Freitag, 31. Juli 2009

Stellenangebot: Promotionsstelle (VL 13 (halbe)) magmatischer Petrologie/Geochemie in Hamburg


Zum nächst möglichen Termin, spätestens zum 01.01.2010, ist

im Projekt Geochronology and petrogenesis of hornblende-bearing basalts (Rhön, Germany) – remnants of volcanic rocks from the lithospheric upper mantle?

die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters
zu besetzen.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,5 Stunden.
Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz und beträgt max.3 Jahre.

Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Aufgaben:
Die Aufgaben umfassen wissenschaftliche Dienstleistungen im Projekt. Außerhalb der Dienstaufgaben besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterbildung, insbesondere zur Anfertigung einer Dissertation. Die eigenen im Projekt erzielten Arbeitsergebnisse können für die Promotion verwendet werden.

Aufgabengebiet:
Die Arbeiten umfassen Probenentnahme, Haupt- und Spurenelementanalyse (RFA, ICP-MS) sowie die Spurenelementanalyse an Hornblende Phänokrysten mit der Ionenstrahlmikrosonde und/oder LA-ICP-MS. Die isotopen-geochemischen Arbeiten umfassen die Analyse von Sr, Nd, Pb und Hf Isotopen sowohl an Gesamtgesteinen wie auch teilweise an Hornblendephänokrysten. In Zusammenarbeit mit anderen Instituten werden Os und O Isotopendaten sowie präzise Ar-Ar Alter erhoben. Die Ergebnisse sollen zu einem vertieften Verständnis der Prozesse führen, die rift-bezogene Alkaliolivin-Basalte s.l. bilden und verändern und einen Beitrag zur Interaktion zwischen Lithosphäre und Asthenosphäre in Rift gebieten liefern. Aufgrund der vielfältigen analytischen Ansätze wird von der Stelleninhaberin bzw. dem Stelleninhaber eine erhöhte Mobilität i.w. innerhalb Deutschlands erwartet, da einige der Untersuchungen eine mehrwöchige oder mehrmonatige Abwesenheit von Hamburg erfordern.

Einstellungsvoraussetzungen:
Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums sowie fundierte Kenntnisse in magmatischer Petrologie und Geochemie. Erfahrungen in Isotopengeochemie sind von Vorteil. Aufgrund der Einbindung in internationale Forschungsvorhaben (ILP „PLUME“) und der erwarteten Publikationstätigkeit sind gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Erwartet wird auch, dass die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber im Rahmen der Anstellung promovieren.
Schwerbehinderte haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen/Bewerbern gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistungen.
Bewerbungen mit Lebenslauf, Kopie des Diplomzeugnisses, Kopien von Publikationen und Tagungsbeiträgen (soweit vorhanden) und zwei Referenzen bitte bis zum 16.10.2009 an

Prof. Dr. Stefan Jung
Dept. Geowissenschaften
Mineralogisch-Petrographisches Institut
Universität Hamburg
Grindelallee 48
20146 Hamburg

Stellen- und projektbezogene Fragen können gerne jeder Zeit unter ++49/(0)40-42838-2061 oder stefan.jung@mineralogie.uni-hamburg.de beantwortet werden. Online-Bewerbungen können unter stefan.jung@mineralogie.uni-hamburg.de eingereicht werden.

Wecker von Stilsucht zu gewinnen

Für alle, die (wie ich) morgens nicht so recht aus den Federn kommen, gibt es bei Stilsucht die passenden Wecker zu gewinnen. Auch wer andere ausgefallene Accessoires sucht, wird hier fündig. Mir haben es besonders die Edition des Schweizer Army Ur-Taschenmessers angetan. Oder die Handtaschen, deren Griffe zum Beispiel aus den Griffen echter Säbel aus dem amerikanischen Bürgerkrieg hergestellt wurden. Frei nach dem Motto: Schwerter zu Handtaschen!

Geo-Video: Climate Denial Crock of the Week - The Myth of Gobal Cooling in the 70s

In den debatten um den gliobalen Klimawandel wird von den so genannten "Klimaskeptikern" ja gerne das Argument vorgebracht, dass noch in den 1970´er Jahren die meisten (!) Klimaforscher von einer globalen Abkühlung ausgingen. Und sie wollen damit sagen, dass die Klimaforscher ihr Mäntelchen eben gerne nach dem Wind hängen und selber nicht wissen, was sie morgen sagen werden. Das kurze Video von Peter Sinclair beleuchtet diese steile These und zeigt, dass diese Sichtweise nichts anderes als ein Mythos ist.



via Diax´s Rake

Donnerstag, 30. Juli 2009

Velikovskys Nachfolger

Florian Freistetter von astrodictum simplex hat sich mal wieder in den randlichen Sümpfen Absurdistans herumgetrieben und eine der abstrusen Sumpfblüten für uns gesammelt. Ein selbsternannter Nachfolger Velikovskys namens Martin Heinrich. Wie weiland sein Vorbild will auch er die Venus aus dem Jupiter entspringen lassen (obwohl er da nicht ganz klar scheint). Sogar die B*** hat sich der Sache bereits angenommen. Die hatte schon immer einen hang zu abstrusen Thesen im Allgemeinen und zu denen von Velikovsky (in allen ihren Varianten) im speziellen. Besonders in der Variante der so genannten "Zeitenhopser", von denen Heribert Illig einer der bekanntesten ist. Diese selbst ernannten Chronologiekritiker wollen unter anderem die Zeit Karls des Großen als Erfundenes Mittelalter ersatzlos gestrichen sehen, da sie der festen Überzeugung sind, diese Zeit habe es niemals gegeben. Ähnliches auch mit diversen Pharaonen der ägyptischen Geschichte und noch anderen Zeitabschnitten. Manche sehen sogar das Tertiär als niemals vorhanden an, um beispielswesie den Chicxulub Impakt vor 65 Millionen Jahren in die gescghichtliche Zeit zu verlegen, als Velikovskysche Katastrophe. Bekanntes Beispiel ist der solinger Bauingenieur Hans-Joachim Zillmer. Dagegen ist Martin Heinrich eher leichte Kost.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Nachterstedt Erdrutsch update: Pressemitteilung der DGG

Die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) hat zum Thema Nachterstedter Erdrutsch eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie die Rolle der Geowissenschaftler bei derartigen Ereignissen beleuchtet. Diese Mitteilung wurde zwar schon auf diversen Blogs (etwa hier und hier) verbreitet, aber in meinen Augen kann das nicht ft genug passieren. Deutlich wird dabei vor allem, das ein Mangel an geowissenschaftlicher Voruntersuchung und Projektbegleitung oft genug fatal enden kann. Dass aber auch vorschnelle Urteile vermieden werden sollten, solange eine eingehende Analyse der wirklichen Ursachen nicht erfolgt ist.


