Montag, 30. November 2015

Wie steuern Hangrutschungen die Gesteinsverwitterung?

Chemische Gesteinsverwitterung ist über geologische Zeitskalen eine wichtige Steuergröße für die Stabilität des Klimas. Hangrutschungen beschleunigen trotz der vergleichsweise kleinen Fläche, die von ihnen betroffen ist, die Verwitterung des von ihnen erodierten Gesteins enorm .

Interaktiver Atlas zeigt, was in Europa passiert, wenn die globale Temperatur um 2°C ansteigt

     Ab sofort reichen wenige Mausklicks, um sich umfassend über die Folgen eines Anstieges der globalen Mitteltemperatur um zwei Grad Celsius für gesamt Europa und einigen sensiblen Regionen zu informieren: GERICS, das Climate Service Center Germany mit Sitz in Hamburg, stellte den interaktiven IMPACT2C Web-Atlas online.

Donnerstag, 26. November 2015

Klimawandel: Forscher weisen dramatische Veränderung in den 1980er Jahren nach

     Ende der 1980er Jahre erlebte die Erde eine dramatische Klimaveränderung. Sie umfasste die Tiefen der Ozeane ebenso wie die obere Atmosphäre und reichte vom Nord- bis zum Südpol. Ausgelöst durch den Ausbruch des Vulkans El Chichón in Mexico 1982 und verstärkt durch menschliches Handeln folgte daraus die größte Temperaturverschiebung der letzten 1.000 Jahre. Erstmals nachgewiesen hat dies ein internationales Forscherteam um Prof. Philip C. Reid von der Plymouth University und der Sir Alister Hardy Foundation for Ocean Science (UK). Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlicht.

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Mittwoch, 25. November 2015

Bernsteinfund: Neue Mücken aus der Kreide - Unterfamilie der Datz-Stiftung gewidmet

Ein internationales Team, darunter die Bernsteinforscherinnen Mónica Solórzano Kraemer vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und Frauke Stebner von der Universität Bonn, haben eine neue Unterfamilie, vier neue Gattungen und zehn neue Arten von fossilen Schmetterlingsmücken entdeckt. Die weiblichen Tiere aus dem kreidezeitlichen Bernstein waren wahrscheinlich Blutsauger, die männlichen Insekten befanden sich bei ihrer Einbettung in den Harz auf Paarungsflügen. Die neu beschriebene Unterfamilie ist der Erika und Walter Datz-Stiftung gewidmet, welche die Untersuchung unterstützte. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „PeerJ“ erschienen.

Montag, 23. November 2015

Wie erholt sich ein Tiefsee-Ökosystem von menschlichen Eingriffen?

     Welche ökologischen Folgen hätte ein Abbau von Manganknollen in der Tiefsee? Wie wäre ein nachhaltiges Management dieser Tiefseeressourcen möglich? Diese Fragen sind während einer Reihe von Expeditionen mit dem neuen deutschen Forschungsschiff SONNE im Rahmen des vom BMBF unterstützten europäischen JPI Oceans Forschungsprojektes “Ecological Aspects of Deep-Sea Mining” im Pazifik untersucht worden. Wissenschaftler verschiedener deutscher und europäischer Einrichtungen haben insbesondere eine Region im östlichen äquatorialen Pazifik besucht, in der vor 26 Jahren in mehr als 4.000 Metern Wassertiefe ein Störungsexperiment durchgeführt worden war.

Aussterben ermöglichte Erfolg der frühen Landwirbeltiere

     Selektive Aussterbeereignisse, anstatt evolutionäre Neuerungen, sind möglicherweise die Schlüsselfaktoren welche die Dominanz von Wirbeltiergruppen an Land bestimmen, so die Ergebnisse einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Museum für Naturkunde Berlin und der University of Lincoln, Großbritannien, die in Scientific Reports (Nature Publishing Group) veröffentlich wird.

Freitag, 20. November 2015

Donnerstag, 19. November 2015

Fossile Tiefsee-Schwämme ähneln heutigen Schwammgemeinschaften

     Fossilien und Sedimente aus mehreren tausend Metern Meerestiefe sind extrem selten erhalten. Die Vielfalt von Leben in diesen tiefen Zonen und seine erdgeschichtliche Entwicklung sind daher kaum erforscht. Einem deutsch-chinesischen Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen ist es nun gelungen, in der südchinesischen Provinz Anhui rund 445 Millionen Jahre alte Schiefersedimente zu untersuchen. Dabei stießen die Forscher auf fossile Schwammgemeinschaften, die damals aus großer Meerestiefe in höher gelegene Zonen eingewandert und zudem den heutigen Tiefseeschwämmen sehr ähnlich sind. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.

Montag, 16. November 2015

Erste Kartierung des Grundwassers auf der Erde

     Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat erstmals das Gesamtvolumen des Grundwassers auf der Erde kartiert. Nach Angaben der Wissenschaftler gibt es etwa 23 Millionen Kubikkilometer Grundwasser auf dem Planeten. Weniger als sechs Prozent davon sind allerdings modernes Grundwasser, also Grundwasser, das während der Dauer eines menschlichen Lebens erneuert wird.

