Freitag, 26. Februar 2010

Stoppt Ugandas Todesgesetz

In nur zwei Wochen haben nahezu eine halbe Million von uns weltweit eine Petition gegen eine Gesetzesvorlage in Uganda unterzeichnet, die homosexuelle Menschen mit dem Tod bestraft, und deren Freund mit Gefängnis.

Das ist eine außergewöhnliche Reaktion gegen dieses schreckliche Gesetz – aber wir benötigen noch mehr Unterschriften. Die Extremisten verstärken ihre Rhetorik – ein Pastor scheut sich nicht, homosexuelle Pornographie zu zeigen, um den Zorn aufzupeitschen. Aber nur wenige kennen die harten Details dieser drakonischen Gesetzesvorlage. Und es wurde keine Meinungsumfrage durchgeführt, um festzustellen, ob die ugandische Bevölkerung derartige Massenexekution unterstützen würde.

Die ugandische Widerstandsbewegung, die von der globalen Solidarität elektrisiert ist, hat jedoch nicht die Mittel, ihre Mitbürger über die tödlichen Bestimmungen dieses Gesetzes zu informieren.

Wenn genügend von uns sich beteiligen, können wir Radio-Spots, Zeitungsannoncen und Plakatkampagnen starten, die Millionen Menschen in Uganda die Wahrheit sagen – und einen lautstarken Ruf zum Schutz der Menschenrechte! Bitte spenden Sie, um den Schutz der Menschenrechte in Uganda zu unterstützen:

https://secure.avaaz.org/de/ugandan_voices/?vl

Während Homophobie in Uganda, wie auch in vielen anderen Teilen der Welt, weit verbreitet ist, ist es auch der Glaube an die menschlichen Grundrechte – und diese Gesetzesvorlage ist wahrhaftig ein starker Angriff auf die Menschenrechte.

Der fundamentale Glaube, dass jedes Leben den gleichen Wert hat, unabhängig von Nationalität, Glauben und sexueller Ausrichtung, bildet die Grundlage des Widerstandes gegen diese Gesetzesvorlage. Es ist das, was Tausende dazu veranlasst hat, diese Petition zu unterzeichnen – die an Uganda und die Geberländer übergeben wurde und die in der kommenden Woche an den Regierungssprecher in Uganda übergeben wird. Und es ist das, was Kirchenführer, Schwulengruppen und Menschenrechtler in Uganda vereint hat, um gemeinsam für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Die Ugander an der vordersten Front dieses Kampfes tun alles, was sie können. Unsere Unterstützung – Spenden, die uns nur sehr wenig kosten – können für sie alles bedeuten. Bitte spenden Sie hier:

https://secure.avaaz.org/de/ugandan_voices/?vl

Nutzen wir den Moment und machen ihre Sache zu unserer.

Hoffnungsvoll,

Ben, Alice, David, Paula, Benjamin, Ricken, und das gesamte Avaaz-Team

PS: Hier können Sie das Gesetz lesen (Englisch): http://www.avaaz.org/death-law

Weitere Informationen über die Gesetzesvorlage finden Sie hier (Englisch): http://www.avaaz.org/uganda_article

Wenn Sie die Petition noch nicht unterzeichnet haben, können Sie dies unter folgendem Link tun: http://www.avaaz.org/de/uganda_rights/?fr

Donnerstag, 25. Februar 2010

Symphony of Science - The Poetry of Reality (An Anthem for Science)

Da haben sie wieder zugeschlagen, die Symphony of Science Gruppe um John Boswell. Die neueste Symphony of Science - The Poetry of Reality. Mit Michael Shermer, Jacob Bronowski, Carl Sagan, Neil deGrasse Tyson, Richard Dawkins, Jill Tarter, Lawrence Krauss, Richard Feynman, Brian Greene, Stephen Hawking, Carolyn Porco, and PZ Myers. Es isnd also eigentlich all die Helden einer realistischen Weltsicht versammelt. 

Haiti, das Erdbeben und die Tsunamis

Haiti wurde am 12. Januar nicht nur von einem starken Erdbeben erschüttert. Zum Erstaunen der Geophysiker traten auch zwei Tsunamis auf, einer in der Bucht von Port-au-Prince und ein weiterer an der Südküste. Darüber wurde gestern auf einer Konferenz in Oregon berichtet. Der Erdbebenmechanismus war eigentlich nicht geeignet, große Tsunamis auszulösen. Was also hat die Wellen verursacht, und was können wir für die Zukunft daraus lernen?
Haiti: Erdbeben und Tsunamis - Mente et Malleo

Speicherung von Kohlendioxid

Im Zuge der Reduzierung unseres Ausstoßes an Kohlendioxid rückt die Speicherung des Gases im Untergrund oder in anderen geologischen Verfahren immer mehr in den Vordergrund. Auf Mente et Malleo habe ich mir darüber mal ein paar Gedanken gemacht.

Dienstag, 23. Februar 2010

Wie passen schneereiche Winter in den Klimawandel?

Dieser Winter war ja endlich mal wieder ein richtiger Winter, mit eigentlich schon zu viel Schnee und sehr lange kalten Temperaturen. Beinahe hätte es in Hamburg auf der Alster wieder ein Alstervergnügen gegeben. Und nicht nur in Norddeutschland, auch im restlichen Europa schien dieser Winter allen Prophezeiungen vom Klimawandel zu trotzen. Und dennoch war 2009 nicht nur eines der, global gesehen, wärmsten Jahre, es war auch das letzte der bisher wohl wärmsten Dekade, die jemals gemessen wurde. Wie passt das eigentlich alles zusammen? Nun, zuerst sollte man vielleicht aufhören, Klima mit Wetter zu verwechseln.

Homöopathie vs. Wissenschaft - eine Metapher

Jake Archibald hat die in meinen Augen ultimative Metapher für das Thema Homöopathie gegen Wissenschaft geschaffen. Florian Freistetter von Astrodicticum Simplex hat das Ganze dankenswerter Weise ins deutsche übersetzt. Es ist traurig aber wahr. Die Anhänger der Homöopathie obliegen einer Selbsttäuschung, genauso wie hier mit den "krummen" geraden Linien dargestellt.

Warum werfen wir den Atommüll nicht einfach in einen Vulkan?

Also ernsthaft, auf Ideen kommen die Leute! Da fragt doch wirklich eine Webseite:"Can We Dispose of Radioactive Waste in Volcanoes?" Man möchte fast fragen; "aber sonst geht´s noch, oder?". Ich frage mich Wirklich, wie vernünftige Menschen mit Verstand auch nur ansatzweise auf so einen Gedanken kommen können. OK, auf der Seite kommen sie nach einigen Überlegungen auch zu dem Schluss, dass das Ganze wohl keine so gute Sache wäre. Aber was soll so etwas?
And that standard is heat. The lava would have to not only melt the fuel rods but also strip the uranium of its radioactivity. 
Vermutlich meinen sie, die Trennung des Urans von den kurzlebigeren Isotopen. Denn da Uran selber radioaktiv ist, dürfte auch Hitze das Uran kaum nicht-radioaktiv machen. Und selbst wenn man in der Schmelze Uran von den kurzlebigen Isotopen trennen kann, wären die damit ja nicht entfernt, oder?
It takes temperatures that are tens of thousands of degrees hotter than that to split uranium’s atomic nuclei and alter its radioactivity to make it inert, Rowe says. What you need is a thermonuclear reaction, like an atomic bomb—not a great way to dispose of nuclear waste.
Das ist nicht minder schräg. Abgesehen davon sind auch Atomsprengköpfe nicht für ihre rückstandsfreien Explosionen bekannt. Da war doch noch die Sache mit dem Fallout, nicht wahr? Wie kann man nur auf so eine Idee kommen? 
The liquid lava in a shield volcano pushes upward, so the rods probably wouldn’t even sink very deep, Rowe says.
Nein, sie würden nicht sehr tief sinken. Und da vermutlich auch nicht sehr lange bleiben. Sieh einer an!
They wouldn’t sink at all in a stratovolcano, the most explosive type, exemplified by Washington’s Mount St. Helens. Instead, the waste would just sit on top of the volcano’s hard lava dome [...]
Jetzt wird es wirklich absurd. Das wäre so ziemlich der letzte Ort, wo ich das Zeugs sehen will. Was es mit einem Lava Dom auf sich hat, hat uns ja gerade erst der  Soufrière Hills Vulkan auf Montserrat gezeigt. Das würde dann dem Gesetz der gleichmäßigen Verteilung folgen. Eine wirklich prima Idee, wie mir scheint...
“All volcanoes do is spew stuff upward,” Rowe says. “During a big eruption, ash and gas can shoot six miles into the air and afterward circle the globe several times. We’d all be in serious trouble.”
Sieh einer an.  




