Donnerstag, 10. Dezember 2009

Wie sich das Mittelmeer wieder füllte

Vor rund 5,66 Millionen Jahren hatte sich das Mittelmeer komplett vom Rest der Weltmeere abgetrennt. In der Folge fiel der Wasserspiegel in diesem Binnenmeer dramatisch und es trocknete weitgehend aus, wovon auch heute noch mächtige Lagerstätten aus Salz und Gips auf dem Grund des heutigen Mittelmeeres und die tliefen Canyons der Flüsse zeugen, die ins Mittelmeer fließen. Die Rhone als Beispiel hat ein Tal eingeschnitten, welches heutzutage bis zu 100 m unter den heutigen Meeresspiegel reicht, beim Nil sind es sogar 2500 m. Der Spiegel des restlichen Meeres lag vermutlich rund 1500 bis 2700 m tiefer als der heutige Meeresspiegel. Diese Messinische Salinitätskrise dauerte rund 300 000 Jahre bis vor 5,3 Millionen Jahren der Atlantik seinen Weg in das Becken des Mittelmeeres fand. Auf breiter Front muss das Wasser in das Becken geströmt sein. relativ rasch hat de Erosionskraft des einströmenden Wassers die Schwelle zwischen Atlantik und Mittelmeer 640 m tief abgetragen, das Wasser stieg danach Modellrechnungen zu Folge bis zu 10 m pro Tag an. Bereits nach wenigen Monaten bis zu zwei Jahren soll demnach das Mittelmeer bereist zu rund 90% wieder geflutet worden sein.

Daniel Garcìa-Castellanos et al. Catastrophic flood of the Mediterranean after the Messinian salinity crisis Nature, Vol. 462, pp 778-81, DOI 10.1038/nature008555
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