die reine Kruste. Die Dicke nimmt dazu noch vom Ruecken (frisch gebildet nur etwa 1-2 km maechtig) weg zu. Nahe dem Ruecken betraegt sie schon 60 km, unter aelterer ozeanischer Kruste kann sie sogar Maechtigkeiten von 120 - 140 km erreichen. Damit sind die Abmessungen des "Brockens" schon mal nicht mehr ganz so rätselhaft. Und es wird auch klar, warum alte Lithosphärenplatten im Mantel absinken können. Bestehen sie doch nur zu einem geringen Teil aus ozeanischer Kruste mit rund 3,0 g/cm3, der Rest ist kalter oberer Erdmantel mit 3,3 g/cm3. Je mit zunehmendem Alter wird die Platte also kälter und dicker und damit auch schwerer als der heissere Erdmantel darunter.
Eine andere faszinierende Geschichte hier ist, dass der Originalartikel mal wieder nicht unbedingt dazu angetan ist, Zillmers Hypothesen zu stützen.

Tibuleac, I.M, Herrin, E. (1999) Lower Mantle Lateral Heterogeneity Beneath the Caribbean Sea. Science, 285 p. 1711-1715.

Das Heft ist vom 10. September 1999, was mich bei den verwendeten Sekundärzitaten (BdW 23.3.99, IlW 4/1998) von Zillmer doch etwas staunen laesst. Liegt hier ein Fall von Zeitreise oder Hellseherei vor? Möglicherweise wäre Zillmer doch so manche Rätselei erspart geblieben, wenn er sich mal den Originalartikel zu Gemüte geführt hätte.

Seine Antwort war:

Es ging hier nicht um in der Subduktionszone verschluckte Kontinente, sondern um den weiter unten diskutiertem Brocken mit 600 Kilometern Länge und 130 Kilometer Höhe in 800 Kilometer Tiefe. Die von mir diskutierte Frage war, wie dieser riesige Brocken dorthin kommen kann? Ries reißt hier etwas aus dem Gesamtzusammenhang und stellt es in einem anderen total falsch interpretierten Zusammenhang. So jemand stellt sich auch noch als seriöser Wissenschaftler selbst dar. Ein Treppenwitz!
Nun verliert der Gute ein wenig die Contenence. Abgesehen davon: Die Länge ist nicht weiter aufregend. die Höhe vielleicht. Aber nur, wenn man vergisst, dass in den Subduktionszonen nicht nur die ozeanische Kruste, sondern die Lithosphäre versinkt. Und die ist 120 bis 140 Kilometer mächtig. Und das unterschlägt Herr Zillmer hier seinen Lesern. Mit anderen Worten: Er will eine These widerlegen, die so nicht existiert. Er fackelt lieber ein Strohmännchen ab, anstatt sich mit den Stärken und Schwächen der Theorie auseinander zu setzen. Letzteres wäre seriös.

Aber er hat jetzt recht, es soll nach aktuellen Vorstellungen etwas mehr als die Ozeankruste (Lithosphäre) verschluckt werden. Die Gesteinszungen in den „Subduktionszonen“ sind aber nicht dick genug für massige Lithosphöärplatten-Verschluckuingen – siehe Skizze auf Seite 60 (aus Berkhemer: „Grundlagen der Geophysik“)
Auf einmal bekomme ich recht, und das bei Dingen, bei denen er eben noch ad hominem polterte? Es scheint ihn ein wenig zu verwirren. Und ob modellhafte Skizzen als Beleg gegen Subduktion gelten können, lasse ich mal so dahingestellt. Die Wadati-Benioff-Zonen lassen sich seismisch nachweisen. Wer immer etwas gegen das Modell Subduktion hat, muss hier mit einer wirksamen Erklärung ran. Da hilft nichts.



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