Impfskepsis kann tödlich sein!

Ein Fundstück von kids and me, das sehr deutlich zeigt, auf welcher (nicht vorhandenen) Basis manche selbernannte Impfskeptiker argumentieren und wie sie ihre Kinder in Gefahr bringen.

“Ich halte die Tetanus-Impfung (von den anderen rede ich erst gar nicht) für eine Farce, sie kann nicht schützen oder nützen, da Tetanus eine Heilreaktion des Organismus auf Verwundungen ist. Nur bei Wunden/Verletzungen/Traumata, die vom Körper schlecht versorgt werden, wird Tetanus zu einem größeren Problem, aber das liegt nicht an den Tetanus-Bakterien und den angeblichen Toxinen (das sind Botenstoffe, für die es im Körper Rezeptoren gibt, um den betroffenen Körperteil ruhigzustellen und für bessere Durchblutung zu sorgen), sondern an einem kranken Immunsystem, einem schlechten Kreislauf, einem geschwächten Körper, der nicht ausreichend in der Lage ist, die abgestorbenen Zellen und Fremdkörper zügig abzutransportieren.”

Wenn man öfter mit diesen Menschen zu tun hat, muss man sicher aufpassen, nicht zu einem Zyniker wie Doc. House zu werden.


Montag, 22. Februar 2010

Simon Singh at the Royal Courts of Justice and MPs to report on libel reform

Dear Friends,
There are two very important events for the Libel Reform Campaign this week.


Tuesday: Simon Singh’s case

On Tuesday 23rd February, Simon Singh’s libel case with the British Chiropractic Association is before the Court of Appeal in London. His case will be heard by three of the most powerful legal figures in the UK, the Lord Chief Justice, the Master of the Rolls and Lord Justice Sedley. Simon’s case is very significant and depending on how it goes, could either strengthen our right to ‘fair comment’ or hugely undermine it. Look out for coverage of this in The Daily Telegraph, The Times, the Guardian and elsewhere on Tuesday.

Wednesday: MPs report on our libel laws

The Culture, Media and Sport Select Committee will release a report on Wednesday 24th February that, amongst other issues, will look at the impact of English libel law on free expression. We submitted evidence to the Committee of how our libel laws are unjust and against the public interest and we hope they will make serious and far-reaching proposals for reform.


What can you do?

Come down to the Royal Courts of Justice (map) at 9.45 am on Tuesday to show your support for Simon.
We want MPs to get letters all next week so they understand how important this issue is for people across the UK, and abroad. Please try and persuade one or more friends, family or colleagues to sign the petition: www.libelreform.org/sign
We have received 10,000 new signatures in the last 10 days, but there is still a long way to go, so please keep spreading the word. Simon and others are undergoing a severe strain to defend free speech, and we know that it would be a major morale boost for him if supporters could spare five minutes to persuade friends and family to sign up to libel reform. It would be great if we could add 5,000 more names before Simon leaves the Court of Appeal tomorrow.
Best,


Mike and Síle


The Libel Reform Campaign
www.libelreform.org

The Libel Reform Campaign is a coalition of English PEN, Index on Censorship and Sense About Science.

9/11 und das Pentagon

Der 11. September 2001 ist nach wie vor bei verschiedenen Verschwörungstheorertikern beliebt. Manche der Thesen haben es sogar bis in die zeitgenössische Kunst geschafft, mit der damit verbundenen Gefahr der allgemeinen Akzeptanz. Eines der "Probleme" beim Pentagon ist in den Augen vieler selbsternannter Aufklärer die Tatsache, dass das Loch im Gebäude doch kleiner ist als die Flügelspannweite einer Boeing 757. Dabei wird aber gerne übersehen, dass ein Flugzeug, das mit rund 850 km/h fliegt und rund 82 Tonnen wiegt, nicht massiv ist. Im Gegenteil. Die dünne Aluminiumhülle bietet eigentlich kaum widerstand. Daher wird der Schaden an einer Gebäudestruktur, die so stabil ist wie die des Pentagon, dort am größten sein, wo die festesten Bauteile und die größte Massenballung eines Flugzeuges ist. Der Rumpf sowie die mit rund 16 t Treibstoff gefüllten inneren Bereiche der Tragflächen sowie die Triebwerke. Mete Sozen erklärt das hier sehr gut.

Freitag, 19. Februar 2010

Fluid Inclusion Course 2010, Leoben

A short course in Fluid Inclusions is again offered at the University of
Leoben
(Austria). This course includes fundamentals and applications of fluid
inclusion
studies, and is designed for beginners and intermediates with less than
a few
years experience. Exercises and computer modelling, including new software,
make up an important part of the course.
The main topics of this course are:

. General introduction
. History of fluid inclusion research
. Inclusion petrography
. Analytical methods
. Experimental work
. Thermodynamics
. Equations of state
. Computer exercises

The course will take place from 29 to 31 of March 2010 (three days) from
9 am
to 5 pm each day at the department of Mineralogy and Petrology in Leoben.
The costs are 50 Euros (standard, PhD candidates), and FREE for MSc students
and undergraduates.

For further detail contact:

Ronald J. Bakker
Mineralogy and Petrology, Institute of Applied Geological Sciences and
Geophysics
University of Leoben, Peter-Tunner-Str.5, 8700 Leoben, Austria.
email: bakker@unileoben.ac.at
tel. +43-3842-4026211

Donnerstag, 18. Februar 2010

Geo Foto: Staub über dem Mittelmeer

Staub über dem Mittelmeer
Dicke Staubwolken reichen von der Sahara über das Mittelmeer bis hin nach Griechenland. Am stärksten sind das südliche Griechenland, Kreta und das Nildelta betroffen. Die Aufnahme entstand am 18. Februar mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) an Bord von Terra. NASA Earth Observatory.

Überschallknall trifft Nebensonne

Manchmal, wenn das Sonnenlicht auf Eiskristalle in den Wolken trifft, entstehen so genannte Nebensonnen, die sich im Abstand von rund 22 ° neben der eigentlichen Sonne befinden. Mir persönlich gefällt auch der englische Ausdruck "sun dog", also Sonnenhund. Persönlich finde ich schon diese Himmelszier sehr cool und freue mich jedes Mal, wenn man sie gut beobachten (und fotografieren) kann. Was man aber noch mit diesem Phänomen anstellen kann, zeigte sich beim Start des Solar Dynamics Observatory (SDO) am 11. Februar 2010. Die Stoßwellen der überschallschnellen Rakete treffen hier auf eine Nebensonne und lassen sie verschwinden. Das Ganze finde ich schon extrem cool. Wie schön, dass heutzutage fast überall einer eine Videokamera parat hat, um diese Phänomene zu dokumentieren. Lars Fischer hat sich noch weitere Gedanken zu dem Phänomen gemacht.

