Dienstag, 31. März 2009

Edel sei der Urmensch, hilfreich und gut

Unsere Vorfahren gelten us ja meist als barbarische Wilde, die in einer harten Umwelt um ihr Überleben kämpfen mussten und dabei keine Zeit und auch keine Ressourcen übrig hatten, um sentimentalen Gefühlen nachzuhängen. Was zu schwach war, um aus eigener Kraft zu überleben, das ging in dieser welt unter. Ein Bild, das wohl so ziemlich absolut falsch ist (und trotzdem immer wieder gerne aus ideologischen Gründen hervorgeholt wird). Denn selbst der Vorfahre des Neanderthalers, der Homo heidelbergensis, hat sich liebevoll um seine Mitmenschen gekümmert. Das zeigt der Schädel eines Kindes dieser Menschenart. Das Kind litt unter Kraniosynostose, einer Krankheit, bei der die Schädelnähte vorzeitig verknöchern und der Schädel dem sich entwickelnden Gehirn zu wenig Platz bietet. Folgen sind unter anderem ein stark deformierter Schädel und nur sehr eingeschränkte geistige Fähigkeiten. Heute kann man mit operativen Eingriffen die Folgen weitgehend verhindern, aber für einen Homo heidelbergensis war es ein schweres Schicksal. Und dennoch wurde das Kind nicht einfach seinem Schicksal überlassen, sondern mindestens fünf Jahre lang umsorgt.
Gracia, A. et al.: Craniosynostosis in a Middle Pleistocene human: Cranium 14 from the Sima de los Huesos, Atapuerca, Spain. In: Proceedings of the National Academy of Sciences 10.1073/pnas.0900965106, 2009.
Die Edlen Wilden

Giftige Aga Kröten; es gibt Hoffnung

(Wikimedia commons; User Bigdee, CC-by-3.0 Lizenz)
Bislang schienen die Aga-Kröten in Australien unaufhaltsam zu sein. Kaum ein Tier konnte den hochgiftigen Froschlurchen Widerstand leisten. Die um 1935 dort eingeführten Kröten sollten eigentlich Zuckerrohrschädlinge bekämpfen. Allerdings stellte sich das als ein Trugschluß heraus, stattdessen entwickelten die Kröten einen unbändigen Appetit auf alles was in Australien kreucht und fleucht, während ihre potentiellen Freßfeinde an ihrem Gift reihenweise zugrunde gingen. Um wenigstens den Vormarsch der Froschlurche ein klein wenig zu stoppen und der bedrängten australischen Tierwelt eine kleine verschnaufpause zu gönnen, werden in regelmäßigen Abständen alle erreichbaren Kröten von Freiwilligen eingesammelt und getötet, so wie jüngst, als Ende März wieder die Jagd auf die Kröten eröffnet war. Allerdings sind diese Aktionen immer nur von sehr begrenzter Wirkung gewesen und konnten den Siegeszug der Kröten kaum gefährden. Jetzt scheint den Menschen und den bedrängten Tieren in Australien von unerwarteter Seite Hilfe zu komen. Fleischameisen der gattung Iridomyrmex reburrus. Diese Ameisen leben bevorzugt an seen und Bächen und sind tagsüber unterwegs. Eine Tatsache, der die meisten australischen Lurche mit Nachtaktivität begegnen. Nur die gierigen Kröten nicht. Besonders die Jungtiere sind ebenfalls am tagaktiv, und fatalerweise bevirzugen sie ähnliche Lebensräume. Daher greifen die Ameisen verstärkt junge Aga Kröten an, während die einheimische Lurchfauna unbehelligt bleibt.
Ward-Fear, G. et al: Maladaptive traits in invasive species: In Australia, cane toads are more vulnerable to predatory ants than are native frogs. In: Functional Ecology 10.1111/j.1365-2435.2009.01556.x, 2009.
Ameise stoppt Kröten Kreuzzug
Ameisen gegen giftige Kröten

Video: Tim Minchin über Irrationalität

Neben den eben erwähnten Frust über die Sperrung der Videos der JAmes randi Foundation gibt es auch noch (immer noch sollte ich vieleicht lieber sagen) gute Videos über den Umgang mit leuten, die dem Irrationalen verfallen sind und die Wissenschaft als Methode der Erkenntnisgewinnung ablehnen. So dieses hier von Tim Minchin (der auch in einem anderen Video ein Angebot an ale Esoteriker dieser Welt machte). Hier trifft auf ein weibliches Wesen mit dem vielsagenden Namen Storm.
(via Wahrsagerchecks blog)

James Randi Foundation bei Youtube gesperrt

Mit großem Erstaunen habe ich bemerkt, dass der Account der James Randi Educational Foundation bei youtube gesperrt wurde. Das angekündigte Protestvideo wurde auch wieder offline gestellt. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Ich persönlich nehme an, dass James Randi wieder gewissen Leuten aus dem bereich der Esoterik und Pseudowissenschaft auf die Füsse getreten ist. Ich halte das für eine unzulässige Einschränkung der Meinungsfreiheit, wenn diese Stimme der Rationalität für immer von Youtube verbannt bleiben sollte. Und ein Armutszeugnis für Youtube.


Montag, 30. März 2009

Jim Knopf, Frau Mahlzahn und die Evolution

Jim Knopf, der kleine Held aus Michael Endes Jim Knopf und Lukas der Lokomtivführer hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Darwins Evolutionstheorie. Immerhin kannte Charles Darwin seinen Namensvetter, Jemmy Button, einen Feuerländer Indianer, der für einen Knopf an die Engländer verkauft wurde und mit Darwin zusammen auf der Beagle fuhr, wo er als in England erzogener seinen Landsleuten "die Zivilisation" bringen sollte. Hier erklärt Frau Malzahn Jim die Evolution.
Jim Knopf lernt die Evolutionstheorie

Baumartige Plumes?

Mantle Plumes werden in unseren Lehrbüchern immer wieder als pilzförmige Gebilde beschrieben, in denen heißes material aus den Tiefen der Erde bis kurz unter die Erdkruste aufsteigt, um darüber einen Hot-Spot Vulkan zu bilden. Möglicherweise ist das Bild eines Pilzes aber nicht so gaz zutreffend, und besser wäre es vieleicht, sich eine Art Baum virzustellen, bei der im oberen bereich verschiedene Äste vom Hauptstamm agzweigen. Das jedenfalls würde erklären, warum vulkanische gesteine im Atlas-Gebirge die selbe geochemische Signatur zeigen wie die Gesteine des Kanarischen Archipels. Dort, unter dem nordwestlichen Ende der Inselkette befindet sich heute der aktive Teil des Hot Spots, ders eit rund 70 Millionen Jahren seine Spuren in der Kruste hinterlässt. Diese Spur lässt sich verhältnismäßig leicht verfolgen und geht eindeutig nicht in Richtung des Atlas Gebirges. Darum sit die geochemische Verwandschaft auch nur schwer mit den herkömmlichen Vorstellungen in Einklang zu bringen. Ein verästelter Plume, der mit seinen Ästen auch weiter neben seiner eigentlichen Spur Vulkanismus auslösen kann, wäre eine mögliche Erklärung.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,615895,00.html
http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/tunnel_nordwest_afrika_kieler_meeresgeologen_129923.html