Verantwortung von Geowissenschaftlern
hinsichtlich Stellungnahmen zu Katastrophenereignissen

Geowissenschaftler tragen eine hohe gesellschaftliche, moralische und volkswirtschaftliche Verantwortung. Dies gilt auch bei öffentlichen Stellungnahmen zur Katastrophenereignissen. Journalisten und Berichterstatter verstehen die Entscheidung von Wissenschaftlern oft nicht, keine öffentliche Stellungnahme zu Katastrophenereignissen abzugeben. Diese Entscheidung fällt Geowissenschaftlern keineswegs leicht. Zum einen verstehen sie die Sorgen der Bevölke-rung und deren Recht auf Information, zum anderen können sie wegen der hohen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft keine wissenschaftlich unsichere Aussage treffen. Eine solche Aus-sage kann nachträglich viel mehr Unsicherheit in der Bevölkerung erzeugen und somit mehr Schaden anrichten als Nutzen.

Die Verantwortung von Geowissenschaftlern für die Gesellschaft ist vielschichtig:

• Geowissenschaftler untersuchen den mineralischen Untergrund und das im Untergrund zirkulierende Grundwasser. Beides muss für Bauvorhaben jeder Art kalkulierbar begut-achtet werden, um Schäden an Bauwerken, der Umwelt und nicht zuletzt an Menschen
zu vermeiden. Für diese Zwecke werden in den Geowissenschaften Ingenieurgeologen, Hydrogeologen und Geophysiker ausgebildet.
• Geowissenschaftler sind mit ihrer Expertise bei Bauprojekten sowohl für das Leben von Menschen als auch für Bauwerke verantwortlich. Sie kartieren und dokumentieren die
z. T. sehr komplexen geologischen Zusammenhänge im Untergrund, die als Grundlage für Baumaßnahmen verwendet werden. Dabei werden Modellvorstellungen herangezogen, die durch die Heterogenität des Untergrundes nicht immer zutreffen. Es sind daher ent-sprechende Sicherheiten zu berücksichtigen, um die Unsicherheiten im Hinblick auf die Kenntnisse über den Untergrund zu minimieren.
• Jedes geologische Ereignis hat seine ganz spezifische Vorgeschichte, d. h. die Berücksichtigung der Randbedingungen bei einer Entscheidung ist für die Bewertung der Gesamtsituation wichtig. Ohne Kenntnis dieser Entscheidungskriterien ist eine nach-trägliche Beurteilung der Situation nicht möglich.
• Jeder geologische Untergrund ist nur lokal zu betrachten; eine Übertragung auf ähnliche Situationen ist nicht zulässig, da sich die geologischen Verhältnisse in Raum und Zeit ändern.
• Werden Geologen, Ingenieurgeologen, Hydrogeologen und Geophysiker erst NACH einem Schadensereignis als GUTACHTER berufen, stehen sie unter einer noch größeren Verantwortung, denn dann geht es unter Umständen um großen volkswirtschaftlichen Schaden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Schadensort genauestens untersucht und der Schadensverlauf rekonstruiert werden muss, bevor eine Aussage zur möglichen Versagens-mechanismen getroffen werden kann.

Nur wenn Geowissenschaftler vor einer Baumaßnahme hinzugezogen werden, können sie die notwendigen Untersuchungen zum Untergrund durchführen und ein zutreffendes geologisches und infolgedessen ein ingenieurgeologisches Modell erstellen. Der Bau des Untergrundes ist sowohl von der Genese der Gesteine als auch von der erdgeschichtlichen Entwicklung an dem betreffenden Ort abhängig. Die Entstehungsbedingungen der Gesteine und die Reihenfolge der Einzelereignisse, wie z. B. die Aufeinanderfolge verschiedenartiger tektonischer Beanspruchun-gen sind maßgebend für das mechanische Verhalten des Untergrundes. Auch wenn diese Vorerkundungen die Projektsumme erhöhen, kann der materielle Schaden nach dem Ereignis diese Kosten um ein Vielfaches übersteigen, der Schaden für Menschen ist teilweise nicht wieder gut zu machen.

Nur wenn im Falle eines Schadenfalles die Gesamtsituation untersucht wird und bei der Untersuchung alle Regeln der Wissenschaft eingehalten werden, lässt sich möglicherweise eine Aussage zu Ursachen des Schadens treffen. Eine Spekulation darüber ohne Kenntnis der Situation vor Ort wäre eine Mutmaßung und in keiner Weise der Sache dienlich.

Die DGG verfügt in ihren Fachsektionen und Arbeitskreisen über Experten der verschiedenen geowissenschaftlichen Fachrichtungen – siehe www.DGG.de, „Wir über uns“, Fachsektionen und Arbeitskreise.


Prof. Dr. Stefan Wohnlich, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG)
Prof. Dr. Rafig Azzam, Vorsitzender der Fachsektion Ingenieurgeologie der DGG + DGGT
Prof. Dr. Ingo Sass, Fachsektion Hydrogeologie der DGG
Dr. Jochen Rascher und Dr. Katrin Kleeberg, Arbeitskreis Bergbaufolgen in der DGG

Kontakt: Monika Huch, Sprecherin des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 05141 981434 e-mail: mailto:mfgeo@t-online.de

Hannover, den 28.07.2009

Dienstag, 28. Juli 2009

Universaldrehtisch gesucht!!

Herr Professor Dr. Jayanta Pati, Department of Earth and Planetary Sciences,
University of Allahabad, India, sucht für Langzeit-Forschungszwecke einen
4- oder 5-achsigen Universal-Drehtisch. Es gibt nur wenige kommerzielle
Angebote und
zu Kosten, die für Herrn Pati und sein Institut unerschwinglich sind.
Sollte Ihr Institut einen U-Tisch anbieten oder stiften können,
kontaktieren Sie ihn
bitte unter: jkpati@yahoo.co.in

Erdrutsche

Der USGS hat eine Info-Broschüre zum Thema Erdrutsche herausgebracht, in der die verschiedenen Typen und Formen eingehend beschrieben werden. Das ist sicher nicht nur in Hinsicht auf der Nachterstedter Erdrutsch interessant.
Landslide Hazard Information

abiogenes Erdöl?

In vielen Foren des Internets wird die Hypothese von Thomas Gold (Deep Hot Biosphere) immer noch ausgiebig diskutiert. Ob die gegenwärtigen Kohlenwasserstoffe nur aus biologischem Material von der Oberfläche stammen, oder ob tiefere, abiogene Kohlenstoffquellen, eventuell im Zusammenspiel mit einer Biosphäre in den Tiefen der Erdkruste auch eine Rolle gespielt haben könnten. Bislang sieht es immer noch so aus, als wenn die biogenen Oberflächenquellen für die Kohlenwasserstoffe die Oberhand haben, denn die vielen chemischen Fossilien, die Biomarker längst vergangenen lebens sind zahlreich und nicht von der Hand zu weisen. Hingegen haben die Anhänger der abiogenen (wobei Golds Hypothese nur bedingt abiogen ist) immer noch das nachsehen. Auf der anderen Seite ist seine Idee nicht völlig von der hand zu weisen. Immerhin ist der Erdmantel als Quelle für Methan (gleiches gilt für komplexere Kohlenwasserstoffe wie Ethan, Propan oder Butan) bekannt, und dieses methan könnte von Mikroben (die ebenfalls nachgewiesenermaßen in der Erkruste zu Hause sind), als Grundlage dienen. Und um die debatte ein klein wenig anzuheizen ist es jetzt Forschern um Anton Kolesnikov von der Carnegie Institution gelungen, auf abiogenem Wege Erdöl aus rdgas, alleine durch hohen Druck und Temperatur, zu erzeugen. Dazu simulierten die Forscher mit Hilfe einer Diamant-Stempelzelle die Bedingungen des Oberen Erdmantels mit seinen 700 bis 1200 °C und einem Druck von 2 GPa (rund der 20 000 fache Druck der Atmopshäre). Dabei konnte Methan zu Ethan, Butan, Propan sowie Wasserstoff und Graphit umgewandelt werden.
Erdöl aus anorganischer Quelle? Spektrum online

