Dienstag, 15. Dezember 2009

Techno schaden dem Gehirn

Das ist sicher ein übles Vorurteil, aber manchmal bestätigt es sich. So wie in diesem Fall, wo Dr. Motte, der in der Szene ja durchaus bekannt ist, dem Verschwörungstheoretiker Dieter Broers eine äußerst wohlwollende Besprechung zuteil werden lässt. Der hat nämlich ein Thema für sich entdeckt (den 20.12.2012), über den er meist bar jeglichen Grundwissens schwurbelt. Zu seinem Buch über die (R)Evolution 2012 hat er auch einen Film gemacht. Und Dr. Motte lobt nun genau diesen Film:
Der Film beschreibt trefflich und nachvollziehbar die Zusammenhänge zwischen unserer geistigen Evolution – den hochmagnetischen Sonnenwinden und unseren Emotionen und der Chancen dieser besonderen Zeit. [...]
Der Film von (R)EVOLUTION 2012 von Dieter Broers schafft eine sehr gute Betrachtungsgrundlage gerade inmitten der aktuellen Fülle von Gerüchten, Prophezeiungen und Meinungen: Es ist wichtig, das ihr Euch den Film anseht!
Was auch zeigt, dass es mit dem Grundlagenwissen eines "Dr." Motte nicht übermäßig weit her sein kann. Ich halte es für hochgradig bedenklich, wenn ein Künstler seine Bekanntheit dafür hergibt, esoterisch verschwurbeltem Nonsens (und als genau das muss man die Thesen des Dieter Broers bezeichnen), gesellschaftsfähig zu machen. Vielleicht hätte sich Dr. Motte mal bei Leuten erkundigen sollen, die sich damit auskennen. Florian Freistetter zum Beispiel. In diesem Fall hat Motte aber das Licht der kleinen Kerze bedenklich zum flackern gebracht.
Dr. Motte und Dieter Broers




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