Donnerstag, 26. März 2009

Feuersturm

Als der englische Kapitän S. Tillard an Bord der Fregatte HMS "Sabrina" 1811 einen untermeerischen Vulkanausbruch auf den Azoren beobachtete, beschrieb er rotierende Aschenwolken und Blitze. Danach allerdings blieb das Phänomen lange Zeit relativ unbeachtet. Dabei kann man bei vielen Vulkanausbrüchen auch Wirbel und Blitze beobachten. Ich selber hatte das Vergnügen 1997 auf dem Stromboli, auch wenn da sicher die allgemeine Wetterlage mit ihrer Gewitterneigung sicher einiges dazu beigetragen hatte. Jetzt hat sich eine Arbeitsgruppe um Pinaki Chakraborty von der University of Illinois in Urbanamit dem Phänomen der Wirbel befasst und einige Ähnlichkeiten mit einem anderen Extremereignis festgestellt; den Tornados.
Rotierende Aschewolken verursachen vulkanisches Extremwetter, Spektrum online
Rotation is key to understanding volcanic plumes, scientists say
What are volcanic clouds
Chakraborty, P. et al.: Volcanic mesocyclones, In: Nature 458, S. 497-500, 2009.

Lecturer Position at The university of Adelaide

I would like to draw your attention to a Lecturer position that is
becoming available in Geology and Geophysics at the School of Earth and
Environmental Sciences, The University of Adelaide.
For details please refer to the announcement on University's Job
Opportunities website:
http://www.adelaide.edu.au/jobs/current/11187/

Please feel free to pass on this advert to anyone who may be interested.

done!

Wiss. Mitarbeiter/in in Jena

Stellenausschreibung Reg.-Nr.: 36/09
Zum 01.06.2009 ist am
Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Mineralogie
der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät
der Friedrich-Schiller-Universität Jena
die Stelle einer/s wissenschaftlichen Mitarbeiters/in
(Entgeltgruppe 13 TV-L)
zu besetzen.
Qualifikationsanforderungen:
Promotion
abgeschlossenes Studium der Mineralogie, Geochemie, oder anderen Geowissenschaften
entsprechende „track-record“ von wissenschaftlichen Publikationen
pädagogische Eignung
Schwerpunktaufgaben:
selbstständige Forschung im Gebiet Mineralogie oder Geochemie
Entwicklung von individuellen und kooperativen Forschungsprojekten, inkl. Einwerbung von
Drittmittel
selbstständige Durchführung von Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, 4 SWS)
Die Vergütung erfolgt gemäß Entgeltgruppe 13 TV-L. Es handelt sich um eine volle Stelle.
Die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Qualifikation wird erwartet. Die Stelle ist zunächst
befristet für 2 Jahre; eine Verlängerung ist möglich.
Schwerbehinderte werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen mit vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30.04.2009 zu richten
an:
Prof. Dr. Juraj Majzlan
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Geowissenschaften
Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Mineralogie
Burgweg 11
D-07749 Jena
Tel: 03641-948600
FAX: 03641-948602
Für die Rücksendung der Bewerbungsunterlagen ist ein ausreichend frankierter
Rückumschlag beizulegen, ansonsten werden nicht berücksichtigte Unterlagen nach 6
Monaten vernichtet.

Meteoritenreste gefunden

Im letzten Herbst hatten Astronomen erstmals das große Glück, einen kleinen Asteroiden auf seinem Weg vom Weltraum bis in die Atmosphäre der Erde zu verfolgen. Und jetzt hat man nach Auswertung der Bahndaten und der Beobachtungen auch einige Überreste des Eindringlings gefunden. Seine außergewöhnliche Struktur könnte auch erklären, warum er bereits in vergleichsweise großer Höhe, immerhin 37 Kilometer, zerbrach. Der Meteorit Almahata Sitta zeigt sich auffallend feinkörnig und porös.
Gesucht und gefunden (Spektrum online)
The rock that fell to earth
Jenniskens, P. et al.: The impact and recovery of asteroid 2008 TC3. In: Nature 458, S. 485-488, 2009.

Wo der Frühling bleibt...

So langsam haben wir uns ja schon gewundert, wo der Frühling dieses Jahr abgeblieben ist. Jetzt wurde er gefunden. Auf dem Saturn. Aber bevor wir ans Auswandern denken, sollten wir beachten; Bis er endgültig dort einzieht, werden noch dreißig Jahre vergehen. Nein, da bleibe ich dann doch lieber weiter auf der Erde.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301914

Science as a candle in the dark

Candle in the dark

I worry that, especially as the Millennium edges nearer, pseudoscience and superstition will seem year by year more tempting, the siren song of unreason more sonorous and attractive. Where have we heard it before? Whenever our ethnic or national prejudices are aroused, in times of scarcity, during challenges to national self-esteem or nerve, when we agonize about our diminished cosmic place and purpose, or when fanaticism is bubbling up around us-then, habits of thought familiar from ages past reach for the controls. The candle flame gutters. Its little pool of light trembles. Darkness gathers. The demons begin to stir. Carl Sagan, The Demon-Haunted World: Science as a Candle in the Dark.

Mittwoch, 25. März 2009

Ein Lied über Esoterik

Sebastian23, ein Poetry Slammer, hat ein hübsches Lied über Esoterik geschrieben. Also werde auch ich jetzt meinen Schatz bei der Hand nehmen und in den Wald gehen, um Bäume zu verprügeln.



via astrodictum simplex

Jugendgangs auch bei Triceratops?

Bislang war es nicht einfach, aufgrund der Funde auf das Sozialverhalten des Triceratops zu schließen. Jetzt hat ein Team um Stephen Brusatte erste Hinweise darauf gefunden, dass sich zumindest die jugendlichen Dreihörner zu Gruppen zusammenschlossen. darauf jedenfalls lassen die Reste einer Gruppe jugendlicher Tiere schließen, die vor rund 66 Millionen Jahren gemeinsam umkamen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301879

Dienstag, 24. März 2009

Tagung: Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler/-innen,

Auch dieses Jahr wird sich die Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler/-innen wieder treffen. Und zwar in der Beuth Hochschule (bislang auch als Technische Fachhochschule Berlin bekannt), vom 04 bis 05 Juli 2009. Das Tagungsmotto "Brücken schlagen -- Forschen, Entwickeln, Profitieren" fokussiert den interdisziplinären und inter­kul­turellen Austausch und die gegen­seitige Bereicherung zwischen dem afrikanischen Kontinent und den Aktivitäten deutscher Geo­wissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen. Genaueres sowie eine online Anmeldung ist unter http://www.adg2009.de/ zu finden.

