Freitag, 30. Januar 2009

Workshop on computer simulations and geochemical modelling

I would like to remind you that during 23-27 February the Institute
of Geosciences at the University of Frankfurt will host the Workshop
"From atomistic calculations to thermodynamic modelling".

The lectures will cover theoretical aspects of atomistic
simulations and show how the results of the simulations can be used
for estimating missing thermodynamic data on crystalline materials.

The practical exercises will be aimed at introducing the
participants to popular software packages used for atomistic
simulations and large scale thermodynamic calculations.

A more detailed information can be found at the website:

http://www.kristall.uni-frankfurt.de/workshop/

Was haben Holocaustleugner in der katholischen Kirche zu suchen?


"Unser" Papst Benedikt XVI rudert ja wieder kräftig zurück, indem er Holocaustleugner kritisiert, von denen er jüngst erst einen wieder in die Arme der Kirche zurückgeholt hat. Den Bischof Richard Williamson, dessen Exkommunikation er gerade erst rückgängig gemacht hat. Und immerhin ist ein Bischof ja nicht irgendwer, sondern schon ein leitender Angestellter (wenn man das mal so sagen darf) des Unternehmens Kirche. Und die Aufhebung der Exkomunikation bedeutet in diesem Zusammenhang irgendwie auch, dass der Papst eben diesen Menschen wieder in leitender Position sehen will. Die Leugnung des Holocaust (die Williamson auch coram publico im fernsehen ausspricht!) scheint also für den deutschen Papst zwar kritikwürdig, aber kein "Kündigungsgrund". Merkwürdige Ansichten.


Stellenangebot: Post-doc am Institut für Isotopengeologie der ETH Zürich

Postdoctoral research position
in isotope geochemistry at ETH Zürich

We invite applications for a postdoctoral position in the Isotope Geochemistry group at ETH Zürich. The research will be aimed at investigating the earliest stages of planet formation, including (i) the chronology of the accretion and early high-temperature evolution of meteorite parent bodies, (ii) the early differ-entiation of the Moon and long-term evolution of its reservoirs, and (iii) the chro-nology of Earth's early differentiation.

The successful candidates will be expected to conduct their own research and strongly interact within the Isotope Geochemistry group. The Isotope Geochem-istry facility at ETH is one of the best equipped mass spectrometry laboratories worldwide, including state-of-the-art Multicollector-ICP-MS and TIMS, laser ab-lation coupled with ICP-MS, and an extensive noble gas mass spectrometry laboratory.

Applicants should hold a Ph.D. (or equivalent) in geochemistry/cosmochemistry and should have demonstrated outstanding expertise in some of the following areas: mass spectrometry, analytical chemistry, geo- and cosmochronology, cosmochemistry and/or mantle geochemistry. The position can be filled at the earliest convenience, preferably before June 2009. Appointment is initially for one year and is renewable for up to four years.

Applications with a curriculum vitae, publication list, statement of individual re-search interests, and names of up to three potential referees should be sent to Thorsten Kleine: kleine@erdw.ethz.ch. Evaluation of applications will start im-mediately and will continue until the position is filled. To ensure full considera-tion, applications must arrive by March 15th, 2009.

Stellenangebot: PhD am Institut für Isotopengeologie der ETH Zürich

PhD position in isotope geochemistry at ETH Zürich

We invite applications by geoscientists with a strong interest in isotope geo-chemistry and cosmochemistry for a PhD position in the Isotope Geochemistry group at ETH Zurich. The PhD project will aim at determining the timescales that led to the formation and chemical differentiation of some of the earliest planetary bodies in the solar system. The research will involve application of the short-lived 182Hf-182W chronometer to a range of meteoritic materials, the de-termination of their noble gas isotope compositions, and physical modeling of cosmic-ray induced processes in meteorite parent bodies.

The Isotope Geochemistry group at ETH Zurich studies a wide range of prob-lems in geo- and cosmochemistry and several of our ongoing research projects fit very well within the scheme of the PhD project. The student will conduct his/her research using state-of-the-art analytical facilities in a stimulating re-search environment and will have access to the full range of educational and laboratory facilities at the Department of Earth Sciences at ETH Zurich.
Highly motivated students with a diploma or Master’s degree in Earth Sciences, Physics or Chemistry are strongly encouraged to apply. The position can be filled at the earliest convenience, preferably before June 2009. Funding through the Swiss National Science Foundation is for three years, and possibly extend-able for a fourth year.

Applications with a curriculum vitae, publication list, statement of individual re-search interests, and names of up to three potential referees should be sent to Thorsten Kleine: kleine@erdw.ethz.ch. Evaluation of applications will start im-mediately and will continue until the position is filled. To ensure full considera-tion, applications must arrive by March 15th, 2009.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Mein Geofoto des Tages #1: Port d’Andratx

Der Leuchtturm von Port d’Andratx Im Sturm zeigt die Kraft des Meeres als geologischen Faktor.

Farewell, Hamburg!

Die Maxim Gorkiy, ex Hanseatic, ex Hamburg, im Dezember 2006 auf der Elbe. Eigenes Foto, CC-BY-SA 2.5

Eines der wohl schönsten Kreuzfahrtschiffe wird demnächst für immer verschwinden. Die Maxim Gorkiy, die auch schon unter dem Namen Hanseatic und Hamburg die Meere durchpflügte, wird an eine indische Abwrackwerft verkauft. Bis zuletzt hatte ein Konsortium aus Hamburg versucht, das auch international bekannte Schiff als Hotelschiff in die Hansestadt zu holen, scheiterte aber an den Vorgaben der Stadt. Eigentlich schade, denn das Schiff hat in meinen Augen nicht nur einen nostalgischen Wert als das vielleicht schönste Kreuzfahrtschiff, sondern auch Filmruhm erlangt, als es in dem Thriller 18 Stunden bis zur Ewigkeit die Rolle des englischen Kreuzfahrtschiffes Britannic spielte. In der Politik hat sie auch eine Rolle gespielt (alleine das sollte vielleicht schon ausreichen, um ihr einen Platz in den Ruhmeshallen zu sichern!) , als auf ihr ein Gipfeltreffen zwischen dem sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow und dem damaligen US Präsidenten George H.W. Bush 1989 anlässlich des Abschlusses eines Abrüstungsabkommen stattfand.
Unsere Meere werden leerer und kälter ohne sie. Ich hätte es gerne gesehen, wenn sie dem Schneidbrenner entgangen wäre. Farewell, my love!
http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/29/1028229.html

Mittwoch, 28. Januar 2009

Stellenangebot 2 mal akademischer Rat am Institut für Geologie / Mineralogie der Uni Köln

Das Institut für Geologie und Mineralogie der Universität zu Köln sucht zum 01.04.2009
eine/n

wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in als
Akademischen Rat / Akademische Rätin (A 13 BBesO) auf Zeit.

Die Bewerberin/der Bewerber soll im Rahmen der bisherigen Forschungstätigkeiten ein
eigenständiges Profil im Bereich der Isotopengeochemie, analytischen Geochemie,
Hochtemperaturgeochemie oder Kosmochemie entwickelt haben. Es wird erwartet, dass sich
die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter substantiell in schon bestehende Forschungsschwerpunkte
am Institut (Petrologie und Geochemie von Mantel- und Krustenprozessen, Kosmochemie,
frühe Erde) einbringt. Erfahrung mit Multikollektor ICP-Massenspektrometrie wäre von
Vorteil. Eine aktive Mitarbeit bei der Betreuung von Studierenden und Laborgästen wird
erwartet. Die Lehrverpflichtung umfasst 4 Semesterwochenstunden.

Einstellungsvoraussetzungen sind die Promotion sowie die besondere Befähigung zu
wissenschaftlicher Arbeit, nachgewiesen durch herausragende Publikationstätigkeit.
Erfahrung im einwerben von Drittmitteln wäre von Vorteil.

Das Institut für Geologie und Mineralogie ist im Begriff, seine Aktivitäten im Bereich
Hochtemperaturgeochemie weiter auszubauen, zusätzlich existieren Schwerpunkte in den
Quartärwissenschaften und der Paläoklimatologie. Am Institut befinden sich neue
isotopengeochemische Labore im Aufbau (Reinstluftlabor, Multikollektor ICP
Massenspektrometrie, TIMS, AMS, Gasmassenspektrometrie). Ein gemeinsam mit der
Universität Bonn errichtetes Multikollektor ICPMS Labor ist bereits in Betrieb. Die analytische
Ausstattung wird durch gut ausgestattete experimentelle und analytische Labore (u.a.
Mikrosonde, Experimentallabor, RFA) ergänzt.

Akademische Räte auf Zeit werden für die Dauer von drei Jahren beschäftigt; eine
Verlängerung um weitere drei Jahre ist bei Bewährung möglich.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind besonders willkommen. Schwerbehinderte
Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen werden
ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher
Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende
Gründe überwiegen.

Interessenten werden gebeten, ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, inklusive
einer kurzen Beschreibung der Forschungs- und Lehrinteressen, bis zum 22. Februar
2009 an Herrn Prof. Dr. C. Münker, Institut für Geologie und Mineralogie, Zülpicher
Straße 49b, D-50674 Köln (email: muenker(at)uni-bonn.de) zu richten.

