Donnerstag, 28. Juli 2011

Motivationsfilm für Creative Commons

Mit diesem Motivationsfilm von Amadeus Wittwer und seinem Projektteam soll für die Idee einer kulturellen Allmende und die Idee der Creative Commons Lizenzen geworben werden.

Dienstag, 26. Juli 2011

klimanavigator.de gestartet - Der Wegweiser zum Klimawissen in Deutschland

Unter www.klimanavigator.de geht am heutigen Montag eine neue Webplattform online. Der Klimanavigator stellt einen zentralen Zugang zur Arbeit von mehr als 30 deutschen Einrichtungen in der Forschungslandschaft dar, die sich mit dem Klimawandel, seinen Folgen und geeigneten Anpassungsmöglichkeiten beschäftigen. Die Webplattform gibt einen Überblick über die hiesige klima-relevante Forschung und Einblick in den gegenwärtigen Stand des Wissens. Sie dient den Nutzern als Wegweiser auf der Suche nach Expertenwissen.
„Ich begrüße die Einführung des Klimanavigators. Dieses Portal vermittelt den Nutzern von Klimainformationen Orientierung in der komplexen Forschungslandschaft und trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in der Praxis umzusetzen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan zum Start.

Schneller Zugriff auf das Klimawissen
Die Internetseite bietet einen schnellen Zugriff. Sie enthält Porträts über die Einrichtungen der deutschen Klimawissenschaften und ihre Forschungsschwerpunkte; eine multifunktionale Suche erleichtert das Auffinden bestimmter Themen oder Einrichtungen, die über die gewünschte Expertise verfügen. Ausführliche Dossiers bieten in allgemein verständlicher Weise Hintergrundinformationen zu wichtigen Fragen und bilden den aktuellen Forschungsstand ab.

Unter „Aktuelles“ finden sich Neuigkeiten aus den beteiligten Partnerorganisationen. Die Darstellung von Forschungsverbünden und -netzwerken macht die interdisziplinäre Vernetzung quer durch die Institutionen sichtbar und zeigt die Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Deutschland.

Informationen für Nutzer aus allen Bereichen
Der Klimanavigator richtet sich an Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft, die Informationen über den Klimawandel, dessen Folgen und mögliche Handlungsoptionen benötigen. "Vor allem diese Handlungsorientierung", so Professor Guy Brasseur, Direktor des Climate Service Centers, "wird den Klimanavigator zu einem wichtigen Instrument bei der Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie machen."

Auch Mitglieder der Wissenschaftsgemeinschaft selbst werden die Plattform nutzen können. Forscher, die Klimawissen für anwendungsrelevante Fragestellungen nutzen, finden leicht zugängliche Wissenssynthesen, Forschungsdaten und Klimamodelle.

Gemeinsame gestaltetes Navigationsinstrument
Das Climate Service Center (CSC) in Hamburg, das mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums als eine Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht ins Leben gerufen wurde, initiierte den Klimanavigator. Am CSC erfolgt auch die technische Betreuung und Projektkoordination. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht gewährleistet den technischen Betrieb. Über das Konzept und die Organisation der Plattform entscheiden die beteiligten Einrichtungen gemeinsam.

Über 30 Partner haben in einem Kooperationsvertrag ihre Mitwirkung vereinbart, gestalten das Portal aktiv mit und stellen sich und ihre Verbundprojekte vor. Zusätzliche Institutionen haben ihre Mitarbeit angekündigt. Auch das inhaltliche Angebot des Klimanavigators wird in Zukunft erweitert. So ist geplant, einen Bereich zur internationalen Vernetzung aufzubauen und ein Karriereportal für Wissenschaftler einzurichten.