Wenn der Täter zum Tier wird

Einen außergewöhnlichen Autodiebstahl versuchen nigerianische Polizisten gerade aufzuklären. Von zwei Männern, die ein Auto aufzubrechen versuchten konnte zwar einer fliehen, der andere wurde gefasst. Allerdings hatte er sich nach Angaben der Polizisten vorher in eine Ziege verwandelt und schweigt selbstverständlich zu den Vorwürfen. Jetzt wird nach einem Juju-man gesucht, der das Tier zurückverwandeln kann.
http://www.tagesschau.de/schlusslicht/ziegendiebe100.html

Stellenangebot: Leiter/in der Ausstellung "Terra Mineralia"

Die Universität sucht zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine/einen

Leiterin / Leiter

für die Ausstellung „terra mineralia“ im Schloss Freudenstein.
Vergütung: nach TV-L
Befristung: 2 Jahre mit der Option einer Weiterbeschäftigung
Aufgabenschwerpunkte:
Sie sind u. a. verantwortlich für die Betreibung der Ausstellung im Interesse der Universität. Ihr Ziel ist es, regional, national und international ein breites Besucherspektrum, vor allem aber Schüler und Studenten für den Besuch von „terra mineralia“ zu gewinnen.
Sie sind verantwortlich für das Betreuerkonzept und organisieren das gesamte Tagesgeschäft der Ausstellung, sind Ansprechpartner/in für Gäste, organisieren erfolgreiche Gästeführungen und Gästeprogramme, planen und führen Veranstaltungen und Marketingaktionen/Messeauftritte durch, entwickeln das Marketing-, Sponsoren- und Partner-schafts- sowie das museumspädagogische Konzept weiter und setzen diese erfolgreich um. Dazu gehört die Kom-munikationsprozesse nach Innen und Außen zu gestalten.
Anforderungen:
Sie haben einen einschlägigen Universitätsabschluss mit fachlichem Bezug, Berufserfahrungen, fundierte Fachkennt-nisse und Affinität zur Mineralogie, beweisen Kreativität, Organisationstalent und Teamorientierung, sind ausdrucks-fähig in Wort und Schrift, sprechen Englisch und beherrschen die üblichen DV-Anwendungen. Ein Führerschein der Klasse B wird vorausgesetzt.
Sie sind eine unternehmerisch denkende Persönlichkeit, verfügen über ein sicheres Auftreten und Verantwortungs-bewusstsein. Sie haben Spaß daran, selbständig und strukturiert zu arbeiten, scheuen sich nicht mit anzupacken und haben mit flexiblen Arbeitszeiten sowie einer erhöhten Reisetätigkeit kein Problem. Sie sind zuverlässig, belastbar und engagiert, haben Freude am Umgang mit unseren Gästen und Partnern, schätzen eine konstruktive Zusammen-arbeit im Team.
Wir bieten Ihnen einen abwechslungsreichen, kreativen Arbeitsplatz mit kommunikativem und vielfältigem Aufgaben-bereich. Die Stelle ist als Vollzeitstelle angelegt und dem TV-L zugeordnet. Die Vergütung orientiert sich an den per-sönlichen Voraussetzungen und den hohen Anforderungen der Stelle.
Die TU Bergakademie Freiberg strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen an und ist daher insbesondere an Be-werbungen qualifizierter Frauen interessiert. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sowie unter Angabe der Ausschreibungskennziffer (60/2009) sind bis zum 24.04.2009 zu richten an:
TU Bergakademie Freiberg
Dezernat für Personalangelegenheiten
09596 Freiberg
Bitte legen Sie für die Rücksendung Ihrer Bewerbung einen adressierten und frankierten DIN A 4 Umschlag bei.
Die TU Bergakademie Freiberg sucht darüber hinaus wiss. Personal unterschiedlicher Fachrichtungen. Informationen unter: http://www.tu-freiberg.de/allgemein/service/ausschreibung/

Wissenschafts Fotografie

Da der Mensch bekanntlich ein Augentier ist, möchte er komplizierte Sachverhalte am liebsten auf einen Blick erfassen. Genau das hat sich die Wissenschaftsfotografie zur Aufgabe gemacht. Auf GEO sind jetzt die Besten Fotos aus dem Bereich Wissenschaft zu sehen.
http://www.geo.de/GEO/fotografie/fotoshows/60180.html

Schrecken des Kambriums

Der "Schrecken des Kambriums" war zwar nur 20 Zentimeter lang, damit aber über den damals üblichen Größen. Die einzelnen Körperteile des Räubers wurden in der Vergangenheit gerne anderen Lebewesen zugeschlagen, jetzt hat ein Team aus Uppsala die Einzelteile mal neu zusammengefügt und heraus kam ein Räuber aus der Gruppe der Anomalocarididen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301739.html

Donnerstag, 19. März 2009

Wie die Insekten fliegen lernten

Wie haben die Insekten die Luft erobert? Untersuchungen an heute lebenden ursprünglichen Insekten, den Archaeognatha (Felsenspringer) lässt vermuten, dass die ersten Insekten ebenso als Gleitflieger angefangen haben.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/985672

Erdkruste schmilzt leichter als gedacht

Die Gesteine der Erdkruste zeigen beim erhitzen eine interessante Eigenschaft; sie verhalten sich wie ein Dämmmaterial und leiten die Hitze umso schlechter, je mehr sie aufgeheizt werden. Diese Eigenschaft könnte erklären, warum Gesteine unter bestimmten geologischen Bedingungen verhältnismäßig leicht aufgeschmolzen werden.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/985635

Neue Spur der Federn

Ein neues Fossil scheint unser Verständnis über die Entwicklung der Federn neu zu definieren. Demnach haben sich stammesgeschichtlich gesehen Federn schon recht früh entwickelt. Denn das neue Fossil gehört zu der Ordnung der Ornithischia. Und bislang kannte man federähnliche Strukturen nur bei den Saurischia, zu denen vermutlich die Vorfahren der heutigen Vögel gehörten.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301691
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/985679

Dienstag, 17. März 2009

Fremdbstimmtes Bild der Tochter

Ich glaube, wir waren alle schockiert über die Nachrichten und Bilder, welche uns letzte Woche aus Winnenden erreichten. Aber das Ereignis will ich hier überhaupt nicht weiter kommentieren. Vermutlich ist alles gesagt, wenn auch wohl noch nicht von allen. Den Betroffenen in ihrem Schmerz wird oftmals durch die Sensationslüsternheit der Presse (nein, ich will das Blatt mit den vier Buchstaben nicht nennen, es steht da wohl auch nicht allein) noch zusätzlich und vorsetzlich Schmerz zugefügt. Sie fühlen sich bedrängt und in ihrer Trauer missachtet, wenn Bilder ihrer getöteten Kinder von der Presse aus den einschlägigen Internetportalen herauskopiert und coram publico ausgebreitet werden. Vermutlich hätten sie selber niemals die Erlaubnis dazu gegeben. Aber wann hat sich die Boulevardpresse schon an Gefühle von Opfern oder an deren zu schützende Identität gehalten? Das Problem ist einfach, dass viele Schüler (und auch Erwachsene, da bin ich sicher keine Ausnahme, man muss sich ja nur diesen Blog und andere Seiten von mir ansehen) eine beachtliche Schaumspur im Internet hinterlassen, der die Medien im Falle eines Falles allzu gerne folgen. Ohne Rücksicht auf Copyright, von den Gefühlen der Betroffenen ganz zu schweigen. Das sollte allen, auch Schülern klar sein. Und Eltern sollten das auch mit ihren Kindern besprechen. Alle Dten, die man ins Internet stellt, sind dort für voraussichtlich ewige Zeiten einsehbar. Das gilt für Partybilder, die ein eventueller Arbeitgeber besser wohl nicht zu Gesicht bekommt ebenso wie für Fälle wie jetzt in Winnenden. Wobei man meiner unbescheidenen Meinung nach den Medien mal ganz gehörig auf die gierigen Finger klopfen sollte. Auch wenn das bei dem ernsten Anlass vielleicht überspannt klingt; Denkt immer daran, dass andere diese Daten auch ohne eure Einwilligung nutzen könnten und ihr eventuell dann keine Chance mehr habt, sie zurückzuholen. dass dann andere über die Verwendung eurer Daten un das euer Bild in der Öffentlichkeit gebieten könnten. An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass mein Mitgefühl den Betroffenen gilt.
Das fremdbestimmte Bild der Tochter

Junger Plume unter Afrika?

