Donnerstag, 6. Januar 2011

Bund fördert Geo-Energieforschung in Potsdam weiter

Förderbescheide über rund 5,8 Millionen Euro an Uni-Potsdam, BTU und GeoForschungsZentrum für die Weiterführung von GeoEn übergeben
Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesforschungsministerium, Dr. Helge Schneider, überreichte heute den Bewilligungsbescheid für die zweite Phase des Energieforschungsprojektes GeoEn an die Projektpartner. Das Verbundvorhaben GeoEnergie - GeoEn ist eines der sechs Pilotprojekte der ersten Förderphase im BMBF-Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern". Es ist auf die Bearbeitung von vier geowissenschaftlich relevanten Themen ausgerichtet, die sich mit einer klimaverträglichen und sicheren Energieversorgung in der Zukunft beschäftigen. Partner im GeoEn-Verbund sind die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und das Deutsche GeoForschungszentrum GFZ, bei dem auch die Federführung des Projektes liegt. Die Projektpartner widmen sich sowohl der Grundlagenforschung als auch der anwendungsorientierten Forschung mit einem bedeutenden Marktpotenzial. Die Bundesregierung fördert die zweite Phase des Projektes von Januar 2011 bis September 2013 mit 5,77 Millionen Euro. Die Summe ermöglicht den weiteren Ausbau dieser Forschungsplattform für eine nachhaltige Energieversorgung.

Die Wissenschaftler der Universität Potsdam forschen im Verbundprojekt GeoEn zu verschiedenen Teilaspekten der Geomikrobiologie. Unter anderem geht es um die Bewertung von Lagerstätten, die Entwicklung von besseren Bohrtechniken, die geophysikalische Erkundung des tiefen Untergrundes und die Entwicklung von Computermodellen zur besseren Planung von geotechnischen Anlagen sowie deren satellitengestützte Überwachung. Die im Rahmen des Pilotprojektes an der Universität etablierte Forschungseinrichtung Geomikrobiologie beschäftigt sich insbesondere mit den Mikroorganismen im Untergrund und untersucht die vom Menschen verursachten Veränderungen der dort herrschenden Lebensbedingungen. Eine Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Mutti widmet sich der Lagerstättenerkundung. Im Detail geht es um die strukturelle Erfassung des norddeutschen Untergrundes (Brandenburg und Umgebung). Die Gruppe sammelt die in den vergangenen 50 Jahren von Kreis- und Landesämtern erhobene Daten, um ein digitales Modell für eine erfolgversprechende Energiegewinnung in der Region erstellen zu können.

Das größte Einzelprojekt wird von Dr. Jens Kallmeyer geleitet. Die Arbeitsgruppe "Geomikrobiologie" entwickelt Methoden, mit denen sich messen lässt, wie Mikroorganismen im Untergrund auf anthropogene, also vom Menschen verursachte Einflüsse reagieren.

via Informationsdienst Wissenschaft
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