Dienstag, 7. April 2009

Raubzug im Internet - wie gewisse Medien Privatfotos im Internet stehlen

Ich hatte ja schon einmal anlässlich des Amoklaufes von Winnenden darüber lamentiert, dass manche Medien sich gerne in den einschlägigen Communities des Web 2.0 bedienen, ungeachtet der rechtlichen Situation oder des Urheberrechtes. Das Blatt mit den vier Buchstaben ist da kein Einzelfall. Unter gegebenen Umständen wird gerafft, was das Zeug hält und auf nachfrage dann erklärt, dass das öffentliche Interesse über den Interessen der betroffenen Menschen steht. Rechtlich ist diese Vorgehensweise mehr als nur angreifbar, aber es wird darauf gesetzt, dass die betroffenen Menschen dafür weder die Kraft oder das nötige Durchhaltevermögen haben. Und außerdem ist eine mehrfache Verwendung eh nicht geplant, der Gewinn durch Auflagensteigerung / TV-Quote übersteigt eventuelle Strafen und Schmerzensgeldzahlungen. Vielleicht kann der Beitrag des NDR-Magazins Panorama hier deutlich machen, welche Risiken mit einer Veröffentlichung privater Inhalte im Internet verbunden sind. Auch, wenn man mit den eigentlichen Ereignissen nichts weiter zu tun hat, als das selbe Hobby oder den Namen. Gedanken, die auch mir kommen, wenn ich meine Bilder unter freien Lizenzen in das Netz stelle.
Raubzug im Internet - Wie Medien Privatfotos stehlen; Panorama vom 26. März 2009
Kommentar veröffentlichen
Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
Creative Commons License
Amphibol Weblog von Gunnar Ries steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.