Der 3.470 m hohe Stratovulkan Nyiragongo liegt nördlich der Stadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo. Er gehört zu den Virunga Vulkanen, deren Entstehung eng mit der Entwicklung des Ostafrikanischen Grabens verbunden ist. Zur Zeit beherbergt der Krater den größten Lavasee auf der Erde. Die geförderte Lava ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Sie ist extrem flüssig und zeigt eine äußerst ungewöhnliche Neodym- und Strontiumisotopenzusammensetzung, wie sie beispielsweise für Asteroiden zu finden ist. Zusammen gilt das als ein Hinweis, dass die Quelle des Magmas in großer Tiefe liegt, wo sie von den Veränderungen der jüngeren Erdgeschichte (Plattentektonik etc) verschont geblieben ist. Das könnte ein möglicher Hinweis sein, dass unter Ostafrika ein relativ junger Mantle Plume aufsteigt. Zumal Ostafrika sich in den umliegenden Bereich aufwölbt.
Neue Lavablase unter Afrika Spektrumdirekt
Fledgling Mantle Plume May Be Cause of African Volcano's Unique Lava Pressemitteilung der University of Rochester
Fotos vom Nyiragongo

Montag, 16. März 2009

Reste des "Ostsee-Meteoriten" gefunden.

Im Januar hatte ein großer Feuerball über der Ostsee für einige Aufregung gesorgt. Jetzt ist es dem Meteoriten-Kenner und professionellen Meteoriten-Jäger Thomas Grau gelungen Reste des Boliden auf der Insel Lolland zu bergen. Zu der Fundstelle hatte ihn eine intesive recherche aus Augen-/ Ohrenzeugen, Videoaufnahmen und Berechnungen geführt. Rund 30 Gram des Meteoriten, ein kohloger Chondrit, konnten geborgen werden und kamen zur Untersuchung in das Geocenter von Kopenhagen. Da in Dänemark das "Danekrae-Gesetz" gilt, müssen derartige Funde (das gilt auch für Fossilien und andere Bodenfunde, die eine wissenschaftliche oder überregionale Bedeutung haben) bei den Behörden gemeldet und gegebenenfalls abgegeben werden. Forscher Thomas Grau will sich daran halten. Hoffentlich macht sein Beispiel Schule.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,613597,00.html
Geolokisk Museum Københavns Universitet mit Bildern des Fundes


Jugendgangs bei Dinosauriern?

Darüber, ob und wie verschiedene Saurier soziale Lebewesen waren, wird viel geforscht. Jetzt hat ein Team um Paul Sereno von der University Chicago eine neue Variante des sozialen Zusammenlebens bei den Dinosauriern entdeckt; Manche bildeten allem Anschein nach Jugendgangs, während die Alttiere schon wieder mit dem nächsten Brutgeschäft beschäftigt waren.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301533

Donnerstag, 12. März 2009

Straßenbeleuchtungen an Flußufern

Dass die zunehmende Verschmutzung unserer Umwelt durch den so genannten "Lichtsmog" auch eindeutige Auswirkungen auf die Ökologie haben kann, hat sich vielleicht schon ein wenig herumgesprochen. Insekten beispielsweise reagieren ziemlich empfindlich auf Lichtquellen wie Straßenlaternen. Insgesamt spielen sich des Nächtens unter den laternen ware Insektenmassaker ab, weshalb nach Lösungen gesucht wird. Ob möglicherweise eine seitliche Abschirmung der lampen hilft, wird immer wieder ins Gespräch gebracht. Welche Auswirkungen Straßenlampen an Flußufern haben können, ist weithin nicht erforscht. Christian Reinboth vom Blog "Frischer Wind" hat dazu einen interessanten Artikel verfasst.

Holopathie

Wenn man noch nichts von "Holopathie" gehört hat, ist das keine echte Bildungslücke. Denn dabei handelt es sich um eine neue Sau, die durch das esoterische Dorf der "ganzheitlichen Medizin" gejagt wird. Mit den üblichen Schwurbeleien, die man bei solchen Themen erwarten darf. Ulrich Berger vom Blog "kritisch gedacht" hat sich intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt. Und sich von Verfechtern einige üble verbale Rempler eingefangen. Bemerkenswert, wie sich die Taktiken der Pseudos doch immer wieder ähneln. Behauptungen werden aufgestellt, und bei Nachfrage oder Gegenargumenten wird es schnell persönlich. Auch die Feststellung, die Phillippe Leick in seinem Gastbeitrag auf "kritisch gedacht" macht
Man darf sich einfach nicht darauf verlassen, dass in einer zitierten Arbeit auch wirklich das steht, was der Autor einem weismachen möchte.
ist eine Art Naturgesetz, wenn man die einschlägige Literatur unserer Esoteriker und Pseudowissenschaftler zur Hand nimmt. Nach meinen Erfahrungen zumindest in den Bereichen der Katastrophisten ist es eigentlich generell die regel, dass in dem zitierten Werk (so es sich um eine Publikation des wissenschaftlichen "mainstreams" handelt, nur hier gilt die Regel) fast immer das Gegenteil von dem steht, was man uns weißmachen will. Man könnte sicherlich eine Art "Naturgesetz" daraus ableiten, wenn man wollte.

Peking Mensch älter als bisher angenommen

(kevinzim/Wikimedia, CC-by-sa 2.0)
Homo erectus pekinensis, auch als Peking Mensch bekannt, stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen dem bis vor 1,6 Millionen Jahren lebenden Homo habilis mit seinen rund 600 bis 700 Kubikzentimetern Hirnvolumen und uns, mit unseren 1345 Kubikzentimetern im Durchschnitt. Da die Original Fossilien im den Wirren des 2. Weltkrieges und der Besetzung Chinas durch Japan verloren gegangen sind (bis auf 2 Zähne), konnten die Funde selber nicht exakt datiert werden, weshalb ihre zeitliche Einschätzung von 420 000 bis 600 000 Jahre variieren. daran konnten auch bei einer neuerlichen Grabungskampagne in den 1950´er Jahren geborgene Knochenreste nichts ändern. Jetzt hat eine chinesisch-amerikanische Gruppe einen neuerlichen Versuch gemacht, die Funde zu datieren. Dazu hat sie sich nicht der Knochen selber bedient, sondern haben anhaftende Sediment mit der Aluminium-Beryllium Methode datiert. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass in Sedimenten, und hier vor allem Quarz, durch die Einwirkung kosmischer Strahlung die Isotope 26Al und 10Be entstehen. Und zwar in einem bestimmten Verhältnis, solange die Sedimente an der Erdoberfläche sind. Das Ergebnis verlegt das Alter der Funde um runde 200 000 Jahre in die Vergangenheit. Auf gute 750 000 Jahre wird der Peking Mensch jetzt datiert.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301449
Shen, G., Gao, X., Gao, B. & Granger, D. E. Nature 458, 198– 200 (2009).
Ciochon, R. L. & Bettis, E. A. Nature 458, 153– 154 (2009).

