Mittwoch, 31. März 2010

Freitag, 26. März 2010

Jahrestagung Archäometrie und Denkmalpflege

Die nächste Jahrestagung Archäometrie und Denkmalpflege wird zwischen dem 15. und 18. September 2010 in Bochum stattfinden.

Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie - Archäometrie, dem Arbeitskreis Archäometrie und Denkmalpflege der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft und dem Arbeitskreis Archäometrie der Gesellschaft Deutscher Chemiker gemeinsam organisiert.
http://www.ak-archaeometrie.de/archaeometrie/

Untermeerischer Hangrutsch vor 2000 Jahren

Spätestens seit dem Roman "Der Schwarm" von Frank Schätzing kennt man die Gefahren, die von untermeerischen Hangrutschen am Kontinentalhang ausgehen.Dabei war man aber immer davon ausgegangen, dass der Kontinentalhang entweder durch Meeresspiegelschwankungen oder durch Erdbeben und ähnliche Ereignisse instabil wurde. Jetzt hat ein deutsch-irisch-englisches Forscherteam vor Nordwestafrika die Spuren eines rund 2000 Jahre alten Hangrutsches entdeckt, für den die bisherigen Auslöser weitgehend ausgeschlossen werden können. Dabei wird die rund 900 Kilometer lange und eine Fläche von 150 000 Quadratkilometern bedeckende Schuttlawine möglicherweise entsprechende Tsunamis ausgelöst haben. Ob und wie sich deren Spuren auf den nahe liegenden kanarischen Inseln nachweisen lassen, soll jetzt untersucht werden.

Mittwoch, 24. März 2010

Video: Neptune - Sixty Symbols

Die interessante Geschichte von der Entdeckung Neptuns zeigt die große Stärke der wissenschaftlichen Methode.


via astropixie

Wenn Frodo ein Nerd gewesen wäre...


via abstruse goose CC by NC 3.0

Dienstag, 23. März 2010

And the winner is.... amphibol!

kaum zu Glauben, aber auch wenn ich dreimal hinsehe, ändert sich nichts. Da gibt es also allen Ernstes Leute da draußen, die der festen Überzeugung sind, ich hätte da was verdient.

Research Blogging Awards 2010 Winner!

So, und jetzt muss ich mich erstmal setzen. Auf jeden Fall bedanke ich mich für alle die vielen Glückwünsche über twitter!

Hach, sowas geht einem doch runter wie Öl, oder?

Montag, 22. März 2010

Island, Gletscher, Vulkane und Verschwörer

Stryke von and the water seems inviting hat da einen seltsamen Fall von absoluter Ahnungslosigkeit in Sachen Geologie aufgetan. Freeman, so jedenfalls lautet sein Pseudonym, zeigt jedem immer wieder gerne auf seinem Blog, wie wenig er von Geologie allgemein und Vulkanen im speziellen versteht. Jetzt will er mit dem Eyjafjallajökull belegen, dass der Klimawandel durch CO2 ein Schwindel ist. Ich persönlich wünsche ihm dabei viel Vergnügen und empfehle ihm ganz besonders noch einmal die Kapitel "Hotspot, regionale Geologie Island, regionale Geologie Grönlands und regionale Geologie Antarktika, bevor er weiter macht. Vielleicht kann er uns ja dann mal darlegen, wie fiese Vulkane auch nebenbei das Meereis im arktischen Ozean reduzierten. Bis dahin

Raw Video: Volcano Erupts in Iceland

Am Morgen des 21. März ist auf Island ein Vulkan unter dem Eyjafjallajökull-Gletscher, immerhin der fünftgrößte Gletscher des Landes,  ausgebrochen. Bislang scheint sich die Gefahr in Grenzen zu halten, auch wenn der Luftverkehr von und nach Island aufgrund der ausgeworfenen Ascheplumes eingeschränkt ist. AP hat ein Raw Video des Ausbruches auf Youtube eingestellt.

