Seit September 2007 ist in Staufen im Breisgau buchstäblich die Erde in Bewegung. Damals, im Spätsommer 2007 hatte man mit Bohrungen begonnen, um das Rathaus der Stadt mit Erdwärme beheizen zu können. Nett gedacht, aber bei den Bohrungen hat man wohl eine Anhydrit-führende Schicht (Gipskeuper) durchteuft und in Kontakt mit Wasser gebracht. Mit Wasser aber entstaht Gips, und das ist mit einer Volumenzunahme verbunden. Als Folge hebt sich der Boden und beschädigt die Häuser in der Altstadt. Vielleicht hätte einfach mal jemand auf die geologische Karte schauen sollen? Oder auch nur im Leitfaden zur Nutzung der Erdwärme in Baden-Württemberg. Jetzt hat der Satellit TerraSAR X das Deformationsmuster des Bodens aufgenommen. Gut zu erkennen ist dabei die Hebung des Bodens in der Altstadt von Staufen um 3 Zentimeter im Zeitraum von Januar bis Oktober 2008.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
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