Montag, 15. Juni 2009

Blog-Teleskop #28

Florian hat mir die Ehre übertragen, das aktuelle Blog-Teleskop zu halten. Da will ich also mal Hammer und Lupe beiseite legen und den Blick vom Boden in Richtung Himmel schweifen lassen. Ma sehen, was man als Geognost von den Himmelsguckern so erkennen kann.

Fangen wir doch mal frech mit Florians eigenem Blog an. Bei astrodictum simplex ging es unter anderem zuletzt um nicht weniger als die Zukunft unseres Sonnensystems. Ein Thema, das die weltuntergangsverliebte Boulevardpresse schon längst aufgegriffen und in teilweise (der üblichen) sinnverdrehenden Manier ausgeschlachtet hat. Gut das man auf den SciBlogs ein paar Fakten nachlesen konnte.

Ein weiterer Themenkomplex war wohl die Diskussion innerhalb der Sciblogs über den Wert und den möglichen Nutzen der Grundlagenforschung. Da hatte ich ja auch mein kleines Süppchen mitgekocht (hier, hier und hier).

Noch etwas aktuelles: Sowohl bei astrodictum simplex als auch bei cosmic variance wurde die These diskutiert, ob der bislang immer noch ungeklärte Absturz des Air France Airbus auf eine Kollision mit einem Meteoriten zurückzuführen sein könnte. Immerhin sich ja auch schon etliche Häuser und Autos (und soweit ich weiß ein Schiff) von Meteoriten getroffen worden. das Ergebnis finde ich beruhigend. Der Himmel jedenfalls fällt uns nicht auf den Kopf. Was aber genau die Maschine nun vom Himmel hat fallen lassen, ist nach wie vor ungeklärt und daher Gegenstand vieler mehr oderw eniger qualifizierter Spekulationen. Bei Alles was fliegt gibt es einen etwas erhellenderen Blick auf die vielen Thesen im Raum

Dafür wird die japanische Raumsonde Hayabusa ihr Ende bei einer (gewollten) Kollision mit ihrem Heimatplaneten finden. Die Mondsonge Kaguya hat ihr Ende bereits im Staub unseres Trabanten gefunden, mit dem entsprechenden Echo in der Blogosphäre (Go for Launch, Alles was fliegt, Hinterm Mond gleich links, Skyweek zwei punkt null, Solscape)
Ferner wurde möglicherweise der erste Exoplanet außerhalb unserer eigenen Galaxis entdeckt und Fermi -Probleme angegangen, wie man richtig schätzt. Mit welchen Methoden man den fremden Welten auf die Schliche kommen kann, wird hinterm Mond gleich links erklärt.

Unsere Verschwärungstheorietiker, die auf den NASA Bildern gerne alles mögliche sehen, hatten die letzten Wochen auch wieder viel zu schnattern. Besonders eine Zeitung mit vier Buchstaben konnte nicht anders, als den rätselhaften Fund eines Totenschädels auf dem Mars zu präsentieren. Nanu? Können die Marsmenschen nicht mal ihre Gebrauchten wegräumen? Alles was fliegt hat sich mal näher mit dem vorgeblichen Fund beschägtigt.

Nebenbei wurde das Internationale Jahr der Astronomie ein halbes Jahr alt. Zeit also, eine Zwischenbilanz (hier auch bei Skyweek zwei punkt null)) zu ziehen.

Bei Solscape war auch der rätselhafte Schrumpfprozess des Roten Überriesen Beteigeuze eine Meldung.

Uhura Uraniae beschäftigt sich auch mit den Begriffen Hobby-, Amateur-, und Profiastronomie.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich Erdmuckel alles richtig gemacht habe und nichts wichtiges übersehen wurde...







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