7000 Jahre alte Einbäume verloren?

Es war eine kleine Sensation vor rund sieben Jahren, als beim Bau eines Regenrückhaltebeckens in Stralsund einige gut erhaltene Einbäume gefunden wurden. Zwei der drei Wasserfahrzeuge stammten Datierungen zu Folge aus der zeit 5000 v. Chr, das Dritte war rund 1000 Jahre jünger. Als die ältesten Wasserfahrzeuge des Ostseeraumes wurden sie bezeichnet. Allem Anschein nach hat eine unglückliche Verkettung von Inkompetenz und Sparzwang in den seit dem Fund vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Einbäume nicht nur nicht Fachgerecht gelagert wurden, sondern auch die Notwendige Konservierung nicht unternommen wurde. Anstatt das Holz der Funde feucht zu halten, ließ man es austrocknen, was letztlich zu einem Totalverlust der Funde führte. Jetzt wird fleißig der Schwarze Peter hin und her geschoben. Dabei sollte es eigentlich außer Frage stehen, dass man nur Funde birgt, die man auch erhalten kann. Und wenn man einen Fund bergen muss, um ihn vor Baumaßnahmen zu schützen, dann sollte man sich auch um eine Erhaltung kümmern. Denn sonst hat die Bergung herzlich wenig Sinn gehabt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,612716,00.html

Mittwoch, 11. März 2009

You really made my day!

Gesungene und getanzte Sternzeichen. Da kann man eigentlich gut sehen, das Astrologie zu Hirnerweichung führen kann. Und nur so nebenbei, die Hupfdohle im Hintergrund trägt bei Leo das falsche Kostüm; Leopard. Wie schmerzfrei muss man für so etwas eigentlich sein?


via astrodictum simplex

Geo-Foto #5: Aerosolkorrosion

Korrosion

Treffen in der Höhlenluft kalkaggressive Aerosole auf die Höhlenwand, so können sie dort Kalk lösen. Das passiert meist an Stellen, wo die Bewetterung der Höhle abhängig von der Jahreszeit ist. Im Winter dringt kalte Außenluft ein und trifft auf die warme, feuchte Höhlenluft. Die überschüssige Feuchtigkeit schlägt sich auf den Höhlenwänden nieder. Meist in oberflächennahen Bereichen der Höhlen zu finden.

Dienstag, 10. März 2009

Evolution: Koevolution und Rüstungswettlauf

Betrachtet man die Evolution der Lebewesen um sich herum mal genauer, dann fällt immer wieder ein bestimmtes Muster auf. Viele Arten Entwickeln sich zusammen, in einer Art "Rüstungswettlauf" gegeneinander. Im Rahmen der Zeichentrickserie "Futurama" findet sich eine gelungene Darstellung des Sachverhalts, die, wie ich finde, auch leicht verständlich ist. Vielleicht ist diese Art der Darstellung, so vereinfacht sie auch sein mag, ein gutes Mittel auch schon jüngere Kinder an das Thema heranzuführen. Schlieslich kann man eigentlich nicht früh genug damit anfangen, ein klein wenig wissenschaftliches Denken und eine gesunde Portion Skepsis gegenüber den esoterischen "Welterklärern" in unseren Nachwuchs zu bekommen, oder?



Der Fresser der Monde

(Jupiter, von Voyager 1 aus gesehen, NASA)
Jupiter ist nicht nur der Gößte unter den Planeten unseres Sonnensystems, sondern zeichnet sich auch durch eine hohe Zahl an Monden aus. Rund 2 % seiner masse machen die Monde aus, die ihn heute umkreisen. Wenn man aber Simulationen seiner Entstehung glauben mag, ist das zu wenig. Bis zu 10 % der Jupitermasse sollte ihn also in Form von Monden umkreisen. Doch wo sind diese Monde geblieben? Kannibalisiert vom Jupiter? Florian Freistetter gibt in seinem Blog eine gute und verständliche Erklärung des in Frage kommenden Mechanismus.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301344.html
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/03/hat-jupiter-seine-monde-gefressen.php

Planvolle Affen

(Foto: Thomas Lersch, GNU-Lizenz)
So ist das ja oft mit der buckeligen Verwandtschaft, sie ist uns ähnlicher als wir es gerne hätten. Und je länger man sie betrachtet, desto mehr Ähnlichkeiten fallen auf. Auch mit unserer biologischen Verwandschaft ist das nicht anders. Und nebenbei fällt wieder eine Domäne, welche der Mensch gerne für sich reklamiert hätte; Das planende Vorgehen, besonders auf zukünftige Ereignisse und nicht nur aufaugenblickliche Bedürfnisse gerichtet. Denn in Schweden hat sich jetzt ein Schimpanse gefunden, der liebend gerne Steine auf Zuschauer wirft. Das an sich ist ja noch nichts besonderes. Aber er legt dazu extra versteckte (die Tierpfleger filzen schliesslich sein Revier täglich) Munitionslager an.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301345.html

Stellenangebot: TU Clausthal - Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Wissenschaftliche Mitarbeiter zur Promotion (E13 TV-L in Teilzeit 50% und 70%)

Stellenausschreibung
Am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe, Professur für Glas und Glastechnologie, sind
zum nächstmöglichen Zeitpunkt (01.04.2009) drei Stellen für
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Wissenschaftliche Mitarbeiter zur Promotion
(E13 TV-L in Teilzeit 50% und 70%)
zu besetzen. Die Stellen sind zunächst auf 2 Jahre befristet, eine Verlängerung wird angestrebt.
Thema der Projekte sind Beschichtungen auf Glassubstraten mittels innovativer Sol-Gel-
Verfahren sowie die Analytik von Glasoberflächen.
Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich
Materialwissenschaften, Physik, Chemie, Mineralogie oder vergleichbarer Studienrichtungen.
Kenntnisse auf dem Gebiet der anorganischen Gläser und der Oberflächenanalytik
sind hilfreich. Bewerber/innen sollten sich durch gute fachliche Kompetenz, fundierte
Englischkenntnisse, Flexibilität und Teamfähigkeit sowie Kommunikationsfreude
auszeichnen.
Die TU Clausthal beabsichtigt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und
Lehre. Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich aufgefordert sich zu bewerben.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen und einer Beschreibung von Studien- und
Interessenschwerpunkten richten Sie bitte bis zum 31. März 2009 an:
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Deubener
Institut für Nichtmetallische Werkstoffe
Technische Universität Clausthal
Zehntnerstraße 2a
D-38678 Clausthal-Zellerfeld
http:// www.naw.tu-clausthal.de
Tel.: +49-(0)5323-72-2463