----------------------------Beisskante------------------------------------------------

Das Institut für Geologie und Mineralogie an der Universität zu Köln sucht zum 1.4.2009
eine/einen

Akademischer Rat/Rätin (A13) zur Festanstellung

Die Bewerberin/der Bewerber soll das im Aufbau befindliche Reinstluft- und
Festkörpermassenspektrometerlabor am Institut betreuen. Im Rahmen der bisherigen
Forschungstätigkeiten sollte der Kandidat/die Kandidatin ein eigenes Profil im Bereich der
Isotopengeochemie und Festkörpermassenspektrometrie entwickelt haben. Erfahrung mit
Multikollektor ICPMassenspektrometrie oder Thermionenmassenspektrometrie wäre von
Vorteil. Es wird erwartet, dass sich die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter substantiell in zukünftige
Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe (Hochtemperaturgeochemie, Kosmochemie) mit
einbringt und ein eigenständiges Forschungsprofil fortführt. Eine aktive Mitarbeit beim
Aufbau der neuen Labore sowie bei der Betreuung von Studierenden und Laborgästen wird
erwartet. Die Lehrverpflichtung umfasst 8 Semesterwochenstunden. Voraussetzungen zur
Einstellung sind die Promotion sowie die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit,
nachgewiesen durch einschlägige Publikationstätigkeit. Erfahrung im Einwerben von
Drittmitteln wäre von Vorteil.

Das Institut für Geologie und Mineralogie ist im Begriff, seine Aktivitäten im Bereich
Hochtemperaturegeochemie und Kosmochemie weiter auszubauen, zusätzlich existieren
Schwerpunkte in den Quartärwissenschaften und der Paläoklimatologie. Am Institut befinden
sich neue isotopengeochemische Labore im Aufbau (Reinstluftlabor, Multikollektor ICP
Massenspektrometrie, TIMS, AMS, Gasmassenspektrometrie). Ein Multikollektor ICPMS
Labor ist bereits gemeinsam mit der Universität Bonn in Betrieb. Die analytische Ausstattung
wird durch gut ausgestattete experimentelle und analytische Labore (u.a. Mikrosonde,
Experimentallabor, RFA) ergänzt.

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind besonders willkommen. Schwerbehinderte
Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen werden
ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher
Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende
Gründe überwiegen.

Interessenten werden gebeten, ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, inklusive einer
kurzen Beschreibung der Forschungs- und Lehrinteressen, bis zum 22. Februar 2009 an
Herrn Prof. Dr. C. Münker, Institut für Geologie und Mineralogie, Zülpicher Strasse 49b,
D-50674 Köln (email: muenker(at)uni-bonn.de) zu richten.

Pompeji, 19 Stunden bis zur Ewigkeit

Blick von Pompeji auf den Vesuv. So ähnlich wie die Pinie im Vordergrund kann man sich die kilometerhohe Eruptionssäule des Vulkans vorstellen. Eigenes Foto

Die Katastrophe vom Pompeji ist uns dank der guten Beobachtungen von Plinius dem Jüngeren auch heute noch gegenwärtig. Dazu kommen noch die Erkenntnisse der Archäologen, welche die Überreste der alten römischen Stad beim heutigen Neapel ausgraben. Und je mehr man sich mit der Geschichte beschäftigt, desto grauenvollere Details aus den letzten Stunden der Bewohner Pompejis komen an das Tageslicht. So beispielsweise die Geschichte der Familie von Julius Polybius, einem reichen Kaufmann mit luxuriöser Villa. Seine Familie, zu der auch die hochschwangere Fraunseines Neffen gehört, ist nicht in kopfloser Flucht aus der Stadt gestürmt, als der Berg vor der Stadt beschloß, Amok zu laufen. Das war auch nicht ratsam, denn auf dem freien Feld waren die Menschen dem Bombardement aus dem berg vollkommen schutzlos ausgeliefert. Heiße Asche und vor allem die größeren vulkanischen Bomben dürften die meisten der Flüchtlinge erschlagen haben. Nein, sie blieben im Haus, wo sie vor den gefahren aus der Luft erst einmal relativ sicher waren. relativ, denn der Vulkan hatte noch mehr auf Lager. Mit der zeit regnete sio viel Asche auf das Dach des Hauses, dass es einstürtzte. Die Famile zog sich daher in Bereiche mit einenm steileren Dach zurück, auf dem keine Asche liegen blieb, und das daher nicht einsturtzgefährdet war.

Ablagerungen des Vesuvausbruchs von 79 n.Chr. bei der Nekropole Pompejis. Oberhalb einer Aschenlage, die aus der plinianischen Säule und der daraus resultierenden Aschenwolke ausgefallen ist, sind die Ablagerungen eines pyroklastischen Stromes zu sehen. Eigenes Foto

Man mag sich die Verzweiflung nicht vorzustellen. Der Berg bliess seine Eruptionssäule unter ohrenbetäubendem Getöse bis auf 32 Kilometer in den Himmel, wo sie die Sonne verdeckte und Asche und Gesteinsbrocken herabregnen lies. Im hinteren Bereich des Hauses konnten sie bis in die frühen Morgenstunden des 25 August relativ sicher überleben, aber dann brach die gewaltige Säule aus heißen Gasen und Asche in sich zusammen. als eventuell der Gasdruck nachlies, oder sich der Schlot erweitert hatte. Die Folgen waren tödlich. Eine Mischung aus heißen Gasen und Gesteinspartikeln, ein so genannter pyroklastischer Strom, raste mit mehreren 100 Kilometernm pro Stunde den Hang des Vulkans herab, genau auf die Stadt zu, überrannte die Stadtmauer und fegte alles weg, was sich ihm in den Weg stellte. Der pyroklastische Strom traf von Norden her den hinteren teil des Hauses. Heiße Gase und Asche drangen durch Ritzen und töteten alle Menschen in sehr kurzer Zeit. Und wer den ersten Schlag überlebte, den trafen die nachfolgenden Ströme, denn immer wieder brach die Eruptionssäule in sich zusammen und ließ erneut einen pyroklastischen Strom auf die Umgebung los.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,602458-2,00.html

Gold in Arizona

Der geologische Dienst von Arizona stellt einige seltene und interessante Veröffentlichungen online. Viele der älteren sind sonst nur selten zu finden und seit langem vergriffen.
http://www.azgs.az.gov/minerals_gold.shtml

kämpfende Triceratops

(Foto: Quadrell / Wikimedia, CC-by-sa 2.5)
Einer der beliebtesten und bekanntesten Dinosaurier ist der dreihörnige Triceratops. Wobei lange gerätselt wurde, wozu sein auffallender (und im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten kurzer und vor allem geschlossener) Nackenschild und seine langen Hörner dienten. Die Theorien reichen von der verteidigung gegen Freßfeinde wie den Tyrannosaurus rex bis hin zur innerartlichen Kommunikation. Eine eingehendere Untersuchung vorliegender Funde zeigte jetzt, dass sich bei den Tieren meist Verletzungen am unteren Schildbereich und am Jochbein fanden. Also genau dort, wo sie zu erwarten wären, falls die Saurier mit ihren Hörnern ineinander eingehakt kekämpft hätten. Vergleicht man die Verletzungen mit denen naher verwandter wie dem Centrosaurus, der nur kleine Überaugenhörner und ein großes Nasenhorn hatte, wird es noch auffälliger. Dennbei letzterem fand sich ein deutlich anderes Verteilungsmuster, mit weniger Verletzungen, und die vor allem am Schildrand und am Jochbein.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299880.html
http://openpaleo.blogspot.com/2009/01/triceratops-combat.html

Fossil des Jahres: Juravenator starki


Ein kleiner Dinosaurier mal ganz groß. Erst 1998 wurde er in einem Steinbruch bei Eichstätt gefunden, der nur rund 75 Zentimeter große Raubsaurier Juravenator starki. Er gilt als der besterhaltene Raubsaurier, der jemals in Europa gefunden wurde. Und die Paläontologische Gesellschaft hat den im Juramuseum Eichstätt zu bewundernden kleinen Jäger des Jura jetzt mit dem Titel "Fossil des Jahres 2009" geehrt.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/980135

Geschiebekunde: Kinnekulle-Diabas

(Kinnekulle-Diabas, leider nicht ganz vorteilhaft getroffen, eigenes Bild, CC-BY-SA 2.5)

Der Kinnekulle-Diabas oder auch kurz Kinne-Diabas ist ein recht charakteristisches Gestein, das man sofort wieder erkennt, wenn man es einmal gesehen hat. Es kommt in Schweden in Västergötland südlich des Vänersees vor, vor allem um den Kinnekulle. Seine Farbe ist grau gesprenkelt. Grauschwarze Augite mit 2 bis 8 mm Durchmesser sind von hellen Plagioklasleisten durchwachsen. Diese so genannten Nester treten häufig als Erhebungen über die dunkleren Bereiche hervor. Zwischen den Nestern kann man Olivinkörner erkennen, die aber meist zu Serpentin umgewandelt oder gänzlich verwittert sind. Daher können die Zwischenräume entweder eine grünliche Farbe haben oder sie sind rostfarben. Die charakteristische graugesprenkelte Oberfläche ist an verwitterten Gesteinen leichter zu erkennen als an frischen Anschlägen. Das Alter des Gesteins ist rund 250 Millionen Jahre (Perm). recht ähnlich ist der Särmna Diabas, der aber mit 2 bis 4 cm meist deutlich größere Augitnester aufweist.

Dienstag, 27. Januar 2009

Stellenangebot: PhD and Post doc Position Geoscience Center Göttingen

The following positions are available in the Isotope Geology Section of the Geoscience Center of the
Georg-August-University in Göttingen (Germany; http://www.uni-goettingen.de):

PostDoc position (f/m, TV-L 13, 100%*)
PhD position (f/m, TV-L 13, 50%**)

The goal of the project is the characterization and identification of the sources for atmospheric CO2
on base of mass-independent oxygen isotope fractionation. Measurements of natural and anthropogenic
gases will be accompanied by isotope exchange laboratory experiments. The interdisciplinary
project is located between geosciences, atmospheric chemistry, climatology, soil science and biology.
Apart of working in a growing innovative and interdisciplinary research area, we invite applicants to
work with us in a young workgroup with access to a fully-equipped modern gas mass spectrometry
laboratory.
For the PostDoc position, a PhD in natural sciences is required. The applicant shall be able to independently
conduct her/his research. Experience in gas mass spectrometry is a necessary condition.
For the PhD position, minimum requirement is an university degree (master) in natural sciences.
Furthermore, the applicant should have a background in isotope geology, atmospheric chemistry or
soil sciences.
The project will begin June 1st 2009. The project is planned for a 3-years period. The positions will
be filled for 1.5 years first. An extension for another 1.5 years is anticipated.

