Freitag, 15. Januar 2010

Lithium aus dem Erzgebirge

Lithium ist spätestens seit seiner Verwendung in den modernen Akkumulatoren für Laptops, Handys und zunehmend auch im Automobilbau ein begehrter Rohstoff. Europa ist bei der Verteilung der Lithiumvorräte scheinbar nicht allzu gut weggekommen. Lithium wird hauptsächlich als Lithiumlaugen aus Salzseen gewonnen. Beispiele sind die Salar de Atacama, die rund 40 % der weltweiten Lithiumvorräte beherbergt. Aber auch andere Salzseen können Lithium enthalten, so der Great Salt Lake in den USA mit rund 60 ppm Lithium oder  Silver Peak, Nevada / USA mit 250 - 300 ppm Li. Außerdem wird Lithium auch noch  in Pegmatitlagerstätten abgebaut. Hier sind Greenbushes (Westaustralien), Kings Mt., North-Carolina oder Bikita in Zimbabwe zu nennen. Eines der Lithium-haltigen Minerale ist Zinnwaldit (KLiFeAl(AlSi3)O10(OH,F)2), ein Li-Glimmer, der in vielen Zinnrevieren vorkommt. Da passt es natürlich, dass das namensgebende Zinnrevier jetzt in den Focus bergbaulicher Erkundung gerät. Geoberg hat mehr darüber.
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