Dienstag, 25. März 2014

Montag, 24. März 2014

Vulkane abseits ihrer Magmaquellen

     An kontinentalen Grabenbrüchen, sogenannten Riftzonen, wie beispielsweise in Ostafrika oder dem Oberrheingraben, tritt häufig Vulkanismus auf. Ein Wissenschaftlerteam des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ konnte nun zusammen mit Forschern der Universitäten von Southampton (UK) und Roma Tre (Italien) zeigen, dass sich das Spannungsmuster in der Erdkruste ändert, wenn die Erdkruste innerhalb eines Graben ausdünnt und damit gewichtsbedingt entlastet wird. Dadurch wird das aus der Tiefe aufsteigende Magma in Gänge gesteuert, die schräg von den Magmaquellen in der Riftzone nach oben abzweigen und erst kilometerweit von der Achse des Grabenbruchs entfernt zutage treten.

Dienstag, 18. März 2014

Spuren des Klimawandels im Agulhasstrom

GEOMAR-Forscher nutzen Korallen als hochauflösende Temperaturarchive
Korallen sind sehr gut geeignet, um Meeresoberflächentemperaturen aus der Vergangenheit mit hoher Genauigkeit zu rekonstruieren und so auch Veränderungen von Meeresströmungen nachzuvollziehen. Mit Hilfe von besonders präzisen Messungen an Korallen aus dem südwestlichen Indischen Ozean konnten Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt nachweisen, dass der Agulhasstrom vor der Ostküste Südafrikas in den vergangenen drei Jahrzehnten wärmer war, als in den 300 Jahren zuvor. Die Studie erscheint jetzt in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports.

Die Geologie der Cliffs of Moher

Donnerstag, 13. März 2014

Ein Wasserspeicher im Erdmantel

n „Nature“: Neue Forschungsergebnisse erhärten eine fast 20 Jahre alte Vorhersage von Bayreuther Geowissenschaftlern.
Es ist natürlich Science Fiction, wenn Jules Verne in seinem Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ eine Expedition beschreibt, die zu einem riesigen unterirdischen Meer führt. Doch es steckt ein Funken Wahrheit auch in dieser fantastischen Geschichte. Bereits 1996 hatte eine Forschungsgruppe am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth aufgrund von Hochdruck-Experimenten vorhergesagt, dass der Erdmantel große Wassermengen enthalte – allerdings nicht in flüssigem Zustand, sondern chemisch gelöst in der Kristallstruktur des Minerals Ringwoodit, das einen Hauptbestandteil der Übergangszone des Erdmantels in 520 bis 660 km Tiefe darstellt. Jetzt haben Forscher um den kanadischen Geochemiker D.G. Pearson die damalige Hypothese erstmals an einer natürlichen Gesteinsprobe erhärtet. Diesen Erfolg kommentiert Prof. Dr. Hans Keppler, der in den 1990er Jahren an den Bayreuther Hochdruck-Experimenten wesentlich beteiligt war und noch heute am BGI tätig ist, im Wissenschaftsmagazin „Nature“.

Mittwoch, 12. März 2014

Vorläufer des europäischen Nashorns in Vietnam entdeckt

Zwei bisher unbekannte fossile Säugetierarten konnte ein Wissenschaftlerteam der Universität Tübingen und des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment Tübingen bergen. Diese Tiere lebten vor etwa 37 Millionen Jahren. Die neu beschriebenen Säugetiere zeigen eine überraschend enge Verwandtschaft zu fossilen Arten, die aus europäischen Fossil-Fundorten bekannt sind. Der Fundort: Der vietnamesische Braunkohletagebau Na Duong. Hier gelangen den Forscherinnen und Forschern noch eine ganze Reihe weiterer fossiler Neuentdeckungen, darunter drei Krokodil- und mehrere Schildkrötenspezies.

Das VLT erspäht den größten gelben Hyperriesen

 Das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat den größten gelben Stern entdeckt – einen der zehn größten bisher bekannten Sterne überhaupt. Dieser Hyperriese hat einen Durchmesser von mehr als dem 1300-fachen des Sonnendurchmessers und ist Teil eines Doppelsternsystems. Der zweite Stern befindet sich so nah am Hauptstern, dass er ihn berührt. Beobachtungen, die sich über 60 Jahre erstreckten – einige von Amateurastronomen stammend – weisen darauf hin, dass dieses seltene und bemerkenswerte Objekt sich rapide verändert und sich heute in einer nur sehr kurzen Phase seines Lebens befindet.

Donnerstag, 6. März 2014

Freiberger Wissenschaftler entdecken lebendes tropisches Korallenriff vor Iraks Küste

Forscher der TU Bergakademie Freiberg entdeckten ein 28 Quadratkilometer großes lebendes Korallenriff vor der irakischen Küste. Bei wissenschaftlichen Tauchexpeditionen sind die Forscher durch Zufall auf das unbekannte Riff im Arabischen Golf im Mündungsgebiet vom Shatt Al Arabe (Euphrat und Tigris) gestoßen. Bislang galt es als unwahrscheinlich, dass sich Korallen unter den extremen Bedingungen dieser Meeresregion ansiedeln könnten. Die Forscher berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Scientific Reports (Nature Publishing Group).

Mittwoch, 5. März 2014

Dienstag, 4. März 2014

Virtuelles Untertagelabor hilft bei der Endlager-Suche

     Ein Endlager muss den radioaktiven Abfall eine Million Jahre sicher einschließen – ein Zeitraum, in dem viele komplexe Prozesse ablaufen. Diese untersuchen Forscher derzeit in Untertagelaboren. Ein virtuelles Untertagelabor vereinfacht künftig solche Analysen.

Mikrowellenradar überwacht rutschige Hänge - Geodäten der TU Darmstadt forschen in den Alpen

Wenn ganze Berghänge ins Rutschen geraten, droht Gefahr. Vorhersage und Überwachung dieser Massenbewegungen sind nicht immer einfach. In einem internationalen Projekt kombinierten Wissenschaftler der TU Darmstadt in Nordtirol Rechenmodelle mit Mikrowellenradarsystemen – mit vielversprechenden Ergebnissen.

Montag, 3. März 2014

Woher hat Afrika seine Form? - Ein verhinderter Sahara-Atlantik

Das Auseinanderbrechen des Urkontinents Gondwana vor rund 130 Millionen Jahren hätte in einer völlig anderen Form der Kontinente Südamerika und Afrika resultieren können. Südlich der Sahara läge dann heute ein Ozean.
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