Freitag, 20. Februar 2009

Jeder achte Lehramtsstudent zweifelt an der Evolution

Man mag es kaum glauben, aber eine Umfrage unter den Lehramtskandidaten (also die zukünftigen Lehrer!) hat erschreckender Weise ergeben, dass jeder achte von ihnen an der Theorie der Evolution zweifelt und damit auch daran, das Menschen und Schimpansen gemeinsame Vorfahren haben oder dass alles Leben auf der Erde vor rund 3,6 Milliarden Jahren entstand. Und das daran nicht immer Religiöser Eifer die Schuld trägt, sondern ein viel zu naives Verständnis von Wissenschaft. Irgendwie will es nicht in meinen Schädel, dass Abiturienten in unserem land allem Anschein nach keinen blassen Schimmer haben, wie Wissenschaft funktioniert. Aber wie sollen sie auch, wenn auch ihre zukünftigen Lehrer dieses Basiswissen einer Wissen(schafts)gesellschaft während ihres Studiums vermittelt bekommen? Da wird Land auf und Land ab darüber geredet, wie man unsere zukünftige Elite besser machen kann. Hier wäre ein lohnender und wohl notwendiger Ansatz dafür. Abgesehen davon, dass ein Basiswissen über die wissenschaftliche Methode sicher auch so manchem esoterisch-religiösen Geschwurbel (Und Kreationismus ist meiner meinung ein solcher!) den garaus machen würde; Das Wissen darum, was Wissenschaft ist, und wie sie funktioniert, und auch darüber, was sie eben nicht kann, halte ich für die grundlegende Fertigkeit in einer immer komplexer werdenden Welt.
Künftige Lehrer zweifeln an Evolution
KÜNFTIGE BIO-LEHRER:"Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen"
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