Donnerstag, 12. November 2015

Fossile Bienen waren wählerische Sammler

     Die Vorläufer der Honigbienen waren vor 50 Millionen Jahren ziemlich wählerisch, was das Futter für ihren Nachwuchs anbelangte. Das zeigt eine Studie unter Federführung der Universität Bonn, an der auch Forscher aus Österreich und den USA beteiligt sind. Demnach stammten die Pollen, die die Insekten für ihre Larven sammelten, stets von denselben Pflanzen. Wenn es um das eigene leibliche Wohl ging, zeigten sie sich dagegen nicht so mäkelig: Sie selbst fraßen auf ihren Sammelflügen so ziemlich alles, was ihnen vor die Mundwerkzeuge kam. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Current Biologie“ erschienen.

Wie begann die Plattentektonik auf der Erde?

Mantelplume setzte das erste Abtauchen der Lithosphärenplatte in Gang.

Globale Landwirtschaft - Unterschätztes Potenzial

     Mit den heutigen Agrarflächen ließe sich der weltweit steigende Bedarf an Nahrungsmitteln decken – vorausgesetzt, sie werden optimal genutzt
Um die wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können, muss die landwirtschaftliche Produktion bis 2050 voraussichtlich um 70 bis 100 Prozent steigen. Bisherige Studien halten das für kaum möglich. Geowissenschaftler der LMU um Professor Wolfram Mauser vom Department für Geographie gelangen auf Basis neuer Berechnungen zu einer völlig anderen Einschätzung. „Die heutigen landwirtschaftlichen Flächen haben das Potenzial, die Menschheit auch künftig zu ernähren und ihren Bedarf noch zu übertreffen. Wir könnten sogar mehr produzieren als wir brauchen“, sagt Mauser.

Once upon a time... Living with a comet

Dienstag, 10. November 2015

Neue Erkenntnisse zum Schadstoffabbau nach Ölkatastrophen

Wissenschaftler simulieren für eine Untersuchung das Deepwater Horizon-Unglück in Tiefenwässern des Golfs von MexikoNach Ölunfällen im Meer, etwa durch Tankerunglücke oder auslaufende Pipelines und Ölbohrplattformen, werden standardmäßig chemische Dispersionsmittel eingesetzt. Allerdings sorgen diese – anders als bisher angenommen – nicht unbedingt für einen schnelleren Abbau der ÖIkomponenten, berichtet Dr. Sara Kleindienst vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. Die Substanzen lösen zwar größere Ölklumpen auf, spalten sie in kleinere Tröpfchen und bewirken damit, dass sich die zähe Masse nicht an der Meeresoberfläche ansammelt. Doch wie sich im Experiment der Tübingerin zeigte, können sie dabei auch ölabbauende Mikroorganismen verdrängen, die in vielen Ökosystemen natürlich vorkommen. 

Best of Carl Sagan Arguments And Comebacks

Donnerstag, 5. November 2015

Südliche Tropen als Wiege der Wirbeltierbiodiversität im Erdaltertum

     Ein internationales Team von Wissenschaftlern um Jörg Fröbisch, Professor für Paläontologie und Evolution am Museum für Naturkunde Berlin, entdeckte eine neue, 278 Millionen Jahre alte fossile Wirbeltierfauna mit neuen Amphibienarten und einem Reptil im Nordosten Brasiliens, die neue Erkenntnisse über die frühen Verbreitungsmuster von Landwirbeltieren liefert. Die Ergebnisse werden diese Woche in Nature Communications veröffentlicht.

Pug Life - Simon's Cat

Bodenkunde im Dezember: Böden in der Kultur

Mittwoch, 4. November 2015

Dienstag, 3. November 2015

Seltene Erden aus Leuchtstoffen retten

     Nur ein Prozent aller Seltenerdmetalle werden wiedergewonnen – und das obwohl die Nachfrage nach den wertvollen Rohstoffen zunimmt. Gerade Bildschirme und Leuchtmittel enthalten vergleichsweise große Mengen der wertvollen Substanzen. Aufgrund steigender Preise und neuer EU-Richtlinien sind Engpässe absehbar. Recycling der seltenen Erden kann diesen entgegenwirken. Allerdings störte bisher Quecksilber bei der Aufarbeitung, da es schwer aus dem Substanzgemisch abzutrennen ist. Wie neue chemische Verfahren Seltenerdmetalle aus quecksilberfreien und -haltigen Leuchtmitteln rückgewinnen können, steht in den „Nachrichten aus der Chemie“.

„Ewiges Eis ist nicht ewig“: West-Antarktis könnte komplett schmelzen

Der riesige Eispanzer der westlichen Antarktis könnte vollständig verschwinden, wenn dort das vergleichsweise winzige Amundsen-Becken instabil würde, so haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung jetzt berechnet. Gelangt all dies Eis in den Ozean, steigt der Meeresspiegel um rund drei Meter. Einige vor wenigen Monaten veröffentlichte Studien deuten darauf hin, dass dieses Gebiet des Eiskontinents seine Stabilität bereits verloren habe – damit wäre das erste Element des Erdsystems tatsächlich gekippt.

Fotos vom 9. Geologentag 2015 in Offenburg

9. Geologentag 2015 Offenburg

BEYOND THE HORIZON - Symphony of Science + The Planetary Society

Spectacular Lightning in Ash Clouds from Colima volcano, Mexico (Timelapse)

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