Exoplanet CoRoT-9b

Da ist den Exoplanetenjägern im Corot-Team ja ein hübscher Fang gelungen, der unseren Zoo von Exoplaneten um ein interessantes Exemplar bereichert. Ein Gasriese von knapp Jupitergröße auf einer Merkurbahn. Damit unterscheidet er sich doch deutlich von der Population der üblichen "Hot Jupiter", die bisher gefunden worden waren. Und von dieser Stelle gleich noch einen herzlichen Glückwunsch an Ludmila Carone, als Co-Autorin des Nature Artikels. daraus ergibt sich dann auch der entsprechende Widerhall der Entdeckung in der Blogosphäre. Da wäre natürlich zu aller erst ihr eigener Blog zu nennen, denn frischer als aus erster Hand kann Wissen eigentlich nicht sein.  Lars Fischer fragt sich, ob der neu entdeckte Planet nun ein Freak ist oder nicht, und Florian Freistetter überlegt, ob fremde Gasriesen eventuell bewohnbare Monde haben könnten. Endor  und Yavin lassen grüßen.

Animation: 911 Case Study: Pentagon Flight 77

Freitag, 19. März 2010

Vögel am Futterhäuschen

Das mit dem Winterfutter ist ja so eine Sache. Seit Jahren werden manche Naturschützer nicht müde, es uns auszureden. Nur wenige Arten würden davon profitieren, es würden Krankheiten verbreitet (OK, man sollte auf entsprechende Hygiene achten) und so weiter. Zum Glück gibt es Peter Berthold, der uns erklärt, warum Vögel füttern nicht nur im Winter sinnvoll sein kann.

30 Jahre Mount St Helens

Mit einem schwachen Erdbeben am 16. März 1980, also genau vor 30 Jahren, erwachte der Mount St. Helens wieder zum Leben. Der Rest ist Geschichte. Mit dem damaligen Ausbruch am 18 Mai 1980 war die Geschichte aber noch nicht vorbei. Der Vulkan ist immer noch aktiv. Das zeigt auch ein Video des USGS, das Dave Schumaker ein wenig auf die Dynamik des Lavadomes im Krater zurecht geschnitten hat.

Donnerstag, 18. März 2010

7th Planet Formation Workshop 2011 in Göttingen

We are pleased to announce the

7th Planet Formation Workshop

that will take place during February 14-15, 2011
at the Georg-August-University Goettingen (Germany).


RATIONALE:
----------
After the discovery of more than 400 extrasolar planets, recent new
observations within our own Solar System, the process of planet
formation and the subsequent evolution of planetary systems in general
has received the highest ever attention of the scientific community,
on theoretical as well as observational side.

In continuation of the Planet Formation Workshops Series in Germany, the
aim of this meeting is to bring together scientists from diverse
fields again (e.g. astronomy, planetary science, mineralogy and laboratory work)
to engage and continue an active and interdisciplinary discussion.


FIELDS that will be covered include:
------------------------------------
Solar System studies
Extrasolar planetary systems
Laboratory work
Protoplanetary disc physics
Evolution of planetary systems


SCIENTIFIC ORGANIZING COMMITTEE:
--------------------------------
Juergen Blum, TU Braunschweig
Stefan Dreizler, Universitaet Goettingen
Artie Hatzes, Thueringer Landessternwarte Tautenburg
Wilhelm Kley, Universitaet Tuebingen
Andreas Pack, Universitaet Goettingen
Heike Rauer, DLR, Berlin-Adlershof
Mario Trieloff, Universitaet Heidelberg
Sebastian Wolf, Universitaet Kiel
Gerhard Wurm, Universitaet Muenster


LOCAL ORGANIZING COMMITTEE:
---------------------------
Andreas Pack, University Goettingen
Stefan Dreizler, University Goettingen

PRE-REGISTRATION:
-------------
For a pre-registration, we kindly ask you to send an email to

planetformation at uni-goettingen.de

with subject: PRE-REGISTRATION

not later than JUNE 1st, 2010.

In tradition of the former Planet Formation workshops we plan a
low-cost workshop with no (printed) proceedings and no conference fee.

Wörterbuch angewandte Geologie

An der TU Freiberg wird ein kostenloses Wörterbuch der angewandten Geologie im Format .pdf bereitgestellt. Und das dankenswerter Weise auch noch in mehreren Sprachen. In deutsch, englisch, französisch und spanisch und rund 229 Seiten bzw. 1 mb stark.
via spotts / geoversum

Mittwoch, 17. März 2010

"Charakterisierung von Magmatiten und Orthogneisen des zentralen Dronning Maud-Landes / Antarctica mit Hilfe geochemischer und zirkontypologischer Untersuchungen."

