Dienstag, 15. Februar 2011

Geowissenschaftler bohren Nordsee-Halbinsel Eiderstedt an.

Start der ca. 300 m tiefen Forschungsbohrung Gardinger Trog zur Klimaerforschung des Eiszeitalters.

Ab Montag dem 21.2.2011 frisst sich der Bohrmeißel in den Untergrund von „Welt“; so heißt das Örtchen bei Garding, das nach umfangreichen geophysikalischen und geologischen Voruntersuchungen als Bohrplatz ausgesucht worden ist. Hier soll hochwertiges Probenmaterial gewonnen werden, aus dem die Klima- und Überflutungsgeschichte des Nordens abgelesen werden kann.
Das bei der Forschungsbohrung federführende Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover hat die norddeutsche Bohrfirma Ivers Brunnenbau GmbH beauftragt, die Forschungsbohrung als Spülbohrung im Rammkern- und Seilkernverfahren niederzubringen und so das von den Wissenschaftlern begehrte Bohrkernmaterial zu Tage zu fördern. Weiterhin soll das Bohrloch umfangreiche Bohrlochmessungen ermöglichen. Die vorbereitenden Arbeiten am Bohrplatz beginnen am 15.2.2011. Gut dreißig Bohrtage sind eingeplant, so dass im April die Arbeit beendet und das Bohrloch verfüllt sein kann.

Ein Geowissenschaftler-Team der Universitäten Mainz und Lüneburg, der Abteilung Geologie und Boden im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), Flintbek, und des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik hatte sich zusammengefunden und zur Forschungsbohrung Garding entschlossen, um Forschungsfragen zur Geologie, zur Klima- und Überflutungsgeschichte von Nordeuropa zu untersuchen.

Eine erste Informationsveranstaltung fand bereits am 31.8.2010 in Garding statt. Während der Bohrung werden Presseinformationen ausgegeben. Auch ein Pressetermin vor Ort ist für den 15.3.2011 um 14 Uhr am Bohrplatz angesetzt, bei dem Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Fragen beantworten. Mehr Information finden Sie im Anhang oder unter LIAG Aktuelles in der Rubrik: Messeinsätze - Bohrungen.

Kontakt
Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), Hannover
Herr Prof. Dr. Manfred Frechen; Tel.: 0511 / 643-2537 oder -2302
- Projektleitung - Email: manfred.frechen@liag-hannover.de

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), Flintbek
Frau Sabine Rosenbaum; Tel.: 04347 / 704-500
Abteilungsleitung Geologie und Boden; Email: sabine.rosenbaum@llur.landsh.de

Weitere beteiligte Institutionen sind:
Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Ökologie
Frau Prof. Dr. Brigitte Urban;

Johannes Gutenberg Universität Mainz; Institut für Geowissenschaften
Herr Prof. Dr. Frank Sirocko

via Informationsdienst Wissenschaft
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