Hintergrundinformationen
Derzeit am Klimanavigator als Partner beteiligte Einrichtungen: Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven; BiK-F - Biodiversität und Klima Forschungszentrum; CLM-Community; Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK); Deutsches Klimarechenzentrum GmbH (dkrz); Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR); Forschungszentrum Jülich GmbH; Freie Universität Berlin; Klimaplattform - Forschungsplattform zum Klimawandel; Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ); Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH; Helmholtz-Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH; Karlsruhe Institut für Technologie (KIT); Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg; Klima-Netzwerk Sachsen; KLIMZUG-Begleitprojekt im Institut der deutschen Wirtschaft e.V., Köln; KLIMZUG-Nord; KLIMZUG-Verbund nordwest2050; KLIMZUG-Verbund RAdOst; KLIMZUG-Verbund REGKLAM; Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR); Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF); Marum - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Bremen; Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena; Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg; Norddeutsches Klimabüro; Mitteldeutsches Klimabüro; Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e.V.; Süddeutsches Klimabüro; Sustainable Business Institute (SBI) e.V.; TERENO-Projektkoordination; Universität Bremen; Universität Hamburg; Universität Kassel; WASKlim-Projektkoordination.
Um die interaktiven Inhalte des Klimanavigators nutzen zu können, muss der verwendete Browser "Flash" unterstützen.
Climate Service Center, Hamburg
Das CSC wurde 2009 im Auftrag der Bundesregierung als eine Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht gegründet. Am CSC arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Naturwissenschaften, Ökonomie und Politikwissenschaften sowie Kommunikationsexperten daran, das Wissen zu Klimawandel, Klimafolgen und Anpassungsoptionen praxisorientiert aufzubereiten und zu vermitteln. Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Wirtschaft sollen damit in die Lage versetzt werden, die Dimensionen des Klimawandels zu erfassen und bei ihren Planungen zu berücksichtigen. Zur Erfüllung seines Auftrags stützt sich das CSC auf ein Netzwerk von Kunden und Kooperationspartnern.

Kontakt:
Susanne Schuck-Zöller, Projektkoordination „Klimanavigator“
Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH
Climate Service Center
Telefon: +49 (0)40 226 338 - 404
susanne.schuck@hzg.de

Uwe Kehlenbeck, Kommunikationsabteilung
Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH
Climate Service Center
Telefon: +49 (0)40 226 338 - 430
uwe.kehlenbeck@hzg.de

via Informationsdienst Wissenschaft

Welcome, Spektrum Neo!

Spektrum der Wissenschaft dürfte wohl fast allen an Wissenschaft interessierten hier bekannt sein. Die Zeitschrift hat mich seit meiner Schulzeit begleitet und war in nicht ganz unerheblich an meinem Weg beteiligt. Mit dem jüngsten Ableger der Spektrum-Familie stößt Spektrum jetzt in Neuland vor. Spektrum neo erscheint am 26. August zum ersten Mal und wendet sich speziell an die jungen Leserinnen und Leser. Denn auch jüngere Menschen wollen wissen, wie Wissenschaft funktioniert.

Traveller's Tales [Carl Sagan Tribute Series, Part 16]

The Gift of Apollo: Anniversary Edition [Carl Sagan Tribute Series, Part 4]

Mittwoch, 20. Juli 2011

Vorstoß zum letzten Protoplaneten

Nach fast vier Jahren Flug hat die Raumsonde Dawn den Kleinplaneten Vesta erreicht. Mit den beiden Bordkameras sitzen Max-Planck-Wissenschaftler bei der Erforschung des Asteroiden in der ersten Reihe. Es geht um eine Zeitreise zu den Ursprüngen des Sonnensystems.
Text: Thorsten Dambeck

Wenn Astronomen das Hubble-Teleskop auf den Kleinplaneten Vesta richten, dann ziehen sie ihre letzte Trumpfkarte. Mit seinem Adlerblick ist das Weltraumfernrohr für die schärfsten Aufnahmen von Himmelskörpern bekannt. Doch in Sachen Vesta ist auch Hubble mit dem Latein am Ende: Seine Fotos aus dem Jahr 2007 erinnern an den Anblick vom Mars, den ein Kaufhaus-Fernrohr bietet: einige verwaschene helle und dunkle Flecken und zusätzlich eine leicht unrunde Gestalt – mehr lässt sich auf der kleinen Vesta kaum erkennen. Dabei ist Vesta immerhin der drittgrößte Kleinplanet. Ceres, in puncto Größe die Nummer Eins, hat mit rund 1000 Kilometern fast den doppelten Durchmesser. Beide Asteroiden sind den Astronomen seit zwei Jahrhunderten bekannt, doch erst jetzt wird ihre Erforschung richtig in Schwung kommen, denn Vesta und Ceres stehen auf dem Flugplan der Nasa-Sonde Dawn. Diese ist nach knapp vierjähriger Anreise am Samstag in eine Umlaufbahn um Vesta eingeschwenkt.

An Bord befinden sich zwei Kameras, deren Bau und Entwicklung Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) bei Göttingen leiteten, die sogenannten Framing Cameras. Die beiden baugleichen Instrumente sollen das Kunststück vollbringen, ein ausgedehntes Stück Terra incognita des Sonnensystems in kartografiertes Land zu überführen. Außerdem geht es bei Dawns Mission um die chemisch-mineralogische Zusammensetzung der Oberflächengesteine beider Himmelskörper. All das dient dazu, die große Frage der Astronomie zu beantworten: Wie sind die Planeten des Sonnensystems entstanden?