Das ist der Titel der Diplomarbeit von Thomas Mitterer. Klingt ganz interessant, nicht nur, weil man ansonsten ja nicht viel über die Geologie Antarcticas zu sehen bekommt. Außerdem liegt das Thema auch nicht so weit von dem meiner alten Diplomarbeit entfernt. Da hatte ich auch die Zirkontypologie von verschiedenen Graniten aus der ägyptischen Eastern Desert untersucht. Diplomarbeiten sind im Netz viel zu selten zu finden. Vielleicht sollte ich das als Ansporn auffassen, meine auch mal ins Netz zu stellen. Aber hier erst einmal Thomas Mitterer: Charakterisierung von Magmatiten und Orthogneisen des zentralen Dronning Maud-Landes / Antarctica. Daneben möchte ich auch auf die Webseite von Thomas Mitterer hinweisen. Bergfieber.de

Flogging the Scientists

So wird es gemacht. Noch Fragen zum Vorgehen vieler Klimaskeptiker?


Geologische Übersichtskarte von Hessen

Hier ist die geologische Übersichtskarte von Hessen zu finden.

via spotts vom geoversum

Dienstag, 16. März 2010

Tarnung ist das halbe Leben

Wenn man Versteck spielen will, sollte man keinen Kopffüßer als Partner haben.

Christopher Hitchens: The New Commandments

Christopher Hitchens kommentiert die 10 Gebote und schlägt eine Erneuerung vor. bei den 10 neuen geboten kann man wohl alle unterschreiben.


Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space

Alien View of the Earth

Impfgegner und AIDS-Leugner

Die FAZ rechnet einmal mit den Impfgegnern, AIDS- und Virenleugnern sowie den üblichen Scharlatanen drumherum ein wenig ab. Möge dieser Artikel in so manchen Gehörgängen mächtig klingeln. Auf jeden Fall erfrischend lesenswert. Eigentlich schade, dass es so etwas im deutschen Journalismus viel zu selten gibt. Warum scheuen sich eigentlich viele Journalisten, sich mit den so genannten Alternativmedizinern anzulegen?

Freitag, 12. März 2010

PZ Myers, the brave!

das hat er nun davon, PZ Myers. Auf einer Atheistentagung in Australien machte er Bekanntschaft mit einem dort recht populären Nahrungsmittel "Vegemite".  Das Zeugs muss schmecken wie Knüppel auf den Kopf, aber das schreckte ihn nicht davon ab, es zu testen, sofern er auf Twitter 50 retweets bekommen würde. Nichts leichter als das, oder? Guten Appetit!

Donnerstag, 11. März 2010

Chaitén

Der Vulkan Chaitén im Süden Chiles zeigt ein wunderschönes Exemplar eines Lavadomes, welcher hier fast die gesamte ursprüngliche Caldera ausfüllt.

Neuer Krater im Kongo entdeckt?

Kongo Krater
Die fortschreitende Entwaldung brachte es quasi an den Tag. eine nahezu kreisrunde, zwischen 36 und 46 Kilometer durchmessende Struktur im Kongo. Dabei könnte es sich italienischen Forschern nach um einen möglichen Impaktkrater handeln, da andere Erklärungsmöglichkeiten, die ebenfalls kreisförmige Strukturen bilden, nicht passen. Salzdiapire kommen dort nicht vor, für kimberlitische Pipes ist die Struktur zu groß, eine Kaldera kann so gut wie ausgeschlossen werden und auch ein großer Batholith ist mehr als unwahrscheinlich. Stratigraphisch kommt dort präkambrisches Basement vor, das von rund 800 m mächtigen Karroo Sedimenten  (Perm - Trias) und  von tiefgründig verwitterten, jurassischen sowie kreidezeitlichen kontinentalen Sedimenten überlagert wird. Teilweise wurden diese Sedimente im Pliozän und Pleistozän umgelagert. Der Impakt geschah vermutlich irgendwann im Zeitraum von Kreidezeit und Kenozoikum. Eine Expedition in das Gebiet ist geplant, um die genaue Ursache der Ringstruktur zu klären und den Zeitraum des möglichen Impaktereignisses genauer einzugrenzen.

