Freitag, 16. Januar 2015

Phosphor und Bernstein, gefährliche Strandfunde: Bitte um Mithilfe

 Über die Verwechslungsgefahr von Bernstein und weißem Phosphor hatte ich letztes Jahr auf Mente et Malleo bereits gebloggt. Da die Gefahr durchaus real ist, und die daraus resultierenden Verletzungen sehr schwer, ist es immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen und entsprechend das Bewusstsein zu schärfen. Daher begrüße ich das Vorhaben des Wachholz Verlags und möchte die Suchanfrage hiermit gerne weiter verbreiten.
Im vergangenen Jahr war in der Presse mehrfach von schweren Brandverletzungen durch weißen Phosphor zu lesen, den Sammler für Bernstein hielten und in die Tasche steckten. Sobald Phospor trocken ist, entzündet er sich schon bei Körpertemperatur und verbrennt mit 1300 °C. Solche Funde stammen von der Ostseeküste zwischen Schönberg und Lütjenburg, von St. Peter-Ording und sogar vom Großen Plöner See. In M.-V. ist Peenemünde für Phosphor-Funde bekannt.
Um Sammler und Touristen auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, plant der Wachholtz-Verlag in Zusammenarbeit mit dem NABU und dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR und LLUR) ein kleines Buch über Gefährliche Strandfunde: http://www.wachholtz-verlag.de/buch/gef%C3%A4hrliche-strandfunde
Und hier brauchen wir nun Hilfe:
- Hat jemand Fotos von Schießwolle (TNT), Nitrozellulosestangen (Treibladungspulver für Granaten), weißen Phosphor, Munitionsresten, Granaten etc am Strand? Gerne auch nachgestellt.
- Hat jemand Kontakt zu einem chemischen Labor / Chemielehrer, der Zugriff auf weißen Phosphor hat? Wir brauchen Fotos von dem Phosphor selbst und am besten eine nachgestellte Szene von Phosphor, der sich am Strand selbst entzündet.
Vielleicht haben Sie Fotos, kennen jemanden, der Fotos hat oder haben könnte oder können Kontakte zu Leuten herstellen, die helfen könnten.
Fundmeldungen und Fotos können info[at]strandsteine.de direkt an Frank Rudolph zugeschickt werden.
Vielen Dank für jede Form der Mitarbeit.
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