Can Hydrocarbons Form in the Mantle Without Organic Matter? geology.com

Abiotic Oil? Olelog


Methane-derived hydrocarbons produced under upper-mantle conditions. Anton Kolesnikov, Vladimir G. Kutcherov & Alexander F. Goncharov, Nature Geoscience Published online: 26 July 2009 | doi:10.1038/ngeo591

Älteste Landkarte

In der Höhle von Abauntz im Nordosten Spaniens ist die vermutlich älteste Landkarte der Welt gefunden worden. Die Darstellung ist in einen ca. faustgroßen felsbrocken geritzt und rund 14 000 Jahre alt. dargestellt wird die Umgebung der Höhle mit Flüssen, Bergen und darauf grasenden Steinböcken.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1002751
Utrilla, P. et al.: A palaeolithic map from 13,660 calBP: engraved stone blocks from the Late Magdalenian in Abauntz Cave (Navarra, Spain) . In: Journal of Human Evolution 10.1016/j.jhevol.2009.05.005, 2009.

Nachterstedt Erdrutsch: Update

Im Rahmen des ARGOS Projektes (Airborne Wide Area High Altitude Monitoring System) hat ein Flugzeug vom DLR hochauflösende Luftbilder vom Nachterstedter Erdrutsch angefertigt. Das soll nicht nur den vergleich des Vorher-Nachher-Zustandes ermöglichen, sondern auch der beobachtung weiterer Veränderungen und Bodenbewegungen dienen.
http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-18849/

Donnerstag, 23. Juli 2009

Mondlandung: Apollo 11 Steuerungscomputer Code veröffentlicht

Zum 40. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung hat Google Code Teile des Codes vom Apollo Steuerungscomputer veröffentlicht. Die Originale liegen heute im MIT Museum, die gescannten Versionen sind unter einer public domain Lizenz verfügbar und enthalten auch Originalkommentare. Mit dabei sit der Code zur Steuerung der Saturn V genauso wie der Code für die Landefähre "Eagle". Die Software kann unter einem Emulator des Apollo Guidance Computer zum Laufen gebracht werden. Der Emulator arbeitet unter Linux, Windows und Mac OS X.

Neandertaler und wir: Wahl der Waffen

Zu den vielen Thesen, wie denn der Neandertaler nun in das Nirvana der Erdgeschichte gegangen ist, kommt jetzt eine neue und gewalttätige hinzu. Darauf deuten die Fossilien eines rund 40 bis 50 jährigen Neandertales hin, die im Irak gefunden wurden. Das Skelett zeigte Spuren, die gut mit einer Wunde übereistimmen, wie sie beispielsweise ein Wurfspeer verursachen würde. Wurfspeere waren damals aber unter Neandertalern nicht üblich und die bevorzugte Waffe unserer eigenen Vorfahren.
Tödlicher Speerwurf - Wissenschaft.de
Steven Churchill et al.: Journal of Human Evoution , doi: 10.1016/j.hevol.2009.05.010

Unterstützung für Lutz Geissler (geoberg)

Lutz (von geoberg) hat ein (wie ich finde) sehr schönes Foto von der aktiven F 60 Abraumbrücke im Tagebau Nochten beim Snowdon-Fotowettbewerb eingestellt. Und da wir alle wollen, dass er damit auch anständig "abräumt", sollten wir alle für sein Foto abstimmen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Ich habe einen neuen "Fan"?

Auf meiner Seite habe ich mich ein klein wenig über die kruden Thesen eines B. Ellmenn lustig gemacht. Leider war die Originalseite von Ellman zwischenzeitlich ins elektronische Nirvana geraten (sie findet sich jetzt hier, ich werde also meine Seite auch mal updaten und aktualisieren, sobald ich dazu Zeit finde). Anscheinend hat Herr Ellmann einen großen Fan im Netz (der zudem auch noch ein Fan von Hern Zillmer ist, manche Menschen sind eben etwas, naja, anders), der sich hier bemüßigt sieht, seinen Helden zu verteidigen. Leider zeigt er auch deutlich, dass er meine Worte nicht verstanden hat, ebenso wenig wie die Geologie überhaupt. Schade, dass ich diese Realsatiere bisher noch nicht kannte. Bitte nicht weinen, um euch werde ich mich bei Gelegenheit auch noch einmal kümmern.

Nachterstedt Erdrutsch - update

Die Ursachen für den großen Erdrutsch am Concordia See in Nachterstedt sind noch immer nicht geklärt. Es wird vermutlich auch noch eine ganze Weile dauern, bis man die Stelle detailiert untersuchen kann. Bis dahin kann man nur Vermutungen anstellen, und damit das auch mit einer einigermaßen geowissenschaftlichen Grundlage geschieht, haben Effjot und geoberg einiges an geologischem Kartenmaterial und Hintergrundinformationen zum Tagebau zusammengetragen.
Geologische Karten zu Nachterstedt - Effjot
Geologische Karten zu Nachterstedt - geoberg

Um sich die ungeheure Wucht und Dynamik eines Erdrutsches in dieser Größenordnung vorzustellen, fand ich via on the slide Blog ein Video, dass einen großen Erdrutsch von 1993 in Panntai Remis, Malaysia zeigt.


Bilder der Sonnenfinsternis

Auf astrodictim simplex sind einige wunderbare Bilder der aktuellen Sonnenfinsternis zu finden.

Dienstag, 21. Juli 2009

Erdrutsch am Concordia See

Über die Ursachen des großen Erdrutsches, der am Sonnabend zwei Häuser und drei Menschen in die Tiefe gerissen hat, wird nach wie vor spekuliert. Möglicherweise hat ein steigender Grundwasserspiegel nach Beendigung des Braunkohleabbaus damit zu tun. Medienberichten zu Folge zeigten sich schon seit einiger zeit Senkungsrisse in der Uferböschung. Die der Abruchkante nahe stehenden acht Häuser im betroffenen Dorf sind nach wie vor geräumt und es haben sich wohl auch neue Risse gebildet, die zeigen, dass hier das Erdreich noch nicht zur Ruhe gekommen ist.
Landslides under the microscope
Siedlung nach Erdrutsch vermutlich unbewohnbar-Zeit

Fotoleinwände zu gewinnen

Auf lens-flare werden diesmal drei Fotoleinwände von HelloCanvas verlost. Diese Foto Leinwände sind ideal um die eigenen Bilder an die Wand zu nageln.

we´ve come a long way for a bunch of monkeys!



via astrodictum simplex and abstruse goose

Ist Religion Privatsache oder nicht?

