Dienstag, 29. Juni 2010

Streckung von Speisesalz mit Sylvin?

Ludmila ist da auf einen interessanten Fund in den Niederlanden gestoßen. Natriumarmes Speisesalz, um es genau zu sagen, um 70 % Natriumreduziertes Speisesalz. Statt dem üblichen NaCl, also Halit, wurde einfach 30 % NaCl und 70 % KCl (Sylvin) verwendet. Da braucht man sich über einen bitteren Nachgeschmack eigentlich kaum zu wundern. Ich frage mich nur, ob das wirklich zu einer Reduktion des Salzverbrauches führt, oder ob es nicht, wegen des geringeren Salzgeschmacks, nur zu einer höheren Dosierung führt. Und hat die vermehrte Aufnahme von KCl nicht ebenfalls eine physiologische Wirkung? Fragen über Fragen. Ich persönlich halte das eigentlich schlicht für einen Marketing Gag, der auf den Zug "salzarme Ernährung" aufspringen soll. 

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