Lange hielt sich die Vermutung, Asteroiden seien Trümmer eines zerborstenen Planeten jenseits der Marsbahn, denn Hunderttausende Artgenossen von Vesta umrunden die Sonne, vorwiegend im sogenannten Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Doch die These vom zerschmetterten Planeten ist längst passé, er wäre außerdem winzig gewesen, zusammen erreichen alle Kleinplaneten des Hauptgürtels nicht einmal die Masse des Erdmondes. Planetologen gehen vielmehr davon aus, dass die Kleinplaneten eine Art planetares Baumaterial sind, das bei der Konstruktion der Welten unseres Sonnensystems übrig blieb.

Die letzte ihrer Art

„Wir wissen heute, dass die Geburt der großen Gasplaneten und der erdähnlichen Planeten unterschiedlich verlief“, erläutert MPS-Direktor Ulrich Christensen, der Mitglied des wissenschaftlichen Teams von Dawn ist. „In der protoplanetaren Scheibe aus Gas- und Staub wuchsen zuerst die Gasriesen Jupiter und Saturn, beide benötigten dafür nur wenige Millionen Jahre.“ Die Bildung der erdähnlichen Planeten war hingegen langwieriger. Schon der US-Planetenforscher George Wetherill ging in den 1970er-Jahren von mehreren Stufen aus: Die ersten Urkörper, deren Ausmaße mindestens einige Kilometer betrugen, waren sogenannte Planetesimale, die durch Kollisionen heranwuchsen. Christensen: „Einige Exemplare legten damals besonders schnell Masse zu, so entstanden die ersten Protoplaneten.“ Diese verzehrten zunächst lediglich benachbarte Planetesimale, wodurch ihr weiteres Wachstum begrenzt war. Schließlich bildeten sich die heutigen Planeten durch gewaltige Kollisionen der Protoplaneten untereinander. Vesta genießt nun einen besonderen Status unter den zahllosen Asteroiden: Wahrscheinlich ist sie der letzte Protoplanet, der die gewalttätige Phase der Planetengeburt überstand. Die genaue Dauer dieser Geburtsphase ist unklar, Astronomen schätzen sie bis auf bis zu 100 Millionen Jahre.

Vesta ist demnach eine Art lebendes Fossil. „Manche Planetenforscher bezeichnen sie sogar als den kleinsten terrestrischen Planeten“, so Christensen. Indizien dafür liefert eine spezielle Meteoritengruppe: „Die sogenannten HED-Meteoriten deutet man als Bruchstücke von Vesta, denn ihre Reflektionsspektren ähneln stark dem Asteroiden“, erläutert der Geophysiker. Das Kürzel HED steht für Howardite, Eucrite und Diogenite, allesamt Steinmeteorite, rund fünf Prozent der Meteoritenfälle werden als HED klassifiziert. Die chemische Analyse der Himmelssteine prägt das Bild, das sich die Wissenschaftler von Vesta machen: Sie lesen aus den Steinen Anzeichen für eine frühe Aufschmelzung ihres Mutterkörpers heraus – einst gab es auf Vesta offenbar Vulkanismus. Dawn soll nun weitere Beweise für die Verknüpfung zwischen Vesta und den HED-Meteoriten finden.

„Ähnlich wie bei der Erde und den anderen terrestrischen Planeten, gehen wir auch bei Vesta von einem differenzierten Aufbau aus. Unter der äußeren Kruste folgt tiefer im Innern ein Gesteinsmantel und im Zentrum ein Metallkern“, zählt der Framing Camera Projektleiter am MPS Andreas Nathues die geologischen Stockwerke des Vesta-Körpers auf. „Anders als der Erdkern ist der Kern von Vesta allerdings längst abgekühlt und erstarrt.“ Auf der südlichen Halbkugel des Kleinplaneten existiert ein großer Einschlagkrater, sein Durchmesser erreicht rund 460 Kilometer. Rechnungen zeigen, dass Trümmer dieses gewaltigen Einschlages Fluchtgeschwindigkeit erreichten, so entstand wahrscheinlich eine Gruppe von Hauptgürtel-Asteroiden, deren Zusammensetzung dem Krustengestein von Vesta ähnelt, die „Vesta Asteroidenfamilie“. Bei dem Aufprall wurde wahrscheinlich auch Tiefengestein ins All katapultiert. Denn die Diogenite unter den HED-Meteoriten bestehen aus Gestein, wie es die Planetologen in den tiefen Gesteinsschichten vermuten. Bisher konnte jedoch kein Asteroid dingfest gemacht werden, der Vestas Mantelgestein ähnelt.