The Ring Structure of Wembo-Nyama (Eastern Kasai, R.D. Congo): A Possible Impact Crater in Central Africa
G. Monegato, M. Massironi, E. Martellato
41st Lunar and Planetary Science Conference (2010), Abstract #1601 


Spitzer Space Telescope: The Musical

Florian Freistetter hat mal wieder was interessantes aus den Weiten des Netzes aufgetan. Und wer schon immer mal wissen wollte, was das Spitzer Space Telescope so treibt, dem sei dieses Musical ans Herz gelegt. Auch wenn man sich über musikalischen Geschmack immer streiten kann, finde ich die Idee, wissenschaftliche Inhalte auf diese Weise der breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen, sehr gut. Vielleicht weckt das ja Interesse auch bei Leuten, die ansonsten mit Wissenschaft nicht viel am Hut haben.

Sanfte Medizin = sanfte Industrie?

Das dem nicht so ist, sollte einem eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen. Leider wird das aber nur zu gerne verdrängt, besonders von vielen Verfechtern der angeblich so sanften "alternativen" Medizin. Mit welch harten Bandagen deren Industrie aber kämpft, das hat Marcus Anhäuser mal aufgedeckt.

Mittwoch, 10. März 2010

Periodensysteme

Das normale Periodensystem der Elemente kennen wir doch alle. Was man daraus aber noch alles machen kann, zeigt diese Sammlung der Periodensysteme. Persönlich finde ich die Elephant Periodic Tables besonders gelungen.

Insekten unter dem Elektronenmikroskop

Interessante Einblicke in die Welt der Insekten zeigt der telegraph und Steve Gschmeissner, der Insekten mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops abgelichtet hat.

LHC: Eilantrag abgewiesen

Am 9. 3. 2010 hat das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag einer Frau abgewiesen. Aus Sorge, dass bei den Experimenten schwarze Löcher entstehen könnten und so das Ende der Welt herbeigeführt würde, sollte die Bundesrepublik gegen das LHC einschreiten. Interessant ist die Begründung des Gerichts, die man auch gut mit Dieter Nuhr zusammenfassen kann: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten (Dank an Stefan Taube, der aussprach, was mir auf der Zunge lag). Michael Khan hat dazu einen interessanten Kommentar verfasst, dem ich mich voll anschließe.

Bleibt noch der Verweis auf die obligatorische Live-Webcam vom Cern:

uuups!

Anleitung zum Schwurbeln

Es ist eigentlich ganz einfach, zu einem Meister der Schwurbelei zu werden. Man muss sich nur immer schön eine Handbreit von der Realität entfernt im Absurden bewegen. Dazu nimmt man am Besten eine Aussage, die an sich erst einmal ganz stimmig erscheint, um auf dieser eine etwas abwegige These aufzubauen. Diese kann dann natürlich flugs als Beleg für noch viel absurdere Dinge dienen, auf denen man sich dann munter bis ins finsterste Absurdistan durchhangeln kann. Andreas Thiel macht es bilderbuchmäßig vor und erklärt uns nicht nur neues und spannendes aus der Biologie der  grünen Wellensittiche (die einzigen eierlegenden Sukkulenten), sondern postuliert auch nebenbei die Existenz der Unsittiche. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Photosynthese für Schatten sorgt.

Dienstag, 9. März 2010

Phosphorreserven

Auf Spektrumdirekt ist ein Artikel eingestellt, den ich ganz interessant finde, und das nicht nur, weil er indirekt mit meinem Arbeitsgebiet zu tun hat. Die schwindenden Phosophatreserven können die Ernährung der Menschheit in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Leider geht das in den vielen Berichten zu den ebenfalls knapper werdenden Ölreserven immer etwas unter.

Montag, 8. März 2010

Blogcharts März 2010

Ich weiß, ich bin ein wenig spät damit dran. Und eigentlich hat Florian die Charts ja schon vorab vorgestellt. Ich wollte nur mal meine stille Freude kund tun, dass dieser Blog es immerhin auf Platz 16 der deutschen Wissenschaftsblogs geschafft hat. Und das mein neuer Blog Mente et Malleo es aus dem Stand in der selben Kategorie auf Platz 41. Das hört sich doch ganz gut an, zumindest für den Anfang. Der einzige bittere Nachgeshmack ist natürlich, dass es wohl hauptsächlich die jüngsten Katastrophen waren, wie die Beben von Chile und Haiti, welche die Verbesserung im Ranking bewirkt haben.

