Die Venus wird ja gerne als eine Art Schwesterplanet der Erde angesehen, weil sie unserer Heimat in vielerlei Hinsicht recht ähnlich ist. Ihre Oberfläche wusste sie aber bislang gut vor neugierigen Blicken zu verbergen. Erst mit Hilfe von Radarstrahlen und Infarotaugen aus Raumsonden konnte ein Blick hinter die Kulisse ihrer Wolken unternommen werden. Ein Beispiel ist die Sonde Venus Express, welche den Planeten seit 2006 umkreist und seither den Planeten erkundet. Ihre Spektraldaten stützen die Hypothese, dass es auf der Venus kontinentähnliche Strukturen geben könnte und geben Hinweis auf das Vorhandensein von differentierteren Gesteinen wie beispielsweise Granit. Ist Granit tatsächlich vorhanden, könnte das ein Hinweis auf plattentektonische Prozesse auf der Venus sein. Auf der Erde entsteht der größte Anteil der granitischen Gesteine durch die Wiederaufschmelzung von Basalten im Rahmen der Subduktion basaltischer Gesteine der Ozeankruste. Da auch Wasser bei der Entstehung von Granit eine große Rolle spielt, könnte darin auch ein Hinweis auf eine kühlere und feuchtere Vergangenheit des Planeten gesehen werden.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/305304
http://www.esa.int/esaCP/SEMUQCLXOWF_index_0.html
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