Teach the Controversy

But only the controversy!
via Aufklärung 2.0

Wie sich Verschwörer selbst immunisieren

Meine kleine Polemik gegen die angeblichen "Truther", die mit Hilfe einer energiedispersiven Röntgenanalytik ausgerechnet den Oxidationszustand von Eisen und Aluminium in ihren Proben messen wollten, scheint in den einschlägigen verschwörungstheoretischen Kreisen ja einigen Staub aufgewirbelt zu haben. Dabei kann man sehr schön die gängigen Strategien beobachten, mit der versucht wird, die herzgebobbelte Theorie vor dem Untergang zu retten. Kurz gesagt: Mit einer handelsüblichen energiedispersiven Röntgenanalytik, kann man keinen Sauerstoff und keinen Kohlenstoff nachweisen. Das geht nicht, Nein, denn der Detektor hat normalerweise ein Fenster aus Beryllium. Und das absorbiert die Energiespektren aller Elemente leichter als Natrium.
Fangen wir hier an:
Ich kann nicht bewerten ob etwas verfälscht wurde und traue soetwas einem Geologen weniger z. Das ist mein Punkt. Es geht ums Fachgebiet, weil ich ein anderes habe (Ingenieurwesen).
Skepsis ist eigentlich eine gute Sache. Aber alleine vom Fachgebiet auszugehen und der Meinung zu sein, Geowissenschaftler hätten per se davon keine Ahnung, zeigt nur eines: Das hier von moderner Geowissenschaft keine Ahnung vorliegt. Elektronenmikroskope und energie- und wellenlängendispersive Analytik ist eine der Standardmethoden der Geowissenschaften. Ich dachte eigentlich, ich hätte in meinem Blogbeitrag die Grundlagen der energiedispersiven Röntgenanalytik ausgiebig besprochen. Anscheinend nicht genug. Allem Anschein traut man also Geowissenschaftlern keinerlei chemische Kenntnisse zu. Persönlich denke ich aber schon, dass ich mit einigen Jahren Erfahrung am Elektronenmikroskop und einigen tausenden von Analysen mein Gerät ziemlich gut kenne. Besonders auch die Grenzen der verwendeten Methode. Das ist die Schwierigkeit, wenn man selber keine Ahnung hat; wie soll man Argumente bewerten? Man sollte sich aber vor einer Argumentation mit "Autorität" hüten. Da hilft dann nur eines. Selber schlau machen.

Noch ein wunderbares Beispiel für ad hominem:
Selbst nicht-peer-reviewte, hingeworfene Meinungen von angehenden Geologen, warum Harrit et al bei der Verifizierung von Nanothermit nach Tillotsons Methoden auf keinen Fall hätten etwas finden können, werden sogar kommentiert und betrachtet. 
 Nun, zum einen: Ich bin definitiv (und überprüfbar) eben kein "angehender Geologe". Der Satz soll einzig und alleine nur dazu dienen, die fachliche Kompetenz zu unterminieren. Also auf die Person zielend, und nicht auf das Thema. Sehr beliebt bei Verschwörungstheoretikern und auch bei anderen, nun, nennen wir sie mal freundlich "Grenzwissenschaftler". Und das von Leuten, die fachliche Beiträge allem Anschein nach nicht einmal erkennen, wenn man sie mit der Nase drauf stößt. Aber dazu unten mehr. Und was "Tillotsons Methode" angeht, mag jeder selber urteilen. Sie diente nie der Identifizierung möglichen nanothermitischen Materials und schon garnicht ist sie eine Standardmethode dazu.

Gehen wir mit dem ad hominem weiter:
Wo ist die Laborarbeit von Dr. Gunnar Ries, um die Laborarbeit von Dr. Jones, Dr. Farrer und den paar anderen Wissenschaftlern, die auch nicht nur alle als Profs rumlabern, zu widerlegen???
 Oh, hier bin ich also schon aufgestiegen. Falls er es noch nicht gemerkt hat: Es ging nicht um Laborarbeit. Mir liegen keine Staubproben vor und das habe ich auch nie behauptet. Ich stelle nur sachlich fest, dass Harrit et al. die Grenzen ihrer eigenen Methode allem Anschein nach nicht kennen. Und dass sie Methoden, die als Standardmethoden ganz schnell meine These vom Tonmineral hätten widerlegen können, nicht angewendet haben. Ich persönlich habe genug Tonminerale im Rasterelektronenmikroskop gesehen um die verblüffende Ähnlichkeit der Plättchen aus dem Staub mit handelsüblichen Tonmineralen zu erkennen. Sollte man mir eine Probe besagten Materials geben, könnten wir das gerne mal mit einer schnellen Untersuchung am Pulverdiffraktometer überprüfen.
Kennt Dr. Gunnar Ries Nanothermit und Methoden, wie man es klassifiziert und untersucht?
Äh, hab ich das behauptet? Nicht, dass ich wüsste, oder? Aber ich weiß mit der besagten Elektronenstrahanalytik umzugehen. Und ich weiß auch, wie man mineralische Stoffe eindeutig identifizieren kann. Und ich gehe davon aus, dass dies auch ein Chemiker wissen müsste.
Anscheinend ja nicht. Er würde sonst nicht ellenlang Kritiken an den Untersuchungsmethoden bringen und diese für nicht ausreichend erklären, wenn er wüsste, dass die armen alles selbst bezahlenden "Truthers" sich genau an anerkannte, maßgebliche Methoden aus Forschungen von Los Alamos, Texas Tech, Livermore usw. gehalten haben...
Natürlich sind energiedispersive Analysen anerkannte Methoden. Aber das bedeutet eben nicht, dass sie für alles gleich gut sind. Fakt ist, dass Harrit et al. methodische Schwächen in ihrer Untersuchung haben. Die Ergebnisse sind nicht das, für was sie ausgegeben werden. Da hilft dann auch kein  Autoritätsargument mehr, wenn man bekannte Forschungseinrichtungen nennt.Man muss eben auch die Grenzen der verwendeten Methoden kennen, sonst sind die eigenen Ergebnisse angreifbar.
Laß mich raten. Der Gunnar Ries ist "Debunker", Hauptberuflich?
Jo, nun hat er mich erkannt. Da wird dann die Blogroll und die abonnierten Blogs schnell auch noch zum "Argument".

Es ist eine politische, mündliche Abhandlung eines "Debunker"-Kollegens von MrBaracuda, warum die Methoden, die im Labor von Dr. Farrer nach Nanothermit-Klassifizierungen benutzt worden sind und einwandfreie Ergebnisse lieferten, angeblich keine Ergebnisse hätten liefern können. Mit dem Mund.
Eine politische, mündliche Abhandlung. So habe ich das ehrlich gesagt, auch noch nicht gesehen. Da scheint jemand einfach ein Problem mit der schlichten Tatsache zu haben, dass Methoden ihre Grenzen haben.

Das ist alles sehr abgehoben und hat mit experimenteller Wissenschaftskritik NICHTS zu tun.
Ach, was ist es denn? Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass ich die verwendeten Methoden kritisierte. Aber was weiß ich denn schon...
Es ist, als Analogie, so, als ob du Temperatur wiederholt mit einem Thermometer messen würdest, und dir der nächste erzählt, ein Thermometer wäre gänzlich ungeeignet, die Temperatur zu messen, weil...
Nun ja. Es ist schon so. Als ob man flüssiges Eisen mit einem Fieberthermometer messen will. Und weil die Skala nur bis 50 °C geht, behauptet man dann, dass flüssiges Eisen eben nur 50 °C hat.

Junk. Quatsch. Nichts gegen die Geologie. Die Irreführung des jungen Doktoranden liegt eindeutig daran, dass er die falschen Seiten liest. Die auch den armen Kevin.Silbstedt schon den Kopf ruiniert haben. Die "Debunker"-Freunde...die alle Infos mit dem Mund bekämpfen...Weiß Gott, warum sie das tun.
Sofern er experimentell nachweisen will, dass die benutzten Methoden keine Ergebnisse liefern können, steht ihm das frei, nachzuweisen. Ansonsten träumt weiter von einer Wiederlegung...
So viel Mitgefühl macht mich ganz betroffen.  Nein, ich lese nicht die falschen Seiten. Der Punkt ist, dass ich hauptsächlich mit der besagten Analytik arbeite, die Harrit et al. verwendet haben wollen. Da gibt es nichts experimentell zu beweisen, jedenfalls niemandem, der auch nur ansatzweise über physikalisches Grundwissen verfügt. Ein EDX Detektor, der ein Berylliumfenster hat, kann weder Sauerstoff noch kann er Kohlenstoff detektieren. Damit ist eine Bestimmung eines Oxidationsgrades mit Hilfe einer EDX nichts als Bullshit. Das lässt sich sogar ganz leicht überprüfen.