Freitag, 5. März 2010

Das Sterben der Dinosaurier

Jetzt scheint mal wieder alles geklärt und die Diskussion über das Aussterben der Dinosaurier kann beendet werden. In Science haben 41 Autoren jetzt jedenfalls die Gründe dargelegt, warum es nur der Impakt  vom Chicxulub gewesen sein kann. Wird aber wohl nicht lange dauern, bis die Gegenseite ihrerseits ihre Argumente ausbreitet. Ich persönlich sehe die Sache jedenfalls noch nicht als abschließend geklärt an. Auffallend, wie rasch die Medien auf den Fall aufgesprungen sind. Einzig allein die Zeit wagt es, einige Zweifel an den Tag zu legen.
Der Meteorit wars doch - wissenschaft.de
Forscher wollen Dinosaurier-Killer überführt haben - Spon
Paläontologen-Streit um das Ende der Dinosaurier - Zeit-online

Jean Michel Jarre - Oxygene 2

Gerade Live in Hamburg genossen:

Donnerstag, 4. März 2010

Welche Art Science Fiction Autor wäre ich wohl...?

Nicht dass sich die Frage jemals gestellt hätte. Und der Test ist auch eindeutig auf Amerikaner zugeschrieben, wer sonst könnte wohl für deren Präsidenten stimmen?

I am:
Hal Clement (Harry C. Stubbs)
A quiet and underrated master of "hard science" fiction who, among other things, foresaw integrated circuits back in the 1940s.



Which science fiction writer are you?

Dienstag, 2. März 2010

Erdrutsch am Mount Elgon / Uganda


Größere Kartenansicht
In Uganda am Mount Elgon hat es im Distrikt Bududa am Montag, den 1. März 2010, einen größeren Erdrutsch gegeben. Mindestens 50 Menschen wurden getötet, noch immer werden rund 300 vermisst. Die Hänge des Mount Elgon sind oft tiefgründig verwittert und die Vegetation durch übermäßige Landnutzung  stark im Mitleidenschaft gezogen. Sie kann in dieser dicht bevölkerten Region dann bei heftigen Regenfällen das Erdreich an den Hängen nicht halten.

Knapen, A., Kitutu, M.G., Poesen, J., Breugelmans, W., Deckers, J. & Muwanga, A.(2006): Landslides in a densely populated county at the footslopes of Mount Elgon (Uganda): Characteristics and causal factors . - Geomorphology Volume 73, Issues 1-2, January 2006, Pages 149-165

ALKALINE ROCKS: PETROLOGY, MINERALOGY, GEOCHEMISTRY Conference dedicated to the memory of J. A. Morozewicz Kyiv, Ukraine, 19-21 September, 2010

The conference is organized by the M. P. Semenenko Institute of Geochemistry, Mineralogy and Ore Formation of the National Academy of Science of Ukraine and the Mineralogical Society of Poland
Main topics are:
  • Alkaline magmatism in Azov region and role of J. A. Morozewicz in its investigation,
  • Mineralogy and geochemistry of alkaline rocks,
  • Petrology of alkaline magmatic associations,
  • Ore deposits related to alkaline magmatism.
The prevailing theme of the conference will be integrated application of modern geochemical and mineralogical methods for investigation of alkaline rocks that stimulates development of our ideas about the genesis of alkaline rocks, their differentiation and crystallization, concentration of ore minerals in alkaline massifs, and the role of fluids in these processes. Modeling of processes of formation of alkaline melts and experimental investigations allow verification and extension of modern concepts about the origin of alkaline rocks. Special attention will be paid to new data on geochemistry, mineralogy and petrography of alkaline complexes of the Azov region and to investigations of specific ores related to these rocks.
The Conference is dedicated to the memory of famous Polish geologist, petrographer and mineralogist, Joseph August Morozewicz (1865-1941) who made important contributions into investigation of alkaline rocks. During the period of 1898-1908, Morozewicz carried investigation of the Azov region. He discovered and then described in several papers, published in German, Polish and Russian, alkaline rocks of the Mariupol area, in particular mariupolites, the specific rocks of albite-nepheline composition. He found new mineral components of alkaline rocks - taramite and bekkelite, and first determined specific composition of nepheline, known today as "Morozewicz nepheline".
Conference will be held in Kyiv, Ukraine, from 19 to 21 September, 2010; post-conference field trip to the Mariupol Massive, Priazovje, from 22 to 24 September 2010.
Contact persons - Vladimir Khomenko (vladkhom@hotmail.com) and Marek Michalik (marek.michalik@uj.edu.pl)
 more on http://www.ptmin.pl/alkalinerocks/