Auf zoon politikon hat Ali Arbia eine gute Liste zusammengestellt, warum Religion meist eben nicht Privatsache ist, und warum eine fundierte Religionskritik auch von Atheisten oder Agnostikern absolut notwendig ist. Ich kann die Liste absolut unterschreiben und sehe das genau so.

40 Jahre Mondlandung

Der 40. Jahrestag der Mondlandung findet in der Blogosphäre einen starken Nachhall. Bestes Beispiel sind die Science Blogs. Auf Spiegel Online verrät "Buzz" Aldrin einige seiner Geheimnisse, unter anderem, warum er nur der zweite Mensch auf dem Mond war. Und natürlich bietet auch GEO einiges zum Thema.

Treffer auf Jupiter

Pünktlich zum 15. Jahrestag der Einschläge des Kometen Shoemeker Levy 9 auf Jupiter vom 16 - 22 Juli 1994 und dem 40. Jahrestag der Mondlandung fand auf Jupiter wieder ein Feuerwerk statt. Bereits am 19. Juli hatte der australische Amateurastronom Anton Wesley einen auffälligen schwarzen Fleck. Über dessen Ursache wurde gerätselt, manche tippten auf ein Wetterphänomen, andere auf einen Einschlag. Jetzt lieferten die NASA Infarotteleskope vom Mouna Kea / Hawaii die passenden Infrarotbilder. Und diese schleissen ein Wetterühänomen mit ziemlicher Sicherheit aus.

( NASA/JPL/Infrared Telescope Facility )

Das Bild zeigt den Fleck als hell im Infrarotbereich leuchtend in der Südpolregion des Planeten. Der herre Bereich unterhalb der Einschlagstelle könnte auf Trümmer des einschlagenden Himmelskörper hinweisen. Bislang ist noch unklar, was auf dem Jupiter eingeschlagen ist, aber der Gasplanet gehört aufgrund seiner Größe und imensen Schwerkraft mit zu den bevorzugten Zielen kleinerer Himmelskörper.

Freitag, 17. Juli 2009

Mondlandung: LRO fotografiert Apollo Landestellen

Pünktlich zum 40. Jahrestag der ersten Mondlandung haben alle Verschwörungsgläubigen, die nach wie vor davon ausgehen, dass die Mondlandung nur ein Hollywood-Spektakel ist, schwere Kost zu schlucken. Obwohl, nein, ich mache mir da keine Sorgen. Erkenntnisresistenz ist das herausragende Merkmal dieser Gruppe von Menschen. Für alle anderen gibt es noch einen guten Beleg dafür, dass der Mensch wirklich die Oberfläche des Mondes betreten hat, damals, vor 40 Jahren. Der Lunar Reconnaissance Orbiter hat jetzt die ehemaligen Landestellen der Apollo-Missionen fotografiert, und die Spuren der Menschen, die damals auf dem Mond herumliefen.Hier haben wir die Landestelle, an der vor genau 40 Jahren zum allerersten mal der Traum in Erfüllung ging und Menschen die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers betraten. Und deutlich ist der untere Teil der Landefähre Eagle zu sehen, der damals zurückblieb.

Nun werden die Moonhoaxer sicher sagen, dass dort nur eine unbemannte Sonde gelandet ist. Aber auf anderen Fotos sind auch die Spuren der Asttronauten zu erkennen, welche den Staub der Mondoberfläche aufgewühlt haben. So zum Beispiel an der Landestelle von Apollo 14.

All images credit: NASA/Goddard Space Flight Center/Arizona State University

Da LRO durchaus noch einiges an Auflösung zu bieten hat, dürften in naher Zukunft wirklich schwere Zeiten für alle Typen anbrechen, welche nach wie vor an der Verschwörungstheorie festhalten.

Tiger bald ausgestorben?

(sibirischer Tiger / Amurtiger, Wikimedia, UserAppaloosa)
Der WWF hat vor dem baldigen Aussterben des Tigers gewarnt. Vermutlich leben nicht mehr als 3500 bis 5000 Tigerin freier Wildbahn. Manche Unterart, wie etwea der Südchinesische Tiger, sind wahrscheinlich bereits ausgestorben. Einer der Hauptgründe für den Niedergang dieser wunderschönen Raubkatzen ist ihre Verwendung in der so genannten Traditionellen Chinesischen Medizin. Fast sämtliche Teile des Tigers können demnach zu rigendeiner Krankheit als Medizin dienen. Dadurch wird die Wilderei zu einem überaus lukrativen geschäft.

Video: "I Faked The Moon Landing" by Men From Earth

Manche werden ja behaupten, es schon immer gewusst zu haben. Die Mondlandung, deren 40. Jahrestag wir gerade abfeiern, ist gefälscht. Und Florian Freistetter hat im Internet ein freimütiges Geständnis der Schuldigen gefunden.

I Faked The Moon Landing.



Neandertaler; es gab nur wenige von ihnen

Während der letzten Eiszeit lebten zeitweise zwei Menschenarten in Europa. Heute ist es nur noch eine, und zwar wir Homo sapiens. warum und wieso die zweite Art, Homo neanderthalenis, die eigentlich hierzulande die ältere war, schließlich ausstarb, ist eines der großen Rätsel. Viel wurde darum spekuliert. Wurden sie von uns ausgerottet? Eventuell sogar aufgegessen? Gab es Kriege? Nun kommt eine weitere und wie ich finde, bessere Erklärung daher. Möglicherweise hat es niemals sehr viele von ihnen gegeben. Jedenfalls zeigen Erbgutanalysen verschiedener Neandertalerskelette aus verschiedenen Höhlen udn Zeiten eine sehr enge Verwandschaft unter ihnen an. dabei stammen die Knochen aus weit auseinander liegenden Höhlen, etwa aus der Feldhofer Grotte aus dem Neandertal, aus der Mezmaiskaya-Höhle im nördlichen Kaukasus, aus der Vindija-Höhle in Kroatien und ein Exemplar aus der spanischen El Sidron Höhle. Die Neandertaler lebten vor rund 38 000 bis 70 000 Jahren. Das mitochondriale Erbgut, das nur über die weibliche Linie weitergegeben hat, unterschied sich auch bei zeitgleich lebenden Exemplaren so wenig, dass möglicherweise nur 268 bis 3510 Neandertaler-Frauen in ganz Europa gelebt haben dürften. Und auch die Männer werden kaum mehr gewesen sein. Diese dünne Besiedelung dürfte wohl auch einer der Gründe sein, warum die neue Art, also unsere eigenen Vorfahren, aus Afrika kommend in Europa überhaupt Fuß fassen konnten.