Eines aber kann ich glatt unterschreiben:
Weißt du, was peer review bedeutet?
Genau das, was der junge Mann getan hat!
Man guckt sich eine Studie an und begutachtet die Studie.
Man guckt sich nicht das Studienobjekt an, man macht keine Experimente mit dem Studienobjekt, man schaut einzig auf die Methoden, die zur Studie angewandt wurden.
Fertig.
Als Beispiel:
Peer review bedeutet, "als Analogie, so, als ob du Temperatur wiederholt mit einem Thermometer messen würdest, und dir der nächste erzählt, ein Thermometer wäre gänzlich ungeeignet, die Temperatur zu messen, weil" etwa genau das benutzte Thermometer nicht geeicht wurde, es ein anderes Temperaturspektrum abdeckt oder was ähnliches!
Du hast das fast verstanden gehabt, nur wieder mal die Kurve nicht bekommen!
Da hat mich jemand gut verstanden.

Nachtrag 18.02.2010: Einen hab ich noch...
Herr Gunnar Ries geht anscheinend davon aus, weil "sein" EDX-Detektor dazu nicht in der Lage ist (C) und (O) zu analysieren, gibt es so was weltweit nicht, und darum stimmen die EDX-Spektren von Harrit & Co. nicht, sie wurden gefälscht, es ist kein Nanothermit, es muss Tonmineral sein.
 Ein klassischer Fall von nicht-gelesen-haben. Ja, "mein" Detektor hat, wie die allermeisten, ein  8 µm starkes Beryllium-Fenster. Es gibt auch Detektoren mit dünneren Fenstern oder ganz fensterlose. Diese sind aber entsprechend empfindlich. Sie halten dem Luftdruck nicht stand, daher müssen sie beim Probenwechseln und Belüften der Probenkammer extra geschützt werden. Das macht die mit dem Fenster so schön unkompliziert und wartungsfrei. Und da die Elemente oberhalb von Natrium für die meisten analytischen Anwendungen nicht besonders relevant sind, greift man meist auf die günstigeren mit dem Fenster zurück. Es wäre also möglich, dass Harrit et al. einen fensterlosen Detektor oder einen mit dünnem Fenster benutzt haben. Aber warum wurde ausgerechnet dieses interessante Detail nicht in der Methodik erwähnt? Da finden sich alle möglichen Angaben, aber die wichtigste ausgerechnet, die fehlt.
Aber auch mit fensterlosen Detektoren ist es immer noch problematisch, auf den Oxidationszustand eines Elements schließen zu wollen.
Was das Tonmineral angeht, so ließe sich das ganz einfach überprüfen. Es gib da so eine ausgefeilte Technik, die nennt sich Pulverdiffraktometrie. Ist eigentlich (also in Mineralogie und Geologie) eine Standardmethode zur Identifizierung kristalliner Stoffe. Soweit ich informiert bin, wird sie auch in der Chemie verwendet. Abgesehen davon muss es natürlich kein Tonmineral sein. Bei dem Aussehen und dem Elementgehalt sollten aber auch bei Chemikern die Glocken klingeln.

Dienstag, 16. Februar 2010

Lavadom kollabiert am Soufrière Hill Vulkan

Der Soufrière Hill Vulkan auf Montserrat hat seine Aktivität wieder gesteigert. Am 11. Februar ist ein Lavadom teilweise kollabiert und hat einen 15 000 m hohen Plume und mehrere pyroklastischen Ströme verursacht.

Soufriere Hills Kollaps

Mehr dazu auf Mente et Malleo

Amphibology

Ich hätt nie geglaubt, dass es sowas gibt, ihr etwa? Amphibology gibt´s wirklich!Ich bin geplättet!

Montag, 15. Februar 2010

Erdrutsch in Kalabrien

Ein Erdrutsch in Kalabrien, in der Provinz Vibo Valenzia. Das Video zeigt sehr anschaulich die enorme Wucht eines Erdrutsches

A report on 11 February protests against the Islamic regime of Iran

Diese mail bekam ich heute. Ich bin allerdings nicht in der Lage, den Wahrheitsgehalt der Angaben zu überprüfen. Es mag also jeder für sich selber urteilen.

On 11 February 2010 (22 Bahman) there were large protests in several cities across Iran despite the Islamic regime of Iran’s brutal crackdown.
 
In weeks prior to the day, the regime arrested and threatened political activists, women’s rights campaigners and students. Former political prisoners were summoned and threatened with prosecution for the ‘crime’ of ‘enmity against God’ if they were caught participating in the protests. On 11 February, too, the regime’s forces came out en masse and brutally attacked protestors and arrested around 1,000 people in Tehran alone.
 
Despite its repression, video footage shows protestors pulling down posters of Khamenei and trampling on them and clashing with the regime’s security forces. Slogans of ‘Down with Khamenei’ were even heard during Ahmadinejad’s speech and had to be censored when being broadcast on state television. Protestors even managed to entirely take control of some neighbourhoods for a while and there were reports of women unveiling and trampling on their veils. Groups of protestors also tried to march on to Evin prison to demand the release of political prisoners but were brutally pushed back. There were a number of reports of shots being fired in the crowds and video footage of at least one protestor killed. Security forces also shot paint pellets in the crowd for identification purposes.
 
There were also huge protests in cities across the world in solidarity with the people of Iran and against the Islamic regime. Some protests were met with arrests and police brutality. In London, Iran Solidarity UK activist Bahar Milani was arrested along with a number of others though she and the others were subsequently released without charge.
 
Iran Solidarity’s actions were broadcast via various media outlets, including in interviews with Patty Debonitas on CNN http://edition.cnn.com/2010/WORLD/meast/02/11/iran.revolution.anniversary/index.html?hpt=T2 and Maryam Namazie on ITN: http://www.youtube.com/watch?v=EUaZoxHRcXA.
 
Once again, protests showed the resolve of the Iranian people for freedom despite the all-out repression of a regime fighting for its very survival.
 
Iran Solidarity calls on people everywhere to continue their unequivocal support of the revolutionary movement in Iran to rid Iran and the world of a medieval theocracy. We also call for the isolation of the regime and the shutting down of its embassies.
 
Notes:
 
1. To see some key video footage of February 11 protests in Iran, see below:
 
* Footage of ‘Government Supporters’:
 
Below you can see a video of crowds bussed in to hear Ahmadinejad’s speech. Whilst some were obviously the regime’s rent-a-mob and mercenaries, many were also forced to attend for a variety of reasons, including keeping their government jobs. This video shows at least a section of the crowd more interested in sleeping, sightseeing, playing football and chatting then listening to Ahmadinejad’s speech. Also close to the end of the video, there is a flag on the ground with the ‘Allah’ in the centre torn out...
 
 
* Security forces out on the streets en masse:
 
 
 
 
 
* Footage of attacks on protestors:
 
Here is footage of a protestor who has been shot in the face:
 
 
Here is footage of police brutally beating a protestor:
 
 
Here is footage of a protestor with a bloody head:
 
 
Here is footage of teargas being used on protestors:
 
 
* Despite the crackdown, below is footage of protests, including of clashes with the regime’s security forces:
 
You can see protestors trampling on Khamenei’s poster:
 
 
Protests, including protestors and baseejis clashing:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
* The slogans often heard included:
 
Political prisoners must be released
 
Death to dictator
 
Guns, tanks and baseeji are no longer effective
 
We didn’t give lives for reconciliation
 
2. Video footage of protests in London:
 
* Maryam Namazie speech at London rally: http://www.youtube.com/watch?v=x7hnQgjh0nU&feature=autofb
 
* Shiva Mahbobi, Sohaila Sharifi, Bahram Soroush and Maryam Namazie block traffic at London rally; Shiva is arrested and later released:
http://www.4shared.com/file/220783779/b424639a/22Bahman-London.html
 
* Bahar Milani is arrested for trying to throw red paint on the embassy: 
 
 
* To see photos of protests in various cities, visit Iran Solidarity blog.
 