Chile Erdbeben - Lehrmaterial

Die Incorporated Research Institutions for Seismology (IRIS) hat einiges an Lehrmaterialien zum Thema Erdbeben allgemein und speziell zum jüngsten Erdbeben in Chile ins Netz gestellt. Leider auf Englisch, so dass es möglicherweise nicht für alle Altersstufen gleich geeignet ist.

Another Brick In The Wall (Hey Ayatollah, Leave Those Kids Alone!)

Die iranische Band Blurred Vision mit einer Coverversion des Pink Floyd Klassikers. Das Video stammt von dem Filmemacher Babak Payami.


Wie wirken Erdbeben?

Eines der größten Probleme bei Erdbeben stellt die schwer beschädigte Infrastruktur dar. Hilfskräfte können dadurch nicht schnell genug an die Verschütteten heran, Verletzte nicht ab- und Hilfsgüter nicht heran transportiert werden. Und oft stellen Viadukte selber regelrechte Todesfallen dar, selbst in Gegenden, die eigentlich hohe Standards in Sachen Erdbebensicherheit haben sollten. Hier mal ein Video einer Simulation eines 7.0 Erdbebens in Seattle mit dem Alaskan Way Viadukt. Es wundert nicht, dass hier deutlich für eine Beseitigung geworben wird. Sehr schön auch dargestellt, wie die Verflüssigung des Untergrundes Bauwerke in große Schwierigkeiten bringen kann.


Die Herkunft der Eisbären

 Eisbär im Ukkusiksalik National Park, Nunavut, Kanada. Ansgar Walk, CC-by-sa-3.0

In Zeiten des Klimawandels sind die Eisbären (Ursus maritimus) fast zu einem Symboltier geworden. Der Eisbär zeigt aber auch, dass die Evolution mitunter auch bei Säugetieren sehr schnell ablaufen kann, und dass unser traditioneller Artbegriff in der Natur nicht immer greift. So hat ein Team um Charlotte Lindqvist mitochondriale DNA aus fossile Kieferknochen von Eisbären untersucht, die aus rund 110 000 bis 130 000 Jahre alten Sedimenten  aus Spitzbergen stammten. Dabei hat sich im Vergleich mit der mitochondrialen DNA heutiger Eisbären und Braunbären gezeigt, dass sich die Linie der Eisbären erst vor rund 150 000 Jahren von den Braunbären trennte. Allerdings zeigte bereits der Eisbär, zu dem die 130 000 Jahre alten Knochen gehörten, eindeutige Merkmale der heutigen Eisbären. Damit muss die Anpassung an den heutigen Lebensraum bereits in einem Zeitraum von knapp 20 000 Jahren erfolgt sein. 
Die große Nähe der beiden Linien hat sich auch schon verschiedentlich gezeigt, wenn sich Eisbären und Braunbären in Gefangenschaft untereinander paarten und dabei fruchtbare Nachkommen erzeugten. Dass sich dies nicht nur in Gefangenschaft abspielt, fand man 2006 heraus, als ein Jäger einen ungewöhnlich gefärbten Eisbären erlegte, der sich als Hybride zwischen Eisbär und Grizzly herausstellte.

Lindqvist, C. et al. (2010):Complete mitochondrial genome of a Pleistocene jawbone unveils the origin of polar bear, PNAS Published online before print March 1, 2010, doi: 10.1073/pnas.091426610

Montag, 1. März 2010

IMA2010 meeting (August, Budapest): Field trip registration opened

We would like to inform you that the field trip registration of the 20th
General Meeting of the International Mineralogical Association (IMA2010,
Budapest, August 2010) has been opened.

Field work (including strong cultural and social components) has
traditionally been an important part of the General Meetings of IMA.

IMA2010 offers 30 pre-, mid- and post-conference, 1-5 days-long field
trips covering a very safe, clean and organised area of ten, mainly
European Union countries in Central-SE Europe
(http://www.ima2010.hu/?my_view=nice&p=ft0).

