Mittwoch, 16. September 2009

Atommüll und die Asse

Bei Lichte betrachtet erscheint es fast als absurd, warum ausgerechnet ein ausgelutschtes Saltbergwerk wie Asse II als erstes "Forschungsbergwerk" zur Atmmüllendlagerung herhalten musste. Ein Grund war vermutlich, das der Bund das Teil fast geschenkt bekam, weil der Betreiber es los werden wollte, und weil man den zukünftigen Atomkraftwerksbetreibern irgendwie glaubhaft machen musste, man hätte das Endlagerproblem bereits gelöst. Denn entgegen der landläufigen Meinung waren die zu Anfang wohl reichlich skeptisch gegenüber der Atomkraft und der sicheren Endlagerung des daraus entstehenden Mülls. Wenn man dem Artikel von Roland Kirbach in der Zeit (das Lügengrab) folgt, war Asse von Anfang an als Endlager und nicht, wie man der Bevölkerung glauben machte, als Forschungsbergwerk geplant. Eine krude Mischung aus Überschätzung, Dreistigkeit und dem verdrängen von Gefahren gepaart mit Lügen führte zu der heutigen Situation, den es kam, wie es kommen musste. Asse war als Endlager absolut ungeeignet. Und so wie ich die Sache sehe, hätte man das auch schon von Anfang an wissen können. Die Fakten lagen ja bereits auf dem Tisch.
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