Montag, 7. Dezember 2009

PresseMitteilungen "Esoterik kennt keine Moral - Ursula Caberta fordert Gesetz für religiösen Verbraucherschutz"

Wenn durch esoterische und okkulte Praktiken die Gesundheit oder gar das Kindeswohl gefährdet sei, müsse der Staat eingreifen.

(firmenpresse) - Frau Ursula Caberta, die Sekten- und Scientology-Beauftragte des Hamburger Senats, hat ein Gesetz für „religiösen Verbraucherschutz“ gefordert.
Bei der Vorstellung ihres Buches „Isoterik“ hat die Autorin auch gesagt, dass es bei Anbietern von Esoterik-Seminaren und okkulten Praktiken mehr Auskunft geben muss -über Methode und Ziel der Arbeit- sowie über die eigene Qualifikation.
Es sei auch Sinnvoll, ein vierwöchiges Rücktrittsrecht von Kaufverträgen zu fordern. Auch müsse die Beweislast umgekehrt werden, so dass bei psychischen oder körperlichen Schäden der Anbieter künftig nachweisen müsse, dass seine esoterischen Praktiken keinen Schaden angerichtet haben.
Nach Worten des Buchautors Hartmut Zinser (Religionswissenschaftler an der Freien Universität Berlin) praktiziert etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland Esoterik wie Tarot-Karten, Pendel oder Befragung von Toten (Channelling).
Nach vorsichtiger Schätzung hat der Esoterik-Markt einen Umsatz von bundesweit etwa 17 Milliarden Euro.
Es sei auf jeden Fall sehr problematisch, wenn Edelsteine als Heilmittel gegen Zahnschmerzen oder Malaria verwendet würden und die medizinische Behandlung ersetzten. Auch verhinderten „esoterische Praktiken“, dass der Einzelne Verantwortung für sein Tun übernehme, sagt Zinser. Esoterik kenne keine Moral.
Zinser sagt auch: Er wisse von jungen Menschen, die mit Hilfe eines Pendels entschieden, ob sie sich um eine Lehrstelle bewerben oder auch nicht. Wer beim Gläserrücken angeblich erfahre, dass er bald sterbe, könne nach der Sitzung psychische Probleme bekommen. Der „Glücksstein“ der Mutter helfe nicht bei einer Mathe-Arbeit und bringe das Kind in Schwierigkeiten, wenn die Arbeit dennoch schlecht ausfällt. Auch sollte über die Trennung einer Ehe nicht der Erzengel Michael mit „Channeling“-Ratschläge aus dem Jenseits entscheiden.

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