Ansichtskarten aus dem Unbekannten

Kürzlich meldeten Vishnu Reddy und Andreas Nathues vom MPS jedoch Erfolg – und zwar in Erdnähe. Einige Kleinplaneten haben nämlich dem heimatlichen Hauptgürtel den Rücken gekehrt. Störkräfte lenkten sie nach und nach an Stellen im Gürtel, von wo sie durch andere Planeten ins innere Sonnensystem abgelenkt wurden. Das sind die sogenannten erdnahen Asteroiden. Dazu gehört auch 1999 AT10, der vor etwa einem Jahrzehnt aufgespürt wurde, er misst etwa einen Kilometer. Infrarotspektren des Brockens, die vor einem Jahr ein Nasa-Teleskop auf Hawaii aufzeichnete, gaben den entscheidenden Hinweis. Denn in diesem Wellenlängenbereich hinterlassen Gesteine charakteristische spektrale Fingerabdrücke. Schon eine erste Prüfung seines Spektrums wies ihn als einen Verwandten der Vesta aus. Detaillierte Analysen der Messungen lieferten weitere Aufschlüsse: Neben calziumhaltigem Wollastonit wurde auch das eisenhaltige Ferrosilit gefunden. Was bedeutet das für den Ursprungsort von 1999 AT10, stammt er aus Vestas Kruste oder ist er ein Fragment aus der Tiefe? Nathues: „Beide Mineraltypen kommen zwar sowohl in der Kruste, als auch im Mantel von Vesta vor, entscheidend ist jedoch das Verhältnis. Im Fall von 1999 AT10 ist der atomare Eisengehalt im Pyroxen deutlich geringer als bei allen anderen bekannten Vestoiden.“ Nathues Fazit. „Viel spricht dafür, dass wir ein Stück aus der unteren Kruste oder dem oberen Mantel der Vesta gefunden haben.“

Bereits einmal lag ein Bruchstück Vestas kurzzeitig im Visier einer Raumsonde: Das war im Jahr 1999, als die Nasa-Sonde Deep Space 1 den Kleinplaneten Braille passierte, ebenfalls ein Mitglied der Vesta Asteroidenfamilie. Leider verhinderten damals technische Probleme, dass hochauflösende Bilder des langgestreckten Brockens gelangen. Nun müssen die beiden Dawn-Kameras zeigen, was sie können. „Vestas südlicher Riesenkrater wird zu den ersten Zielen gehören“, sagt Max-Planck-Forscher Holger Sierks Co-Investigator der Mission und verantwortlich für die Entwicklung der Kameras. „Mit ihren sieben Farbfiltern und zusätzlich einem Klarfilter kann unsere Kamera Farbbilder aufnehmen“, erläutert Sierks die technischen Details des etwa fünf Kilogramm schweren Instruments. „Eine einzelne Aufnahme braucht rund fünf Sekunden, hinzu kommen etwa eine Minute zur Datenkompression und die jeweiligen Belichtungszeiten.“ Diese ähneln typischen Werten irdischer Schnappschüsse: „Durch den Klarfilter, der im sichtbaren Licht alle Wellenlängen passieren lässt, belichten wir etwa eine Hundertstel Sekunde. Mit vorgeschalteten Farbfiltern sind unterschiedliche Zeiten notwendig, da jeweils nur bestimmte Wellenlängen durchgelassen werden und die Empfindlichkeit des Sensors mit der Farbe variiert. Das erfordert Belichtungszeiten bis zu 1,2 Sekunden.“ Da die Topographie auf Vesta aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen wird, werden auch Stereo-Ansichten mit 3D-Effekt den Asteroiden im wahrsten Wortsinne „begreifbar“ machen.