The University of Göttingen seeks to increase the participation of women in areas in which they are
currently underrepresented and therefore explicitly urges women to apply. Disabled persons with
equivalent aptitude will be favored.
Please send your application until March 31, 2009 to:
Prof. Dr. Andreas Pack
Geowissenschaftliches Zentrum (Isotopengeologie)
Goldschmidtstrasse 1
D-37077 Göttingen
Germany
email:apack(at)uni-goettingen.de
web: http://www.uni-goettingen.de/de/78572.html

Stellenangebot: 12 PhD and 2 Post Doc at the Marie Curie Initial Training Network, Delta-Min.

Positions for 12 Early Stage Researchers
(ESR: PhD studentships) and 2 Experienced
Researchers (ER: Post-doctoral) available in
the Marie Curie Initial Training Network,
Delta-Min.

The research themes of Δ-MIN will be on mechanisms of
mineral reequilibration in the presence of aqueous solutions
in a wide range of chemical and physical conditions, using
both natural and experimental samples.
Projects include processes important in earth sciences and
industry; metasomatic reactions in rocks, chemical
weathering, mineral replacement mechanisms in CO2
sequestration, the aqueous durability of nuclear waste
materials, remediation of contaminated water by mineral
reaction, and preservations of stone-based heritage. Projects
will range from field-related studies to nano-scale
investigations of reaction interfaces using high resolution
analytical methods.

The Network is co-ordinated by Andrew Putnis (Münster)
and includes partners from Toulouse, Reykjavik, London,
Oslo, Granada, Patras, Stockholm and Barcelona.
For further details and how to apply, contact Andrew Putnis ((putnis(at)uni-muenster.de)
and see: www.Delta-Min.com.

Ringförmige Sonnenfinsternis

Wer die gestrige ringförmige Sonnenfinsternis verpasst hat (wie wohl die Meisten hier), der kann sich auf flickr das dazugehörige Album ansehen.
http://www.flickr.com/photos/nasonurb/sets/72157612965554801/

Atlas der Kristallformen

Als Mineraloge ist einem der "Atlas der Krystallformen" von Victor Mordechai Goldschmidt (nicht zu verwechseln mit Victor Moritz Goldschmidt) ein Begriff. Die schiere Masse der von ihm zusammengetragenen Kristallformen bringt es auf 18 Bände und über einen halben Meter im Bücherregal. Auch heute noch ist das Werk eine der ersten Quellen für Kristallformen. Und jetzt dankenswerter weise online
http://www.meinemineraliensammlung.de/victor/goldschmidt/zurperson.html

Darwin: Werk online

Passend zum laufenden Darwin-Jahr ist das gesamte Werk des britischen Naturforschers online gestellt worden und steht damit jedem interessierten kostenfrei zur Verfügung. Auf insgesamt 72 000 seiten und 179 000 elektronischen Abbildungen kann jetzt das Original durchsucht werden. Damit kann jeder selber überprüfen, was Darwin eigentlich wirklich gesagt oder geschrieben hat. Besonders für all die Freunde meiner kleinen pseudowissenschaftlichen Sparringspartner interessant, die Darwin so gerne Dinge unterschieben wollen, die von ihm nie verfasst wurden. Denn hier ist von jeder Publikation Darwins zumindest ein Exemplar vorhanden, mit elektronischen Suchfunktionen und allem.
http://darwin-online.org.uk/Introduction.html

Mond: Ältester Zirkon gefunden

Den bislang ältesten Zirkon des Mondes hat nun ein Team um den Geologen um Alexander Nemchin von der Curtin University of Technology im australischen Bentley in einer Probe mit dem poetischen Namen Brekzie 72215 gefunden worden. Sein Alter beträgt rund 4417 +/- 6 Millionen Jahre. Damit ist er nur um weniges jünger als der Mond selber, der nach aktuellen Vorstellungen vor rund 4500 Millionen Jahren durch die Kollision der Erde (oder dessen, was einmal die Erde sein wollte) mit einem rund marsgroßen Himmelskörper entstanden ist. Das bedeutet, dass der Magmenozean der Mondoberfläche sich relativ rasch so weit abgekühlt haben muss, damit sich Zirkone bilden können. Dieser Zirkon übertrifft sogar noch die ältesten Zirkone der Erde, die man in den australischen Jack Hills gefunden hat. Mit von der Partie ist mal wieder mein alter Studienkollege Thorsten Geisler (hätte ich mir eigentlich denken können), dem ich einmal mehr zu einer Nature Publikation beglückwünschen darf.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/980011
Timing of crystallization of the lunar magma ocean constrained by the oldest zircon. In: Nature Geoscience 10.1038/ngeo417, 2009.

Montag, 26. Januar 2009

Ein Astronaut im 17. Jahrhundert?

Man kennt das ja zur Genüge. Gewisse Zeitgenossen sind so verschossen in die Idee antiker Besucher von anderen Sternen, dass sie überall versuchen, Belege dafür zu finden. Die Truthähne im Schleswiger Dom wurden von Zillmer, Däniken und Co ja schon mehrfach an das Licht des Tages gezerrt und ebenso gerne widerlegt. Denn die Truthähne wurden nicht beim Bau des Domes um 1300 hergestellt, sondern stammen vom Restaurator Albert Olbers, der sie 1894 im Rahmen seiner umfangreichen Restaurierungsarbeiten unter der mittelalterlichen Szene "Kindermord in Bethlehem" einen Tierfries mit Truthähnen ergänzt hatte. In den 1930´ern behauptete der Maler und Restaurator Lothar Malskat die Echtheit der Reliefs, was von dem damals Herrschenden gerne angenommen und propagandistisch ausgeschlachtet wurde. Eine Untersuchung von Kurt Wehlte im Jahre 1948 zeigte allerdings, dass die Truthähne eben wesentlich jünger waren als der Dom. Später widerrief auch Malskat und gab sogar noch weitere Fälschungen zu. Nichtsdestotrotz schaffen es die Puter immer wieder in die zeitgenössischen Literatur der Paläo-Astronauten und Katastrophisten. Denen scheint es vollkommen egal zu sein (in ihrer Verzweiflung, endlich einen Beleg zu finden) dass die Sache längst erledigt ist. Aber, es geht eben noch schöner. Da gibt es nämlich Gerüchte über eine Kirche Salamanca, die aus dem 12. Jahrhundert stammen soll. Mit einem Fries, welches nichts weniger als einen klar erkennbaren Astronauten zeigt. Nun, allerdings gibt es da ein kleines Problem, denn die Kirche mit dem Fries stammt nicht aus dem 12., sondern aus dem 16. Jahrhundert. Das wäre immer noch eine schöne Sache, nicht wahr? Leider aber ist das Fries nicht so alt, es wurde erst 1994 im Rahmen einer Restauration angefertigt.
http://www.snopes.com/photos/architecture/salamanca.asp

Wie hält man eine Kamera

Der bekannte Fotograf Joe McNally gibt Tipps, wie man eine Kamera auch bei langen Verschlusszeiten sicher und verwackelungsfrei halten kann.


Africa on the Fly

Mit seinem "Fliegenden Liegestuhl" hat George Steinmetz faszinierende Aufnahmen von einem spannenden Kontinent gemacht, Afrika. Sehenswerte Bilder aus der Vogelperspektive!
http://www.smithsonianmag.com/multimedia/photos/?articleID=36177384&c=y

Hirnwäscher - wie gefährlich ist Scientology?

Am Mittwoch gab es im ersten Programm eine interessante Dokumentation über Scientology. Vor allem wurden die seltsamen Praktiken gegenüber Kritikern, aber auch die Art und Weise beleuchtet, mit der diese so genannte "Kirche" ihre Mitglieder abhängig macht. Die Selbstbeschreibung der Dokumentation:

'Kritiker sind Verbrecher' hat Scientology-Gründer Ron Hubbard gesagt. Wer dem Verein, der sich Kirche nennt, in die Quere kommt, wird an den Pranger gestellt, dem drohen - wie es in einem internen Kommando-Papier der Bewegung heißt - 'geräuschvolle Ermittlungen' durch eine Spezialeinheit der Scientologen: Befragungen bei Freunden und Nachbarn: 'Du betonst immer wieder, dass du bereits einige erstaunliche Tatsachen beisammen hast ... es macht nichts aus, wenn du nicht viele Informationen erhältst. Sei nur geräuschvoll - es funktioniert ganz fantastisch.' Ein aktueller Fall aus Florida zeigt, wie ein Scientology-Kritiker mit System in den Selbstmord getrieben wurde.
Für alle, die die Sendung verpasst haben, gibt es die Doku auch im Internet.
Hirnwäscher - wie gefährlich ist Scientology?


Freitag, 23. Januar 2009

Stellenangebot: Doktorandenstelle Institut für Geowissenschaften der Universität Mainz

Am Institut für Geowissenschaften der Universität Mainz ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Doktorand/inn/enstelle (BAT IIa/2) zu besetzen.

Im Rahmen eines für 36 Monate von der DFG finanzierten Projektes sollen U/Pb-Alter von Rutilen und weiteren akzessorischen Phasen bestimmt werden. Ein Schwerpunkt wird hier die Analyse von detritischen Mineralen in Sedimenten und Metasedimenten sein. Der geeignete Kandidat wird Feldarbeiten in Zentralaustralien ausführen sowie umfangreiche geochemische Analysen durchführen (Elektronenstrahlmikrosonde, Laser Ablation ICP-MS, Mikro-Raman).

