Wenn ein feinkörniges Sedoiment sich unter Wasser, zum Beispiel in einer Pfütze, abgelagert wurde, anschliessend trocken fällt, veringert es dabei sein Volumen. Dabei muss es noch nicht einmal aus quellfähigen Tonmineralen bestehen. Es genügt schon alleine die Kraft der Oberflächen spannung des Wassers, um dieses Phänomen zu bewerkstelligen. Bei einer Temperatur von 20 °C beträgt sie 72,75 mN/m. Das Wasser möchte seine Grenzfläche zur Luft verkleinern und dieser Druckunterschied verursacht einen kapillaren Aufstieg des Wassers zur Sedimentoberfläche. Dort werden die Sedimentpartikel meniskusartig zusammengezogen und verbogen. Dabei ist die Schrumpfung um so größer, je kleiner die Kapillaren im Sediment sind. Daherw erden feinkörnige sedimente stärker schrumpfen als gröbere. Bei Vorkommen von quellfähigen Tonmineralen wie zum Beispiel Smectit wird die Schrumpfung noch zusätzlich verstärkt.
Mittwoch, 29. April 2009
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