Freitag, 25. September 2009

Die Bullshit-Kultur

Steuern wir auf eine "Bullshit-Kultur zu, weil kritisches und wissenschaftliches Denken in der Schule einfach keinen Raum bekommt? Wie sonst sollen wir als mündige Bürger eines demokratischen Gemeinwesens Fakten von "BS" unterscheiden? Wir erlernen einfach nicht mehr, uns vor Selbsttäuschung und noch viel wichtiger, vor Täuschung zu schützen. Ich denke, das gilt nicht nur für die Schweiz, wo die Kolumne von Patrik Etschmayer, auf die ich mich hier beziehe, erschienen ist. Auch hier in Deutschland wird es zunehmend wichtig, die richtigen Fragen zu stellen.Wir dürfen uns nicht von Populisten, Scharlatanen und mächtigen Interessengruppen mit "BS" abspeisen lassen.

Die BS-Kultur
von Patrik Etschmayer / Donnerstag, 24. September 2009

Es gibt Ausdrücke, die finden in der deutschen Sprache einfach keine Entsprechung, obwohl wir sie so sehr bräuchten. «Bullshit», fürderhin einfach als «BS» abgekürzt, um sensiblere Naturen vor dem Anblick dieses Wortes zu schützen, ist so einer. Dieses Wort, das vor allem in den USA gebräuchlich ist, wird für Dinge verwendet, die völliger Kokolores sind, aber von gewissen Gruppen als wahr, richtig oder gar wichtig dargestellt werden.

Beispiele sind (und diese unvollständige Aufzählung wird bei einigen Lesern nun rote Köpfe verursachen): Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten, Handauflegen, Akupunktur, Hellseher, Geistheiler, Ufo-Entführungen, Löffelverbiegen und allerlei Religionen. Doch auch in der Klimadiskussion, der Gentechnikdebatte und vielen anderen politischen Themen wird fleissig BS serviert und von der Öffentlichkeit vielfach als Fakt geschluckt, ohne zu bemerken, dass die Argumente die Qualität von Stierexkrementen haben.

Die BS-Kultur, Nachrichten.ch

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