Donnerstag, 29. Januar 2015

Tiefseebergbau: Wie groß sind die Risiken?

     - GEOMAR koordiniert europäisches Verbundprojekt zur Gefahrenabschätzung -
50 Spezialisten für Tiefseeökologie, Meeresbergbau und Tiefseebeobachtung von 25 europäischen Forschungseinrichtungen treffen sich diese Woche am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Sie geben damit den Startschuss für ein dreijähriges Forschungsprojekt, das die Risiken von potenziellem Erzbergbau am Meeresboden untersuchen soll. Das Projekt mit dem Namen „JPI Oceans Ecological aspects of deep-sea mining“ wird am GEOMAR koordiniert.

Erwärmungspause: Die Klimamodelle machen keinen systematischen Fehler

     Skeptikern, die noch am menschengemachten Klimawandel zweifeln, bricht nun eines ihrer letzten Argumente weg: Zwar hat sich die Erde seit der Jahrtausendwende deutlich schwächer aufgeheizt, als Klimamodelle vorhergesagt hatten. Die Kluft zwischen berechneter und gemessener Erwärmung entsteht aber nicht, weil die Modelle systematische Fehler machen, wie die Skeptiker vermutet hatten, sondern weil es im Klima stets zu zufälligen Schwankungen kommt. Das belegen Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, und Piers M. Forster, Professor an der Universität Leeds in Großbritannien. Die Modelle überschätzen den menschengemachten Klimawandel also nicht prinzipiell.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Messel ist älter als gedacht - Neue Datierungsmethode ermöglicht präzise Alterseinstufung

Die Entstehung des UNESCO-Weltnaturerbes Grube Messel liegt länger zurück als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt in Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen anhand einer neuen Datierungsmethode herausgefunden. Erstmalig verknüpften die Forscher Pflanzenpollen mit astronomischen Zyklen sowie Altersdatierungen an Gesteinen und konnten so das Entstehungsalter Messels präzise bestimmen. Die Eruption des Messelmaares erfolgte demnach bereits vor 48 Millionen Jahren, im Untereozän – knapp eine Million Jahre früher als vermutet. Die Studie ist kürzlich im „International Journal of Earth Sciences“ erschienen.

Dienstag, 27. Januar 2015

Entstehung des Lebens - Am Anfang war der heiße Stein

     Wasserdurchspülte Poren in heißem Gestein könnten der Brutkasten allen Lebens auf der Erde gewesen sein: Temperaturunterschiede innerhalb der Poren erzeugen geeignete Bedingungen für die Entstehung und Vervielfältigung genetischer Moleküle.

Der Weg des Lasers

Wer wie ich mit den Filmen der Star Wars Trilogie und vergleichbarer Filme aufgewachsen ist, kennt die Bilder. Eine Laserkanone feuert und man kann den Weg des Laserstrahles auf sein Ziel hin verfolgen. Was im Film so schön plakativ funktioniert, dürfte in der uns allen erfahrbaren Realität kaum zu beobachten sein. Das kann man sehr schön am Laserpointer sehen. Den Strahl selber sieht man weniger, nur den Punkt, an den er die Leinwand trifft. Und selbst wenn man den Strahl durch Nebel oder Rauch schickt, sieht man zwar seinen Pfad, aber die Bewegung selber ist nicht zu erkennen. Licht ist für unsere Augen einfach zu schnell. Etwas anders sieht es aus, wenn man einen Laserstrahl mit einer ultraschnellen Kamera aufnimmt. Das Ergebnis ist verblüffend, finde ich.


Montag, 26. Januar 2015

Donnerstag, 22. Januar 2015

Das internationale Jahr des Bodes 2015

Zum internationalen Jahr des Bodens 2015 hat die Soil Science Society of America eine reihe von kleinen Filmen zu verschiedenen bodenkundlichen Themen. Den Anfang machen Januar (Böden erhalten das Leben) und Februar und Böden in der Stadt.

Internationales Jahr des Bodens: Das Institut für Bodenkunde öffnet die Türen

Gesunde Böden sind die Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion, sie filtern und speichern Wasser und sind von entscheidender Bedeutung für unser Klima. Um auf diese wichtigen Funktionen, aber auch die Bedrohung von Böden aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen 2015 als das „Internationale Jahr des Bodens“ ausgerufen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Eis

Kommunizieren Sie Ihre Wissenschaft-Videowettbewerb EGU 2015!