Voraussetzung sind Kenntnisse (1) in modernen geochemischen Analyseverfahren und/oder (2) der Petrologie sedimentärer Gesteine. Ein abgeschlossenes Studium in den Geowissenschaften oder verwandter Disziplinen ist erforderlich.

Bewerbungen sind zu richten an:
Dr. Thomas Zack

Die Aliens der Tiefsee

Die Tiefsee ist immer noch ein relativ unerforschter Lebensraum voller Geheimnisse. der Mensch kennt sie nur als kurzzeitiger Besucher. Bei GEO findet sich eine Fotoshow mit einigen der bizarren Wesen, die in den Tiefen der Meere hausen.

Das Auge im Sucher

Die meisten von uns werden sicher kaum darüber nachdenken, wenn sie fotografieren: Mit welchem Auge sehen wir durch den Sucher (oder benutzen wir lieber den Bildschirm und die Live-View Funktion)? Diese Frage will fischimglas gerne lösen und hat darum eine Umfrage gestartet. was mich daran so erstaunt, ist die relative Ausgewegenheit zwischen den Links- und Rechtsaugen. Ich selber nutze meist mein rechtes Auge. das ist auch das deutlich stärkere, denn auf links bin ich leicht kurzsichtig. Ab und an trainiere ich aber auch mein linkes Auge, zumindest bemühe ich mich darum.

Sinter: Excentriques


Für die Entstehung der Pilzsinter (und Teil 2) war sowohl eine jahreszeitlich wechselnde Bewegungsrichtung des Aerosols in der Höhle vorbedingung als auch die Entwicklung einer laminaren Grenzschicht der Luftströmung an den Höhlenwänden. Die Aerosole werden aber auch außerhalb diser Grenzschicht transportiert. In diesem Fall sind dann nur die Bewegungsrichtung und die Position eines etwaigen Hindernisses für die Abscheidung der Aerosolfracht entscheidend. Eine Bündelung an bestimmten Punkten des Hindernsisses wie im Falle des Hufeisenwirbels um die Pilze tritt in diesem Fall nicht auf. Unter günstigen Bedingungen können sich so an Hindernissen wie Sinterröhrchen dünne, zufallsorientierte fingerartige Strukturen aus Sinter bilden; Excentriques. Die obige Aufnahme stammt aus dem Geisloch bei Oberfellendorf (Franken). Durch die Aufarbeitung älterer Sinter ist die Lösungsfracht dieser Höhle für Franken extrem arm an Magnesium. Daher sind die Sinterröhrchen und auch die Excentriques hier fast reine und grobkristalline Calcitsinter. Die Excentriques bilden sich während erhöhter Tropfphasen und sind ebenso wie die Röhrchen hier weiß und durchscheinend. Dies macht das Geisloch zu einer der schönsten Höhlen die ich kenne.

Der selbe Excentrique noch einmal mit frontalem Blitz. (Bilder unter CC-by-nc-nd 2.0)

Donnerstag, 22. Januar 2009

Die Sache mit der Orange

Neulich war ich mal wieder auf Fotosafari im Wildpark Lüneburger Heide. Einer der beiden Braunbären wollte sich wohl mal ein bisschen die Beine vertreten und war also in seinem Gehege unterwegs. Dabei hatte er natürlich nichts gegen das eine oder auch das andere Leckerli. Aus diesem Grunde hatten wir auch eine Orange dabei. Schliesslich soll man doch immer nett zu Bären sein.
Die Frucht fand auch gleich Freunde. Es ist erstaunlich, wie feinfühlig Bären sein können, wenn sie wollen.
Im Zweifelsfall wird der Sache auch ein klein wenig mit der Pranke Nachdruck verliehen, damit man an den süßen Inhalt kommt.
um dann die Zunge genüßlich laben zu können.

Wo bleibt der Nachschub!

Bilder unter CC-by-nc-nd-2.0

Stellenangebot: Promotionsstelle TU Darmstadt

Am Institut für Angewandte Geowissenschaften der Technischen Universität
Darmstadt, Fachgebiet Geomaterialwissenschaft, ist im Rahmen eines von der DFG
geförderten Projekts zur Optimierung von keramischen Knochenersatzmaterialien auf
Hydroxylapatit-Basis zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (BAT IIa/2)

für zunächst 2 Jahre zu besetzen. Die Stelle ist um ein weiteres Jahr verlängerbar.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Materialwissenschaften,
Fachgebiet Nichtmetallisch-anorganische Werkstoffe, durchgeführt.
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuartiger Komposite für zukünftige
Anwendungen als belastbare medizinische Knochenersatzmaterialien. Es sollen poröse
Orthocalciumphosphat-Keramiken aus Hydroxylapatit (HAP) und Tricalciumphosphat
(TCP) hergestellt und charakterisiert werden. Größe und Konnektivität der Poren sollen
durch Gasphasentransport-Sintern von vorgesinterten Pulvern optimiert werden, was
eine verbesserte Integration in das Knochengewebe erwarten lässt.

Die Bruchmechanik der Materialien soll analysiert und mit enthaltenen Mikrostrukturen
in Bezug gesetzt werden, um ein besseres Grundverständnis des verstärkenden Effekts
von TCP-Anteilen zu erlangen.

Die Aufgabe der/des wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters ist die Synthese der
Materialien und deren Charakterisierung mit elektronenmikroskopischen (REM, TEM),
spektroskopischen, chemischen, und mechanischen Methoden.

Gesucht wird eine/n Kandidaten/in mit überdurchschnittlich abgeschlossenem Studium
(Diplom/Master) im Bereich Geowissenschaften, Mineralogie, Kristallographie,
Materialwissenschaften, Chemie oder einer verwandten Fachrichtung und mit Interesse
an experimenteller und aparativer Forschungsarbeit. Vorkenntnisse in
Elektronenmikroskopie, Sintertechniken und/oder Bruchmechanik sind wünschenswert.

Die Technische Universität Darmstadt ist bestrebt, den Anteil an Frauen im
wissenschaftlichen Dienst zu erhöhen und begrüßt daher besonders die Bewerbung von
Frauen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei entsprechender Eignung
bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen werden angenommen bis die Stelle besetzt ist.
Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien) und Rückfragen
richten Sie bitte an Herrn Professor Hans-Joachim Kleebe, Institut für Angewandte
Geowissenschaften, Fachgebiet Geomaterialwissenschaft, Technische Universität
Darmstadt, Schnittspahnstraße 9, 64287 Darmstadt, Deutschland, Tel.: +49 (0)6151-16-
4554, oder in elektronischer Form (pdf-Format) an kleebe@geo.tu-darmstadt.de.

Fossile Hornmilbe im Bernstein

Mit Hilfe von Synchrotron Strahlung ist es einem Team von Biologen und Physikern unter der Leitung von Michael Heethoff (Universität Tübingen) jetzt gelungen, das Innenleben einer in Bernstein eingeschlossenen Hornmilbe zu erforschen. Die Methode ist zerstörungsfrei und bietet trotzdem die Möglichkeit, das Innenleben der eingeschlossenen Fossilien abzubilden.
Fossile Hornmilbe im Bernstein erstmals untersucht

Elefantentrauer

Afrikanischer Elefant in Tansania, Foto: Xavier Caihuelas, public domain
Das komplexe Sozialverhalten und die vergleichsweise hohe Intelligenz von Elefanten sind ja durchaus bekannt. Jetzt zeigt sich noch eine weitere Facette im Leben dieser faszinierenden Tiere. Elefanten, deren komplette Familien Wilderern zum Opfer vielen, sind auch nach rund 20 Jahren nicht in der Lage, neue enge Beziehungen zu anderen Elefanten aufzubauen und ziehen auch heute noch meist als Einzelgänger durch die Savanne. Ein wichtiger punkt, den man sowohl beim zukünftigen Schutz oder auch beim Populationsmanagement in den Nationalparks bedenken sollte, als auch bei der Haltung und der Aufzucht von Elefanten in den Tierparks und Zoos, wo sie mit zu den beliebtesten Tierarten gehören.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299620.html

Rückseite des Mondes

Vollmond, von Luc Viatour. CC by-2.5 Lizenz
Das der Mond uns beständig nur eine Seite zudreht, das dürfte allgemein bekannt sein. Das liegt daran, dass unser treuer Begleiter in der selben Zeit, die er für eine Umrundung unsrer Erde benötigt, sich auch einmal um sich selber dreht. Das bedeutet, dass auch bezogen auf seine Bewegungsrichtung um die Erde eine Seite vorne und eine Seite hinten liegt. Ähnlich wie die Windschutzscheibe eines Autos in fahrt sollte die Vorderseite auch entsprechend mehr Meteoriten einsammeln als die das Heck. Nach Untersuchungen von Mark Wieczorek und Matthieu Le Feuvre vom Institut für Geophysik in Paris ist das auch für die jüngeren Krater, während ältere sich vermehrt auf der hinteren Seite finden. Aus den Untersuchungen von 46 Kratern konnten sie auch den Zeitraum abschätzen, an dem sich der Mond in die heutige Position drehte. Vor rund 3.9 Milliarden Jahren soll demnach ein großer Asteroid auf dem Mond eingeschlagen sein und weingen zehntausend Jahren die Drehung des Mondes an die Umlaufzeit angepasst haben. Der gedanke ist so neu allerdings auch nicht. Denn die Gravitationsanomalie der heutigen erdzugewandten Seite ist schon länger bekannt. Diese seite ist schwerer als die Rückseite, was hauptsächlich den Mondmaren zuzuschreiben ist. Die ungleiche Gewichtsverteilung dürfte zu einer nicht zu unterschätzenden Unwucht des Mondes geführt und die Rotation schliesslich stark abgebremst haben.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299624

