Freitag, 12. Februar 2010

Geo Foto: So winzig und doch so wundervoll!

Alien View of the EarthDiese Woche ist es zwanzig Jahre her, dass diese Aufnahme gemacht wurde. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär aussieht, so dunkel und verrauscht, wie sie ist. Man kann eigentlich kaum etwas darauf richtig erkennen, oder? Und doch, wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man doch etwas. Einen kleinen blauen Fleck, Nicht mehr als 1 oder 2 helle, bläuliche Pixel breit. Das ist die Erde. Die Erde, wie sie sich aus einer Entfernung von 6,4 Milliarden Kilometern präsentiert. So winzig und unscheinbar und doch so wundervoll, in all der Dunkelheit des Kosmos. Der Zufall wollte es so, das sich das Licht der Sonne genau in dem Moment von der Sonde reflektiert wurde, als diese Aufnahme gemacht entstand. Und so erscheint die Erde gleichsam in dieser Reflektion gefangen und hervorgehoben aus der tiefschwarzen Dunkelheit des Weltraumes. Es ist ein uns sehr fremdes Bild der Erde. Wir wissen alle, wie sich die Erde im Weltraum präsentiert, spätestens seit den spektakulären Aufnahmen der Mondmissionen, wo die Erde als blaue Kugel im samtschwarzen All
hängt, mit hellen, weißen Wolkenbändern auf ihr zu sehen. Aber aus dieser enormen Entfernung hat noch kein menschliches Auge sie je gesehen. So würde sie sich außerirdischen Besuchern präsentieren, die sich auf dem Flug in das innere Sonnensystem befinden. So klein und unscheinbar, so verloren in der unendlichen Weite. Und beinahe hätten wir das Bild nie zu sehen bekommen, es wäre niemals entstanden. Denn die Verantwortlichen bei der NASA hatten Sorge, dass die dies Foto die Kamera von Voyager 1 beschädigen könnte. Denn die Erde stünde aus dem Blickwinkel der Sonde sehr nahe an der Sonne. Es war unter anderen Carl Sagan, der sich für diese Aufnahme stark machte. Doch es sollte einige Zeit dauern, biss alle Bedenken abgeschwächt werden konnten. Anfang 1990 war es dann so weit: Am 13. Februar 1990,  oder am Valentinstag (zumindest in der Zeitzone, welche das Voyager Team benutzte), drehte die Sonde  ihre Kameras in Richtung Erde.

Carl Sagan beschrieb das Foto in seinem Buch „Pale Blue Dot“ wie folgt:
Look again at that dot. That's here. That's home. That's us. On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was, lived out their lives. The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every 'superstar,' every 'supreme leader,' every saint and sinner in the history of our species lived there — on a mote of dust suspended in a sunbeam.

Das Bild ist Teil einer Serie von ähnlichen Fotos, welche die Planeten aus der fernen Perspektive der Sonde zeigen. (Image Credit: NASA/JPL)

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