Donnerstag, 12. März 2009

7000 Jahre alte Einbäume verloren?

Es war eine kleine Sensation vor rund sieben Jahren, als beim Bau eines Regenrückhaltebeckens in Stralsund einige gut erhaltene Einbäume gefunden wurden. Zwei der drei Wasserfahrzeuge stammten Datierungen zu Folge aus der zeit 5000 v. Chr, das Dritte war rund 1000 Jahre jünger. Als die ältesten Wasserfahrzeuge des Ostseeraumes wurden sie bezeichnet. Allem Anschein nach hat eine unglückliche Verkettung von Inkompetenz und Sparzwang in den seit dem Fund vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Einbäume nicht nur nicht Fachgerecht gelagert wurden, sondern auch die Notwendige Konservierung nicht unternommen wurde. Anstatt das Holz der Funde feucht zu halten, ließ man es austrocknen, was letztlich zu einem Totalverlust der Funde führte. Jetzt wird fleißig der Schwarze Peter hin und her geschoben. Dabei sollte es eigentlich außer Frage stehen, dass man nur Funde birgt, die man auch erhalten kann. Und wenn man einen Fund bergen muss, um ihn vor Baumaßnahmen zu schützen, dann sollte man sich auch um eine Erhaltung kümmern. Denn sonst hat die Bergung herzlich wenig Sinn gehabt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,612716,00.html
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