Klimawandel: Die Antarktis

Bisher schien der globale Klimawandel an der Antarktis vorbeigegangen zu sein. Die Meßstationen vor Ort beruhigten mit gleichbleibenden und teilweise sogar leicht sinkenden Temperaturen über den Meßzeitraum. Mit Hilfe von Satellitendaten konnten Forscher um Eric Steig jetzt allerdings ein komplexeres Bild der Antarktis im Klimawandel zeichnen. Und besonders der Westteil hat sich im Verlauf der letzten 50 Jahre bereits deutlich erwärmt.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299612

Mittwoch, 21. Januar 2009

Pilzsinter, Teil 2

Nahaufnahme von Pilzsinter. Hier kann man schön den mehr oder weniger kreisförmigen Hutbereich der kleinen Pilze erkennen. Die laminaren Luftsrömungen nahe der Höhlenwand treffen auf das Hindernis und es entsteht ein hufeisenförmiger Luftwirbel, der die Hutzone bevorzugt beliefert. Daher tritt diese Sinterform auch bevorzugt entlang von Zonen mit guter Bewetterung auf, und hier meist gehäuft. Die Hüte sind selten größer als 2 Zentimenter im Durchmesser. Die Aufnahme stammt aus der selben Lokalität wie die im vorherigen Beitrag und steht unter der selben Lizenz

Jahrestagung der Gesellschaft für Geschiebekunde

Wie in jedem Jahr hält die Gesellschaft für Geschiebekunde auch diesmal wieder ihre Jahrestagung ab. Diesmal anlässlich ihres 25. jährigen Bestehens in Sielbeck bei Eutin. Ich habe mich schon angemeldet und werde auch kommen.
http://www.geschiebekunde.de/Inhalte/Jahrestagungen.htm

Pilzsinter


Pilzförmige Sinter in einer fränkischen Höhle. Eigene Fotos, cc by-nc-nd-2.0 Lizenz

Pilzförmige Sinter finden sich stets in gut ventilierten Bereichen der Höhlen. Der annähernd kreisförmige Hut der kleinen Sinterpilze dokumentiert saisonal gegenläufige Windrichtungen. Diese hübsche Sinterform entsteht durch Aerosoltransport in den Höhlen. Die Aerosole in den Höhlen entstehen meist durch das Zerspratzen von kleinen Tröpfchen, die von den Höhlendecken fallen. Bei dem Zerspratzen wird schlagartig die Oberfläche des Tröpfchens erhöht. Dadurch kannein CO2 Überschuß der Lösung an die Höhlenluft abgegeben werden. Hierdurch wird die Lösung in dem Aerosol übersättigt. Selbst kleinste Luftbewegungen vermögen es, diese übersättigte Aerosole zu transportieren. Trifft diese Luftströmung auf kleine Hindernisse, so kann hier Kalk aus dem Aerosol abgeschieden werden. Mit der Zeit wachsen die Hindernisse und lenken die wandnahe Luftsrömung hufeisenförmig ab. Ein kleiner Luftwirbel entsteht, der die Hutzone bevorzugt mit Lösungsfracht beliefert, nach unten zur Wand hin abgelenkt wird und dann um das Hindernis herum führt.

Dienstag, 20. Januar 2009

Nerd Test

Nachdem Effjot vorgelegt hatte, musste ich ja irgendwie den Nerd Test mitmachen. Allerdings hat es bei mir wohl nicht zum selben Nerd-Level gereicht.

I am nerdier than 93% of all people. Are you a nerd? Click here to take the Nerd Test, get nerdy images and jokes, and write on the nerd forum!


Nun habe ich es amtlich, ich bin absolut sozial inkompetent. Irgendwie habe ich es aber wohl schon immer geahnt.

Hmm, der Nerd Test 2.0 ist noch besser:


NerdTests.com says I'm a Nerd King.  Click here to take the Nerd Test, get geeky images and jokes, and write on the nerd forum!


"Nerd King", das klingt doch nach was, oder?

Die Elbe als Eismeer

Dieser Winter hat es ja wieder in sich. Wochenlange Kälte hat auf den seen und Flüssen eine dicke Eisschicht gezaubert, und nicht überall ist das willkommen. Die Berufsschifffahrt leidet unter dem Eis, die Binnenschiffe und auch im Hamburger Hafen die Barkassen, die tagelang keine Hafenrundfahrten mehr machen konnten. Wir sind diese Winter kaum noch gewohnt, obwohl sie früher durchaus öfter vorkamen. Hier ist mal ein Video von einer fahrt mit der Fähre zwischen den Fähranlegern Bubendey und Oevelgoenne (Museumshafen). Am Zielpunkt legt die Fähre hinter dem historischen Dampfeisbrecher "Stettin" an. Die Eisschollen am Bug der Fähre sind deutlich herauszuhören. Das Video ist nur ein Abfallprodukt meiner Fotosafari zum Thema Eis auf der Elbe, daher schnörkellos und ohne Musik und dergleichen.

Höhlenvandalismus

Das passt irgendwie zu den gestohlenen Haifischzähnen. Die Höhlenfreunde der fränkischen Karstregion sehen sich in dieser Wintersaison zunehmend einem verstärkten Vandalismus ausgesetzt. Zuerst wurde die Binghöhle aufgebrochen und unter anderem ein größerer Stalagmit entwendet (und dabei leider auch unwiederbringlich zerstört!). Jetzt fanden die Höhlenfreunde auch die Verschlüsse zum Franzosenloch aufgebrochen. Die Höhle wurde allem Anschein nach widerrechtlich befahren, wovon etliche Zigarettenstummel zeugten, die zurückgelasen wurden. Die Höhle ist im Winter ein Rückzugsraum für viele Fledermausarten, denen Zigarettenrauch nun garnicht bekommt. Schade, dass es immer noch Zeitgenossen gibt, die sich mit Gewalt Zutritt zu den Höhlen verschaffen, und die dann auch noch darin herumrandalieren.

Haifischzähne gestohlen

Aus dem Nierstein Museum wurden 5 seltene und wissenschaftlich wertvolle fossile Haizähne der Gattungen Woellsteinia oligocaena, Isurolamna gracilis und Alopias latidens entwendet. Da die Zähne charaktersitisch sind und sich gut wieder erkennen lassen, wurden entsprechende Fotos im Netz bereitgestellt. Die Beschreibung ist in deutscher, niederländischer , französischer und englischer Sprache auf den Seiten des Museums zu finden.

außerirdischer Besuch

Außerirdischen Besuch hatten wir am Wochenende über dem nördlichen Mitteleuropa. Ein kleiner Meteorit von etwa einem halbem bis zwei Metern Durchmesser war in unsere Atmosphäre eingetreten und ließ den Nachthimmel am Sonnabend Abend hell aufglühen. Eigentlich ein relativ alltäglicher Vorgang, zuletzt wurde ein vergleichbares Ereignis aus Kanada (20 November) berichtet. Zwei bis drei derartige Ereignisse im Monat sind nicht ungewöhnlich. Auch hier hatten wir das Glück, dass einige Überwachungskameras die Feuerkugel aufzeichneten, so dass man möglicherweise die Bahn rekonstruieren kann. Etwaige Überreste sind aber wohl in der Ostsee gelandet. Bemerkenswert in vielerlei Hinsicht waren aber die Reaktionen vieler Menschen, die Zeuge des Ereignisses wurden (leider zähle ich nicht zu den Beobachtern). da wurde bei der Polizei angerufen oder wild über UFOs spekuliert, die uns besuchen. Und natürlich über kosmische Energien, die dieses oder jenes bewirken sollen. Wir haben uns allem Anschein nach sehr weit von der Natur entfernt.

Montag, 19. Januar 2009

Im Gelände


Nein, ich versuche auf dem obigen Bild gerade nicht mir die Kehle durchzuschneiden. Normalerweise sollte man sich ja auch nicht mit einem Dolch rasieren, aber irgendwie war es mit mir zu dem Zeitpunkt ein klein wenig durchgegangen, so dass ich den üblichen Rasierer einfach zur Seite legte und das große Messer nahm. Das sah möglicherweise kerniger aus, aber der Effekt war nicht sonderlich zufriedenstellend, so dass der normale Naßrasierer immer noch ein wenig nacharbeiten musste.

Freitag, 16. Januar 2009

Stichwort "Bad Bank"

In den Diskussionen über die Lösung der Krise in der Finanzbranche fällt in jüngster Zeit immer wieder ein Stichwort: "Bad Bank". Für die meisten Leute wie mich war dabei lange Zeit nicht ganz deutlich, was genau dieser Begriff eigentlich bezeichnen soll. Zum Glück gibt es aber Leute wie Christian Reinboth, der sich die lobenswerte Mühe macht, diesen Begriff für uns allgemein verständlich zu erklären.
Was ist eigentlich eine "Bad Bank"

Ölfunde in Uganda

Jetzt ist es anscheinend gelungen. im Becken des Lake Albert größere Ölvorkommen zu erkunden. Nun, die Nachricht ist eigentlich nicht überraschend. In dem Becken liegen mächtige Sedimentvorkommen mit entsprechender organischen Inhalten. Außerdem konnte ich schon vor 8 Jahren anlässlich eines Besuches des Murchison Falls Parkes kleinere Öl-Sickerquellen auf dem Nil beobachten. Hier trat Erdöl auf natürliche Weise aus dem Boden aus und sickerte in den Fluß. Diese Gebiete wurden dann von Krokodilen und Flußpferden gemieden.
Uganda kann die Deviseneinnahmen aus Öl sicher gut gebrauchen, aber man sollte auch vorsichtig sein, um die Natur dieses sensiblen Ökosystems nicht nachhaltig zu schädigen. Denn auch das stellt einen nicht zu verachtenden wirtschaftliche Wert dar. Der, wohl noch mehr als das Geld aus dem Öl, auch der lokalen Bevölkerung zugute kommt.
http://www.reuters.com/article/rbssEnergyNews/idUSLD3598420090113

Jeder Mist...

