Donnerstag, 2. September 2010

Tsunamis im Atlantik

Spätestens seit dem Dezember 2004 weiß wohl jeder, welche Gefahr von einem Tsunami ausgehen kann, der oft weit entfernt von den betroffenen Küsten ausgelöst Tod und Verderben bringen kann. Da sie oft von Erdbeben ausgelöst werden, und diese in Gebieten mit Subduktionszonen besonders häufig sind, fühlen wir uns an den Küsten des Atlantiks und dessen Randmeeren vergleichsweise sicher. Denn Subduktionszonen sind im Bereich des Atlantiks vergleichsweise rar. Nur im Bereich der karibischen Platte und an einer kleineren Platte im Südatlantik, der Scotia Platte finden sich Subduktionszonen. Und doch stellen Tsunamis für die Küsten des Atlantik eine nicht ganz zu vernachlässigende Gefahr dar. Leben doch an seinen meist tiefgelegenen Küsten viele Millionen Menschen. Und es hat auch in historischer Zeit schon einige größere und teilweise verheerende Tsunamis an den Küsten des Atlantiks gegeben. Man denke nur an das Erdbeben von Lissabon 1755, bei dem Tsunamis mit zu den Verheerungen beitrugen. Oder den untermeerischen Erdrutsch bei den Grand Banks, der am 18. November 1929 einen Tsunami auslöste. Dieser forderte in Neufundland rund 28 Todesopfer. Und diese Rutschungen können wirklich gigantische Ausmaße anehmen, wie die Storegga-Rutschung, die mit ihren 5608 km3 Masse vor rund 7000 Jahren in mehreren Schüben erfolgte und große Tsunamis auslöste.
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