Kurz bevor der Bilderstrom der beiden Bordkameras einsetzt, erinnert Ulrich Christensen an die Geschichte der Sonnensystemforschung. „Praktisch jede gelungene Mission brachte große Entdeckungen: Auf dem Mars existieren Riesenvulkane, Jupiters Trabant Io prägt ein extremer Vulkanismus, und unter der Eiskruste des Europa-Mondes gibt es höchstwahrscheinlich ein salziges Meer.“ Dawn hat nun zehn Monate Zeit die Geheimnisse Vestas zu lüften. Holger Sierks kann die Fotos aus dem Orbit kaum erwarten: „Wir freuen uns auf Ansichtskarten aus einem völlig unbekannten Land.“

via Informationsdienst Wissenschaft

Dienstag, 19. Juli 2011

Spirit's Photo Diary

Am 25. Mai hat die NASA die Kommunikationsversuche mit dem Mars Rover Spirit aufgegeben und damit diese Mission beendet. Zeit für einen Rückblick:

Sonntag, 17. Juli 2011

Video: The British Geological Survey surveys Lake Windermere

In diesem Video wird gezeigt, wie Wissenschaftler vom britischen geologischen Dienst den Lake Windermere im Lake District untersuchen.

Dienstag, 12. Juli 2011

Wie statistische Modelle bei Nachbeben helfen können

das erzählt uns Matt Gerstenberger vom Geologischen Dienst Neuseelands

Montag, 11. Juli 2011

*** Seufz!***


Irgendwie trifft es den Nagel auf den Kopf, finde ich.

via abstruse goose

Zum letzten Mal: Atlantis in voller Pracht

Dieses Video zeigt das RBAR Pitch Maneuver. So wunderschön und elegant es auch aussieht, es hat einen sehr ernsten Hintergrund. Dieses Manöver dient dazu, den Zustand des so genannten Hitzeschildes des Shuttles zu überprüfen. Es ist aber auch eine wunderbare Gelegenheit, dieses elegante und großartige Stück Technik einmal in seiner vollen Pracht zu sehen. Hier zum letzten Mal: Es präsentiert sich: Atlantis

Mittwoch, 6. Juli 2011

Zum Ende der Space Shuttle Ära - Der Film, gesprochen von William Shatner



via Lichtecho

Tropische Meere ohne Korallenriffe

Wie könnte ein tropisches Küstenökosystem dort aussehen, wo Korallenriffe nicht überlebt haben? Bei zwei Schiffsexpeditionen an die nordafrikanische Westküste – in 2006/7 mit dem Forschungsschiff Poseidon und in 2011 mit FS Maria S. Merian - bekamen Hildegard Westphal, Direktorin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie und ihr Team einen Einblick in dieses Szenario.

Die Expeditionen steuerten die nordmauretanische Küste an. Hier, im Golfe d´Arguin, erweitert sich der schmale Kontinentalschelf der nordwestafrikanischen Küste und es entsteht eine Flachwasserzone von bis zu 150 km Breite. Sie ist im Tropengürtel gelegen, steht jedoch unter dem Einfluss eines Auftriebsgebietes. Ablandige Passatwinde drücken das Oberflächenwasser von der Küste weg auf den offenen Ozean. Dadurch strömt kaltes und sehr nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe nach. Auf dem flachen Schelf kann es sich auf bis zu 25 Grad erwärmen.

Das sind außergewöhnliche ozeanographische Verhältnisse. Die Forscher fanden auf dem Schelf sehr trübes Wasser vor. Schon in 2 m Wassertiefe konnte man ein heruntergelassenes Messgerät nicht mehr erkennen. Die nährstoffreichen Wassermassen führen hier zu einer starken Algenproduktion. In Bodenproben vom Schelf konnten die Forscher in einigen Gebieten größere Mengen an Eisen nachweisen. Mit Staubeinträgen aus der Sahara wird es ins Meer geweht und düngt dort die Algen zusätzlich. Ein eutrophes Meeresökosystem mit hoher biologischer Aktivität, ein hochproduktiver Bioreaktor, entsteht.

Die Sedimente auf dem Meeresboden bestehen hier aus dem feinen Sahara-Staub, vor allem aber aus Karbonatablagerungen, den grob- und feinkörnigen Resten von Kalkskeletten. Viele Meerestiere bilden Schalen oder Skelette aus Kalziumkarbonat, so zum Beispiel Muscheln und Schnecken. Diese Schalenreste sammeln sich auf dem Meersboden und gewähren einen Einblick in die Artengemeinschaft der Ökosysteme der Vergangenheit und der Gegenwart.

Die Forscher fanden eine auffallend geringe Artenvielfalt bei gleichzeitig hoher Individuenzahl. Schalen und Gehäusereste weisen auf eine Fauna hin, die typisch für nährstoffreiche Gewässer ist und sich vor allem aus Suspensionsfressern wie Muscheln, Seepocken oder Röhrenwürmern zusammensetzt. Sie filtern das Meerwasser und fangen als Nahrung Kleinstlebewesen oder organisches Material heraus. Immer wieder stießen die Forscher auf eine Muschelart, die in den Ablagerungen stark dominierte: Donax burnupi, die Sägezahnmuschel. Skelettreste tropischer Korallen wurden dagegen trotz der tropischen Wassertemperaturen nicht gefunden.

