Donnerstag, 2. April 2009

Kohlendioxid Einlagerung

In den Diskussionen um den Klimawandel und um die Senkung der Kohlendioxid Emissionen kommt es immer wieder zu der Frage, ob man das ganze Kohlendioxid nicht einfach wieder unter die Erde bringt und in den ehemaligen Lagerstätten von Öl und Gas endlagert. Dort, so die Hoffnung, soll es für geologisch lange Zeiträume aus der Atmosphäre herausgehalten werden und den anstehenden Klimawandel zumindest verzögern. Kritiker halten dem entgegen, dass das Verhalten des Gases in der Tiefe nicht bekannt sei, und damit auch nicht der zeitraum, über den es dort unten gebunden bleibt. Neuere Untersuchungen einer Arbeitsgruppe um Stuart Gilfillan von der Universität Manchester haben jetzt gezeigt, dass Kohlendioxid aus Erdgasvorkommen über zwei Wege dauerhaft in der Tiefe gebunden wird. Einmal über die Lösung in den Porenwässern des Gesteins und einmal über die Neubildung von Karbonat. Letzterer Mechanismus kommt hauptsächlich bei silikatischen Speichergesteinen zum tragen, während bei karbonatischen Speichergesteinen die Löung die Hauptrolle spielt.
Gilfillan, S. et al.: Solubility trapping in formation water as dominant CO2 sink in natural gas fields. In: Nature 458, S. 614-618, 2009.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/302128
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/987647
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