Montag, 30. März 2009

Baumartige Plumes?

Mantle Plumes werden in unseren Lehrbüchern immer wieder als pilzförmige Gebilde beschrieben, in denen heißes material aus den Tiefen der Erde bis kurz unter die Erdkruste aufsteigt, um darüber einen Hot-Spot Vulkan zu bilden. Möglicherweise ist das Bild eines Pilzes aber nicht so gaz zutreffend, und besser wäre es vieleicht, sich eine Art Baum virzustellen, bei der im oberen bereich verschiedene Äste vom Hauptstamm agzweigen. Das jedenfalls würde erklären, warum vulkanische gesteine im Atlas-Gebirge die selbe geochemische Signatur zeigen wie die Gesteine des Kanarischen Archipels. Dort, unter dem nordwestlichen Ende der Inselkette befindet sich heute der aktive Teil des Hot Spots, ders eit rund 70 Millionen Jahren seine Spuren in der Kruste hinterlässt. Diese Spur lässt sich verhältnismäßig leicht verfolgen und geht eindeutig nicht in Richtung des Atlas Gebirges. Darum sit die geochemische Verwandschaft auch nur schwer mit den herkömmlichen Vorstellungen in Einklang zu bringen. Ein verästelter Plume, der mit seinen Ästen auch weiter neben seiner eigentlichen Spur Vulkanismus auslösen kann, wäre eine mögliche Erklärung.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,615895,00.html
http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/tunnel_nordwest_afrika_kieler_meeresgeologen_129923.html
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