Seit einiger Zeit geistern verschiedene Meldungen durch das Netz, dass die Rettungsorganisationen empfehlen, Nummern von Angehörigen mit einem ICE-Kürzel (ICE = In Case of Emergency) zu versehen. Das sollte im Falle des Falles den Rettungskräften die Kontaktaufnahme mit den Angehörigen erleichtern. Mal als Ketten E-Mail, mal als SMS an mehrere Empfänger verschickt und jetzt sogar bei Heise online zu finden, mit Berufung auf die DLRG. Eine kurze Suche direkt bei der DLRG hat keine Meldung mit diesem Inhalt zu Tage gefördert. Und vermutlich ist Heise online diesmal auf einen Hoax hereingefallen. Denn der Arbeiter Samariter Bund warnt auf rettungsdienste.de davor, diese Kürzel zu verwenden. Explizit wird dort dementiert, dass die Rettungsdienste, zu denen ja auch die DLRG gehört, zu einer Verwendung dieser Kürzel raten. Der Grund ist schlicht und einfach: Rettungskräfte haben zumeist keine Zeit, sich am Telefon mit den Angehörigen auseinanderzusetzen, sondern sie sind meist mit dem Patienten vol beschäftigt. Außerdem ist die Kontaktaufnahme mit Angehörigen von Unfallopfern nicht einfach und sollte speziell egschulten Kräften überlassen werden. Außerdem sei eine mißbräuchliche Verwendung dieser Nummern nicht auzuschliessen. Man sollte sich also gut überlegen, ob man so sensible Daten auf seinem Handy für jedermann ersichtlich macht.
Montag, 5. Oktober 2009
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