Mittwoch, 15. April 2009

Mein Gott Walter! Bischof Mixa und der Atheismus

Da hat der alte Bischof Walter Mixa mal wieder abgrunddtief in die Toilette gefasst. Verbal zumindest. Für ihn, den gestandenen Kirchenmann ist nicht nur der Atheismus die Hauptursache an Nazionalsozialismus und Kommunismus nebst deren Verbrechen, nein, es sind natürlcih auch die Christen, welche die Hauptopfer sind und welche besonders unter der Verfolgung zu leiden hatten. Nun, irgendwie ist mir zumindest letzteres etwas anders aus dem geshichtsunterricht und aus diversen Quellen bekannt gewesen.
Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet. Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden“
Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang mal en all diegewalttaten erinnern, welche anderen Menschen, bevorzugt Atheisten und Andersgläubigen, im Namen Gottes und der Kirche angetan wurden. Da müssen wir weder nur nach Südamerika schauen noch Giordano Bruno als Zeugen bemühen, der für seine Überzeugung und sein Eintreten für das, was sich später zu der uns heute bekannten Wissenschaft entwickeln sollte, von der Inquisition auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde. Noch sollten wir al die religiös motivierten progrome gegen die jüdischen Bevölkerungsgruppen verschiedener deutscher Städte vergessen, welche den Hintergrund für das bildeten, was in den Jahren 1933 bis 1945 in deutschland und den besetzten gebieten ablief. Ohne diese wäre der Holocaust so sicher auch nicht abgelaufen. Die Kirche und ihre Vertreter haben über all die Jahrhunderte fleissig mitgehetzt. Und die Katholische Kirche (andere genauso, aber hier geht es ja um Herrn Mixa) hat dem Katholiken Hitler auch nicht besonders deutlich die Meinung gesagt, oder versucht, die Greueltaten der nazis in deutlicher Weise zu unterbinden. Manche der kleinen Vorstöße, die sich der damalige Papst Pius XII geleistet hat, sind nichts als bessere Kosmetik. Udn was mich genauso aufregt wie die moralische Selbstünberhöhung (ohne jegliche Grundlage) des Chrsten Mixa ist die pauschale verunglimpfung aller Nichtgläubigen. Auch Atheisten können sich an humanistische Ideale halten. Die Ablehnung eines Gottes ist nicht gleichzusetzen mit der Ablehnung ethischen Verhaltens. Genausowenig wird ethisches Verhalten erst durch die Autorität eines Gottes möglich. Hier unterliegt der Bischof einem Trugschluss. Ich bin aber gerne gnädig mit ihm. Vielleicht hat ihm der viele Weihrauch zum Fest auch ein wenig die Sinne vernebelt.
Mixas Atheisten Predigt empört Nichtgläubige

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