Briggs, A. W. et al.: Targeted Retrieval and Analysis of Five Neandertal mtDNA Genomes. In: Science 325, S. 318-321, 2009.
Nur wenige tausend Neandertaler lebten in Europa - spektrumdirekt

Gutscheine von Amazon zu gewinnen

Das ist doch mal ein Angebot für Leseratten. Bei liveshoppingwidgets.de gibt es 3 Amazon Gutscheine im Gesamtwert von 300 Euronen zu gewinnen. dafür kann man eine Menge teure Fachbücher bei Amazon bestellen. Und die Teilnahmebedingungen sind auch überschaubar einfach.
Hier gehts zur Verlosung der 3 Gutscheine

Donnerstag, 16. Juli 2009

Postdoc position in Biogeochemistry „Mössbauer spectroscopy of reactive iron species“

Postdoc position in Biogeochemistry
„Mössbauer spectroscopy of reactive iron species“

Iron oxides in groundwater play a key role for electron transfer reactions and adsorption of
redox sensitive compounds and thus for the overall biogeochemistry in aquifers. Bulk
properties of solid iron phases have been extensively studied using classical mineralogical
(e.g. XRD) and wet chemical techniques. However, surface rather than bulk properties of iron
minerals control chemical and microbial reactions at these minerals. Thus, an in depth
understanding of the dynamics, chemistry and reactivity of reactive species at iron mineral
surfaces is hampered by limited availability of appropriate surface-sensitive and in situ
techniques.

In this project we will apply and refine Mössbauer spectroscopic methods as a tool for in situ
characterisation of reactive iron phases, especially when present at surfaces or as a minor
fraction compared to other minerals. Specifically, we will focus on iron-sulfur and iron-DOM
interactions in model systems in the presence and absence of microbes. This research is the
core part of the DFG-funded research unit “Electron transfer processes in anoxic aquifers”
(Forschergruppe “e-TraP”, http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/fg_ct/) and works at the
interface of geochemical and microbiological subprojects.
We offer a postdoc position for 2-3 years in a stimulating international and interdisciplinary
environment with numerous opportunities for cooperation with geochemists, microbiologists
and environmental scientists. The working place will be at the Center of Applied Geosciences
at the University of Tübingen in the research groups for Environmental Mineralogy and
Geomicrobiology (http://www.ifg.uni-tuebingen.de/departments/zag/index.html). Our
laboratories are fully equipped and prove access to state of the art facilities for geochemical,
mineralogical and microbial work including a cutting edge Mössbauer system with a Heliumcryostat unit (4.2 K).

Applicants should be experienced in Mössbauer spectroscopy with a background in
environmental sciences and/or geochemistry. Furthermore, previous experience with
geochemical modelling software would be advantageous. Applicants should have good
communication skills and should be highly motivated and committed to pursuing
interdisciplinary research focusing on environmental issues. The salary will be according to
TVL E13 (100%), start date is October 2009 or as soon as possible thereafter.
The appointment will be arranged by the administration of the University of Tübingen. We
particularly encourage female applicants to apply for this position. Disabled persons will be
preferred in case of equal qualification.

Please send your application by email before August 31st (2009) to:
Prof. Stefan Haderlein (haderlein@uni-tuebingen.de) and Prof. Andreas Kappler
(andreas.kappler@uni-tuebingen.de) as well as CC to Prof. Stefan Peiffer (s.peiffer@unibayreuth.
de)

Vor 40 Jahren: Apollo 11

Apollo 11 Saturn V auf dem Weg zur Startrampe bei Pad 39A
Nein, diesem Datum kann ich mich auch nicht verweigern, auch wenn ich keine echte Erinnerung mehr daran habe. Ich weiß, das meine Eltern mich damals (wie auch bei den späteren Mond Missionen) geweckt hatten, als zum ersten mal ein Mensch einen fremden Himmelskörper betrat, aber für einen noch nicht einmal 2-jährigen ist das etwas schwer nachzuvollziehen. Ich hab die Bedeutung des Augenblicks wohl nur sehr schwach erfasst. damals jedenfalls. In diesen Tagen wird ja anlässlich des 40. Jahrestages des ersten bemannten Mondfluges einiges wieder in Erinnerung gerufen. Da die Blogosphäre überquillt vor Rückschauen, werde ich mich hier nur mit meiner eigenen Erinnerung begnügen und auf die anderen Blogs und Webseiten verweisen, die sich alle eine unheimliche Mühe machen, um das Datum gebührend zu würdigen. Für uns Geognosten ist ja auch Apollo 17 eigentlich wichtiger, weil mit dieser Mission und Harrison "Jack" Schmitt zum ersten mal ein Geologe den Mond betrat. ;-).
Heute vor 40 Jahren ist Apollo 11 zu seiner legendären reise aufgebrochen.

The Big Picture: remembering Apollo 11. Eine schöne sammlung wunderbarer Bilder zu Apollo 11.
NASA - Apollo 40th anniversary - Auch die NASA hatz ihre goldenen tage nicht vergessen.
we choose the moon - Eine gut gemachte Seite, auf welcher die einzelnen Abschnitte der Mission per Animation und Bildern nachvollzogen werden. in Echtzeit.
Wikimedia- Dateien zu Apollo 11

Und für alle, die nicht genug bekommen: Besonders das zweite Video, die Zeitlupe der Startsequenz zu der Musik von Gustav Holst, Mars, der Kriegsbringer, ist wunderbar.






Dunning-Kruger-Effekt

Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel

Wer würde die Worte von Bertrand Russell bestreiten? Dass da durchaus etwas dran ist, haben David Dunning und Justin Kruger 1999 mit der Entdeckung des Dunning-Kruger-Effekts gezeigt. Insgesamt konnte dabei nachgewisen werden, dass inkompetente Personen
  • dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
  • überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
  • das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen,
  • durch Bildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.
In verschiedenen Tests bezüglich logischen Denkens und Grammatik an Testpersonen wurde gezeigt, dass diejenigen, welche in den Tests am schlechtesten abschnitten, ihre Leistungen grob überschätzten.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Waffenwirkung

Als Fan der marinehistorischen Serien um Richard Bolitho von Alexander Kent und Jack Aubrey von Patrick O´Brian habe ich mich schon manches mal gefragt, welche Wirkung die damaligen Kanonen wohl auf stabil gebaute Holzschiffe hatten. Ob es wohl möglich war, durch außerst stabile Konstruktionen die Wirkung zu mindern oder die Schiffe gar weitgehen resistent zu machen, so wie es von der USS Constitution berichtet wird. Die Frage, ob es wohl möglich sei, so ein stabiles Schiff zu konstruieren, hat auch die Forscher um Ya’acov Kahanov von der Universität Haifa bewegt. Ausgangspunkt war ein Wrack eines Schiffes, das die Briten und Osmanen bei der Belagerung der Stadt Akko durch Schiffe Napoleons 1799 als Hindernis versenkten. Verschiedene Modelle des Schiffes im Maßstab 1:2 wurden mit Kanonen beschossen, mit vernichtendem Resultat. Die Kugeln durchschlugen immer die Planken, sogar relativ langsame Geschosse. Die langsamen Kugeln lösten sogar vermehrt Splitter aus dem Holz und waren daher für die Besatzung des Schiffes noch gefährlicher.
http://www.livescience.com/history/090715-cannonball-ship.html