Tropische Korallen benötigen sehr nährstoffarmes und klares Meerwasser. Sie gehören zu den Organismen, die vom Sonnenlicht abhängen. Symbiontische Algen in ihrem Gewebe betreiben Photosynthese und geben die Stoffwechselprodukte an die Korallenpolypen ab. Erst durch diese Energiezufuhr sind die Steinkorallen in der Lage, ihre großen Kalkskelette zu bilden. Im nährstoffreichen Ökosystem vor Mauretanien dagegen fehlen solche lichtabhängigen Organismen.

In weiten Teilen der Tropen zeichnet sich in den Küstenbereichen eine Entwicklung zu ähnlichen Umweltverhältnissen ab. Vielerorts düngen Einträge aus intensiver Landwirtschaft im Hinterland der Küsten die Meere, Schwebstoffe aus Rodungsflächen trüben das Wasser. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Schelf vor Mauretanien daher ein Modell für ein tropisches Küstenökosystem darstellt, in dem die Lebensbedingungen für Korallenriffe und ihre Artenvielfalt zerstört wurden.
via Informationsdienst Wissenschaft

Dienstag, 5. Juli 2011

Warum der Australische Regenwald im Pliozän verschwand

Das Ende des australischen Regenwalds geht nicht auf einen Klimawandel zurück, wie Forscher der Goethe-Universität vermuten, sondern auf das Auftauchen der indonesischen Inselgruppe aus dem Meer. Warme Meeresströmungen wurden abgelenkt und mit ihnen auch feucht-warme Luft.
Noch vor drei Millionen Jahren bedeckten üppige Regenwälder die Nordwestküste Australiens. Warum sie verschwanden, hat ein Forscherteam um den Paläoozeanographen Dr. Cyrus Karas vom Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität diskutiert. Wie die Forscher unter Beteiligung des Leibniz Institutes für Meeresforschung (IFM-GEOMAR, Kiel) und des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI, Bremerhaven) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Paleoceanography“ darlegen, war der Grund das Auftauchen der Indonesischen Inselgruppe aus dem Meer. Sie schwächte die warme Meeresströmung ab, die vom Äquator südwärts in Richtung der westaustralischen Küste floss. Infolgedessen blieben auch die feuchtwarme Luft und der Niederschlag aus, die zum Erhalt des Regenwaldes unverzichtbar waren.

Dass in den heute vergleichsweise trockenen Gebieten des westlichen Australiens einmal Regenwälder wuchsen, weiß man aus Studien an Pollen, die von der Nordwestküste Australiens vor drei Millionen Jahren aufs Meer hinaus geweht wurden und bis heute im Sediment am Meeresgrund eingeschlossen sind. Wie sich die Oberflächentemperaturen der Meeresströmungen während des Niedergangs des Regenwaldes entwickelten, hat das Forscherteam in seiner aktuellen Studie aus der Analyse von Tiefseebohrungen des Internationalen Ocean Drilling Projects (IODP/ODP) erfahren. Die Proben stammen vom Meeresgrund vor der Australischen Küste sowie vom westlichen und zentralen Indischen Ozean. Die Forscher untersuchten insbesondere die geochemische Zusammensetzung und das Verhältnis der stabilen Sauerstoff-Isotope in fossilem Plankton (Foraminiferen). Foraminiferen sind mikroskopisch kleine, einzellige, Tiere, die Kalkschalen bilden.

Die untersuchten Proben umfassten einen Zeitraum, der zwei bis sechs Millionen Jahre zurückreicht. Vor 3,5 bis 3 Millionen Jahren, der Zeit des Niedergangs des Australischen Regenwalds, war die Temperatur der oberflächlichen Meeresschichten im westlichen und zentralen Indischen Ozean vergleichsweise stabil, so die Ergebnisse der Studie. Aber ein paar hundert Kilometer vor der Nordwestküste Australiens fiel die Temperatur während des gleichen Zeitraums deutlich um zwei bis drei Grad Celsius ab. „Dieser Temperatur-Abfall vor etwa 3,3 Millionen Jahren hat vermutlich die Menge an warmer feuchter Luft reduziert, die nach Westaustralien gelangen konnte“, erklärt Cyrus Karas. Dadurch fiel weniger Regen und letztlich führte dies zum Niedergang der Australischen Regenwälder.