Möchten Sie Ihre Forschung an ein breiteres Publikum zu kommunizieren und versuchen sich in video-Produktion? Jetzt ist Ihre Chance! Junge Wissenschaftler für die EGU General Assembly vorregistriert sind herzlich eingeladen, an der EGU kommunizieren Your Science Video Wettbewerb teilnehmen!
Ziel ist es, ein video bis zu drei Minuten lang Ihre Forschung mit der Öffentlichkeit teilen zu produzieren. Die Gewinner erhalten eine kostenlose Registrierung bei der Generalversammlung im Jahr 2016.
Warum nicht schauen Sie sich die Finalisten und Gewinner des Wettbewerbs 2014 für eine Vorstellung dessen, was ein Gewinner macht?
Fühlen Sie sich inspiriert? Senden Sie Ihr Video an Laura Roberts (roberts@egu.eu) 4 im März zusammen mit Beweis für die online-Vorregistrierung EGU 2015.
Erfahren Sie alles über den Wettbewerb in diesem Beitrag auf der #EGUBlogs: egu.eu/2LO61P  können Sie die letztjährigen Finalisten hier anschauen: egu.eu/1REVMT

Montag, 19. Januar 2015

Rasantes Ende der grünen Sahara

In den vergangenen 9000 Jahren hat sich die Sahara von einer grünen Savanne zu einer der trockensten Wüsten der Erde entwickelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) haben jetzt herausgefunden, dass die Vegetation während dieses Übergangs viel schneller aus der Sahara verschwand als bisher angenommen. Die radikalen Umweltveränderungen gaben möglicherweise den Anstoß, dass die Menschen in Nordafrika sesshaft wurden. Die Studie ist jetzt im internationalen Open-Access Journal PLOS ONE erschienen.  

Wie der Stickstoff auf die Erde kam

     Mineralogen der Universität Jena analysieren das chemische Erbe von Meteoriten

Freitag, 16. Januar 2015

Phosphor und Bernstein, gefährliche Strandfunde: Bitte um Mithilfe

 Über die Verwechslungsgefahr von Bernstein und weißem Phosphor hatte ich letztes Jahr auf Mente et Malleo bereits gebloggt. Da die Gefahr durchaus real ist, und die daraus resultierenden Verletzungen sehr schwer, ist es immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen und entsprechend das Bewusstsein zu schärfen. Daher begrüße ich das Vorhaben des Wachholz Verlags und möchte die Suchanfrage hiermit gerne weiter verbreiten.
Im vergangenen Jahr war in der Presse mehrfach von schweren Brandverletzungen durch weißen Phosphor zu lesen, den Sammler für Bernstein hielten und in die Tasche steckten. Sobald Phospor trocken ist, entzündet er sich schon bei Körpertemperatur und verbrennt mit 1300 °C. Solche Funde stammen von der Ostseeküste zwischen Schönberg und Lütjenburg, von St. Peter-Ording und sogar vom Großen Plöner See. In M.-V. ist Peenemünde für Phosphor-Funde bekannt.
Um Sammler und Touristen auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, plant der Wachholtz-Verlag in Zusammenarbeit mit dem NABU und dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR und LLUR) ein kleines Buch über Gefährliche Strandfunde: http://www.wachholtz-verlag.de/buch/gef%C3%A4hrliche-strandfunde
Und hier brauchen wir nun Hilfe:
- Hat jemand Fotos von Schießwolle (TNT), Nitrozellulosestangen (Treibladungspulver für Granaten), weißen Phosphor, Munitionsresten, Granaten etc am Strand? Gerne auch nachgestellt.
- Hat jemand Kontakt zu einem chemischen Labor / Chemielehrer, der Zugriff auf weißen Phosphor hat? Wir brauchen Fotos von dem Phosphor selbst und am besten eine nachgestellte Szene von Phosphor, der sich am Strand selbst entzündet.
Vielleicht haben Sie Fotos, kennen jemanden, der Fotos hat oder haben könnte oder können Kontakte zu Leuten herstellen, die helfen könnten.
Fundmeldungen und Fotos können info[at]strandsteine.de direkt an Frank Rudolph zugeschickt werden.
Vielen Dank für jede Form der Mitarbeit.

Brennstoffzelle und Elektrolyse

Stromboli - Flug über den Leuchtturm des Mittelmeeres (Video)

Ein Flug über einen der aktivsten Vulkane Europas.


Donnerstag, 15. Januar 2015

Vulkan-Eruption auf den Kapverden - Fogo

     Größter Ausbruch seit 60 Jahren wird vor Ort und aus dem All vermessen.

Nachwachsende Ressourcen kommen an ihre Grenzen

     Nachwachsende Rohstoffe galten bisher immer als unbegrenzt nutzbar. Das allerdings erweist sich als Trugschluss. Wie Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Yale University und der Michigan State University jetzt nachgewiesen haben, sind auch diese nur begrenzt nutzbar. Das schreiben sie in einem Beitrag für das Fachmagazin Ecology & Society, der für das Wissenschaftsmagazin Nature zu den Highlights dieser Woche zählt. So hätten verschiedene Schlüsselressourcen ihren Peak bereits überschritten.

Rasante Reise durchs Kristallgitter

     Forscher der TU-München und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik messen, wie lang Elektronen benötigen um einzelne Lagen aus Atomen zu durchqueren.


Lebten uralte Skorpione im Wasser oder an Land? Teil 2

Wie misst man den Grundwasserspiegel?

Verschiedene Methoden, den jeweiligen Grundwasserspiegel zu messen.

Elefanten haben Vorfahrt...

vor allem, wenn sie auf Krawalle gebürstet sind.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Lebten uralte Skorpione im Wasser oder an Land?