... kann für Paläontologen von Interesse sein. Denn die auch als Koprolithen bezeichneten versteinerten Überreste längst vergangener Lebewesen haben immer noch einiges über die Umwelt von damals zu erzählen. Und offenbaren oft mehr als die blanken Knochen von ihren Urhebern. Über Ernährungsgewohnheiten und Ökologie längst untergegangener Welten wie der der neuseeländischen Moas.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299401.html

Magnetfeld des Mondes

Unser treuer Trabant hatte in seiner Vergangenheit wohl sowohl einen flüssigen Kern als auch en dauerhaftes Magnetfeld. Das jedenfalls deuten Untersuchungen an einem Troktolith an, der von den Astronauten der Mondmissionen auf die Erde gebracht wurde.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299413

Wenn sich Planeten verspäten

dann kann durchaus ein wichtiger Grund dahinter stecken. Beispielsweise ein bislang unentdeckter neuer Planet. Eine interessante Darstellung angewandter Himmelsmechanik von Florian Freistetter.
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/01/wenn-planeten-unpunktlich-sind.php

Mittwoch, 14. Januar 2009

Mut zur Bildung

Für uns hier in Mitteleuropa erscheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, eine ausreichende Bildung zu geniessen. Selbst wenn wir über unsere Bildung debattieren, und wie wir sie verbessern können, ist es weder gefährlich noch brauchen wir meist dafür all unseren Mut. In anderen Gegenden dieer Erde kann das schon sehr viel anders aussehen. Und plötzlich werden Menschen bedroht, ja sogar körperlich angegriffen und verletzt oder gar getötet. Und ihr einziges "Vergehen" ist nur, dass sie Bildung wollen. dass sie schlicht zur Schule gehen. So, wie es diesen tapferen afghanischen mädchen ergangen ist. das zeigt, wie sehr Bildung als Menschenrecht noch unserer Hilfe bedarf. Und wie sehr gewisse Fundamentalisten nichts so sehr fürchten wie gebildete Menschen, denen sie nicht mehr das Blaue vom Himmel vorlügen können. Meine Bewunderung gilt dem Mut der Mädchen und Frauen, die sich allen Bedrohungen und Angriffen zum trotz nicht einschüchtern lassen. So wie diese Mädchen in Afghanistan.

Blutrünstige Bestien unter sich


Wenn wilde Raubtiere unter sich sind, versuchen sie gerne, sich gegenseitig einzuschüchtern. In diesem Fall gelingt es einem Tyrannosaurus rex (vom bekannten Paläo-Künstler Robert Walters porträtiert) einen Chihuahua nachhaltig zu beeindrucken.

Dienstag, 13. Januar 2009

Wahrsager: Überprüfung unerwünscht

Die Überprüfung der Vorhersagen von Wahrsagern hat sich Michael Kunkel auf die Fahne und seinen Blog geschrieben. Dass die allermeisten Vorhersagen entweder trivial (Erdbeben in Indonesien etc.) , mehrdeutig oder schlicht falsch sind, macht die Arbeit gerade am Jahresende hier nicht einfacher. Hinzu kommt noch, dass so manchem Wahrsager anscheinend die magere Trefferquote nicht so richtig in den Kram passt. Nein, nicht dass daraus dann die Lehre gezogen wird, in Zukunft entweder mit Vorhersagen vorsichtiger zu sein oder sie besser gleich ganz zu lassen. Nein, wo kämen wir denn da auch hin. Was also macht der wahrsager von Welt? Er verbietet einfach die Überprüfung. So auch dieser paranormale Zeitgenosse, der Michael Kunkel juristisch verbieten möchte, die nicht eingetretenen Vorhersagen zu erwähnen. Also hat er Herrn Kunkel aufgefordert, alle Zitate oder Verlinkungen auf die Vorhersagen von sich gefälligst zu löschen, andernfalls würde er einen Medienanwalt einschalten. Dieser freundlichen Aufforderung wurde nachgekommen. Allerdings genügte das dem Wahrsager wohl nicht, denn auch weiterhin wurden die nicht eingetroffenen Vorhersagen erwähnt. Bleibt abzuwarten, ob wirklich ein Medienanwalt eingeschaltet wird, denn zitieren ist, so weit meine eigenen bescheidenen rechtlichen Kenntnisse hgier reichen, nicht verboten. Und die Vorhersagen wirden ja selbst im internet dem Publikum zugänglich gemacht. Man muss also kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass sich unser paranormal Begabter hier vermutlich selber auf rechtlich dünnem Eis bewegt. Man könnte natürlich auch zu der Feststellung gelangen, dass nur getroffene Hunde bellen...
Ich drücke Herrn Kunkel jedenfalls die Daumen. Es wäre schlimm für jeden von uns, wenn man einmal coram publico abgegebene Vorhersagen (nicht nur im paranormalen Bereich) und Behauptungen nicht überprüfen und gegebenfalls widerlegen dürfte.
Update: Herr D., verschwundene Prognosen, taggenaue Treffer und ein Deja-Vu

Rhinogradentia

Eine der wohl interessantesten Säugetiergattungen wird in der modernen Paläontologie leider viel zu stark vernachlässigt. Die Rhinogradentia oder Nasenschreitlinge. Diese ungewöhnlichen Tiere wurden erst 1941 entdeckt, und mussten schon wenige Jahre darauf als Folge von Atomwaffentests die Bühne des Lebens wieder verlassen. Einigen unermüdlichen Forschern ist es zu verdanken, dass uns wenigstens ein klein wenig Wissen überliefert ist.
Bau und Leben der Rhinogradentia

Montag, 12. Januar 2009

Winter in Hamburg


Der Jahreszeit entsprechend ist es zur Zeit je recht frostig, und der gefrorene Aggregatzustand des Wassers beschert uns zuweilen unfreiwillige Rutschpartien und andere Behinderungen. Auf den Straßen wird es glatt, und die auch die Schifffahrt muss mit dem Eis kämpfen. Binnenschiffe auf der Oberelbe liegen ebenso fest wie viele Hafenrundfahrtsbarkassen im Hamburger Hafen. Andererseits, wann hatten wir zuletzt so viel Eis auf der Elbe? Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Einige Winterimpressionen aus dem Hamburger Hafen.


Eine kleine Barkasse kämpft sich durch das Eis

Die Cap San Diego im Eis. Das Bild stammt aus dem Winter 2006, falls jemand auf den Bauzustand der Elbphilharmonie fällt.
Mühsam kämpfen sich die Fähren durch das Eis

Und alles wird dick mit Eis überzogen, auch die Schiffe.

Besuchte Länder Meme

Aus der amerikanischen Blogosphäre schwappt mal wieder ein neues Meme herüber. Diesmal geht es um die besuchten Länder. Ich komme insgesamt auf 22 verschiedene Länder, das sind 9,77 % aller Länder dieser Erde. Wie unschwer zu erkennen, ist der Westen mit den beiden Amerikas für mich noch absolute Terra incognita.


visited 22 states (9.77%)
Create your own visited map of The World or try another Douwe Osinga project

Freitag, 9. Januar 2009

Photogallerie des Kanadischen Meteoriten vom 20. November 2008

Am 20. November 2008 hatte ein Feuerball den kanadischen Himmel hell erleuchtet (ich hatte bereits hier und hier darüber berichtet). Jetzt zeigt Bruce McCurdy von der Edmonton Space & Science Foundation eine Fotostrecke der Funde des Meteoriten.
http://skyriver.ca/astro/bruce/meteorite.htm

Stellenangebot: 2 Doktorandenstellen, Institut für Geowissenschaften, Freiburg

Am Institut für Geowissenschaften sind zwei Doktorandenstellen ausgeschrieben.

  • Metamorphe Petrologie: Subduktionszonen Metamorphose in der Region Zermatt

    In der Forschungsgruppe Petrologie ist eine Doktorandenstelle zum
    nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.
    Das Promotionsthema ist im Bereich der metamorphen Petrologie von
    Hochdruckgesteinen der Zermatter Ophiolite angesiedelt. Die Bearbeitung
    des Themas erfordert selbständige Geländearbeit im Hochgebirge,
    Laborarbeit und theoretische quantitative Modellierung von chemischen
    Reaktionen in Gesteinen. Die erfolgreiche Arbeit wird mit der Promotion
    an der Universität Freiburg abgeschlossen.

    Die Universität Freiburg bietet:

    - Ausgezeichnete Forschungseinrichtungen (Excellenz Universität)
    - Ergänzende Sachkompetenz in Grundlagen- und Angewandter Geochemie
    - Internationale Kontakte zu führenden Forschungseinrichtungen weltweit
    - Eine Graduiertenschule innerhalb der Fakultät
    - Ein stimulierendes fachliches Umfeld innerhalb der Geowissenschaften

    Wir freuen uns auf Bewerbungen von ausgezeichneten Studierenden mit
    einem MSc Abschluss (oder gleichwertigem Abschluss), mit soliden
    Kenntnissen in Chemie, Physikalischer Chemie, Wasserchemie, Physik, den
    Geowissenschaften oder entsprechenden Fachgebieten. Vorhandene
    Forschungserfahrung ist wünschenswert. Beginn: ab sofort.

