Montag, 27. April 2009

Die Steine von Ica

Diese Steine von Ica tauchen nicht nur in der Literatur amerikanischer Kreationisten auf, sie spielen zunehmend auch in der deutschen Paläo-SETI Literatur eine Rolle und sie finden sich natürlich auch bei Zillmer. Angeblich soll die schiere Zahl der Steine, 12 000, ein Beleg dafür sein, das sie nicht gefälscht sind. Ein einsamer Fälscher würde bei 12 Stunden arbeit pro Tag 80 Jahre zu tun haben. Wenn nun aber mehrere Leute damit beschäftigt wären, sähe das natürlich schon wieder ganz anders aus.

Entdeckt wurden die Steine durch den peruanischen Arzt Dr. Javier Cabrera Darquea, der den ersten dieser Steine als Bezahlung von einem Farmer erhielt. Angeblich soll dieser Stein einen Pterosaurier gezeigt haben und Dr. Cabrera nahm auch weiterhin Steine mit Ritzzeichnungen entgegen. Nach Darstellung des Finders sollen die Steine in einer Höhle gefunden worden sein, nur hat niemand diese Höhle mit ihren angeblichen 50 000 bis 100 000 Steinen je untersuchen können, noch ist Außenstehenden ihre Lage bekannt. Jedoch werden in Ica heute von vielen Einwohnern derartige Steine hergestellt und an Touristen verkauft. Sogar der Finder der ersten angeblich echten Steine soll gegenüber den peruanischen Behörden zugegeben haben, die Steine nicht in einer Höhle gefunden, sondern selbst gemacht zu haben. Befürworter der Echtheit der Steine meinen, aus Angst vor den peruanischen Gefängnissen, da er ja archäologische Kulturgüter an Touristen verkauft hatte. Wie dem auch sei, bislang gibt es für eine Echtheit der Steine nicht den geringsten Beleg. Überhaupt gibt es noch weitere Probleme mit den Steinen. So soll ein Stein nach Dr. Cabrera einen bereits vor 5 Millionen Jahren ausgestorbenen Fisch zeigen. Allerdings konnte bislang nicht herausbekommen werden, um welchen Fisch es sich handelt und woran Dr. Cabrera den Fisch erkannt hat. Und das wäre sicher mal interessant zu erfahren.
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