3. Support Iran Solidarity and its demands by signing up to our petition: http://iransolidarity.org.uk/iscommit/iscom186.php?nr=97158834&lang=en.
 
4. Sign up to the Manifesto of Liberation of Women in Iran: http://equal-rights-now.com/IntWD/IntWD649.php?nr=63719093&lang=en
 
5. Join our daily acts of solidarity with the people of Iran. Since Monday July 27, we have organised acts of solidarity EVERY SINGLE DAY. It is easy to join in – just videotape or photograph yourself doing something and send it to us to upload to our blog. You can see other acts here: http://iransolidarity.blogspot.com/.
 
6. Join rallies and events in various cities against the executions and the Islamic regime of Iran, including every Saturday. You can find out about such protests on our blog.
 
7. Set up Iran Solidarity groups in your neighbourhoods, workplaces, universities and cities. So far we have groups in Australia, Austria, Canada, Germany, Norway, Sweden and the UK. Like the solidarity committees during the anti-apartheid era, these committees can be instrumental but we need many more in every city in the world for that to happen.
 
8. For more information or to send in your daily acts of solidarity, contact:
Maryam Namazie
Iran Solidarity
BM Box 2387
London WC1N 3XX, UK
Tel: +44 (0) 7719166731

Foto-Wettbewerb: Wer fälscht das beste UFO-Foto!

Drüben auf Astrodicticum Simplex läuft gerade ein interessanter Fotowettbewerb: Wer fälscht das beste UFO-Foto. Dazu gibt es auch ein interssantes Tutorial. Damit dürfte die Teilnahme eigentlich kein Problem mehr sein. Mal sehen, wie viele gute Bilder bis zum 14 März bei Florian eintrudeln. Und wieviele danach noch jahrelang in den einschlägigen Foren als Beleg für außerirdische Besucher gelten....

Hearts in Space - Sixty Symbols

Noch was zum Valentin: Hearts in Space - sixty symbols. Wer hätte gedacht, dass die Erforschung des Weltraumes so romantisch sein kann.



via astropixie

Nachträglich, zum Valentinstag...

So kann es laufen...


via abstruse goose

Freitag, 12. Februar 2010

Geo Foto: So winzig und doch so wundervoll!

Alien View of the EarthDiese Woche ist es zwanzig Jahre her, dass diese Aufnahme gemacht wurde. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär aussieht, so dunkel und verrauscht, wie sie ist. Man kann eigentlich kaum etwas darauf richtig erkennen, oder? Und doch, wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man doch etwas. Einen kleinen blauen Fleck, Nicht mehr als 1 oder 2 helle, bläuliche Pixel breit. Das ist die Erde. Die Erde, wie sie sich aus einer Entfernung von 6,4 Milliarden Kilometern präsentiert. So winzig und unscheinbar und doch so wundervoll, in all der Dunkelheit des Kosmos. Der Zufall wollte es so, das sich das Licht der Sonne genau in dem Moment von der Sonde reflektiert wurde, als diese Aufnahme gemacht entstand. Und so erscheint die Erde gleichsam in dieser Reflektion gefangen und hervorgehoben aus der tiefschwarzen Dunkelheit des Weltraumes. Es ist ein uns sehr fremdes Bild der Erde. Wir wissen alle, wie sich die Erde im Weltraum präsentiert, spätestens seit den spektakulären Aufnahmen der Mondmissionen, wo die Erde als blaue Kugel im samtschwarzen All
hängt, mit hellen, weißen Wolkenbändern auf ihr zu sehen. Aber aus dieser enormen Entfernung hat noch kein menschliches Auge sie je gesehen. So würde sie sich außerirdischen Besuchern präsentieren, die sich auf dem Flug in das innere Sonnensystem befinden. So klein und unscheinbar, so verloren in der unendlichen Weite. Und beinahe hätten wir das Bild nie zu sehen bekommen, es wäre niemals entstanden. Denn die Verantwortlichen bei der NASA hatten Sorge, dass die dies Foto die Kamera von Voyager 1 beschädigen könnte. Denn die Erde stünde aus dem Blickwinkel der Sonde sehr nahe an der Sonne. Es war unter anderen Carl Sagan, der sich für diese Aufnahme stark machte. Doch es sollte einige Zeit dauern, biss alle Bedenken abgeschwächt werden konnten. Anfang 1990 war es dann so weit: Am 13. Februar 1990,  oder am Valentinstag (zumindest in der Zeitzone, welche das Voyager Team benutzte), drehte die Sonde  ihre Kameras in Richtung Erde.

Carl Sagan beschrieb das Foto in seinem Buch „Pale Blue Dot“ wie folgt:
Look again at that dot. That's here. That's home. That's us. On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was, lived out their lives. The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every 'superstar,' every 'supreme leader,' every saint and sinner in the history of our species lived there — on a mote of dust suspended in a sunbeam.

Das Bild ist Teil einer Serie von ähnlichen Fotos, welche die Planeten aus der fernen Perspektive der Sonde zeigen. (Image Credit: NASA/JPL)

Fukutoku-Okanoba

Fukutoku-Okanoba

Den Fukutoku-Okanoba und seine jüngsten Aktivitäten hatte ich hier ja auch schon behandelt. Jetzt dazu noch ein aktuelles Satellitenbild auf mente et malleo.

Das Auto vom Schnee reinigen...

Das kennt man ja dieser Tage zur genüge: Will oder muss man mit dem Auto weg und ist nicht glücklicher Besitzer einer garage oder ähnlichem, dann blüht einem das hier. Vor der Fahrt ist das Auto sorgfältig vom Schnee zu reinigen. Dabei ist zu beachten, dass erstens aller Schnee vom Fahrzeug entfernt und zweitens der Lack nicht zerkratzt wird. Das Video zeigt die vermutlich effektivste Methode dazu.

Dank an antares bei wirklich free, der diese Perle ausgegraben hat.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Libel reform needs YOU!

Simon Singh, der von der britischen Chiropraktikergesellschaft (British Chiropractic Association (BCA)) wegen seiner kritischen Äußerungen mit einer Verleumdungsklage (auch in den Blogs von Jörg Rings oder Ulrich Berger) bedacht wurde, bittet um Mithilfe. Das entsprechende Gesetz, das sich auch schon die Kritik des UN Himan Rights Committee zugezogen und zu einem beträchtlichen "Klagetourismus" beispielsweise reicher Saudis oder Russen geführt hat, soll, nein muss reformiert werden. Die Regierung in London scheint aber noch nicht so ganz mitbekommen zu haben, dass ein übergroßzügiges Klagerecht gegen vermeintliche Verleumdungen (und um die geht es hier ja, als schlichte kritische Äußerungen, wie sie in Debatten eigentlich üblich sind) zu einer deutlichen Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung führt. Simon Singh musste für seine Kritiken an den britischen Chiropraktikern bereits 100 000 Pfund an Anwaltskosten aufbringen, und es droht noch mehr zu werden. Daher seine Bitte, die Forderung nach einem modernen Recht nicht nur zu unterschreiben (und die ist ausdrücklich auch an Nichtbriten gerichtet), sondern auch, weitere Leute zum unterschreiben zu überreden. Was ich hiermit hoffentlich getan habe.

Dear Friends,

I've had an idea - an unusual idea, but I think it might just work.

As you know, England's chilling libel laws need to be reformed. One way to help achieve this is for 100,000 people to sign the petition for libel reform before the political parties write their manifestos for the election. We have 17,000 signatures, but we really need 100,000, and we need your help to get there.


My idea

My idea is simple: if everyone who has already signed up persuades just one more person each week to sign the petition then we will reach our goal within a month!