Auch die Venus war wohl einst ein schöner Ort

Die Venus wird ja gerne als eine Art Schwesterplanet der Erde angesehen, weil sie unserer Heimat in vielerlei Hinsicht recht ähnlich ist. Ihre Oberfläche wusste sie aber bislang gut vor neugierigen Blicken zu verbergen. Erst mit Hilfe von Radarstrahlen und Infarotaugen aus Raumsonden konnte ein Blick hinter die Kulisse ihrer Wolken unternommen werden. Ein Beispiel ist die Sonde Venus Express, welche den Planeten seit 2006 umkreist und seither den Planeten erkundet. Ihre Spektraldaten stützen die Hypothese, dass es auf der Venus kontinentähnliche Strukturen geben könnte und geben Hinweis auf das Vorhandensein von differentierteren Gesteinen wie beispielsweise Granit. Ist Granit tatsächlich vorhanden, könnte das ein Hinweis auf plattentektonische Prozesse auf der Venus sein. Auf der Erde entsteht der größte Anteil der granitischen Gesteine durch die Wiederaufschmelzung von Basalten im Rahmen der Subduktion basaltischer Gesteine der Ozeankruste. Da auch Wasser bei der Entstehung von Granit eine große Rolle spielt, könnte darin auch ein Hinweis auf eine kühlere und feuchtere Vergangenheit des Planeten gesehen werden.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/305304

http://www.esa.int/esaCP/SEMUQCLXOWF_index_0.html

Saurier mit Bierbauch


Skelett eines Therizinosauriers

Nein, eine Schönheit war er nicht, der Nothronychus graffami. Fassförmiger Leib und an den Vorderfüßen bis zu 22 Zentimeter lange sichelförmige Krallen. Doch auch wenn er zur weiteren Verwandschaft der großen fleischfressenden Theopoden gehört, war sein furchterregendes Äußeres wohl mehr Show und die Krallen (in seiner Verwandschaft hatte einer sogar über einen Meter lange) dienten möglicherweise dem Abreissen von Pflanzen, denn Nothronychus graffami war wahrscheinlich ein Vegetarier.

Lindsay E. Zanno,David D. Gillette, L. Barry Albright and Alan L. Titus: A new North American therizinosaurid and the role of herbivory in ‘predatory’ dinosaur evolution. Published online before print July 15, 2009, doi: 10.1098/rspb.2009.1029

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,636270,00.html

Video: Zum 14. Juli - French Taunting - Monty Python and the Holy Grail



Vive la France!



via kinderdoc

Montag, 13. Juli 2009

Geo-Foto: Windrippel

Sand
(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rippelmarke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

Rippelmarken (von eng.: ripple marks) sind von einem fließenden Medium (Flüssigkeit, Gas = Fluid) hervorgerufene annähernd parallele Strukturen an der Grenzfläche zu einem feinkörnigen Sediment wie einem Silt oder Sand (Düne). Bei der Rippelmusterbildung unterscheidet man zwei Prinzipien: Strömungsrippel und Oszillationsrippel.

Strömungsrippel

Aus einer ersten minimalen Erhöhung entsteht ein Hindernis in der Oberfläche des Sandbodens, an der sich von der Strömung mitgerissene Sandkörner anlagern können. Je größer das Hindernis, desto mehr Körner lagern sich an (Positive Rückkopplung). Das Ergebnis sind asymmetrische Strömungsrippel mit einer flachen Luv- und einer steilen Leeseite.

Aquatische Strömungsrippel entstehen in Sand, wenn die Strömungsgeschwindigkeit knapp über der kritischen Geschwindigkeit liegt. Strömungsrippel sind asymmetrisch, mit einer geringeren Hangneigung auf der strömungszugewandten Luvseite und einer steileren Hangneigung auf der strömungsabgewandten Leeseite. Die Höhe von Rippeln liegt im Durchschnitt bei 3–5 cm, ihre Wellenlänge bei 4–60 cm. Damit Rippel entstehen benötigt man eine Mindestwassertiefe von etwa 3-facher Rippelhöhe. Da die Rippelbildung von den Prozessen in der Grenzschichtlage bestimmt wird, ist die Maximaltiefe für die Rippelbildung nach oben hin nicht begrenzt. Der maximale Sandkorndurchmesser für die Entstehung von Rippeln liegt 0,6–0,7 mm. Bei größeren Korndurchmessern entstehen Großrippel und Riesenrippel. Rippeln und Großrippeln sind nicht stationär, sondern wandern in Richtung der Strömung.

Ist die kritische Strömungsgeschwindigkeit für die Bewegung von Sandkörnern erreicht, beginnen sich die Körner zu bewegen und in kleinen Clustern zusammenzuballen. Dadurch bilden sich wenige Körner dicke Unregelmäßigkeiten auf der Sedimentoberfläche, die die Strömung in der Grenzschicht beeinflussen. Über den Unregelmäßigkeiten, die kleine Hügel bilden, liegen die Stromlininen näher zusammen und die Strömungsgeschwindigkeit nimmt zu. Sedimentkörner können dadurch rollend oder springend die Luvseite des kleinen Hügels hinauf transportiert werden und akkumulieren am Top. Werden zu viele Körner angehäuft wird die Lage instabil und die Körner rutschen den Leehang hinab und werden dort angelagert. Diese dünnen Kornlagen werden als Leeblätter (engl. foresets) bezeichnet und bilden den natürlichen Böschungswinkel von ungefähr 30–35° ab. Durch Wiederholung dieses Vorganges bildet sich Lage auf Lage, getrennt und laminiert durch Zwischenlagen feineren Sediments, das aus der Suspension ausfällt. Es entsteht allmählich eine Rippel. Am Top des Hügels (der Rippel) spaltet sich die Strömung auf. Ein Teil der Strömung fließt weiter über die Sedimentoberfläche hinweg. Der andere Teil bildet auf der Leeseite unregelmäßige Wirbel bzw. trifft auf der Sedimentoberfläche auf, wo erhöhte Turbulenz und Erosion die Tröge zwischen den Rippeln ausbilden. Ein Teil der erodierten Körner kann durch den Rückstromwirbel an den Fuß des Leehanges transportiert werden und dort als dünne Lage abgelagert werden. Der andere Teil wird entweder in das Fluid aufgenommen oder wieder über den Luvhang der Rippel transportiert. Wird ein Teil der Körner an der Luvseite abgelagert, dann bildet sich das sogenannte Luvblatt.


Sand

Mammuts in Spanien

Neuere Funde von Mammutskeletten in Spanien zeigen deutlich, dass sich das Wollhaarige Mammut (Mammuthus primigenius) seinen Lebensraum weiter nach Süden ausdehnte, als man bisher angenommen hat.

Álvarez-Lao, D. et al.: The Padul mammoth finds - On the southernmost record of Mammuthus primigenius in Europe and its southern spread during the Late Pleistocene. In: Journal of Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 10.1016/j.palaeo.2009.04.011, 2009.

Video: Kseniya Simonova - Sand Animation

Was man mit Sand nicht alles machen kann. Er dient als Rohstoff der Bauindustrie, zur Glasherstellung und nicht zuletzt als Scheuersand zum reinigen der Kneipentische. Und manchmal ist er auch durch kunstfertige Hände zu höherem berufen, So wie hier in der ukrainischen version der üblichen Talentshows. Das hier finde ich wirklich bemerkenswert, wie man mit wenigen Sandkörnern und raschen Handbewegungen eine ganze Geschichte auf das Tablett zaubern kann.


