
Als Geognost treibt man sich ja auch öfter mal in Kiesgruben herum. Normalerweise stelle ich dabei den nordischen Geschieben nach, aber so am Rande liegende sedimentäre Strukturen reizen auch immer wieder zum fotografieren. So wie in diesem Fall, wo ein Zopfstrom bzw. ein verflochtener Fluss in mein Auge fiel. Diese Flussform findet man recht häufig in Hochgebirgen, immer dort, wo neben einer hohen Sedimentfracht auch eine rasche Verringerung des Gefälles auftritt. Dadurch kann das Wasser die Sedimentfracht nicht mehr transportieren und fängt an, sich selber den weg zu blockieren. Die einzelnen Flussläufe mäandrieren zwischen Prallhang und Gleithang, sie verändern sich nach Flutereignissen oftmals drastisch. Nimmt das Gefälle noch stärker ab, bildet sich ein mäandrierender Fluss.







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