Den Temperatur-Abfall vor der Nordwestküste Australiens erklärt der Paläoozeanograph mit tektonischen Verschiebungen im gleichen Zeitraum: Vor etwa 4 bis 3 Millionen Jahren entstand die indonesische Inselgruppe, einschließlich so riesiger Inseln wie Timor, deren Fläche etwa so groß ist wie die Tschechische Republik. Diese neu aufgetauchten Landmassen schwächten einen Großteil der nach Süden fließenden warmen Strömungen ab, so dass sich die Meeresoberfläche vor dem Kontinent abkühlen konnte.

Publikation: Cyrus Karas et al: Pliocene Indonesian Throughflow and Leeuwin Current dynamics: Implications for Indian Ocean polar heat flux, Paleooceanography, Bd. 26, PA2217, doi:10.1029/2010PA001949, 2011

via Informationsdienst Wissenschaft

Sonntag, 3. Juli 2011

Historische Bilder vom Bau der Titanic

Die Titanic, seinerzeit sicher auch ein Symbol für den technischen Fortschritt, nahm ja bekanntlich ein unrühmliches Ende an einem unbekannten Eisberg im Nordatlantik. Dieser Teil der Geschichte ist nicht zuletzt dank Hollywood unzählige Male dargestellt und gerne auch propagandistisch beladen worden. Die andere Geschichte des Luxusliners, die seines Baus auf der Werft von Harland & Wolff in Belfast hingegen ist nur selten zu hören oder zu sehen. Beim Retronauten sind jetzt historische Aufnahmen vom Bau der Titanic und ihrer Schwester, der Olympic zu bewundern.
http://www.howtobearetronaut.com/2011/06/construction-of-the-titanic/

Das Ende einer Raumfahrt-Ära: 30 Jahre Space Shuttle

Am Freitag geht sie also zu Ende, die Ära der wiederverwendbaren Raumgleiter. Ich erinnere mich noch gut daran, wie viele Hoffnungen in dieses Gefährt gesetzt wurden. Nun, nicht alle haben sich erfüllt. Es hat sich bezüglich der wiederverwendbaren Raumfahrzeuge sogar eine gewisse Ernüchterung breit gemacht. Und doch: Bei aller Trauer um die beiden verloren gegangenen Shuttles und ihre Besatzungen, das Shuttle war (in meinen Augen) durchaus eine Erfolgsgeschichte. Wir verdanken ihm und seinen Crews viele wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über uns, unseren Planeten und unseren Platz im Weltraum. Und nicht zuletzt war der Raumpendler auch eine Design-Ikone. Seine Silhouette dürfte auf der ganzen Welt bekannt sein. Es ist also Zeit für eine kleine Retrospektive, und daher hat The Atlantic einige wunderbare Bilder der Shuttle Ära zusammengetragen.
http://www.theatlantic.com/infocus/2011/07/the-history-of-the-space-shuttle/100097/

Wem das immer noch nicht genügt, der findet hier noch mehr Bilder, und nicht nur von Shuttlestarts.
http://fuckyeahrocketlaunches.tumblr.com/

Samstag, 2. Juli 2011

Olympia-Hypothese: Tsunamis haben die Kultstätte auf der Halbinsel Peloponnes verschüttet

Univ.-Prof. Dr. Andreas Vött stellt neue geomorphologische und geoarchäologische Untersuchungen zur Zerstörung Olympias vor
Olympia, Heiligtum des Zeus und Austragungsort der Olympischen Spiele in der griechischen Antike, wurde vermutlich durch mehrere, weit ins Land reichende Tsunamis zerstört und nicht, wie bisher angenommen, durch Erdbeben und Flusshochwasser. Diese These zur Zerstörung der antiken Kultstätte auf der griechischen Halbinsel Peloponnes hat Univ.-Prof. Dr. Andreas Vött vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) am Donnerstag vorgestellt. Vött untersucht die Stätte im Rahmen der Erforschung von Paläotsunamis, die während der letzten 11.000 Jahre an den Küsten des östlichen Mittelmeers stattgefunden haben. Die Olympia-Tsunami-Hypothese drängt sich nach seiner Darstellung vor allem aufgrund der im Umfeld von Olympia vorgefundenen Sedimente auf. Olympia wurde unter einer bis zu 8 Meter mächtigen Schicht aus Sand und anderen Ablagerungen verschüttet und erst vor rund 250 Jahren wiederentdeckt.