  • Geochemie: Tiefenwässer in Kristallingesteinen

    In der Forschungsgruppe Hydrochemie ist eine Doktorandenstelle zum
    nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.
    Das Promotionsthema ist im Bereich Wasser-Gestein Wechselwirkung und
    Hydrochemie von Tiefenwässern in Graniten und Gneisen der kontinentalen
    Kruste angesiedelt. Die Forschungsarbeit hat außerdem Bezug zur
    Hydrogeologie von Kluftgrundwasserleitern im Kristallin und zu HDR
    Geothermieprojekten. Die erfolgreiche Arbeit wird mit der Promotion an
    der Universität Freiburg abgeschlossen.

    Die Universität Freiburg bietet:

    ? Ausgezeichnete Forschungseinrichtungen (Excellenz Universität)
    ? Ergänzende Sachkompetenz in Grundlagen- und Angewandter Geochemie
    ? Internationale Kontakte zu führenden Forschungseinrichtungen weltweit
    ? Eine Graduiertenschule innerhalb der Fakultät
    ? Ein stimulierendes fachliches Umfeld innerhalb der Geowissenschaften

    Wir freuen uns auf Bewerbungen von ausgezeichneten Studierenden mit
    einem MSc Abschluss (oder gleichwertigem Abschluss) mit soliden
    Kenntnissen in Chemie, Physikalischer Chemie, Wasserchemie, Physik, den
    Geowissenschaften oder entsprechenden Fachgebieten. Vorhandene
    Forschungserfahrung ist wünschenswert. Beginn: ab sofort.

Bewerbungen mit CV, Publikationsliste, einer kurzen Beschreibung der
gegenwärtigen Tätigkeit und Kontaktdaten von zwei Referenzen richten Sie
bitte umgehend an Prof. Kurt Bucher, Mineralogie und Geochemie der
Universität Freiburg, Albertstr. 23b, D-79104 Freiburg. E-mail
Bewerbungen erwünscht unter: info@minpet.uni-freiburg.de

Videos einer Supernova

Anhand von Aufnahmen des Chandra-Röntgenteleskops der Überreste der Supenova Cassiopeia A wurden einige faszinierende Videos produziert. Das erste zeigt anhand von verschiedenen Aufnahmen der jahre 2000 bis 2007 die Ausbreitung der Überreste der Explosion.



Für das zweite wurden neben Chandtra-Daten auch noch Daten des Weltraumteleskops Spitzer und zweier bodengestützter Teleskope, des 4 m Kitt Peak Teleskops und des Michigan-Dartmouth-MIT 2.4-Teleskops verwendet. Herausgekommen ist ein virtueller Rundflug durch die Reste der Supernova.


Donnerstag, 8. Januar 2009

Geburtstag: Alfred Russel Wallace

(Alfred Russel Wallace um 1908)

Passend zum gerade begonnenen Darwin-Jahr sollte einer nicht vergessen werden: Alfred Russel Wallace, geboren am 08. Januar 1823. Der britische Naturforscher und Begründer der Biogeographie kam unabhängig von Charles Darwin zu einer sehr ähnlichen Theorie der Evolution durch die natürliche Selektion. Und zwar so ähnlich, dass er mit seiner Bitte um Unterstützung den von ihm geehrten Charles Darwin in große Nöte stürtzte. Denn diueser wollte weder seinen jüngeren Kollegen übergehen, noch sich selber die Butter vom Brot nehmen lassen, hatte er doch zu dem Zeitpunkt die eigene Veröffentlichung beständig hinausgeschoben. Er fand schliesslich einen sehr fairen Kompromiss und publizierte beide Theorien parallel im Jahre 1858 in der Linnean Society.
http://palaeoblog.blogspot.com/2009/01/born-this-day-alfred-russel-wallace.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Russel_Wallace

Geschiebe: Scolithus Sandstein

(Scolithus Sandstein mit roten Röhren, Rerik Ostseestrand, Mecklenburg Vorpommern. Eigenes Bild CC-SA_3,0)


Manchmal findet man bei Spaziergängen am Strand auffällig gemusterte Sandsteine. In ihnen finden sich parallele, mit Sandstein gefüllte Röhren, die senkrecht zur Schichtung verlaufen. Dies sind die so genannten Scolithus Sandsteine, von denen es zwei unterschiedliche Varianten gibt. Einmal die oben gezeigte mit den roten Röhren, und einmal eine mit weißen Röhren. Die Sande der Sandsteine wurden im frühen Kambrium in flachen Gebieten abgeklagert. Auf und in ihnen lebten verschiedene Tiere, welche die Bauten im Sediment hinterlassen haben. Vermutlich (aber genaues weiß man nicht) waren es Würmer. Damit stellen diese Steine mit die ältesten Zeugnisse tierischen Lebens dar, die man bei uns finden kann. Die roten Steine stammen ursprünglich aus der Gegend um den Kalmarsund, die mit den hellen Röhren sind weiter verbreitet und sind daher nur bedingt als Leitgeschiebe verwendbar.

EGU: GMPV4; Unraveling magma generation and differentiation: Field, analytical, experimental and numerical investigation of magmatic and volcanic sys

We would like to remind you about the following session at the EGU General

Assembly (Vienna, Austria, 19 - 24 April 2009) and invite your contribution:



Geochemistry, Mineralogy, Petrology & Volcanology

GMPV4: Unraveling magma generation and differentiation



Solicited speakers:

Marlina Elburg (Ghent University, Belgium)

Fidel Costa (CSIC, Barcelona, Spain)

Gerhard Woerner (Goettingen University, Germany)



GMPV4; Unraveling magma generation and differentiation: Field, analytical, experimental and numerical investigation of magmatic and volcanic systems
This session includes contributions targeting the generation and differentiation of magmas in the mantle and crust from field studies, petrology, geochemistry (major and trace elements and isotopes), experimental petrology and thermodynamic and geochemical modeling. Magma chemistry sampled in plutonic and volcanic rocks reflect combinations of processes operating in their sources (metasomatism by fluids and melts, asthenospheric, lithospheric and 'exotic' mantle components such as pyroxenites, crustal melting and assimilation) and during differentiation from mantle depths to shallow level magma reservoirs and volcanic extrusions/explosions (e.g. fractional crystallization, assimilation, mixing/mingling and replenishment of magma reservoirs and chambers). The fundamental question to be addressed by this session is how igneous systems operate in different tectonic settings and what are the principal controls on primary, parental and derivative magma compositions.


Conveners: Valentin R. Troll (Uppsala University, Sweden), Lilli Freda (INGV Rome, Italy) and Ralf Gertisser (Keele University, UK)


Abstract deadline is January the 13th.

Please see http://meetings.copernicus.org/egu2009/ for further conference

details and submission procedures.

Flugsaurier liefen wie Giraffen

(Illustration Mark Witton, Creative Commons by-nc-sa Lizenz 2.0)

Wie haben sich die Flugsaurierer bewegt, wenn sie auf dem festen Boden herumliefen? Keine ganz einfache Frage, zählten doch zu dieser Klasse der Geflügelten auch echte Riesen, die mit mehr als 10 Meter Flügelspannweite durchaus mit Kleinflugzeugen konkurrieren konnten. Da macht es schon einige Probleme, sie sich zweibeinig hüpfend oder laufend nach Art der heutigen Vögel vorzustellen. Einige anatomische Beobachtungen und Simulationen ihres Körperbaus legen jetzt nahe, dass sie sich auf der Erde auf allen Vieren fortbewegten, ähnlich wie es die heutigen Giraffen tun. Und die größten Exemplare hatten druchaus vergleichbare Dimensionen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/299082

Mittwoch, 7. Januar 2009

Leitgeschiebe: Paskallavik Porphyr

(Paskallavik-Geschiebe am Strand bei Rerik, Mecklenburg-Vorpommern. Eigene Aufnahme, CC-SA 3.0)

Der Paskallavik-Porphyr ist ein relativ auffälliges Gestein, besonders im angefeuchtetem Zustand. Es sieht für mich immer ein bisschen so aus wie eine Blutwurst. Eines der charakteristischen Merkmale, die er mit anderen Smaländer Porphyren teilt sind die Einsprenglinge aus Quarz, die, wie in dem obigen Bild zu erkennen, oft bläulich gefärbt sind. Sie können aber auch grau sein. Die anderen Einsprenglinge sind Kalifeldspäte, die bis zu 3 cm groß werden können und eine abgerundete vierkantige Form, einer Fernsehröhre nicht unähnliche Form haben. Sie sind zumeist hellbraun bis gelblichbraun gefärbt und zeigen oft eine Zonierung. Dabei zeigen die Ränder eine hellere Färbung als die Zentren und bestehen aus Plagioklas. Die Grundmasse des Porphyrs ist feinkörnig, man kann einzelne Körner darin mit Hilfe einer Lupe erkennen. Ihre Farbe variiert von graubraun, braunviolett bis schokobraun und enthält oft kleine Biotite.
Die Feldspateinsprenglinge können eingeregelt sein, wenn der Porphyr gerichtetem Druck ausgesetzt worden ist. Dann sind die großen Feldspäte auch oft zerbrochen.

Gallileo Mystery

Ich wusste schon länger, warum mir die Sendungen von Gallileo Mystery ein klein wenig suspekt waren. Die Verquickung von Halbwissen, Fakten und Fiktion mit angeblich unglaublichen Sensationen geht mir mit ziemlicher Regelmäßigkeit gegen den Strich. Den absoluten Tiefpunkt scheint es aber am 05. Januar gegeben zu haben. Zwei Vertreter der Eso- und Paraschiene wie ausgerechnet Uri Geller und Walter von Lucadou als Ratgeber zu bringen, ist schon echte Dreistigkeit. Ich kann die Kritik der gwup nur voll und ganz unterschreiben.
http://blog.gwup.net/2009/01/07/kritik-an-galileo-mystery-mit-geller-co/

(EGU): Carbonate dissolution and precipitation - mechanisms and isotopic fractionation

we kindly invite contributions to the session GMPV18

"Carbonate dissolution and precipitation - mechanisms and isotopic
fractionation"

at the European Geosciences Union meeting in Vienna from 19-24th April 2008.