Freitag, 10. Juli 2009

Erste Hilfe mit Musik

Wer von uns im Besitz eines Führerscheins sist, sollte ja einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Aber, Hand aufs Herz, wie lange ist das denn schon wieder her. Und kaum einer trainiert die Fertigkeiten wirklich regelmäßig, oder? Immer in der Hoffnung, es werden schon andere, kompetentere vor Ort sein. Und wie war das mit der Herzmassage nochmal? Von der der American Heart Association kommt jetzt ein etwas ungewöhnlicher, aber wei ich finde sehr hilfreicher Tipp: MAn sollte sich an den alten Hit der Bee Gees erinnern: Stayin´ alive hat 103 Beats pro Minute, das kommt den empfohlenen 100 Drücken auf den Brustkorb bei der Massage von Herzinfarktopfern schon ziemlich nahe. Und die eingängige Musik dürfte den allermeisten von uns auch geläufig sein. Das Stück wird ja auch heute noch ausreichend oft im Radio gespielt. Bei Versuchpersonen, denen das Lied vorgespielt wurde, konnten selbst unter Streß die vorgeschriebenen Druckmassagen erreicht werden, auch wenn sie ansonsten keine Ahnung von Erster-Hilfe hatten. Die Druckmassagen sollen anch japanischen Studien auch weitaus wichtiger sein als die Mund-zu-Mund Beatmung, die früher gerne in den Erste-Hilfe Kursen einer der Hauptpunkte war. Es ist anscheinend wichtiger, das bei einem plötzlichen Herzstillstand eh mit sauerstoff angereicherte Blut in das Gehirn zu befördern, als es zusätzlich mit Sauerstoff aufzuladen.
Und für alle, denen die Bee Gees nicht liegen; auch andere Stücke haben die nötigen Beats pro Minute. Beispielsweise Dancing Queen von ABBA und Another one bite the dust von Queen. Und weil es so schön ist, hier die Videos zum üben und einhören:








http://www.spektrumdirekt.de/artikel/1000756

Donnerstag, 9. Juli 2009

Neuer Tagungsband der AdG ist draußen

Vom All zum Kern - Geowissenschaften in Afrika
Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2007 in Potsdam
[From the core to space - current research in the earth sciences in Africa.]
Ed.: Löwner, Ralf; Horsfield, Brian; Wächter, Joachim; AdG Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler
2009. 342 pages, 124 figures, 21 tables, 24x15cm
(Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Teil I, Jg. 2007 Heft 3/4)

http://www.schweizerbart.de/pubs/books/es/zentralbla-160200703-desc.html

Stellenangebot: Doktorandenstelle Trier

Am Lehrstuhl für Geologie im Fachbereich VI der Universität Trier ist zum nächst möglichen Termin für maximal drei Jahre im DFG-geförderten Projekt

„Steuerungsfaktoren der aquatischen Kohlenstoffspeicherung und -flüsse am superhumiden südandinen Kontinentrand“

die Stelle einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters
(Entgeltgruppe 13TV-L)

mit der Hälfte der regelmäßigen Wochenarbeitszeit zu besetzen. Die Arbeiten umfassen stratigraphische Untersuchungen (Tephrachronologie, 14C- und 210Pb- Datierungen) an Sedimentkernen. Außerdem sollen Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte sowie Biomarker und ausgewählte Spurenelementgehalte bestimmt werden. Kohlenstoff- und Stickstoffisotope werden zur Charakterisierung und Quantifizierung der biogenen Sedimentkomponenten analysiert. Die Datenauswertung soll die regionalen Variationen der terrestrischen
und aquatischen Kohlenstoffakkumulation flächenhaft und für den Zeitraum der letzten 15000 Jahre zeigen. Dabei soll speziell der Einfluss von Salinitäten, Niederschlägen, Temperaturen sowie Nährstoffen auf die Bioproduktivität und Kohlenstoffflüsse untersucht werden. Im dritten Jahr sollen Publikationsmanuskripte erarbeitet werden, die Grundlage für eine kumulative Dissertation darstellen.

Voraussetzungen für die Einstellung sind ein abgeschlossenes geowissenschaftliches Hochschulstudium,
gute Kenntnisse in Sedimentologie und geochemischen Bilanzierungen. Aufgrund der Einbindung in internationale Forschungsvorhaben und der erwarteten Publikationstätigkeit sind gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Erwartet wird auch, dass die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber im Rahmen der Anstellung promovieren. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen bitte möglichst umgehend an apl. Prof. Dr. Rolf Kilian, Lehrstuhl für Geologie,
FB VI, 54286 Trier. Es ist eine Stellenbesetzung bis spätestens 1. Oktober 2009 vorgesehen.
Stellen- und projektbezogene Fragen können gerne jeder Zeit unter 0651-2014644 oder 0174-
3123572 beantwortet werden. Bitte reichen Sie keine Orginalunterlagen ein, da diese nicht
zurückgesandt werden können.

Gerne nehmen wir online-Bewerbungen unter kilian@uni-trier.de an.

Universitätsassistent/Universitätsassistentin am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Graz

Universitätsassistent/Universitätsassistentin am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Graz

Fakultät für Bauingenieurwissenschaften

Bewerbungen sind unter Anschluss des Lebenslaufes an den Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Ing. Martin Fellendorf, Rechbauerstraße 12, A-8010 Graz zu richten.



1 Stelle eines/einer Universitätsassistenten/Universitätsassistentin mit Doktorat für 6 Jahre, vollbeschäftigt, voraussichtlich ab 1. Oktober 2009, am Institut für Angewandte Geowissenschaften.


Aufnahmebedingungen: Abgeschlossenes naturwissenschaftliches Hochschulstudium und Doktorat in den Geo/Erdwissenschaften oder angrenzenden Disziplinen mit ausgezeichneten Kenntnissen, wissenschaftlichen Arbeiten und Lehrerfahrungen im Bereich Mineralogie/Hydrogeochemie sowie geochemischen Analysetechniken.


Gewünschte Qualifikationen: Ausgewiesene Erfahrung in der Betreuung von analytischen Geräten (z.B. Mikrosonde, ICP-OES/MS, TOC) und Aspekten der Wasser-Gesteins-Wechselwirkung, Entwicklung und Durchführung von eigenen Forschungsprojekten durch geeignete Forschungsförderung von dritter Seite, Mitwirkung an bereits bestehenden Projekten im Bereich Mineralogie, Hydrogeochemie und den Materialwissenschaften, Unterstützung von studentischen Arbeiten, Teamfähigkeit, gute Englischkenntnisse.