One person per week is all we need, but please spread the word as much as you can. In fact, if you persuade 10 people to sign up then email me (simon@simonsingh.net) and I promise to thank you by printing your name in my next book ... which I will start writing as soon as I have put my own libel case behind me. I cannot say when this will be, but it is a very real promise. My only caveat is that I will limit this to the first thousand people who recruit ten supporters.

When persuading your friends remember to tell them:

(a) English libel laws have been condemned by the UN Human Rights Committee.

(b) These laws gag scientists, bloggers and journalists who want to discuss matters of genuine public interest (and public health!).

(c) Our laws give rise to libel tourism, whereby the rich and the powerful (Saudi billionaires, Russian oligarchs and overseas corporations) come to London to sue writers because English libel laws are so hostile to responsible journalism. (In fact, it is exactly because English libel laws have this global impact that we welcome signatories to the petition from around the world.)

(d) Vested interests can use their resources to bully and intimidate those who seek to question them. The cost of a libel trial in England is 100 times more expensive than the European average and typically runs to over £1 million.

(e) Three separate ongoing libel cases involve myself and two medical researchers raising concerns about three medical treatments. We face losing £1 million each. In future, why would anyone else raise similar concerns? If these health matters are not reported, then the public is put at risk.

My experience has been sobering. I've had to spend £100,000 to defend my writing and have put my life on hold for almost two years. However, the prospect of reforming our libel laws keeps me cheerful.

Thanks so much for your support. We've only got one shot at this - so I hope you can persuade 1 (or maybe 10) friends, family and colleagues to sign.

Massive thanks,

Simon

via kritisch gedacht

Hübscher Hintern!

Eines muss man der guten alten Endeavour ja lassen. Ihre Rückansicht ist immer noch ansehnlich, oder? Die Aufnahme wurde von der ISS während der aktuellen Mission (STS-130) aufgenommen. Das Shuttle hat vor dem Andocken ein Backflip-Manöver durchgeführt und dabei die drei großen Haupttriebwerke so fotogen in die Kamera gehalten. Dabei wurden leider auch zwei kleinere Beschädigungen am Shuttle gefunden. Eine der Hitzeschutzkacheln zeigt einen Riss, und am Cockpit steht ein Keramikring hervor.
Image Credit: NASA

Mittwoch, 10. Februar 2010

Geo Video: Die Kraken vom Stromboli

Die Dokumentation "Die Kraken vom Stromboli" zeigt sehr anschaulich das Verhalten der Unterwasserwelt während eines Ausbruches. Der Stromboli ist immerhin der aktivste Vulkan Europas und seine Aisbrüche stellen besonders im bereich der Sciara del Fuoco, der Feuerrutsche, auch für Meereslebewesen ein gewisses Risiko dar.


Support Iran: We will show them whose day 11 February (22 Bahman) is ¦ It is ours!

Today, I found the following mail in my account:

February 11 or 22 Bahman is the anniversary of the 1979 Iranian revolution – a left-leaning revolution against the Shah and for freedom and prosperity, which was crushed by the Islamic movement.
But since history is written by the victors, this failed revolution is often called an ‘Islamic’ one. And every year, on this day, the Islamic regime of Iran holds commemorative rallies to mark ‘its’ day.
But not this time.
This time, the tide has turned and on Thursday 11 February 2010 the people in Iran and those standing in solidarity with them across the globe will come out in their millions to reclaim history and push forward the present-day revolutionary movement that aims to end 30 years of Islamic medievalism and drag Iran into the 21st century.
‘…If history is the story of change, then real history is the history of the undefeated - the history of the movement and people who still want and are struggling for change, the history of those who are not willing to bury their ideals and hopes of a human society, the history of people and movements that are not at liberty of choosing their principles and aims and have no choice but to strive for improvements…’ (Mansoor Hekmat, The History of the Undefeated, http://hekmat.public-archive.net/en/0910en.html).
On 11 February and everyday until we are rid of this vile regime, join us and be part of real human history in the making…
Warm wishes,
Maryam
Maryam Namazie
Coordinator
Iran Solidarity
Notes:
1. Join us on February 11 at the embassies of the Islamic regime of Iran in cities across the globe to stand with the people of Iran. You can find out more about some of the many events being held here: http://iransolidarity.blogspot.com/.
2. Send a letter of protest to the Islamic regime of Iran over recent and impending executions. As you know, two young men Mohammad Reza Ali Zamani and Arash Rahmanipour were executed at dawn Thursday, January 28 for the ‘crime’ of ‘enmity against god’. For details, click here: http://iransolidarity.blogspot.com/2010/02/66-political-prisoner-sentenced-to.html
3. Support Iran Solidarity and its demands by signing up to our petition: http://iransolidarity.org.uk/iscommit/iscom186.php?nr=97158834&lang=en.
4. Sign up to the Manifesto of Liberation of Women in Iran: http://equal-rights-now.com/IntWD/IntWD649.php?nr=63719093&lang=en
5. Join our daily acts of solidarity with the people of Iran. Since Monday July 27, we have organised acts of solidarity EVERY SINGLE DAY. It is easy to join in – just videotape or photograph yourself doing something and send it to us to upload to our blog. You can see other acts here: http://iransolidarity.blogspot.com/
6. Join rallies and events in various cities against the executions and the Islamic regime of Iran, including every Saturday. You can find out about such protests on our blog.
7. Set up Iran Solidarity groups in your neighbourhoods, workplaces, universities and cities. So far we have groups in Australia, Austria, Canada, Germany, Norway, Sweden and the UK. Like the solidarity committees during the anti-apartheid era, these committees can be instrumental but we need many more in every city in the world for that to happen.
8. For more information or to send in your daily acts of solidarity, contact:
Maryam Namazie
Iran Solidarity
BM Box 2387
London WC1N 3XX, UK
Tel: +44 (0) 7719166731

Dienstag, 9. Februar 2010

Erinnerung ist eine Form der Begegnung

Eine durch und durch lobenswerte Initiative, auf die ich durch den fotoholiker aufmerksam wurde. Die deutsche Kinderfotografen Charity Vereinigung oder kurz DKCV hat sich zur Aufgabe gemacht, schwerstkranke Kinder professionell und unentgeltlich zu fotografieren und damit bleibende Erinnerungen zu schenken.

A Splendid Endeavour!


Das war also der fünftletzte Start eines Space Shuttle und der letzte planmäßige Nachtstart. Oft werden wir diese Bilder also nicht mehr zu sehen bekommen. Gestern um 10.14 MEZ hob das Shuttle bilderbuchmäßig von seiner Rampe ab, um der ISS einen "Außenbalkon" zu bringen.Irgendwie beschleicht mich ein klein wenig Wehmut bei dem Anblick. Zugegeben, die Shuttle sind alle schon ein wenig betagt, sie sind teuer und wartungsintensiv. Aber sie waren auch ein Sinnbild für die bemannte Raumfahrt. Ohne sie wäre die ISS so nicht möglich gewesen. Sie verkörpern nach wie vor unseren Griff zu den Sternen. Wann und wie es damit (mit dem Griff zu den Sternen) weitergeht, steht burchstäblich in den Sternen. Denn zur Zeit haben wir ja auf der Erde jede Menge eigene Probleme. Persönlich hätte ich aber lieber die Milliarden weiterhin in den Nachthimmel von Florida, Baikonur, Kourou oder wie die Weltraumbahnhöfe alle heissen, gejagt, als sie den Bänkern und Finanzakrobaten in den Allerwertesten zu blasen.

Montag, 8. Februar 2010

Wacholderdrossel


Eine Wacholderdrossel (Turdus pilaris) am winterlichen Futterplatz. Dieser prächtig gefärbte Gast bevorzugt im Winter Obst oder Beeren. Ein älteren Apfel in kleine Viertel geschnitten wird unwiderstehlich, besonders wenn eine verharschte Schneedecke sonstige Nahrung schwer zugänglich macht. Während unsere heimischen Wacholderdrosseln jetzt wahrscheinlich im Mittelmeerraum die Sonne geniessen, kommt diese hier möglicherweise weiter aus dem Nordosten zu uns. Man mag sich streiten, ob es notwendig ist, Vögel im Winter zu füttern. Persönlich tue ich es aber gerne, denn das ist immer wieder eine gute Gelegenheit, die Tiere direkt vor die Kamera zu bekommen

Eine-Welt-Preis an Homöopathen ohne Grenzen?