     Ein Forscherteam vom Royal Ontario Museum Kanada veröffentlichte zusammen mit Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin, in der internationalen Fachzeitschrift Biology Letters den einzigartigen Fund einer Versammlung 430 Millionen Jahre alter Skorpione aus Ontario, Kanada. Besonders sind das Alter und die Menge der Fossilien, aber auch der moderne Bau der Laufbeine. Seit langem wird diskutiert, ob die ersten Skorpione im Wasser oder auf dem Land lebten. Manche uralten Skorpione hatten spitze, krabbenähnliche Beine und wurden dadurch als reine Meeresbewohner interpretiert. Die Neufunde aus Kanada hatten deutliche ‚Füße‘ und waren damit viel besser für ein Landleben angepasst.

Tiefseetiere gesucht – Manganknollen gefunden

     Überraschende Entdeckung während der ersten Expedition von FS SONNE

 Die Biologie von Tiefseetieren und Prozesse der Plattentektonik sind eigentlich die Themen der ersten Expedition des neuen deutschen Forschungsschiffs SONNE. Eher zufällig sind die Meeresforscherinnen und Meeresforscher jetzt auf ein Vorkommen von Manganknollen gestoßen, das möglicherweise alle bisher im Atlantik bekannten Manganknollenfelder in den Schatten stellt.

Dienstag, 13. Januar 2015

Freitag, 9. Januar 2015

Simulation zur Entstehung eines schwarzen Loches ist Renner auf Youtube

     Frankfurter Forscher und die NASA haben die Entstehung eines schwarzen Lochs in einer Computersimulation visualisiert. Auf Youtube wurde der Clip mittlerweile mehr als 459 tausend mal angeklickt. Die „New York Times“ nahm die Simulation zum Anlass für einen ausführlichen Bericht über die Entstehung schwarzer Löcher.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Neue Einblicke in Eta Carinae

Bodenatlas als Download verfügbar

Der Bodenatlas von Le Monde Diplomatique, der Heinrich-Böll-Stiftung, IASS und dem BUND ist ab heute zum Download verfügbar.


Bodenatlas: Daten und Fakten über Acker, Land und Erde

Kameramann mit sehr viel Glück

Wer mit Vulkanen arbeiten will, der lebt sehr gefährlich. Egal, ob man Messungen an der frischen Lava durchführen will oder sie nur filmt. Das kann sehr schnell ins Auge gehen, wie dieses Video zeigt. dabei hatten alle Beteiligten noch sehr viel Glück.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Frischer Impaktkrater im Elysium Planitia, Mars

alternative Behandlungsmethoden haben einen negativen Einfluss auf Krebstherapien

"Was kann es schon schaden" ist ja ein altbekanntes Argument der Vertreter der Alternativmedizin. Soll gemeinhin wohl heißen, "wenn es vielleicht auch nichts nützt, kann es wenigstens auch nicht schaden". Das allerdings dürfte zumindest im Bereich der Krebstherapien wohl ein frommer Wunsch sein. Denn ausgerechnet hier zeigen Studien durchaus einen deutlichen und vor allem negativen Einfluss vieler sogenannter komplementären oder alternativen Therapien auf die konventionellen Behandlungsmethoden. Letztlich führt also die zusätzliche komplementäre Therapie zu einer deutlichen Verringerung der Lebensqualität und sogar zu einem früheren Tod.

Alternative therapies risk effectiveness of cancer treatment, researchers find - The Guardian


Montag, 5. Januar 2015

Woher kommt das Eis auf Grönland?

     Vorgänge im tiefen Erdkörper schufen die Voraussetzung für die Vergletscherung von Grönland.

Warum sich der Sauerstoff in der Erdatmosphäre nur langsam angereichert hat

     Die Dosis macht‘s: Eisen könnte die frühen Cyanobakterien vergiftet und den Start der Evolution von sauerstoffatmenden Tieren verzögert haben.

Buckelwale bei der Jagd

Die Taktik, Fischschwärme mittels Luftblasen in die Enge zu treiben, dürfte vermutlich mit zu den komplexesten Jagdstrategien auf unserem Planeten gelten.


Fracking ist eine etablierte Technologie.

Fracking stellt ja für viele im Lande den "Herrseibeiuns" der Rohstoffsuche dar und damit quasi ein Sinnbild, wie moderne Fördertechniken die Erde ausbeuten und die Umwelt gefährden. Nun, sicher gibt es Risiken, aber die gibt es auch bei sogenannten konventionellen Fördertechniken. Und nicht alles beim Fracking ist so brandneu oder gar brandgefährlich, wie es landläufig gerne dargestellt wird. Und genauso wenig möchten wir, dass uns im Winter die Bude kalt wird. Aber lasen wir die Polemik und wenden uns den Fakten zu. Hier ist ein Interview mit Prof. Dr.-Ing. Mohammed M. Amro, Professur für Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik und Direktor des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau an der TU Bergakademie Freiberg.

Fracking? – Eine etablierte Standardtechnologie!
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