Freitag, 6. März 2009

Post-Doc-Stelle am Karlsruher Institut für Technologie

The Karlsruhe Institute of Technology invites applications for a full time

Postdoctoral Research Position

at the Institute of Mineralogy and Geochemistry, Universität Karlsruhe (TH), Germany. The appointment
is for 3 years. Salary will be according to the German public service salary scale TV-L 13.
The Postdoc will be integrated in the research project RECAWA „Reactivity of calcite/water-interfaces -
Molecular level process understanding for technical applications“, which is funded by the DFG and
BMBF under the GEOTECHNOLOGIEN-Program.
The overall aim of RECAWA is to develop a fundamental process understanding with respect to the
reactivity and dynamics of calcite surfaces during crystal growth in aquatic systems. The successful
candidate will investigate the effect of adsorption/incorporation of foreign ions/molecules on the
reactivity of calcite surfaces and the effect of organic and inorganic additives on the crystal growth of
calcite. The interaction of these aspects results in a complex interplay between the aquatic system and
the calcite surface, which opens a number of technical applications. Therefore the concept of RECAWA
includes a strong connection of fundamental research with industrial partners in the fields of water
treatment technology, cement processing and PCC-production. Modern analytical facilities (AFM, SEM,
μXRF/XRD/XAS at the ANKA Synchrotron Light) are available at KIT.
Candidates would most likely have a background in one or more of the following fields:
Mineralogy/Geochemistry, Material Sciences, Crystallography, Physics, Chemistry, and must have
completed a relevant PhD.
The Universität Karlsruhe (TH) is an equal opportunities employer and welcomes applications from
women. Handicapped persons having the same qualification will be preferred.
For best consideration, please submit your application, including a statement of your research interests
and qualifications and a curriculum vitae in electronic form to Thomas Neumann (neumann@kit.edu,
++49-721-6084279). Review of application will continue until the position is filled.


Am Institut für Mineralogie und Geochemie der Universität Karlsruhe (TH) ist im Rahmen des vom
GEOTECHNOLOGIEN-Programm geförderten Verbundprojektes RECAWA „Reaktivität von
Calcit/Wasser-Grenzflächen: Vom molekularen Prozessverständnis bis zur technischen Anwendung“
zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines
Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters
(TV-L, E 13)
für 3 Jahre zu besetzen.
Das Institut für Mineralogie und Geochemie ist eingebettet im Karlsruher Institute of Technology (KIT).
Im KIT schließen sich die Universität Karlsruhe (TH) und das Forschungszentrum Karlsruhe zusammen,
um ihre Forschung gemeinsam zu strukturieren und strategisch zu planen. Am Schnittpunkt zwischen
Ingenieurswissenschaften und Geowissenschaften entstehen insbesondere an den KIT-Zentren
Energie bzw. Klima und Umwelt vielfältige Forschungsarbeiten im Bereich der Angewandten und
Technischen Mineralogie.
Im Rahmen von RECAWA soll ein grundlegendes Systemverständnis hinsichtlich der Reaktivität und
Dynamik von Calcitoberflächen während des Kristallwachstums in aquatischen Systemen
erarbeitet werden. Die Untersuchungen umfassen die Einflüsse von Adsorption und Einbau von
Fremdatomen/-molekülen auf die Calcitoberflächen, sowie die Wirkung organischer und anorganischer
Additive hinsichtlich des Kristallwachstums von Calcit. Diese grundlagen-orientierten Forschungsaspekte
sind aktuell von großer Bedeutung für unterschiedlichste Anwendungsgebiete. In enger
Kooperation mit verschiedenen Industriepartnern sollen daher Calcitoberflächen gezielt für den
Einsatz in der Umwelttechnologie verändert bzw. funktionalisiert werden. Das Verbundprojekt wird sich
dabei beispielhaft aktuellen Fragestellungen aus den Bereichen der Wasseraufbereitung, Baustoffindustrie
und PCC-Herstellung widmen.
Der/Die wissenschaftliche Mitarbeiter/in soll neben den experimentellen Studien eine koordinierende
Funktion innerhalb von RECAWA übernehmen und die Ergebnisse der Verbundpartner zusammenführen
mit dem Ziel ein übergreifendes konzeptionelles Modell zur Reaktivität von Calcitoberflächen zu
entwickeln. Zur Bearbeitung des Projektes steht ein modernes analytisches Methodenspektrum (z.B.
AFM, SEM, μXAS/XRF/XRD an der Synchrotronquelle ANKA) in einem exzellenten Arbeitsumfeld am
KIT und in Kooperation mit den verschiedenen Verbundpartnern aus Wissenschaft und Industrie zur
Verfügung.
Für die zu besetzende Stelle suchen wir eine/n Kandidaten/in mit abgeschlossenem Studium der
Mineralogie/Geochemie, Materialwissenschaften, Kristallographie, Geowissenschaften, Physik, Chemie
oder verwandter Fächer und einer qualifizierten Promotion.
Die Universität Karlsruhe (TH) ist bestrebt, den Anteil an Frauen im wissenschaftlichen Dienst zu
erhöhen und begrüßt daher besonders die Bewerbung von Frauen. Schwerbehinderte Bewerber/innen
werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien im pdf-Format) richten Sie bitte
in elektronischer Form an Herrn Prof. Dr. Thomas Neumann (neumann@kit.edu, Tel. +49 721/608-
4279). Die Bewerbung ist möglich bis zur endgültigen Besetzung der Stelle.

Richard Dawkins; in Oklahoma unerwünscht?

Das viele Menschen im Bible Belt der USA so ihre Probleme mit der Evolution haben, ist eigentlich nichts neues. Und dass Richard Dawkins als Vertreter eines lautstarken Atheismus sich dort wohl nicht gerade viele Freunde unter den fundamentalistischen Christen gemacht hat, wohl auch nicht. Jetzt sollte er im Rahmen des Darwin-Jahres an der Universität von Oklahoma reden. das passt einigen der politisch verantwortlichen dort wohl nicht in ihr Weltbild. Jetzt wurde von dem Abgeordneten Thomsen eine Resolution vorgelegt, in der die Universität Oklahoma aufgefordert wird, die Einladung Dawkins wieder rückgängig zu machen. Das Ganze natürlich unter dem Deckmäntelchen der "Diskussion verschiedener Theorien".

WHEREAS, the University of Oklahoma is a publicly funded institution which should be open to all ideas and should train students in all disciplines of study and research and to use independent thinking and free inquiry; and

WHEREAS, the University of Oklahoma has planned a year-long celebration of the 200th birthday of Charles Darwin and the 150th anniversary of Darwin’s theory of evolution, called the “Darwin 2009 Project”, which includes a series of lectures, public speakers, and a course on the history of evolution; and

WHEREAS, the University of Oklahoma, as a part of the Darwin 2009 Project, has invited as a public speaker on campus, Richard Dawkins of Oxford University, whose published opinions, as represented in his 2006 book “The God Delusion”, and public statements on the theory of evolution demonstrate an intolerance for cultural diversity and diversity of thinking and are views that are not shared and are not representative of the thinking of a majority of the citizens of Oklahoma; and

WHEREAS, the invitation for Richard Dawkins to speak on the campus of the University of Oklahoma on Friday, March 6, 2009, will only serve to present a biased philosophy on the theory of evolution to the exclusion of all other divergent considerations rather than teaching a scientific concept.

