Mittwoch, 28. Oktober 2009

Bolide über Indonesien

Am 8. Oktober ist über Indonesien ein rund 10 m großer Asteroid in die Erdatmosphäre eingedrungen und in großer Höhe, ungefähr 15 bis 20 km, explodiert. Zum Glück überstehen Gesteinsmeteriten dieser Größenklasse den Flug durch die oberen Schichten unserer Atmosphäre nicht und explodieren, meist ohne größeren Schaden anzurichten. Nur kleine Bruchstücke erreichen dann die Erdoberfläche. Die Explosion hatte immerhin das Äquivalent von rund 50 Kilotonnen TNT. Ereignisse dieser Größenordnung kommen ungefähr alle 2 bis 12 Jahre vor.
Wenn der Brocken aber ein Eisenmeteorit gewesen wäre, hätte es deutlich schlimmer kommen können. Denn dann hätte er den Belastungen des Fluges durch die Atmosphäre stand gehalten und die Erdoberfläche erreicht. Oder, wenn er nur ein kleines bisschen größer gewesen wäre., sagen wir 15 bis 20 m Durchmesser. Zum Vergleich, der mögliche Verursache des Tunguska-Ereignisses hatte einen angenommenen Durchmesser von 30 bis 80 m. Und dort waren die Folgen auf der Erdoberfläche verheerend, trafen aber glücklicherweise eine fast menschenleere Gegend.

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