Montag, 6. April 2009

Klimaoptimum im Mittelalter

Im Mittelalter war es in Europa durchaus wärmer als heute. In dem Zeitraum der grob von 1000 bis 1200 dauerte, konnten die Wikinger Grönland dauerhaft besiedeln und Weinanbaugebiete bis weit nach Osteuropa ausgedehnt werden. Gleichzeitig zogen sich auch die Alpengletscher weit zurück. Beendet wurden diese Zustaände von der so genannten "Kleinen Eiszeit", die erst gegen 1850 zu Ende ging. Der genaue Mechanismus dieses Klimaphänomens ist noch nicht vollständig verstanden, aber im Gegensatz zu dem Klimawandel, dem wir uns heute gegenübersehen, war dieser nur auf Europa beschränkt. Auch wenn viele Klimaskeptiker dieses vorindustrielle Klimaoptimum gerne als Beleg gegen eine Beteiligung des Menschen an der gegenwärtigen heranziehen. Für die mittelalterlichen Temperaturen war die Nordatlantische Oszillation verantwortlich (ebenso wie für die nachfolgende "Kleine Eiszeit").
Trouet, V. et al.: Persistent Positive North Atlantic Oscillation Mode Dominated the Medieval Climate Anomaly. In: Science 324, S. 78-80, 2009.
http://www.spektrumdirekt.de/artikel/987949
Kommentar veröffentlichen
Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
Creative Commons License
Amphibol Weblog von Gunnar Ries steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.