Die fortschreitende Entwaldung brachte es quasi an den Tag. eine nahezu kreisrunde, zwischen 36 und 46 Kilometer durchmessende Struktur im Kongo. Dabei könnte es sich italienischen Forschern nach um einen möglichen Impaktkrater handeln, da andere Erklärungsmöglichkeiten, die ebenfalls kreisförmige Strukturen bilden, nicht passen. Salzdiapire kommen dort nicht vor, für kimberlitische Pipes ist die Struktur zu groß, eine Kaldera kann so gut wie ausgeschlossen werden und auch ein großer Batholith ist mehr als unwahrscheinlich. Stratigraphisch kommt dort präkambrisches Basement vor, das von rund 800 m mächtigen Karroo Sedimenten (Perm - Trias) und von tiefgründig verwitterten, jurassischen sowie kreidezeitlichen kontinentalen Sedimenten überlagert wird. Teilweise wurden diese Sedimente im Pliozän und Pleistozän umgelagert. Der Impakt geschah vermutlich irgendwann im Zeitraum von Kreidezeit und Kenozoikum. Eine Expedition in das Gebiet ist geplant, um die genaue Ursache der Ringstruktur zu klären und den Zeitraum des möglichen Impaktereignisses genauer einzugrenzen.
The Ring Structure of Wembo-Nyama (Eastern Kasai, R.D. Congo): A Possible Impact Crater in Central Africa
G. Monegato, M. Massironi, E. Martellato
41st Lunar and Planetary Science Conference (2010), Abstract #1601
G. Monegato, M. Massironi, E. Martellato
41st Lunar and Planetary Science Conference (2010), Abstract #1601






1 Kommentare:
Is ja lustig! In der Gegend gibt es mehrere Strukturen, die auffallend kreisförmig sind. 15 km westlich des großen Ringes ist ein kleinerer Kreis mit etwa 5 km Durchmesser zu sehen. Scheint ein Altarm zu sein, oder doch nicht? Einer der Zuflüsse (WSW) hat auch eine perfekte Halbkreisform. Komisch finde ich den Kreis, der sich im Inneren des großen befindet (SW) und dessen südwestlicher Rand mit dem des großen zusammenzufallen scheint. Es kreist ziemlich viel, wenn man mit GoogleEarth dort herumfliegt...
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