Kann mir mal irgendeiner verraten, was in unsere nordelbische lutherische Kirche gefahren ist, dass sie ausgerechnet die Homöopathen ohne Grenzen mit einem Ehrenpreis zum Eine-Welt-Preis bedenken musste? Einem Verein, der es sich zum selbsternannten Ziel gemacht hat, die "Segnungen" der Zuckerkügelchen auch in den entferntesten Winkel der Welt zu tragen. So jedenfalls ihre Selbstbeschreibung:
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Homöopathie in Länder zu tragen, deren Gesundheitssystem die medizinische Versorgung der Bevölkerung aus verschiedensten Gründen nicht leisten kann. Homöopathie leistet auch und besonders in Kriegs- und Krisensituationen große Dienste bei der Heilung physischer und psychischer Verletzungen. 
Mit anderen Worten: Wirkungslose Zuckerkügelchen an Menschen verteilen, die sich nicht adäquat dagegen wehren können. Menschen medizinische Hilfe vorgaukeln, wo eigentlich evidenzbasierte Medizin dringend notwendig wäre. Und dabei sich auch noch als der absolute Gutmensch fühlen dürfen, jetzt sogar mit dem Segen des Entwicklungsdienstes der nordelbischen evangelischen Kirche. Das lässt ja tief blicken.

Prost! Endlich haben wir die Ausrede!!

Wer schon immer um keine Ausrede verlegen war, um sich ein Bier zu genehmigen, der kann sein Repertoire jetzt um eine erweitern. Bier, so heisst es, ist gut gegen Osteoporose. Denn es enthält gelöstes Silizium und erhöht damit die Dichte der Knochen. Das jedenfalls wollen amerikanische (warum kommen wir hier eigentlich nicht selbst auf so etwas?) Forscher herausgefunden haben.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Fukutoku-Okanoba - Unterwasserausbruch auf Video gefilmt

Der Vulkan Fukutoku-Okanoba, rund 5 Kilometer nordöstlich der Insel Minami Iwojima, ist jetzt wieder aktiv. Angehörige der japanischen Küstenwache konnten die jüngsten Aktivitäten des Vulkans auf Video aufnehmen. Die Dampf und Aschewolke erreichte eine Höhe von rund 100 m. Das Wasser rund um den Vulkan ist durch die vulkanischen Aschen deutlich bräunlich gefärbt. Der Fukutoku-Okanoba ist ein recht aktiver Vulkan und sein letzter Ausbruch war erst 2005. Der Gipfel des Vulkans liegt nur rund 14 m unter der Wasseroberfläche, so dass sich bei zahlreichen Ausbrüchen oft auch kurzlebige Inselchen bildeten, von denen die bekannteste den Namen Shin-Iwo-jima (Neue Schwefelinsel) trug und 1904 entstand.

Jahrestagung 2010 der Gesellschaft für Geschiebekunde in Sternberg

Die 26. Jahrestagung der GfG findet in diesem Jahr in Sternberg bei Schwerin vom. Fr. Abend dem 16. bis So dem 18. April statt. Veranstaltungsort ist das Seehotel Sternberg.

Organisatorisches: Freitag Nachmittag ist Anreise mit öffentlichem Abendvortrag, der Sa. ist den Vorträgen gewidmet, abends Jahreshauptversammlung, am So. werden wie üblich Exkursionen durchgeführt.

Weitere Einzelheiten und das Programm sind unter http://www.geschiebekunde.de/Inhalte/Jahrestagungen.htm zu finden.

Das ist absurd, oder?

Das ist so absurd, man sollte sich besser hinsetzen und festhalten, bevor man das liest. Die spezielle Relativitätstheorie ist ja nicht nur für Physiker interessant, die seit vielen Jahren die Ideen Albert Einsteins überprüfen. Nein, sie zieht selbsternannte Genies an wie Honig die Fliegen. Jeder von ihnen möchte die Theorie im Alleingang widerlegen. Und fast alle werfen den Physikern vor, diese Theorie nur aus purenm Eigennutz zu stützen. Irgendwie eine Situation, wie sie die Evolutionsbiologen mit den Kreationisten haben und wie Geognosten mit verschiedenen Typen wie beispielsweise den Neo-Katastrophisten und Velikovsky-Anhängern. 
Manchmal aber haben die Versuche dieser Menschen etwas rührend erheiterndes. Wenn sie bar jeglichen Wissens quasi ihre mentalen Hosen herunterlassen, und alle daran teilhaben lassen. Ein sehr hübsches Beispiel dafür ist Jocelyne Lopez, die allenn Ernstes und im Brustton der (Selbst)Überzeugung die spezielle Relativitätstheorie bereits von den handelsüblichen Radar-Geschwindigkeitsmessgeräten in Frage gestellt sieht.

Haiti Erdbeben - Zusammenfassung

Drüben auf Mente et Malleo habe ich meine älteren Beiträge zum Thema des Erdbebens vom 12. Januar 2010 in Port-au-Prince jetzt einmal zusammengefasst und gegebenenfalls aktualisiert. Damit man nicht immer zwischen den diversen Einzelbeiträgen hin und her suchen muss.

Haiti, das Erdbeben von Port-au-Prince vom 12. Januar 2010

IMA2010 : Session on modularity and modulation in minerals

Dear Colleagues,

The 20th. General Meeting of the International Mineralogical Association (IMA
2010) will be held in Budapest, Hungary, August 21th-27th 2010.

We would like to invite you to contribute to the session:

MC102: Modularity and modulation in minerals

Keynote lectures: Manuel Perez-Mato (Spain), Stefano Merlino (Italy)

Session description:
In recent years an increasing number of (complex) crystal structures were
described on the basis of recurrent modules, typically the biopyriboles. Even
more intriguing is the discovery of many structures where the Bravais
periodicity is violated to some extent, so new crystallographic methods are
needed to deal with them. At the same time, theoretical and software
developments allow solving almost routinely the crystal structures of twins.
Summarizing, the present session is intended to host oral and poster
contributions on experimental and theoretical aspects of the following
categories of crystal structures of minerals: (1) structures based on a Bravais
lattice and modules that may occur in different structures (sensu stricto
modular structures including polytypes, members of homologous, polysomatic
and related series); (2) structural architectures affected by incommensurate
periodicities; (3) twins, intended as crystal edifices based on oriented
individuals. Research on these structures involves different methods based on
diffraction, electron microscopy, spectroscopy, mathematics etc.

Final abstract submission deadline: 13 March 2010.

For additional information: http://www.ima2010.org/

Mittwoch, 3. Februar 2010

The Lancet widerruft Studie zu Impfung und Autismus

In den Diksussionen mit so genannten Impfkritikern wird man immer wieder mit der behauptung konfrontiert, dass die Impfungen als nebenwirkungen beispielsweise Autismus auslösen können. Mit diesem Hinweis wird dann oftmals jegliche Impfung, aber besonders die Maser-Mumps-Röteln Impfung (MMR) abgelehnt. Auf Nachfragen wird einem dann eine Studie in dem Fachblatt The Lancet präsentiert, die diesen Verdacht nahelegt. Außerdem wird dann meist auch noch die Gefahr, die durch die Krankheiten wie beispielsweise Masern droht, mit dem Verweis auf "Kinderkrankheiten" heruntergespielt. Das Problem mit der Studie ist aber, dass sie das papier nicht Wert war, auf dem sie gedruckt wurde, und dass sie jetzt endlich(!) zurückgezogen wurde. Was war passiert? Eigentlich genau dass, was Impfkritiker gerne den Impfbefürwortern vorwerfen. Die Studie war demnach nicht nur methodish zweifelhaft, sondern dass der Hauptautor und die Gutachter finaziell miteinander verstrickt waren. Es ist aber peinlich, dass es bis zu diesem Schritt des Zurückziehens mehr als zehn Jahre gebraucht hat, in der Eltern weiterhin von der Impfkritikerpropaganda mit Hinweis auf die Studie zutiefst verunsichert wurden. Denn dass inzwischen eine Reihe von Studien dem postulierten Zusammenhang von Impfung und Autismus widersprochen haben, wurde hier meist schlicht verschwiegen. Das hatte dann zur Folge, dass die Impfbereitschaft stark gesunken ist und der Plan der WHO, Masern endgültig auszurotten ins Leere lief. Masern ist, vor allem in den Entwicklungsländern, eine der führenden Todesursachen bei kleinen kindern.

