Donnerstag, 28. Januar 2010

Manifesto of Liberation of Women in Iran

Aus Solidarität mit unseren nicht-fanatischen Mitmenschen im Iran solltet ihr folgendes Manifest unterschreiben:
  1. Strafrechtliche Verfolgung der Anführer und Funktionäre der islamischen Republik wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich des übelsten Missbrauchs, der Diskriminierung und der Gewalt gegen Frauen im Iran

  2. Abschaffung aller frauenfeindlichen islamischen Gesetze und sämtlicher Gesetze, die Frauen diskriminieren; vollständige Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen ökonomischen, politischen, kulturellen, sozialen und familiären Bereichen

  3. Vollständige Trennung von Religion und Staat, dem Bildungssystem und sämtlichen Gesetzen

  4. Abschaffung der Geschlechtertrennung und -apartheid

  5. Verbot von sighe (islamisch für Mietfrau) und Polygamie; bedingungsloses Recht auf Trennung (Scheidung) für Frauen und Männer; Abschaffung aller Gesetze, welche die Zivilrechte von Frauen (wie das Recht auf Reisen, geselligen Umgang, Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten etc.) von der Zustimmung des Ehemanns, Vaters oder anderer männlicher Familienmitglieder abhängig machen; vollständige Gleichheit von Frauen- und Männerrechten wie -pflichten in Bezug auf das Sorgerecht und den Umgang mit Kindern nach einer Trennung

  6. Abschaffung des Kopftuchzwangs (hejab) für Frauen, Verbot des hejab für Kinder; volle Freiheit in der Kleiderwahl

  7. Abschaffung sämtlicher barbarischer Gesetze wie Steinigung, Hinrichtung, Vergeltung (qesas) und anderer islamischer Strafen

  8. Uneingeschränkte Ausdrucks-, Protest-, Streik-, Versammlungs-, Organisations- und Parteigründungs-Freiheit

  9. Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen

  10. Religions- und Atheismusfreiheit sowie die Freiheit, Religion zu kritisieren.


Hier geht es zum Manifesto of Liberation of Women in Iran

Ich hab als Nr. 1019 unterschrieben. Das wird sicher keinen der Verantwortlichen des iranischen regimes zum Umdenken bewegen, aber vielleicht kann es den Menschen im Iran, die teilweise unter der Drohung der Todesstrafe für ihre Freiheit kämpfen, ein klein wenig Mut machen. Dass sie sehen, sie stehen nicht alleine in der Welt.

via Aufklärung 2.0



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