Donnerstag, 11. März 2010

Neuer Krater im Kongo entdeckt?

Kongo Krater
Die fortschreitende Entwaldung brachte es quasi an den Tag. eine nahezu kreisrunde, zwischen 36 und 46 Kilometer durchmessende Struktur im Kongo. Dabei könnte es sich italienischen Forschern nach um einen möglichen Impaktkrater handeln, da andere Erklärungsmöglichkeiten, die ebenfalls kreisförmige Strukturen bilden, nicht passen. Salzdiapire kommen dort nicht vor, für kimberlitische Pipes ist die Struktur zu groß, eine Kaldera kann so gut wie ausgeschlossen werden und auch ein großer Batholith ist mehr als unwahrscheinlich. Stratigraphisch kommt dort präkambrisches Basement vor, das von rund 800 m mächtigen Karroo Sedimenten  (Perm - Trias) und  von tiefgründig verwitterten, jurassischen sowie kreidezeitlichen kontinentalen Sedimenten überlagert wird. Teilweise wurden diese Sedimente im Pliozän und Pleistozän umgelagert. Der Impakt geschah vermutlich irgendwann im Zeitraum von Kreidezeit und Kenozoikum. Eine Expedition in das Gebiet ist geplant, um die genaue Ursache der Ringstruktur zu klären und den Zeitraum des möglichen Impaktereignisses genauer einzugrenzen.

The Ring Structure of Wembo-Nyama (Eastern Kasai, R.D. Congo): A Possible Impact Crater in Central Africa
G. Monegato, M. Massironi, E. Martellato
41st Lunar and Planetary Science Conference (2010), Abstract #1601 


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