Mittwoch, 7. Januar 2009

Leitgeschiebe: Paskallavik Porphyr

(Paskallavik-Geschiebe am Strand bei Rerik, Mecklenburg-Vorpommern. Eigene Aufnahme, CC-SA 3.0)

Der Paskallavik-Porphyr ist ein relativ auffälliges Gestein, besonders im angefeuchtetem Zustand. Es sieht für mich immer ein bisschen so aus wie eine Blutwurst. Eines der charakteristischen Merkmale, die er mit anderen Smaländer Porphyren teilt sind die Einsprenglinge aus Quarz, die, wie in dem obigen Bild zu erkennen, oft bläulich gefärbt sind. Sie können aber auch grau sein. Die anderen Einsprenglinge sind Kalifeldspäte, die bis zu 3 cm groß werden können und eine abgerundete vierkantige Form, einer Fernsehröhre nicht unähnliche Form haben. Sie sind zumeist hellbraun bis gelblichbraun gefärbt und zeigen oft eine Zonierung. Dabei zeigen die Ränder eine hellere Färbung als die Zentren und bestehen aus Plagioklas. Die Grundmasse des Porphyrs ist feinkörnig, man kann einzelne Körner darin mit Hilfe einer Lupe erkennen. Ihre Farbe variiert von graubraun, braunviolett bis schokobraun und enthält oft kleine Biotite.
Die Feldspateinsprenglinge können eingeregelt sein, wenn der Porphyr gerichtetem Druck ausgesetzt worden ist. Dann sind die großen Feldspäte auch oft zerbrochen.
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