NOW, THEREFORE, BE IT RESOLVED BY THE HOUSE OF REPRESENTATIVES OF THE 1ST SESSION OF THE 52ND OKLAHOMA LEGISLATURE:

THAT the Oklahoma House of Representative strongly opposes the invitation to speak on the campus of the University of Oklahoma to Richard Dawkins of Oxford University, whose published statements on the theory of evolution and opinion about those who do not believe in the theory are contrary and offensive to the views and opinions of most citizens of Oklahoma.

THAT the Oklahoma House of Representatives encourages the University of Oklahoma to engage in an open, dignified, and fair discussion of the Darwinian theory of evolution and all other scientific theories which is the approach that a public institution should be engaged in and which represents the desire and interest of the citizens of Oklahoma.

THAT a copy of this resolution be transmitted to the President of the University of Oklahoma, the Dean of the College of Arts and Science at the University of Oklahoma, and the Chair of the Department of Zoology at the University of Oklahoma.

Astrologische Beratung für Banken?

Wer immer gedacht hätte, bei Finanzinstituten würde kalte Rationalität herrschen, der ist ja spätestens durch die derzeitige Finanz- und anschliessende Wirtschaftskrise eines besseren belehrt worden. Aber es geht ja bekanntlich immer noch etwas schlimmer. Sind unsere Wirtschaftsforscher schon nicht mit besonders guten Trefferquoten gesegnet, aber ihre Modelle immerhin noch überprüfbar, so scheinen manche Finanzinstitute jetzt endgültig den Pfad in Richtung Esoterik zu verlassen, in dem sie astrologische Beratungen in Ansprich nehmen. Florian Freistetter vom Astrodictum simplex hat dazu einiges zusammengestellt.
Astrologische Beratung für Banken - der Weg aus der Finanzkrise?

The candle flame gutters. Its little pool of light trembles. Darkness gathers. The demons begin to stir. (Carl Sagan)

Donnerstag, 5. März 2009

Quartz Page

In den Weiten des Internets kann sich so manches kleine Juwel verbergen. Eines davon, besonders für Freunde des Minerals Quarz und all seiner Varietäten, ist die Quartz Page von Amir Akhavan. Mit viel Liebe zum Detail wurden hier vielfältige Informationen über Quarz zusammengetragen, zusammen mit den guten Abbildungen ein echter Leckerbissen.

Diskussion mit Leugnern

Wie reagiert man auf fundametnalistische Positionen am Besten? Jörg Zimmermann hat hier einige Probleme und Vorgehensweisen gepostet, wie man mit den Leugnern des Klimawandels umgehen sollte. Kommt mir irgendwie bekannt vor, denn für den Umgang mit Kreationisten gilt durchaus ähnliches. Faszinierend, wie sich die Dinge doch gleichen können...

Some Fundamentals of Mineralogy and Geochemistry

L. Bruce Railsback vom Department of Geology der Universität von Georgia hat hier dankenswerter Weise einige sehr hübsche Powerpoint Präsentationen sowie Grafiken über Themen der Gechemie und Mineralogie im Format jpeg und pdf zusammengetragen. Die Sammlung wird ständig erweitert und soll eines Tages als E-Book herausgegeben werden.
http://www.gly.uga.edu/railsback/FundamentalsIndex.html

Mittwoch, 4. März 2009

Susi Neunmalklug

Wären alle Kinder so wie unsere Susi neunmalklug, dann hätten alle Versuche unserer kreationistischen Freunde, schon bei Schülern ihre kruden Ideen zu indoktrinieren, wesentlich weniger Erfolg.



Wurden Gravitationswellen schon vor 22 Jahren entdeckt?

Florian Freistetter berichtet in seinem Blog Astrodictum simplex über eine bemerkenswerte Entdeckung im Jahre 1987. Möglicherweise hatte Joseph Weber von Universität Maryland die von der Supernova 1987A ausgehenden Gravitationswellen tatsächlich gemessen.
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/03/wurden-gravitationswellen-schon-vor-22-jahren-entdeckt.php

Nochmal Glück gehabt

Das hätte ganz schön hübsch gerumpelt, aber wir sind wohl noch einmal mit einem Warnschuss davon gekommen. Am Montag nachmittag hat der erst am Freitag von Robert McNaught entdeckte auf rund 21 bis 47 Meter Durchmesser geschätzte Himmelskörper hätte bei einem Volltreffer wohl die vergleichbare Wirkung wie das bekannte Tunguska-Ereignis gehabt. Die damalige Explosion hatte eine Sprengkraft von ca. 10 bis 15 Megatonnen TNT, also das 1150-fache der Atombombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde. Manche gehen sogar von 50 Megatonnen aus, was ungefähr der stärksten jemals gezündeten Atombombe vergleichbar ist. Mehr als ausreichend, um selbst eine große Stadt auszuradieren. Vor rund 50 000 Jahren schlug ein ähnlich großer Eisenmeteorit in Nord Arizona ein und schuf den Barringer-Krater. Er schlug mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 40.000 km/h ein. Der Einschlag verursachte eine Explosion, die dreimal so stark wie das berühmte Tunguska-Ereignis war. Es wurden ungefähr 175 Millionen Tonnen Gestein weggeschleudert und dadurch ein ursprünglicher Krater von 1.200 Metern Durchmesser und 170 Meter Tiefe freigelegt; dabei wurden auch 30 Meter große Kalksteinblöcke herausgeschleudert. Am Einschlagpunkt wurde das Material aufgeschmolzen und verdampft, so dass neue Mineralien gebildet wurden, unter anderem Diamanten und Lonsdaleiten. Der Einschlag führte zu einem Erdbeben der Stärke 5,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala.

In einem Umkreis von vier Kilometern wurde alles Leben ausgelöscht, der entstandene Feuerball breitete sich auf 10 Kilometer aus, die Schockwelle verwüstete mit einer Geschwindigkeit von 2.000 km/h alles im Umkreis von 14 bis 22 km, außerhalb erreichte sie noch Hurrikanstärke bis zu einer Entfernung von 40 Kilometern. Trotz dieser gewaltigen Zerstörungen hatte der Einschlag jedoch keine globalen Auswirkungen und die Region wurde von der lokalen Flora und Fauna bereits innerhalb eines Jahrhunderts neu besiedelt.