„Die Zusammensetzung und Mächtigkeit der Sedimente, die wir in Olympia gefunden haben, passen nicht zur Wasserführung und zum geomorphologischen Inventar des Kladeos. Der Bach kann das nicht verursacht haben“, sagte Vött. Bisher wurde angenommen, dass ein Erdbeben im Jahr 551 n.Chr. die Heiligtümer zerstört hat und danach Überschwemmungen seitens des Kladeos zur Verschüttung der antiken Bauwerke geführt haben. Rätselhaft ist jedoch, wie das an Olympia vorbeiziehende kleine Flüsschen Kladeos zunächst mehrere Meter Sediment aufgeschüttet haben soll, um sich anschließend 10 bis 12 Meter tief auf sein antikes Laufniveau einzuschneiden. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Altertümerverwaltung und Kollegen der Universitäten Aachen, Darmstadt, Freiburg, Hamburg und Köln haben Vött und sein Team das Gebiet mit geomorphologischen und geoarchäologischen Methoden erforscht.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Olympia in seiner Geschichte mehrfach von großen katastrophischen Fluten betroffen und in diesem Zusammenhang mit Sedimenten überdeckt wurde. Muschelklappen und Schneckengehäuse sowie Reste spezieller Foraminiferen (Einzeller) weisen eindeutig auf einen marinen Ursprung hin. Die Sedimente sind offenbar mit hoher Geschwindigkeit und hoher Energie von der Küste an Land transportiert worden und haben Olympia trotz seiner Höhenlage auf ca. 33 Meter über Meer erreicht – vermutlich über niedrige Sättel im unmittelbar vorgelagerten Höhenzug.

„Olympia war in früheren Zeiten auch nicht 22 Kilometer vom Meer entfernt wie heute, sondern die Küste lag mindestens acht, vielleicht auch mehr Kilometer weiter landeinwärts“, führt Vött aus. Sein Szenario: Tsunamis bauen sich vom Meer her auf, laufen in das enge Alpheios-Tal, in das auch der Kladeos-Bach mündet, mit großer Wucht ein und überfließen dann die Sättel im Hügelzug, hinter dem Olympia liegt. Die Kultstätte wird überflutet und die Wassermassen fließen nur langsam ab, weil gleichzeitig der Abfluss des Kladeos über das Alpheios-Tal durch die einlaufenden Tsunamis und deren Sedimente blockiert ist. Wie die im Umfeld von Olympia erfassten Sedimentabfolgen nahelegen, hat sich ein solches Szenario während der letzten 7000 Jahre mehrfach wiederholt. Bei einem der jüngeren Ereignisse im 6. Jahrhundert n.Chr. erfolgte dann die Zerstörung und Überdeckung Olympias.

Für die Olympia-Tsunami-Hypothese spricht auch, dass sowohl auf der meerzugewandten Seite des Hügelzugs als auch in Olympia identische Hochenergiesedimente gefunden wurden. „Die Ablagerungen um Olympia haben dieselbe Signatur wie die Tsunamite im vorgelagerten Alpheios-Tal“, so Vött. Ein Erdbeben scheidet für ihn als Ursache aus. Denn dann müssten die umgestürzten Säulentrommeln des Zeustempels direkt aufeinanderliegen, tatsächlich „schwimmen“ sie aber im Sediment. Sämtliche sedimentologischen, geochemischen, geomorphologischen und geoarchäologischen Befunde unterstützen die neue, sensationelle Olympia-Tsunami-Hypothese. Detaillierte faunistische Analysen zur Artenzusammensetzung, zur Herkunft und zum Alter von Kleinstlebewesen sowie Altersbestimmungen der Sedimente werden derzeit durchgeführt, sodass auch diese Ergebnisse bald vorliegen werden.

Tsunamis sind im östlichen Mittelmeer ausgesprochen häufig, was hauptsächlich an der hohen seismischen Aktivität entlang des Hellenischen Bogens liegt. Hier schiebt sich die afrikanische Platte unter die eurasische Platte und löst dadurch immer wieder starke Erdbeben mit darauffolgenden Tsunamis aus. Der letzte Riesentsunami im Mittelmeer verwüstete 1908 nach einem Beben in der Straße von Messina (Süditalien) die angrenzenden Küstenregionen, über 100.000 Menschen starben. In der südlichen Ägäis wurde 1956 eine 30 Meter hohe Welle verzeichnet. „Die Auswertung historischer Kataloge hat ergeben, dass sich in Westgriechenland im Durchschnitt alle acht bis elf Jahre ein Tsunami ereignet“, so Vött.

via Informationsdienst Wissenschaft
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