Regions such as Bohemia, Krakow, Slovakia, Styria, Tokaj Mountains,
Transylvania or the Croatian Adriatic Sea, to include only a few, are
well-known world wide for their mineralogical / petrological / geochemical
sites of historical resonance back to the Roman or the Medieval Ages; old
and recent ore and non-metallic deposits; and, last but not least, for
their cultural attractions and for their picturesque landscapes (many
UNESCO World Heritage sites). End of August weather is perfect for travel
in the region.

For minimizing the risk of field trip cancellations and for encouraging
the field trip participation we apply the flexible minimum participant
number approach: For most trips the minimum participant number is as low
as 5 persons, and the registration fees are still very moderate (between
EUR 20 and EUR 260).
As a novelty, we introduced the Student/Young scientist IMA2010 field trip
registration fee (between EUR 15 and EUR 160), which enables also this
category of conference participants - usually missing from the field trips
of the large conferences - , to take part in these programmes, as
significant contribution to their professional development.


Deadlines:
Preliminary field trip registration: March 13
Final field trip registration: April 30.
IMA2010 field trips are open only to IMA2010 registered participants and
their accompanying persons. Take the advantage of registering as soon as
possible; field trips registration closes when the maximum number of
participants (varying from case to case) is reached.

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interested.

Wie Staus entstehen

Wie entstehen Staus? Wer kennt das als Autofahrer nicht: Man fährt auf einer zwar vollen, aber nicht verstopften Straße. Alle Fahrzeuge haben ungefähr die selbe Geschwindigkeit und wie aus heiterem Himmel kommt es zu einem Stau. Diese Situation haben Wissenschaftler in Japan nachgestellt und ließen Autos mit 40 km/h im Kreis herum fahren. Und wie aus heiterem Himmel entstanden kleine Staus, die sich wie Schockwellen mit ca. 20 km/h rückwärts entgegen der Fahrrichtung bewegten. Auch in der Realität bewegen sich diese kleinen Staus mit ähnlicher Geschwindigkeit nach hinten.


Das Erdbeben in Chile

Am Sonnabend um 3.34 Uhr lokaler Zeit wurde Chile von einem Erdbeben der Magnitude 8,8 erschüttert. Das Erdbeben gehört damit zu den 5 stärksten jemals gemessenen, und war rund 100 mal so stark wie das vom 12. Januar in Haiti. Parallel mit dem Erdbeben ging eine Tsunami-Warnung für alle Anrainer des Pazifik raus. Zum Glück blieb die Welle aber hinter den Befürchtungen zurück. Daran waren mehrere Mechanismen beteiligt. Zum einen lag der Bebenherd in einer vergleichsweise geringen Wassertiefe und ein guter teil der aufgestauten Energie wurde in Nachbeben freigesetzt. Außerdem hatte auch die lange Vorwarnzeit ihren Anteil, dass die Welle auf Hawaii und Japan beispielsweise meist als spektakuläres Naturschauspiel angesehen werden konnte. Die Chilenische Küste selber hatte aber unter einem größeren Tsunami zu leiden, so dass hier zusätzlich zu den Verheerungen des Bebens noch die des Wassers hinzukommen. Bislang wird von mindestens 700 Todesopfern gerechnet, es werden aber sicher noch mehr werden. Andererseits zeigt sich auch, dass man Gebäude durchaus gegen Erdbeben härten kann. Viele Gebäude in Santiago oder der nahe dem Epizentrum gelegenen Stadt Conception konnten dem Beben durchaus trotzen. Erdbebensicheres bauen war aber allem Anschein auch hier eine Frage des Geldes, so dass wie so häufig die ärmeren Leute auch am stärksten von dem Beben betroffen sind. Ihre Gebäude konnten nicht nur dem Standard nicht genügen, sondern waren wohl auch zumeist auf entsprechend günstigem aber dafür auch gefährlichem Grund errichtet. Sandige und sumpfige Böden sind zwar billiges Bauland, aber sie übertragen die Bebenenergie auch sehr gut auf das Gebäude und neigen während eines Bebens dazu, sich zu "verflüssigen", das heißt, sie verhalten sich wie eine Flüssigkeit.





Tsunamis im Pazifik
Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
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