DMG 2010 in Münster

Liebe Kollegen,

wir laden Sie herzlich ein, das wissenschaftliche Programm der DMG Jahrestagung aktiv mitzugestalten. Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge für Symposien zu den folgenden Themen ein. Ihre Ideen werden dann von den jeweiligen Themenbetreuern koordiniert. Die Einreichung erfolgt über unsere Tagungswebsite www.conventus.de/dmg2010. Die Auswahl erfolgt bis zum 1. April 2010.


- Das frühe Sonnensystem (Thorsten Kleine/Münster)

- Angewandte Mineralogie (Sabine Klein/Frankfurt a. M., Thorsten Geisler-Wierwille/Münster)

- Petrologie/Geochemie (Michael Bröcker/Münster, Stephan Klemme/Münster)


Wir bedanken uns für Ihre Beiträge und freuen uns, Sie in Münster begrüßen zu dürfen.

Ihr Tagungskomitee

____________

Call for Sessions

Dear colleagues,

We kindly invite you to submit sessions related to one of the following themes. Your suggestions will be coordinated by the theme chairs until April 1, 2010. Please submit a brief concept outline at www.conventus.de/dmg2010.

- Early Solar System (Thorsten Kleine/Münster)

- Applied Mineralogy (Sabine Klein/Frankfuet a. M., Thorsten Geisler-Wierwille/Münster)

- Petrology/Geochemistry (Michael Bröcker/Münster, Stephan Klemme/Münster)


We like to thank you for your active support and are looking forward to seeing you in Münster.

Yours Scientific Committee

Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte der AdG,
Afrika ist seit der Kolonialzeit für seine vielfältigen natürlichen Ressourcen bekannt. Sowohl seitens der Land- und Forstwirtschaft als auch bei den Bodenschätzen besitzen viele Staaten große wirtschaftliche Potentiale. Dennoch gehören viele der afrikanischen Staaten trotz oder sogar wegen dieses Reichtums weiterhin zu den ärmsten Ländern der Erde.
In den vergangen Jahren haben viele Staaten Afrikas im Vergleich zu Europa ein relativ großes Wirtschaftswachstum gehabt. Insbesondere Erdöl exportierende Länder, wie z.B. Äquatorialguinea, konnten bislang nie gekannte Wachstumsraten von über 30% erzielen. So positiv ein derart wirtschaftlicher Boom für den Krisenkontinent Afrika auch sein mag; es stellt sich die Frage, wie langandauernd und wie nachhaltig diese Entwicklung sein kann und wird?
Im Rahmen der diesjährigen AdG Tagung vom 25.-26. Juni in Frankfurt soll dieses Problem im Mittelpunkt stehen. Wir möchten mit Ihnen über die vielfältigen natürlichen Ressourcen Afrikas (Wo gibt es was und warum?) und über nachhaltige Nutzungsstrategien auf dem afrikanischen Kontinent diskutieren (z.B. wie lässt sich dieses Potential zur Armutsbekämpfung einsetzen?).
Neben diesem Schwerpunkt besteht natürlich wie immer auch die Möglichkeit „freie“ Themen vorzuschlagen und im Zuge der Kurzreferate aus den Arbeitsgruppen zu berichten.
Für die Themen und Beiträge der AdG Tagung wird es auch im Jahr 2010 eine Publikationsmöglichkeit im Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Teil 1 geben.
Wir freuen uns, Sie nach Frankfurt einladen zu dürfen.Die Frankfurter Afrikaforschung blickt auf eine fast 200-jährige Tradition zurück. Noch lange vor der Gründung der Johann Wolfgang Goethe-Universität 1914 sind mit Eduard Rüppell und Leo Frobenius zwei große Frankfurter Afrikaforscher des 19. Jh zu nennen. Die besondere Kompetenz der Frankfurter Afrikaforschung besteht darin, dass aus nahzu allen Fachbereichen Wissenschaftler sich mit der Erforschung Afrikas befassen und in zahlreichen Projekten und Sonderforschungsbereichen interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Gründung des Zentrums für intersdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Goethe-Universität im Jahre 2003 ist Ausdruck dieser langen Tradition und garantiert einen offenen und interdisziplinären Austausch.

Weitere Infos unter http://www.geo.uni-frankfurt.de/ipg/adg2010/

Video: 'Why Evolution Is True' by Jerry Coyne

Jerry Coyne stellt in einem sehenswerten Vortrag die Fakten dar, die eindeutig für eine Evolution sprechen.



via Enkapsis

Dienstag, 2. Februar 2010

Video: Wie die 9/11-Verschwörungstheoretiker arbeiten

Die vorgeblichen Verschwörungen über die Ereignisse vom 11. September 2001 sind ja Legion. Alles mögliche soll da passiert sein. Das World Trade Center gesprengt (darüber hatte ich ja hier und im neuen Blog berichtet) und das Pentagon abwechselnd (da möchten sich die Verschwörungsleute nicht so gerne festlegen) von einer oder mehreren Raketen, Jagdflugzeugen oder Drohnen. Manchmal auch Kombinationen von allem. Einer der fleißigsten "Aufklärer" ist Gerhard Wisnewski, der zum Pentagon eigentlich schon jede Behauptung aufgestellt hat. Und natürlich hat er jede Menge Beweise für seien Sicht der Dinge, auch wenn die zwischenzeitlich mal wechselt. Dieses Video zeigt sehr anschaulich, was davon zu halten ist.

Wie erkennt man Blut-Coltan?

Coltan, also Columbit und Tantalit, steht in dem Ruf, die Bürgerkriege der Demokratischen Republik Kongo zu befeuern und am Leben zu erhalten. Da diese Minerale aber wichtige Rohstoffe für Niob und Tantal darstellen, die beide (besonders aber Tantal) für die Herstellungen von Kondensatoren dringend benötigt werden u d andereseits in Afrika auch viele Menschen mit dem Abbau dieser Erze ihren Lebensunterhalt bestreiten, wird eine Trennung von "sauberem" Erz und dem "Blut-Coltan" immer wichtiger. Frank Melcher von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)  hat jetzt eine Datenbank von über 650 Proben aus 230 Lagerstätten aufgebaut, um anhand des geochemischen Fingerabdruckes eines Erzes seine Herkunft zu ermitteln. Vielleicht lässt sich so eine Einnahmequelle der verschiedenen Rebellentruppen austrocknen, ohne die vielen kleinen privaten Schürfer zu treffen.

MSCAQS6ANG2E

Alka-Selzer und Schwerelosigkeit

Was mit Wasser passiert, das in Schwerelosigkeit ausgeschüttet wird, wissen wir mittlerweile aus zahllosen Berichten über Versuche im Weltraum. Aber ansonsten nehmen wir die Bedingungen, wie wir sie auf der Erde kennen, gerne als allgemein gegeben hin. Aber wenn die Frage aufkommt, wass denn eine Alka-Selzer anrichten würde, die wir in eine der Wasserkugeln hineingeben, ist unsere Fantasie gefragt. Oder besser, sie war gefragt, denn der Astronaut Don Pettit hat dieses Experiment an Bord der ISS durchgeführt und dabei auf einem Video festgehalten. 

via astropixie und astridicticum simplex
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