Diesmal hatten wir Glück und konnten den Vorbeiflug aus sicherer Distanz beobachten. Doch bei der kurzen Vorwarnzeit ist es fraglich, ob wir überhaupt irgendwelche Maßnahmen hätten treffen können, um die gefährdete Region und die dort lebenden Menschen hinreichend zu schützen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,610840,00.html




Klimawandel auf Pluto

Nicht nur hier auf der Erde, auch auf anderen Planeten ändert sich mitunter das Klima. In diesem Fal trifft es den ehemaligen neunten Planeten, den seit seiner Degradierung als Zwergplanet geführten Pluto. Hier sorgt Methan dafür, dass die (wenn auch extrem dünne) Atmosphäre eine deutlich höhere Temperatur besitzt als die Oberfläche.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301161

Schimpansen verbessern Termitenangel

Schimpansen sind einige der wenigen Tiere außer uns selber, die Werkzeuge gezielt herstellen. Kein Wunder, sie sind ja auch die mit uns am nächsten verwandten Tiere auf auf der Erde. Jetzt haben einige im Kongo gelernt, die gebräuchliche Termitenangel noch ein kleines Stück zu verbessern.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301162
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/983419

Dienstag, 3. März 2009

T.rex: Streit um Protein aus Dinosaurierknochen

Es war die Sensation des Jahres 2007, als Forscher um Mary Schweitzer fossiles Kollagen in einem Knochen eines Tyrannosaurus rex gefunden haben wollen. Viele hatten bezweifelt, dass so sensible Strukturen wie Kollagen überhaupt fossil überlieferbar sind, und schon garnicht über einen Zeitraum von 68 Millionen Jahren. Jetzt werden neue Zweifel an dem Sensationsfund geschürt; Martin McIntosh, der das Massenspektrometer der University of Washington in Seattle betreibt, will laut Nature in der veröffentlichten Sequenz Hämoglobin von einem Strauß entdeckt haben, einen Hinweis, dass Eiweiss dieses rezenten Vogels die Proben kontaminiert haben könnte.

Video: Höhlen von Naica

Die Höhlen von Naica in Mexiko sind mittlerweile ja bekannt für ihre riesigen Selenit Kristalle. Selenit die Bezeichnung für eine besonders reine Form des Minerals Gips (Ca[SO4] • 2 H2O). Von einer Expedition der National Geographic gibt es ein sehenswertes Video.


Darwinjahr: Evolutionsfeindliche Tendenzen

Der Wissenschaftshistoriker Thomas Junker im Interview über Indoktrinationsversuche und Aktivitäten von kreationistischen Kreisen in Deutschland. Und die Notwendigkeit, hier durch frühzeitige schulische Behandlung des Themas Evolution.

Montag, 2. März 2009

Die Krawatte

An die so genannte Bluescreen (nein, nicht das Ding von Windows) im Fernsehen haben wir uns ja alle mittlerweile gewöhnt. Aber hier wurde eine Variante verwendet, die wohl neu in der Welt der Wetterberichte sein dürfte.

Ist Blasphemie ein Verbrechen?

"Ist Blasphemie ein Verbrechen?" fragen die American Atheists. Die Umfrage passt ja irgendwie zu der beabsichtigten bindenden UN Resolution. Bislang sieht es so aus, dass 90% der abgegebenen Stimmen dafür sind, und nur 8 % dagegen (3271 zu 325 Stimmen). Ein erschreckendes Bild, wie ich finde. Wollen wir wirklich in eine Welt, wo eine Kritik an einer von anderen als absolut angenommenen Autorität ein Verbrechen sein kann? Sind wir wirklich so schnell bereit, unsere so hart auch gegenüber vermeintlich absoluten Autoritäten errungene Meinungsfreiheit wieder aufzugeben?

Nachtrag 03.03.2009: Jetzt sieht es schon langsam etwas besser aus. Die Umfrage ist zwar alles andere als repräsentativ, aber immerhin. No: 76% (29265 Stimmen), Yes 22% (8494 Stimmen).

Workshop: Zeit- und temperaturaufgelöste Röntgen-Pulver-Diffraktometrie (XI)/ In-situ/ Untersuchungen

Die Arbeitsgruppen für Angewandte Röntgenbeugung und für
Hochtemperaturwerkstoffe im Fraunhofer-ICT veranstalten in
Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Pulverdiffraktometrie der DGK sowie
der Gesellschaft für Thermische Analyse GEFTA folgenden Workshop.

Zeit- und temperaturaufgelöste Röntgen-Pulver-Diffraktometrie (XI)/
In-situ/ Untersuchungen

5. - 6. November 2009

Fraunhofer ICT, Pfinztal

Die /in-situ/ - Analyse von Reaktionen, Reaktionsprodukten, Phasen,
Strukturstabilität und mechanischen Spannungen spielt in weiten
Bereichen der Werkstofftechnik eine zunehmend bedeutende Rolle.
Insbesondere bei hohen und bei tiefen Temperaturen können Vorgänge oft
erst mit Hilfe von /in-situ/ gewonnenen Informationen über
Zusammensetzung, Gefüge, Struktur, etc. verstanden werden.

Die Ankündigung, Kontaktadressen und weitere Auskünfte finden Sie über
die Startseite des ICT unter
http://www.ict.fraunhofer.de/

Blasphemie in Zukunft strafbar?

Bei Diax´s Rale habe ich gerade folgendes Video gefunden. Darin geht es um einen CNN Bericht über eine bindende UN-Resolution, die Gotteslästerung in Zukunft stark einschränken oder gar unter Strafe stellen soll. Und zwar, wenn ich das richtig verstanden habe, für alle UN Mitgliedsstaaten. Die Initiative geht diesmal von islamischen Staaten aus, welche sich durch verschiedene Ereignisse der letzten Zeit (z.B. die dänischen Karikaturen, Theateraufführungen etc) wohl besonders auf den Schlips getreten fühlen. Aber machen wir uns nichts vor, auch unter Christens gibt es immer wieder die Tendenz, Blasphemie oder auch Werbung für Atheismus zu verbieten. So durften Busse in Lutzern keine Atheismus-Slogans tragen. Und unser blondes Fallbeill Edmund Stoiber sympathisierte soweit ich mich erinnere auch mit dem Gedanken, Religion unter einen besonderen Schutz gegenüber der Meinungsfreiheit zu stellen. Ich denke, wir sollten hier ganz laut Einspruch erheben. Blasphemie, also Gotteslästerung ist auch durch das recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Zumal in meinen Augen auch nicht geklärt ist, was denn nun genau Gott lästert. Ist schon jegliche Kritik am Glauben, sei es Christentum, sei es Islam, schon Gotteslästerung? In vieler Hinsicht sicher, hat doch nach Meinung der Gläubigen Gott selber das Wort zu den Menschen gebracht. Widerspreche ich also irgendeiner göttlichen Offenbarung, widerspreche ich also Gott und mache mich folglich strafbar. Aber welchen Glauben wollen wir unter den Schutz der Resolution stellen? Die großen wie Christentum und Islam? Also quasi Glauben erster und Glauben zweiter Ordnung einführen. Welche, die man nicht kritisieren und andere, die man hingegen frei lästern darf? Müsste doch alles auch für die kleinste Naturreligion gelten, oder? Und was ist mit altem Kulturgut, das in den Augen mancher sicher eine Gotteslästerung darstellt. Darf dann Beispielsweise der Film "Das Leben des Brian" (ein echtes Schmankerl in meinen Augen) nicht mal mehr unter der Theke vertrieben werden? ist das bloße Ansehen schon eine strafbare Handlung im Sinne der Resolution?? Eigentlich halte ich es mit Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775 - 1833):
Dass die Gottheit injuriert werde, ist unmöglich; dass sie wegen Ehrenbeleidigungen sich an Menschen räche, undenkbar; dass sie durch Strafe ihrer Beleidiger versöhnt werde, Torheit


Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
Creative Commons License
Amphibol Weblog von Gunnar Ries steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.