Die Zopfströme hatte ich ja schon im Modellmaßstab in der Kiesgrube bei Malente gefunden. Die Grube liegt direkt im bereich eines Sanders der letzten Eiszeit, und auch damals konnte man Zopströme dort finden, aber um einiges größer. Besonders im Sommer dürfte der Gletscher große Wassermassen freigesetzt haben, die dann auch die nötige Kraft aufbrachten, die alten Sedimente des Sanders abzutragen und neue Sedimente aus dem Gletscher herauszuspülen. Dabei konnten auch größere Blöcke sein, so wie auf dem obigen Foto, wo der große Stein rund 20 Zentimeter länge zeigte. Wie man erkennen kann, zerschneidet das Kiesband die älteren, feinkörnigeren Sande (die teilweise selber eine Kreuzschichtung zeigen) relativ gerade. Die gröberen Klasten sind in der Mitte abgelagert, während das Band nach oben wieder feinkörniger wird. Vermutlich hat alsi irgendwann die Kraft des Wassers nachgelassen. Eventuell weil es gegen Herbst wieder kälter wurde und der Gletscher weniger Schmelzwasser anlieferte.
Montag, 8. Juni 2009
Geo-Foto: Kiesbänder
Die Zopfströme hatte ich ja schon im Modellmaßstab in der Kiesgrube bei Malente gefunden. Die Grube liegt direkt im bereich eines Sanders der letzten Eiszeit, und auch damals konnte man Zopströme dort finden, aber um einiges größer. Besonders im Sommer dürfte der Gletscher große Wassermassen freigesetzt haben, die dann auch die nötige Kraft aufbrachten, die alten Sedimente des Sanders abzutragen und neue Sedimente aus dem Gletscher herauszuspülen. Dabei konnten auch größere Blöcke sein, so wie auf dem obigen Foto, wo der große Stein rund 20 Zentimeter länge zeigte. Wie man erkennen kann, zerschneidet das Kiesband die älteren, feinkörnigeren Sande (die teilweise selber eine Kreuzschichtung zeigen) relativ gerade. Die gröberen Klasten sind in der Mitte abgelagert, während das Band nach oben wieder feinkörniger wird. Vermutlich hat alsi irgendwann die Kraft des Wassers nachgelassen. Eventuell weil es gegen Herbst wieder kälter wurde und der Gletscher weniger Schmelzwasser anlieferte.
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