Mittwoch, 3. Februar 2010

Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte der AdG,
Afrika ist seit der Kolonialzeit für seine vielfältigen natürlichen Ressourcen bekannt. Sowohl seitens der Land- und Forstwirtschaft als auch bei den Bodenschätzen besitzen viele Staaten große wirtschaftliche Potentiale. Dennoch gehören viele der afrikanischen Staaten trotz oder sogar wegen dieses Reichtums weiterhin zu den ärmsten Ländern der Erde.
In den vergangen Jahren haben viele Staaten Afrikas im Vergleich zu Europa ein relativ großes Wirtschaftswachstum gehabt. Insbesondere Erdöl exportierende Länder, wie z.B. Äquatorialguinea, konnten bislang nie gekannte Wachstumsraten von über 30% erzielen. So positiv ein derart wirtschaftlicher Boom für den Krisenkontinent Afrika auch sein mag; es stellt sich die Frage, wie langandauernd und wie nachhaltig diese Entwicklung sein kann und wird?
Im Rahmen der diesjährigen AdG Tagung vom 25.-26. Juni in Frankfurt soll dieses Problem im Mittelpunkt stehen. Wir möchten mit Ihnen über die vielfältigen natürlichen Ressourcen Afrikas (Wo gibt es was und warum?) und über nachhaltige Nutzungsstrategien auf dem afrikanischen Kontinent diskutieren (z.B. wie lässt sich dieses Potential zur Armutsbekämpfung einsetzen?).
Neben diesem Schwerpunkt besteht natürlich wie immer auch die Möglichkeit „freie“ Themen vorzuschlagen und im Zuge der Kurzreferate aus den Arbeitsgruppen zu berichten.
Für die Themen und Beiträge der AdG Tagung wird es auch im Jahr 2010 eine Publikationsmöglichkeit im Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Teil 1 geben.
Wir freuen uns, Sie nach Frankfurt einladen zu dürfen.Die Frankfurter Afrikaforschung blickt auf eine fast 200-jährige Tradition zurück. Noch lange vor der Gründung der Johann Wolfgang Goethe-Universität 1914 sind mit Eduard Rüppell und Leo Frobenius zwei große Frankfurter Afrikaforscher des 19. Jh zu nennen. Die besondere Kompetenz der Frankfurter Afrikaforschung besteht darin, dass aus nahzu allen Fachbereichen Wissenschaftler sich mit der Erforschung Afrikas befassen und in zahlreichen Projekten und Sonderforschungsbereichen interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Gründung des Zentrums für intersdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Goethe-Universität im Jahre 2003 ist Ausdruck dieser langen Tradition und garantiert einen offenen und interdisziplinären Austausch.

Weitere Infos unter http://www.geo.uni-frankfurt.de/ipg/adg2010/
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