Precipitation and dissolution behavior of carbonates plays a major role for
the formation of sediments, sedimentary rocks and in man-made constructions.
Mechanisms and kinetics are strongly related to the physicochemical
conditions, specific reactions at the solid liquid interface and mineralogy.

Experimental, theoretical and field studies are greatly appreciated to
crosslink results from various individual approaches. In particular, this
session encourages contributions on the application and verification of the
traditional and non-traditional stable isotope systems as proxies in
(bio)geosciences e.g. using carbonates as archives.

http://meetingorganizer.copernicus.org/EGU2009/session/524

PLEASE NOTE THAT THE DEADLINE FOR RECEIPT OF ABSTRACTS IS 13th JANUARY.

Dienstag, 6. Januar 2009

war ich einst ein Wikinger...

Das Internet vergisst nie. Was sich allzu oft wie ein Fluch auswirkt, kann aber auch so manches Mal nette alte Erinnerungen wach rufen. So fand ich bei meinen Streifzügen durch das Netz der netze einen alten Text von 1990 wieder, als ich mit einigen Freunden ein rekonstruiertes Wikingerboot von Haithabu nach Schleswig bringen wollte, weil es zur Überholung geslippt werden musste. Der Besitzer war der Vater eines alten Schulkollegen meines Bruders, und wir waren zwei Jahre zuvor schon mit der Ratatoskr auf der Elbe um die Wette gesegelt, als sie anlässlich des 800. Hafengebutstages in Hamburg lag. Die Regatta über gut 1000 Jahre Bootsbaugeschichte konnte mein Zugvogel definitiv nicht für sich entscheiden. Im selben Jahr wie die Ereignisse in dem Text hatten wir auch zum Anlass der Wikingertage in Schleswig ein kurzes Rennen gegen "Indianer" in ihren Kanus zu bestreiten. Die waren auf der Kurzstrecke aber schneller als wir Wikinger.
http://www.wikingerzeitliche-schifffahrt.de/wikinger/haithabu.html

(EGU): Complex processes in metamorphic and magmatic environments: experiments, theory, and modelling

there is one week left to submit your contributions for the EGU General
Assembly in Vienna, April 19-24.
I like to draw your attention to our session
Complex processes in metamorphic and magmatic environments: experiments,
theory, and modelling
Convener Ralf Milke, co-conveners John Wheeler, Leonid Aranovich, Andrew
Putnis

Session abstract:
There is recently great progress in the understanding of the mechanisms
behind metamorphic processes and the rates at which they perform. One
reason lies the advancement in experimental techniques and
microanalytical capabilities that allow chemical and structural analysis
on ever smaller scale. This development is paralleled by the advent of
theoretical tools that clear the way for a realistic computation of
complex reaction and deformation processes in multicomponent systems. It
has become feasible to combine the driving forces determined by
thermodynamics (phase equilibria, phase transitions) and rheology
(chemical-mechanical feedback) with reaction kinetics (e.g. diffusion,
nucleation, crystal growth) in a way applicable to natural rocks.
Examples include texture evolution, chemical and isotopical zoning in
crystals and the migration and chemical nature of grain boundaries. Due
to computational opportunities, insight on small-scale is now with high
resolution applied to big-scale metamorphic processes in the broadest
sense (e.g. tectonics, chemical mass transport in crust and mantle).
Contributions are welcome that address advances in any of these topics.
http://meetingorganizer.copernicus.org/EGU2009/session/392

Creative Commons Lizenzen für Fotografen

Auf seinem Blog photoappar.at macht sich Ralf-Jürgen Stilz stark für die Verwendung von Creative Commons Lizenzen. Ich kann ihm da nur beipflichten. Viele sind im netz auf ständiger Suche nach frei lizenzierten und unentgeltlich verfügbaren Bildern, um sie in ihren Webseiten oder Blogs zu verwenden. Und genau da sind die CC-Lizenzen ein guter Weg, seine Bilder zur Verfügung zu stellen, ohne sämtliche Rechte daran gleich aufgeben zu müssen. Gleichzeitig kann das Werk so eine schnelle Verbreitung und der Urheber eine hohe Aufmerksamkeit in vergleichsweise kurzer Zeit erwerben. Das ist einer der Gründe, warum ich mich vor einiger Zeit bereits entschlossen habe, wenigstens einen Teil meiner Bilder unter den CC-Lizenzen dem Netz zur Verfügung zu stellen. Ich will damit der Netzgemeinschaft auch etwas wieder zurückgeben, denn natürlich kann ich nicht nur auf mein eigenes Bildmaterial zurückgreifen, wenn ich meine Seiten illustrieren möchte. Dankenswerter Weise haben auch viele Netzdienste wie flickr und ipernity die Möglichkeit geschaffen, dort Bilder mit den entsprechenden Lizenzen vorzustellen.
Meine Bilder unter Creative Commons Lizenzen bei den Wikimedia Commons
Fotos bei flickr (größtenteils unter CC-Lizenzen)

Montag, 5. Januar 2009

Goldschmidt 2009; Challenges to our volatile planet

Recent Developments in Microbial Techniques and Approaches to Geobiology

Keynote: Volker Thiel (University of Gottingen)

Session description: This session seeks contributions that apply novel
molecular, genetic, microscopic, spectroscopic, and/or chemical approaches
and techniques to explore questions of geobiology. Such approaches could
include - but are not limited to - applications from metagenomics, novel
imaging techniques, high-resolution analyses, spectroscopic methods,
isotopic proxies (natural level and tracer experiments), and new classes of
organic or inorganic biomarkers. Novel approaches to handling microbes and
consortia in-situ and to improving culturing approaches also are welcomed.

and

Microbial Cycling of Toxic Elements (eg. As, Se, Hg, Te) in Extreme
Environments

Keynote: Jon Lloyd (University of Manchester)

Session description: Microbial interaction with toxic elements is a well
developed field of research due to the toxicity of these elements to living
organisms. This topic is of particular interest to microbial ecologists and
geologists as toxic elements impact microbial community structure and
function and microbes affect the redox state and chemical properties of the
elements. While research on microbe-toxic elements interactions have
progressed for decades, the study of these interactions in extreme
environments has only recently begun, even though such environments are
often characterized by elevated concentrations of such elements. Thus,
microbes and communities in environments characterized by high temperature
and salinity and low pH have been exposed to toxic elements throughout the
course of their evolution. This long term relationships imply that (i) novel
modes of microbial interactions with toxic elements may be found in extreme
environments, and (ii) the evolutionary origin for the mechanisms that
govern toxic element transformations might be found in extreme environments.
This session will be comprised of presentations that summarize current
studies that address these issues.

http://www.goldschmidt2009.org/index

(EGU): Session: "Earthquakes, fluids and metamorphism"

Session: "Earthquakes, fluids and metamorphism" (listed as GMPV24 / SM2.4 / TS7.2)

Keynote Speaker: Stéphane Rondenay, Massachusetts Institute of Technology
Invited Speaker: Kelin Wang, Geological Survey of Canada

Summary:
Mineral reactions related to fluid flow operating before, during and after the seismic cycle have long been recognized in active and exhumed fault zones. Field studies indicate that earthquakes in subduction- and orogenic root zones may be spatially related to domains where mineral reactions take place at non-equilibrium conditions. Subduction zones, for example, are characterized by instabilities caused by increasing PT conditions that drive metamorphism and dehydration as the deeper parts are approached. Incremental lithification, phase transformations, and fluid-rock interactions can lead to the onset of localization of deformation and ultimately seismicity. At shallow depths seismicity has been related to either a lithification threshold within fault assemblages or diagenetic and low-grade metamorphic reactions. Two hypotheses have been proposed to explain the seismicity at depth; (1) that fluid-pressure-embrittlement triggers earthquakes, and (2) that melt-shear-instabilities trigger seismic slip. The quantitative relationships between metamorphism, fluid flow, and seismicity remain, however, not fully understood. We invite contributions that address these feedback relationships at all depths. We are looking for an interdisciplinary discussion with contributions based on field work, rock-deformation experiments, seismology and modeling.


Deadline for abstract submission: 13.1.2009

European Geosciences Union (EGU): Composition and mineralogy of terrestrial planets and the Moon:

A session on

Composition and mineralogy of terrestrial planets and the Moon: new constraints from experiments, modelling, and space missions
Convener: W. van Westrenen | Co-Conveners: M. Koch-Müller , E. Tronche , R. Ziethe
Over the past decade new insights into the chemistry and mineralogy of the terrestrial planets and the Moon have been obtained using a variety of techniques.Increasingly sophisticated remote sensing and in-situ analysis of surface compositions and interior properties, earth-based analyses of meteorites and lunar samples, high-pressure experiments simulating the conditions within terrestrial bodies, and computational studies including numerical modelling have all contributed a wealth of new information. In this session we would like to bring together these different disciplines to summarize, compare and discuss the latest observations and models, to gain a more complete understanding of the evolution of inner solar system bodies. We invite contributions from experimental studies on phase relations and physico-chemical properties of minerals and melts at high pressures and temperatures, from computational studies on the properties of high-presssure phases and the thermo-chemical evolution of planetary interiors, and from geochemical studies including geochronology and element/isotope partitioning.


will be offered at the General Assembly of the European Geosciences Union (EGU) April 19 - 24, 2009 in Vienna.

More information concerning the 2009 EGU Meeting in Vienna with respect to the Geochemistry, Mineralogy, Petrology and Volcanology Program can be found on the following web site:

General information on the 2009 EGU Meeting in Vienna can be found at:


The on-line abstract submission deadline is January 13, 2009.

Information on the abstract submission process is available at:



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