Ende der Bewerbungsfrist: 31. August 2009

Der Dekan: Fellendorf

http://www.mibla.tugraz.at/08_09/Stk_19/19.html#213


Video: Homöopathische Notaufnahme (mit deutschen Untertiteln)



via EsoWatch

Mittwoch, 8. Juli 2009

Video: Michael Shermer: Why people believe strange things

Why do people see the Virgin Mary on cheese sandwiches or hear demonic lyrics in "Stairway to Heaven"? Using video, images and music, professional skeptic Michael Shermer explores these and other phenomena, including UFOs and alien sightings. He offers cognitive context: In the absence of sound science, incomplete information can combine with the power of suggestion (helping us hear those Satanic lyrics in Led Zeppelin). In fact, he says, humans tend to convince ourselves to believe: We overvalue the "hits" that support our beliefs, and discount the more numerous "misses."




via esowatch

Video: Simon Singh; A Dramatic Demonstration of the Power of Mental Frames

A dramatic and shocking demonstration of how your brain gets fooled to see something that is not there because of your biases, prejudices and expectations.



via esowatch

Dienstag, 7. Juli 2009

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: Neue Studie bestätigt Wirksamkeit

Die Impfung gegen HPV zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs wurde ja in letzter Zeit recht heftig umstritten. Und einige der üblichen Impfgegner geilten sich an dem Streit schon ziemlich auf. Jetzt hat eine neue Studie ergeben, dass zumindest einer der Impfstoffe die Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses verringern kann. Allerdings wohl nicht ganz so deutlich wie erhofft.

Efficacy of human papillomavirus (HPV)-16/18 AS04-adjuvanted vaccine against cervical infection and precancer caused by oncogenic HPV types (PATRICIA): final analysis of a double-blind, randomised study in young women. Paavonen et al. The Lancet, Early Online Publication, 7 July 2009 doi:10.1016/S0140-6736(09)61248-4

HPV-Impfung schützt vor direkten Tumorvorstufen. Spiegel online

Photoshop CS4 Praxisbuch zu gewinnen

Die Programme der Photoshop Serie sind ziemlich wirkungsvolle Werkzeuge, wenn es um die Bearbeitung digitaler Bilder geht. Allerdings sind sie im laufe der Jahre auch so komplex geworden, dass man sie ohne professionelle Anleitung kaum adäquat nutzen kann. Auf Lensflare-Blog gibt es dazu jetzt das neue Photoshop CS4 Praxisbuch zu gewinnen. Auf rund 1118 Seiten erfährt man alles, was man zu einer effektiven Nutzung des aktuellen Photoshop braucht. Die Rezension von Fiona Amann und auch Leseprobe machen durchaus Hunger auf mehr.

Video: Achmed the Dead Terrorist, mit deutschen Untertiteln

Warum die Dinosaurier so schwer wurden

Man kennt das ja auch. Üppige Nahrung gepaart mit wenig Bewegung und schon leidet die Waage. Diese Zusammenhänge haben wohl auch den Dinosauriern ihre teilweise enormen Körpermassen beschert. Dazu kommt noch, dass die großen Sauropoden die aufgenommene Energie mit großer Wahrscheinlichkeit sehr viel effizienter mit ihrer aufgenommenen Energie haushalten konnten als Säugetiere. Allerdings nicht ganz so effektiv wie die heutigen Reptilien.
Couch-Potatoes im Riesenformat - Wissenschaft.de
McNab, B. (2009): Resources and energetics determined dinosaur maximal size. www.pnas.org/cgi/doi 10.1073/pnas.0904000106

Montag, 6. Juli 2009

Eternal Vigilance! Its the Price of Freedom!!

For both democracies and squirrels!!

Wenn auch verspätet, zum amerikanischen Unabhängigkeitstag.

CC-by Badastronomy

prayer is a superstition.

By watching this short video, you will be able to prove to yourself that the belief in prayer is a superstition. Every "answered prayer" is a coincidence, nothing more.

Ricky Gervais - The Bible (animals)

Gute Nachrichten für Kaffeetrinker

Das ist doch mal eine gute Nachricht für alle Kaffeetrinker. Koffein kann Alzheimer positiv beeinflussen. Schon länger war in Studien aufgefallen, dass Alzheimerpatienten oft weniger Kaffee konsumiert haben als Nichterkrankte. Und zumindest im Tierversuch bei Mäusen hat sich Koffein bewährt.
Diana S. Woodruff-Pak.Animal Models of Alzheimer's Disease: Therapeutic Implications. Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.3233/JAD-2009-1071 und 10.3233/JAD-2009-1087
Mit Koffein gegen das Vergessen. Wissenschaft.de


Freitag, 3. Juli 2009

Drei Neue Dinosaurier Arten aus Australien

Auch Australien beherbergt reiche Dinosaurier Fundstellen, wie sich jetzt wieder gezeigt hat. In der Nähe der Stadt Winton in Queensland konnten die Skelette von drei neuen Dinsoaurier Arten geborgen werden. Eines davon stammt von einem rund 500 kg schweren Theropoden, der mit drei langen Krallen an seinen Armen wohl zu den unangenehmeren Zeitgenossen seiner Gegen zählte und heute auf den namen Australovenator wintonensis hört. Mit ihm zusammen wurden die Überreste eines größeren pflanzenfressenden Dinosauriers, Diamantinasaurus matildae, an einem ehemaligen wasserloch gefunden. Möglicherweise hat er den weit größeren Pflanzenfresser angegriffen und beide sind in Folge dessen umgekommen. Der dritte Diniosaurier gehört zu einer grazileren pflanzenfressenden Art namens Witonotitan wattsi.
Hocknull et al. (2009): New Mid-Cretaceous (Latest Albian) Dinosaurs from Winton, Queensland, Australia. PLoS ONE
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,634146,00.html

Mittwoch, 1. Juli 2009

Vulkan Sarytschew , gesehen von der ISS

Die Astronauten der ISS hatten (und haben) einen der besten Plätze für die beobachtung des russischen Vulkans Sarytschew auf den Kurilen. Die Serie der einfrucksvollen Bilder im Internet ist ein gutes Zeugnis dafür. Das Video zeigt die Bilder in verschiedenen Sequenzen, so dass man die plinianische Wolke und die pyroklastischen Ströme (im Video als Lahare bezeichnet) gut erkennen kann. Im Allgemeinen werden aber als Lahare nur die Schlammströme bezeichnet. Diese hier aber wirken auf mich nicht wie Schlamm, sondern wie Glutwolken.


Job-Opportunity: full-time Research Associate and Lecturer in Mineralogy / Hydrogeochemistry

*The Institute of Applied Geosciences at Graz University of Technology
invites applications for a *

* *

*full-time Research Associate and Lecturer in Mineralogy /
Hydrogeochemistry *

* *

*for 6 years at the earliest by October 1, 2009.*

* *

*In particular, it would be very desirable to have special experiences
on mineralogical and geochemical analyses (e.g. microprobe, ICP-MS) and
modelling approaches. Profound knowledge on water-rock-interactions and
experimental geochemistry at low-temperature are greatly appreciated.
The successful applicant will participate on interdisciplinary academic
and applied research projects and will teach courses for Undergraduate
and Graduate Programs in Mineralogy and Hydrogeochemistry as a Junior
Lecturer. Ph.D. degree in Geosciences or an allied discipline is
required. **Female scientists are strongly encouraged to apply.*

* *

*Applications should be received by August 31, 2009. Please send a
curriculum vitae, a statement of research interests, and selected
publications to the following address: **Prof. Dr. Martin Fellendorf,
Dean of the Faculty for Civil Engineering of Graz University of
Technology, Rechbauerstraße 12, A-8010 Graz, Austria.*

* *

*Informal enquiries: Prof. Dr. Martin Dietzel, email:
**martin.dietzel@tugraz.at **

*Further details are available at: **http://www.tugraz.at
http://www.egam.tugraz.at
Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
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